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Der Telebasel News-Beitrag vom 11. November 2021.
Basel

Schlüsselzunft-Wirt: «Das kann dich in den Ruin treiben»

Die Sanierung der Freien Strasse dauert länger als gedacht. Die Schlüsselzunft und ihr Wirt Sascha Brestler denken nun gezwungenermassen ans Aufhören.

Die Coronakrise wurde im Restaurant Schlüsselzunft gerade erst verdaut. Die Pandemie habe durchaus Löcher in der Kasse hinterlassen, das Unternehmen stehe nun aber gut da, erzählt Wirt und Geschäftsführer Sascha Brestler. Er wirtet seit 15 Jahren im Traditionslokal.

Jetzt droht bereits der nächste Rückschlag. Der Grund: Die Sanierung der Freien Strasse, die eigentlich Ende 2023 abgeschlossen sein sollte, dauert ein Dreivierteljahr länger. Fernwärmeleitungen liegen deutlich tiefer im Boden als angenommen. Das hat zur Folge, dass umfassende archäologische Arbeiten durchgeführt werden müssen. Das gab das Bau- und Verkehrsdepartement am Dienstag in einer Medienmitteilung bekannt.

«Fünf Jahre für 800 Meter»

Sascha Brestler ist sich bewusst, dass solche Arbeiten gemacht werden müssen. Trotzdem stellt er die Planung in Frage: «Ich habe das Gefühl, es kann nicht eine Riesenüberraschung sein, dass man in diesem Boden etwas findet. Es ist die älteste Strasse Basels. Deshalb verstehe ich diese Planung teilweise nicht. Und ich meine, fünf Jahre für geschätzt 800 Meter, das ist schon ziemlich lange».

Brestler würde gerne hier bleiben. Um einfach die Flinte ins Korn zu werfen, habe er zu viel investiert in den letzten 15 Jahren. Doch der Vertrag wird nächsten Herbst auslaufen. Und nun macht sich Sascha Brestler Gedanken um dessen Verlängerung. «Drei Jahre eine Baustelle vor dem Haus. Da muss ich mir ernsthaft überlegen, ob ich mir das antun will. Denn das kann dich in den Ruin treiben.»

Nächste Woche hat Sascha Brestler einen Termin beim Bau- und Verkehrsdepartement. Dann wird er herausfinden, wann und wie genau die Aussenkapazitäten der Schlüsselzunft eingeschränkt werden.

2 Kommentare

  1. Die Stadt Basel sollte hier ganz Hand bieten und Herrn Brestler finanziell unterstützen bis die ganzen arbeiten abgeschlossen sind. Schließlich handelt es sich hierbei um ein Traditionsrestaurant, das auch irgendwie einfach zu Basel gehört und auch bleiben sollte. Schließlich war er bestimmt auch ein guter Steuerzahler und hätte es ganz einfach verdient.
    Ich wünsche Ihnen Herr Brestler, viel Glück und Erfolg für die Zukunft.
    🙏💪🤗Report

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