Guy Parmelin zusammen mit US-Arbeitsminister Marty Walsh. (Archivbild: Keystone)
International

Schweiz und USA wollen in der Forschung verstärkt zusammenarbeiten

Die Schweiz und die USA wollen in der Forschungsförderung verstärkt zusammenarbeiten. Für gemeinsame Projekte soll nur noch ein Finanzierungsgesuch nötig sein.

Die Schweiz und die USA wollen in der Forschungsförderung verstärkt zusammenarbeiten. Unter anderem sollen Forscher und Forscherinnen in beiden Ländern für gemeinsame Projekte künftig nur noch ein Finanzierungsgesuch einreichen müssen.

So steht es in einer Absichtserklärung, die am Freitag Matthias Egger, Präsident des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), und Sethuraman Panchanathan, Präsident der amerikanischen National Science Foundation, in Washington unterzeichnet haben. Die beiden Organisationen wollten ihre bilaterale Kooperation ausbauen, schrieb das Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

«Die USA sind bereits heute für die Schweiz das wichtigste Partnerland in der bilateralen Forschungszusammenarbeit, und mit dieser Vereinbarung schreiben wir unsere gemeinsame Erfolgsgeschichte weiter», liess sich Departementsvorsteher und Bundespräsident Guy Parmelin im Communiqué zitieren.

Kleinerer Aufwand für Finanzierungsgesuche

Unter anderem soll der Aufwand für Finanzierungsgesuche kleiner werden. Denn die Absichtserklärung sieht vor, dass Forschende aus der Schweiz und den USA für gemeinsame Projekte nur noch ein Finanzierungsgesuch einreichen sollen müssen. Der SNF oder die US-amerikanische NSF werden das Projekt evaluieren und nicht mehr wie bisher beide Organisationen.

Solche Lead-Agency-Abkommen hat der SNF bereits mit zahlreichen europäischen Ländern sowie mit Südafrika und der Region São Paulo in Brasilien abgeschlossen, wie das WBF schreibt. Jedes Jahr finanzierte er im Rahmen dieser Abkommen mehrere hundert Forschungsprojekte.

Über 5’000 Forschungsprojekte in Kooperation

In den vergangenen fünf Jahren finanzierte der Nationalfonds mehr als 5’000 Forschungsprojekte mit «Kooperationselement mit den USA», wie das WBF weiter schreibt. Rund 15 Prozent der Publikationen von Forschenden in der Schweiz entstünden mit US-Beteiligung.

Die Unterzeichnung der Absichtserklärung zur Forschungszusammenarbeit war letzter Programmpunkt einer dreitägigen Reise von Bundespräsident Guy Parmelin nach Washington.

Die Schweiz und die USA wollen in der Forschungsförderung verstärkt zusammenarbeiten. Unter anderem sollen Forscher und Forscherinnen in beiden Ländern für gemeinsame Projekte künftig nur noch ein Finanzierungsgesuch einreichen müssen.

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