Der Takt der Buslinie 30 in Basel wird verdichtet. (Foto: Key)
Basel

Parlament bewilligt das ÖV-Programm 2022-2025

Der Grosse Rat hat mit grossem Mehr das ÖV-Programm 2022-2025 der Regierung bewilligt. Massnahmen und Mehrkosten von 4,6 Millionen waren unbestritten.

Obwohl im Programm die Optimierung des Busnetzes im Zentrum stand, wurde im Rat vor allem über das Tram respektive das Tramnetz diskutiert. Das Programm und die darin beschriebenen Massnahmen waren samt den damit verbundenen Mehrkosten von 4,6 Millionen Franken pro Jahr im Rat praktisch unbestritten. Das ÖV-Programm wurde denn auch mit 89 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen deutlich angenommen.

Trotz dieser Einigkeit kam es im Rat zu einer kontrovers geführten Diskussion. Dabei stand nicht der Busverkehr inhaltlich im Zentrum, sondern vor allem das Tramnetz. Dabei offenbarte sich ein Graben zwischen den bürgerlichen und den linken Fraktionen. Die Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller (GLP) versuchte sich zwischen den Fronten als Brückenbauerin.

Tram nicht mehr zeitgemäss?

Die Sprecherin der LDP-Fraktion bezeichnete das Tram, das auf ein starres Schienennetz angewiesen sei, als nicht mehr wirklich zeitgemässes Transportmittel. Namentlich sprach sich die LDP gegen eine später erst konkret zur Debatte stehende Tramverbindung zum Bachgrabengebiet aus. Mit Bussen könne man in Kombination mit zukunftsträchtigen neuen Verkehrsmitteln viel besser und flexibler auf Bedürfnisse des öffentlichen Verkehrs reagieren.

Die SP-Sprecherin sprach sich vehement gegen einen Abbau des Tram-Angebots aus. Die geplante neue Busverbindung zum Bachgraben bezeichnete sie als Vorläuferin einer dringend notwendigen Tramverbindung.

Regierungsrätin Keller sagte, dass sich die Exekutive durchaus grundsätzliche Gedanken zum Tram und zum Tramnetz mache. Unbestritten sei, dass sich gegenwärtig zu viele Tramzüge durch den Innenstadtkorridor zwängen müssten und das Netz deshalb mit neuen Umfahrungsverbindungen flexibilisert werden müsse. Aber bei der Prüfung verschiedener Alternativen habe sich das Tram dennoch als vorteilhaft erwiesen.

1 Kommentar

  1. Ob links, Mitte oder rechts, es ist als würden wir noch im 19 Jahrhundert leben. Auch Frau Keller ist hier Rückständig wie das gesamte BVS. Trams sind nicht mehr Zeitgemäss, zu gross zu Schwere und nicht flexibel. Aber wie schon so oft verpasst es dieser Kanton den ÖV einen Stock tiefer zu legen. In den 70er und 80er Jahren wurde dies schon verpasst. Siehe nur das S– Bahn, auch diese Planung ist schon mehr als 10 Jahre alt.Report

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