Mehrere Einbrüche wurden in der Region Sissach gemeldet. (Symbolbild: Keystone)
Baselland

So schützen Sie sich gegen Einbrecher

Gleich mehrmals wurde am Mittwochabend in der Region Sissach eingebrochen. Ist eine Diebesbande am Werk? Mit diesen Tipps können Sie sich schützen.

Gleich drei Mal kam es am Mittwochabend, 10. November, zu Einbrüchen rund um Sissach. Das berichtet die «Basler Zeitung» unter Berufung auf Informationen der Kantonspolizei.

Laut einem Anwohner spekulieren die EinwohnerInnen, dass es sich um eine Diebesbande handeln könnte. «Mich hat ein Kollege informiert, dass die Bande zuerst in Lausen war und dann vermutlich über Itingen nach Sissach kommen wird», sagt ein Einwohner gegenüber der Zeitung.

Über die Sissacherfluh würde die Bande flüchten, so die Vermutung. Direkt über die Gärten breche die mutmassliche Bande in Häuser ein. «In vielen Oberbaselbieter Gemeinden machen sich die Anwohner deswegen vermehrt Sorgen.» Die Menschen in der Region warnen sich gegenseitig vor Einbrüchen, damit sich die EinwohnerInnen schützen können.

Mehr Einbrüche seit der Zeitumstellung

Bei der Baselbieter Polizei rechnet man damit, dass zwischen den Delikten ein Zusammenhang besteht. «Die Ermittlungen laufen. Momentan wertet die Spurensicherung die gesammelten Daten aus», wird Mediensprecher Adrian Gaugler zitiert. Die unbekannten Täter sind auf der Flucht.

Dennoch: Eine markante Zunahme von Delikten im Oberbaselbiet stellt die Kantonspolizei derzeit nicht fest. «Nach der Zeitumstellung von der Sommer- auf die Winterzeit bemerkten wir indes eine Erhöhung der Einbrüche in der Dämmerungszeit», sagt Gaugler. Diese seien aber auf das ganze Kantonsgebiet verteilt. Täglich führe die Polizei eine Lagebeurteilung durch, um das Sicherheitsdispositiv anzupassen.

So können Sie sich gegen Einbrüche schützen

Versicherungen, wie die Mobiliar und Helvetia, geben Tipps zum Schutz vor Einbrechern. Eine ausführliche Liste der Ratschläge gibt es hier:

Türen, Fenster und Gartentore

  • Ver­schlies­sen Sie Fens­ter und Tü­ren im­mer sorg­fäl­tig. Auch Kippfenster wirken auf Einbrecher einladend. Das Gartentor gehört ebenso abgeschlossen.
  • Ein Schild «Warnung vor dem Hund» am Gartentor kann potenzielle Täter abschrecken.
  • In­for­mie­ren Sie sich über eine sinn­vol­le Ein­bruch­si­che­rung.

Garten und Umschwung

  • Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
  • Aussenbeleuchtungen am Grundstück nehmen dem Einbrecher die Möglichkeit, ungesehen um das Haus zu schleichen. Leitern, Werkzeuge und andere Hilfsmittel sollten unbedingt weggeschlossen werden.
  • Ver­ste­cken Sie Woh­nungs­schlüs­sel nie un­ter dem Tür­vor­le­ger oder im Blu­men­topf – die­se Ver­ste­cke ken­nen auch die Ein­bre­cher.
  • Mel­den Sie ver­däch­ti­ge Wahr­neh­mun­gen un­ver­züg­lich der Polizei: Telefon 112 oder 117.

Im Haus

  • Ver­wah­ren Sie Wert­sa­chen und wich­ti­ge Do­ku­men­te in ei­nem auf Si­cher­heit ge­prüf­ten Tre­sor oder bei Ih­rer Bank.

Bei Abwesenheiten

  • Ver­ra­ten Sie Ab­we­sen­hei­ten nicht durch Zet­tel an der Haus­tür, Mit­tei­lun­gen auf An­ruf­be­ant­wor­tern oder in so­zia­len Netz­wer­ken wie Face­book.
  • Bit­ten Sie Ihre Nach­barn, bei Ab­we­sen­hei­ten den Brief­kas­ten zu lee­ren und re­gel­mäs­sig nach dem Rech­ten zu se­hen. In den Win­ter­mo­na­ten ma­chen sich Ein­bre­cher vor al­lem zwi­schen 17 und 21 Uhr ans Werk.
  • Arbeiten Sie in der Nachbarschaft im Team! Einbrecher hassen aufmerksame Blicke aus den anliegenden Grundstücken. Achten Sie auf verdächtige Geräusche, Personen und Fahrzeuge. Marke, Farbe und Kennzeichen von Autos notieren, die verdächtig erscheinen.
  • In­stal­lie­ren Sie bei Fe­ri­en­ab­we­sen­hei­ten Zeit­schalt­uh­ren. Wichtig ist dabei, dass zu un­ter­schied­li­chen Zei­ten in ver­schie­de­nen Räu­men Licht brennt und dies nicht immer in der gleichen Reihenfolge, um Einbrechern Ihre Anwesenheit vorzugaukeln. Auch laufende Fernseher verscheuchen Einbrecher.

So sollten Sie reagieren, wenn Sie einen Einbrecher im Haus bemerken

  • Erwecken Sie den Eindruck, dass Sie nicht alleine sind. Rufen Sie beispielsweise: «Peter! Hörst du das?».
  • Drehen Sie das Licht auf.
  • Ermöglichen Sie dem Täter die Flucht, stellen Sie sich ihm nicht in den Weg
  • Vermeiden Sie jede Konfrontation, sonst könnte die Situation eskalieren
  • Merken Sie sich möglichst viele Details zur Person des Täters.
  • Rufen Sie sofort die Polizei  an und geben Sie bekannt, wie viele Täter Sie gesehen haben und in welche Richtung sie geflüchtet sind. Halten Sie telefonische Verbindung mit der Polizei.
  • Verlassen Sie das Haus oder die Wohnung und warten Sie auf der Strasse auf die Polizei.

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