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Der Telebasel Newsbeitrag vom 19. November 2021.
Baselland

Trotz sozialer Einschränkung: Pflegeheime können Zertifikatspflicht nachvollziehen

Im Baselbiet gilt seit Freitag Zertifikatspflicht für den Besuch in Alters- und Pflegeheimen. Das sorgt für beschränktere Besuchszeiten.

Die Einlasskontrollen bei den Alters- und Pflegeheimen sind aufwändig. Jeder, der eine angehörige Person in einem Baselbieter Pflegeheim besuchen will, braucht ein Covid-Zertifikat. Diese zu kontrollieren, kostet die Institutionen viel Geld und Zeit. Aus diesem Grund werden die Besuchszeiten nun reduziert.

«Das gibt doch eine gewisse Sicherheit»

Im Alters- und Pflegeheim Hofmatt in Münchenstein trafen sich die Bewohner und Bewohnerinnen am Freitagmittag normal zum Mittagessen. Es ist der erste Tag, seitdem die Zertifikatspflicht für Besuche gilt. Die Bewohnenden nehmen es gelassen: «Das finde ich sehr gut. Das gibt doch eine gewisse Sicherheit. Ich begreife es einfach nicht, dass man sich dagegen so wehren kann. Es geht ja nicht nur um die eigene Sicherheit, sondern auch um die Sicherheit von allen anderen», heisst es etwa von der Bewohnerin Astrid Baumann.

Zita Lüthi, ebenfalls gerade am Mittagstisch, meint gegenüber Telebasel: «Ich finde es in Ordnung, dass man etwas macht. Es muss jeder selbst wissen, was und wie viel nötig ist. Es ist aber in Ordnung: Ob in den Heimen oder draussen. Das muss man schon machen.»

Soziale Abstriche

Noch vor einer Woche hoffte der Verband der Pflegeheime, dass es zu keiner 3G-Regelung kommen wird. Curaviva Co-Geschäftsführer Andi Meyer meint am Freitag, dass durch die steigenden Fallzahlen und den hohen Druck der Politik der Entscheid des Kantons nachvollziehbar sei.

«Für den Gesundheitsschutz ist das sicher keine Verschlechterung.» Nur der soziale Aspekt sei Meyer weiterhin ein Dorn im Auge: «Im Blick auf die sozialen Kontakte hat es für die Bewohnerinnen und Bewohner einfach Auswirkungen. Dort betrifft es natürlich auch Angehörige, die mit der Situation sehr sorgfältig umgehen, geimpft sind und die Schutzmasken tragen.»

Pflegeheime müssen Aufwände selbst bezahlen

Für die Einlasskontrolle musste das Alters- und Pflegeheim Hofmatt in Münchenstein einen auswärtigen Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma anstellen. «Wir selbst sind nicht in der Lage, diesen Aufwand selbst zu betreiben», so Heimleiter Marc Boutellier.

Die Aufwände für die Kontrollen müssen die Pflegeheime selbst bezahlen. «Wenn wir davon ausgehen, dass diese Massnahme bis im Frühling bleiben muss, wird uns das über 100’000 Franken kosten», kalkuliert Boutellier. Ob die Zertifikatspflicht so lange bleibt, ist ungewiss. Das Baselbiet will bis Ende Monat mit den Booster-Impfungen in den Alters- und Pflegeheime fertig sein.

2 Kommentare

  1. Und wieder auf kosten der heimbewohner.wo ist das problem?jemand an die türe zu stellen, der kontrolle macht?dafür braucht es keinen hochschulabschluss. Immer nur ausreden.Report

  2. Der Kommentar ist lustig, es geht ja um die Gesundheit Anderer. Ich lach mich kaputt, seit wann das denn? 60 jahre nie geimpft und jetzt von Gesundheit anderer sprechen, wie heuchlerisch. Naja,ins Altersheim damit und abgeschobenReport

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