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Der Telebasel News Beitrag vom 12. November.
Basel

Pro Tier bekämpft mit Referendum geplante Leinenpflicht für Hunde

Das Komitee Pro Tier bekämpft mit einem Referendum die Leinenpflicht für Hunde im beschlossenen baselstädtischen Jagdgesetz.

Das Jagdgesetz sieht zwar einige Ausnahmen von der Leinenpflicht vor – es sollen mehrere Gebiete festgelegt werden, in denen die Leinenpflicht aufgehoben ist. Doch dem Komitee Pro Tier sind diese Ankündigungen zu wenig konkret.

Wie das Komitee am Donnerstag, 11. November, in einer Mitteilung schrieb, «boten die Langen Erlen bisher als einziger Ort die Möglichkeit, dass Hunde von der Leine befreit laufen können. Dies entspricht einem Bedürfnis der Tiere und einer artgerechten Tierhaltung». Deshalb hat das Komitee das Referendum lanciert.

Das Komitee Pro Tier räumt in der Mitteilung ein, es verurteile ebenfalls, dass Hunde jedes Jahr mehrere Rehe töten. Es hält aber dagegen, «dazu bedarf es aber nicht eines Freilaufverbotes». Schliesslich seien nicht die Hunde an einer Bluttat schuld, sondern deren Halter und Halterinnen. Bis zum 11. Dezember 2021 hat das Komitee Zeit, um die benötigten 2’000 Unterschriften für das Referendum zu sammeln. Die Mitglieder sind allerdings zuversichtlich, dass diese zusammenkommen.

Noch hat der Kanton die Hundefreilasszonen nicht klar definiert. Es wird noch auf das Resultat einer entsprechenden Studie gewartet. Wieso also nicht einfach abwarten? «Das Problem des Abwartens ist, dass wenn wir die Referendumsfrist verstreichen lassen, diese bereits so kurz ist, dass es anschliessend viel schwieriger sein wird, korrigierend einzugreifen», erklärt Komitee-Mitglied Michael Bader.

7 Kommentare

  1. Rehe etc. haben auch ein Recht auf Schutz, die Leinenpflicht in bestimmten Gebieten ist für einen echten Tierschützer mehr als normal.
    Sie kann auch ein Schutz für den Hund sein, z.B. Staupe.Report

  2. Leinenpflicht für Hunde in den Langen Erlen ist nunmal keine Schikane. Und wenn es Gebote und Verbote gibt, hat das meistens einen guten Grund. Man ist kein Freiheits-Trychler, wenn man im Wald und auf der Heide sein Tier einfach rücksichtslos rumrennen lässt.Report

  3. Es ist bezeichnend, dass immer das Tier unter der Unfähigkeit der Menschen leiden müssen. Das Vet. Amt sollte endlich ihrer Pflicht nachkommen, die entsprechenden Halter zu derer Fähigkeit, besser zu überprüfen. Meiner Meinung nach wäre es endlich an der Zeit, dass der Weg zur Haltung eines Hundes, mit einem vorherigen Antrag und entsprechenden Überprüfung der Fähigkeit des jeweiligen Halters verbunden wäre. Damit könnte nämlich ebenfalls die jeweilige Herkunft des Tieres zuvor überprüft werden und es würden dadurch ebefalls die Einfuhr von Hunden aus sogenannten Qualzuchten ganz bestimmt eingedämmt. Das wäre viel notwendiger, als eine grundsätzliche Leinenpflicht in den langen Erlen. Außerdem ist das Litthering in den langen Erlen, meiner Meinung nach das viel größere Problem, denn das vergiftet, mittel- und langfristig ebenfalls die Pflanzen und letztlich die Wildtiere. Aber es ist in unserer Gesellschaft mittlerweile usus, dass man immer die Schwächsten für die Unzulänglichkeiten unfähiger Menschen bestraft.
    Ich bin selbst, seit mittlerweile rund 25 Jahren, Hundehalter und begegne beinahe täglich, unfähigen Hundehaltern, die ihre Hunde, teilweise kaum bändigen können, wenn sie einem anderen Hund begegnen. Dagegen sollte endlich etwas unternommen werden. Beispiel: die Haltung eines Kangals (Herdenschutzhund), wird keinerlei Überprüfung des jeweiligen Halters unterstellt. Wer sich jedoch auskennt weiss, dass die Haltung solcher Rassen, ein weitaus höheres Wissen und Erfahrung voraussetzt. Dahingehend wird jedoch gar nichts getan. Aber das würde natürlich voraussetzen, dass auch die entsprechenden Behörden über diese Kenntnisse verfügen. Dies ist jedoch leider meist nicht der Fall. Deshalb ist die grundsätzliche Leinenpflicht, natürlich der einfachere Weg…..🧐😬😠Report

  4. Und wir Fussgänger…? Wer redet über unsere Bedürfnisse?
    Überall Elektrokleinfahrzeuge auf den Trottoirs, Hunde die einem in die Beine laufen und sogar anspringen, Hundekot, Gebell…
    Verpflichtet die Hundehalter/Innen dazu einen Kurs zu besuchen, vor dem Kauf eines Hundes!Report

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