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Der Telebasel Newsbeitrag vom 20. November 2021.
Basel

Neue Schlüsselanlagen der Basler Freizeitgärten sorgen für Unmut

Die Basler Freizeitgärten bekommen neue Schlösser. Ein dazugehöriger Schlüssel kostet 100 Franken. Für einige Pächter ist dies zu viel – sie leisten Widerstand.

Wer zukünftig die Basler Freizeitgärten betreten möchte, braucht einen neuen Schlüssel. Die «BaZ» hat darüber berichtet. Als Depot müssen pro Schlüssel 100 Franken hinterlegt werden. Für einige Pächter ist diese Summer allerdings überrissen. Sie wehren sich – unter anderem mit einem offenen Brief an die Basler Regierungsrätin Esther Keller.

«Viele leben in schlechten Verhältnissen»

Pächter des Freizeitgartens Basel-West, Oswald Leitner, hat kein Verständnis für die hohen Gebühren: «Dieser Preis ist überrissen. Viele leben in finanziell schlechten Verhältnissen. Wie sollen sie das bezahlen?» Oft hätten die Pächter mehrere Schlüssel, beispielsweise für Familienmitglieder oder Freunde. «Da kommen schnell einmal 500 Franken zusammen», erklärt Leitner weiter. Er verlange deshalb, das Depot auf mindestens 50 Franken zu senken. «Da würde ich mich sehr gerne an Mitglieder des Grossen Rates wenden», so Leitner weiter.

100 Franken Depot pro Schlüssel ist viel, betont auch die Stadtgärtnerei. Es sei aber wichtig, dass die Schlüssel eine Bedeutung haben und sorgfältig behandelt werden. «Ursprünglich haben wir den Pächtern jeweils zwei Schlüssel gegeben. Diese wurden zum Teil illegal kopiert», sagt Emanuel Trueb, Leiter der Stadtgärtnerei Basel. Er verstehe deshalb, warum manche Pächter Widerstand leisten. «Manche haben bis zu acht Schlüssel kopiert. Die alten durch die neuen Schlüssel zu ersetzen, wird teuer», so Trueb weiter.

Er betont zudem, dass die Depot-Gelder nicht in die neuen Schlüsselanlagen investiert werden: «Dies wird vollständig von der Stadtgärtnerei übernommen.»

Schlösser zum Teil aus den 60er-Jahren

Einige Freizeitgärten haben bereits neue Schlösser. Dort sei man auf keinen Widerstand gestossen, wie Trueb betont. Der Grund für die neuen Schlösser liege in deren Alter. «Einzelne Modelle gehen auf die 60er-Jahre zurück. Es gibt keine Ersatzteile und Ersatzschlösser mehr dafür», sagt Basels oberster Freizeitgärtner.

1 Kommentar

  1. Ich verstehe den unmut. Ich bin sälbst pächter eines Freizeitgartens. 100 Franken sind viel. Für mich als vater sowiso. Ich bräuchte 3 schlüssel. Also 300 Franken die uns fehlen. Ich finde ebenfalls das 40 bis 50 franken depot reichen sollten und das jeder die möglichkeit hat, falls er mehr braucht diese über die stadtgärtnerei zu beziehen und das so die nachmacherei eingeschrenkt wird. Sie müssten wohnungsschlüssel von keso verwenden. Soviel ich weiss dürfen diese nicht bei mister minit und co nachgemacht werden.Report

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