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Der Telebasel News Beitrag vom 19. November 2021.
Baselland

So sieht der Doppelspur-Ausbau zwischen Duggingen und Grellingen aus

2023 möchten die SBB mit den Bauarbeiten für den Doppelspur-Ausbau zwischen Duggingen und Grellingen beginnen. Momentan läuft das Baubewilligungsverfahren.

Das 133 Millionen Franken teure Projekt soll im Frühling 2023 losgehen. Das Projektdossier liege bis am 14. Dezember 2021 in den Baselbieter Gemeinden Zwingen, Grellingen und Duggingen öffentlich auf, teilten die SBB am Freitag mit.

Mit dem Projekt sollen im Laufental die nötigen Voraussetzungen für den Fernverkehrshalbstundentakt auf der Linie Biel–Delsberg–Basel geschaffen werden. Vorgesehen ist ein insgesamt vier Kilometer langer Doppelspurabschnitt, auf dem sich die Züge kreuzen können. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2025 geplant.

Geduldsprobe für Anwohner

Gemäss Mitteilung sind die Bauarbeiten wegen der beengenden Verhältnisse nicht ohne Nachtarbeiten und weitreichenden Fahrplananpassungen möglich. So wird die Bahnstrecke zwischen Laufen und Aesch voraussichtlich ab Ende April 2025 für rund fünf Monate komplett gesperrt und mit einem Bahnersatzangebot bedient.

Der Gemeindepräsidentin von Grellingen, Alex Hein, ist sich der Belastung für die Anwohner bewusst: «Man muss natürlich schon hoffen, dass die Geduld bei den Anwohnern vorhanden ist. Weil es wird doch auch sehr viel Lärm geben und auch nachts lärmig sein. Wahrscheinlich wird es eine Geduldsprobe werden diese Zeit.» Die SBB haben jedoch mit sämtlichen direkten Anwohnern der Bahnlinie Gespräche geführt und sie konnten ihre Anliegen einbringen

Kantonsstrasse in Grellingen soll verschoben werden

Für den Doppelspur-Ausbau muss der Bahnübergang Nunningerstrasse in Grellingen gemäss den SBB neu gebaut und der Bahnübergang Bahnhofstrasse um rund 40 Meter Richtung Bahnhof verlegt werden. Der Bahnübergang Bahnweg soll aufgehoben werden.

Zudem muss die Kantonsstrasse in Grellingen wegen des breiteren Trassees im Bereich des Bahnübergangs Bahnhofstrasse gegen die Felswand verschoben werden. Dafür sollen dort rund 10’500 Kubikmeter Fels abgetragen werden. Die Wand möchten die SBB mit Felsvernagelung und Netzabdeckung sichern.

Bei der Haltestelle Duggingen ist ein zusätzliches Aussenperron geplant, das mit einer neuen Personenunterführung erschlossen werden soll. Die bestehende Personenunterführung Gillmatten soll in Absprache mit der Gemeinde als Hochwasserentlastungskanal für den Tugbach umfunktioniert werden.

Die Kosten für das Projekt werden von den SBB auf 133 Millionen veranschlagt. Auftrag- und Geldgeber ist der Bund, da die Doppelspur Grellingen-Duggingen zum Bahnausbauschritt 2035 des Bundes gehört.

3 Kommentare

  1. So sein lassen, wie es ist. Was bringt das, nur duggingen-grellingen nachher ist ja auch wieder alles einspringen. Die SBB sind auch dann weiterhin unpünktlich unterwegs. Die Natur so lassen, wie es ist. Die Tiere müssen auch irgendwo leben können. Ist Jahrzehnte gegangen, also geht das auch weiter so.Report

  2. Wie soll das mit dem Zugersatz gehen? Wieviel Busse braucht es um einen Zug zu ersetzen? Die Rush-hour bringt zusätzlich grosse Probleme mit sich. Sehr viel Stau!! Viel Vergnügen.Report

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