Den Zollbeamten gingen zwei Personen mit geschmuggeltem Bargeld ins Netz. (Symbolbild: Keystone)
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Zwei Bargeld-Schmuggler gehen Zollbeamten ins Netz

Das Deutsche Zollamt hat im November grosse Mengen an Bargeld sichergestellt. Zwei Personen versuchten, insgesamt über 60'000 Euro zu schmuggeln.

Eine Frau reiste am ersten Novemberwochenende mit dem ICE aus der Schweiz nach Deutschland ein und führte rund 32’300 Euro Bargeld sowie zwei Goldringe im Wert von 3’000 Euro mit sich. Beides hatte sie nicht deklariert.

Gegenüber den Zollbeamten gab die 33-jährige Frau an, dass sie die Ringe von einem Schweizer Freund geschenkt bekommen habe. Beim Bargeld gab sie zunächst zu, etwa 8’000 Euro dabei zu haben. Beim Nachzählen stellten die Zöllner fest, dass die Frau rund 11’800 Euro mit sich führte. In einem Schuh im Reisegepäck fanden sie weitere 19’700 Euro, eingewickelt in einen Strumpf. Und im Rucksack der Frau kamen nochmals 750 Euro zum Vorschein.

Wie das Hauptzollamt Lörrach mitteilt, wurde gegen die Frau ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung der Ringe bei der Einfuhr und zum anderen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts der vorsätzlichen oder fahrlässigen Nichtanmeldung von Barmitteln eingeleitet. Die Zollgebühr für die Ringe in Höhe von 650 Euro musste sie nachbezahlen, und für das nicht deklarierte Bargeld wurde eine Sicherheit von 8’400 Euro erhoben – die Busse steht noch aus.

Tausende Euro im Auto versteckt

Beim zweiten Fall von Bargeld-Schmuggel handelt es sich um einen Autofahrer aus Deutschland, der in Weil am Rhein die Grenze zu Frankreich überqueren wollte. Zollbeamte fanden bei ihm 28’200 Euro Bargeld, das der Fahrer nicht angemeldet hatte.

Das geschmuggelte Geld kam in Teilen zum Vorschein: In einer Ablage neben dem Lenkrad fanden die Zöllner ein Bündel mit 20 Scheinen à 100 Euro. Hinter der Verkleidung im vorderen Bereich des Autos entdeckten die Beamten ein weiteres Bündel mit 100-Euro-Scheinen, das in medizinische Masken gehüllt war. Weiteres Bargeld kam im hinteren Bereich des Wagens, in einer Herrenhandtasche sowie in einem Necessaire zum Vorschein.

Der 35-jährige Mann gab auf Nachfrage an, dass dies sein privates Bargeld sei und er dieses aus Angst vor Diebstahl in seinem Auto verteilt habe. Gegen ihn leitete das Hauptzollamt Lörrach ebenfalls ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts der vorsätzlichen oder fahrlässigen Nichtanmeldung von Barmitteln ein. Als Sicherheit für das zu erwartende Bussgeld seien 7’330 Euro erhoben worden, teilt das Hauptzollamt weiter mit.

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