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Der Telebasel News Beitrag vom 21. November 2021.
Basel

Forschende des Unispitals können Covid-Verlauf vorhersagen

Anhand von Zellmarkern ist es Forschenden des Unispitals Basel gelungen, schwere Verläufe bei Covid-19-Patienten vorherzusagen. Doch was bedeutet das genau?

Alexandar Tzankov, leitender Arzt in der Pathologie am Universitätsspital Basel erklärt, was es mit dieser Studie rund um die Zellmarker auf sich hat.

Herr Tzankov, was ist ein Zellmarker? 

Alexander Tzankov: Es ist ein Molekül, welches in den Zellen vorhanden ist oder von den Zellen abgesondert wird und mit einem klinischen Ausgang korreliert. Fittere Zellen haben weniger von diesem Marker. Im Normalfall werden Zellen, die diesen konkreten Biomarker zu viel haben, aus dem Körper eliminiert, weil sie potentiell unfit sind. Aber bei einigen Prozessen, Lebensumständen, auch mit zunehmendem Alter, nimmt die Anzahl der unfitten Zellen in unserem Körper zu und auch die Menge von diesem Biomarker.

Wie kann ein solcher Zellmarker den Covid-Verlauf eines Patienten vorhersagen? 

Ein Computer rechnet diese Anzahl an unfitten Zellen aus einem Nasenrachen-Abstrich aus. Mit dieser Zahl kann er ziemlich genau vorhersagen, welche PatientInnen nicht ins Spital müssen und welche sehr wahrscheinlich nicht an Covid sterben werden und umgekehrt. Der Computer erreicht eine Wahrscheinlichkeit von 83 bis 85 Prozent.

Was können wir mit dieser Information anfangen? 

Mit dieser Information kann man gefährdete Covid-PatientInnen besser begleiten. Man kann sie zum Beispiel darauf schulen, dass sie schon bei einer kleinen Verschlechterung ihres Zustands frühzeitig ins Spital gehen. Bei stationär aufgenommenen Patienten kann man die Planung der Intensivbetten mit einer Vorlaufzeit von 5 bis 7 Tagen vornehmen und nicht aus der Not organisieren. Vor allem bei grossen Wellen oder vor allem auch in Ländern mit limitierten Kapazitäten ist das sicherlich sehr sinnvoll. 

Ein Durchbruch in der Pandemiebekämpfung

Das Unispital war eines der ersten Krankenhäuser, welches verstorbene Covid-PatientInnen obduziert hat. Mit den Ergebnissen konnte man einen signifikanten Beitrag zu dieser Studie leisten. Sie wurde weltweit schon 2’000 Mal zitiert, schreibt das Unispital.

2 Kommentare

  1. Weshalb wird nicht mehr geforscht nach Antikörper nach den Impfungen, vor der Boosterimpfung?
    Danke das Sie den Mut hatten zu forschen. Die Fragestellung ist zum schreien, wie geht man damit um!! Jedes Kind muss dadurch nicht geimpft werden. Jeder der nicht Impfung möchte hat dies nun selber in der Hand mit diesem Testergebnis
    Einfach Super 🙌 Danke Marlies RamelReport

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