Der 49-Jährige Freund der Verstorbenen bleibt in Untersuchungshaft. (Symbolbild: Keystone)
Basel

49-Jähriger bleibt nach Todesfall im Gundeli in U-Haft

Im Fall einer verstorbenen 39-Jährigen, die im Februar von einem Balkon an der Dornacherstrasse stürzte, bleibt ihr 49-jähriger Freund vorerst in U-Haft.

Nachdem eine 39-jährige Frau am 8. Februar leblos in einem Hinterhof an der Dornacherstrasse gefunden wurde, liegt nun der Obduktionsbericht vor. Die Verstorbene war vom Balkon ihrer Dachwohnung im Gundeldingerquartier gestürzt und ihren Verletzungen erlegen.

Noch am selben Tag wurde ihr 49-jähriger Freund festgenommen. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Der Mann bestreitet den Tatvorwurf. Laut der «Weltwoche» hatte er ein Gesuch auf Haftentlassung gestellt, das nun Ende Oktober abgelehnt wurde.

Die Begründung der Behörden: Beim deutschen Staatsangehörigen, der keinen Wohnsitz in der Schweiz hat, bestehe sowohl Flucht- als auch Verdunklungsgefahr. Die Untersuchungshaft wurde entsprechend um weitere zehn Wochen verlängert. Bis dahin könnte die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben haben.

Opfer ist wohl ertrunken

Laut dem Obduktionsbericht habe die rechtsmedizinische Untersuchung «klassische Würgemale» am Hals der Verstorbenen nachgewiesen: Druckstellen auf einer Halsseite, Brüche am Zungenbein und am Kehlkopf sowie ein «massives Stauungssyndrom» mit «Punktblutungen» im Bereich des Kopfes wurden gefunden. Nach dem Sturz vom Balkon war die 39-Jährige laut Obduktionsbericht noch nicht tot. Wasser und ein kleines Holzstück in ihrer Lunge sowie ein Efeublatt im Mund würden darauf hindeuten, dass die Frau nach dem Aufprall in einem Wasserbecken aus Beton ertrunken sei.

In Kombination mit einem zerbrochenen Teller mit Kokain in der Wohnung liege der Schluss nahe, dass es zwischen der 39-Jährigen und dem 49-Jährigen zum Streit kam. Der Deutsche bestreitet, seine Freundin gewürgt und vom Balkon gestossen zu haben. Die Verteidigung führt an, dass die Verstorbene bei einem missglückten Fluchtversuch, als sie auf das angrenzende Dach springen wollte, ums Leben gekommen sei.

Die Basler Staatsanwaltschaft hat den Bericht der «Weltwoche» nicht kommentiert. Gestützt auf das Amts- und Untersuchungsgeheimnis sowie die Bestimmungen der Strafprozessordnung könne man keine weiteren Auskünfte geben, sagte die Behörde. Das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen.

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