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Der Telebasel Talk vom 10. November 2021.
Basel

Geschlechterforscherin: «Unser System treibt Frauen in die Erschöpfung»

Franziska Schutzbach erklärt im Talk, worum es in ihrem neuen Buch «Die Erschöpfung der Frauen» geht.

In der Telebasel-Kantine hat nur eine These aus dem neuen Buch von Franziska Schutzbach genügt, um sofort eine heftige Debatte auszulösen:

Frauen haben heute angeblich so viele Entscheidungsmöglichkeiten wie nie zuvor. Und sind gleichzeitig so erschöpft wie nie zuvor. Denn nach wie vor wird von ihnen verlangt, permanent verfügbar zu sein. Die Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach schreibt über ein System, das von Frauen alles erwartet und nichts zurückgibt – und darüber, wie Frauen sich dagegen auflehnen und alles verändern, nämlich ihr Leben und die Gesellschaft.

Emotionale und sexuelle Verfügbarkeitserwartungen

In unserer Gesellschaft wird Weiblichkeit gleichgesetzt mit Fürsorglichkeit. Frauen sind, ob in der Familie, in Beziehungen oder im Beruf, zuständig für emotionale Zuwendung, für Harmonie, Trost und Beziehungsarbeit – für Tätigkeiten also, die unsichtbar sind und kaum Anerkennung oder Bezahlung erfahren. Frauen „schulden“ anderen – der Familie, den Männern, der Öffentlichkeit, dem Arbeitsplatz – ihre Aufmerksamkeit, ihre Liebe, ihre Zuwendung, ihre Attraktivität, ihre Zeit. Und kämpfen jeden Tag gegen emotionale und sexuelle Verfügbarkeitserwartungen.

Mit «Wider die weibliche Verfügbarkeit» untertitelt Franziska Schutzbach ihr neues Buch, das sie am Donnerstag, 11. November 2021, 19 Uhr, im Literaturhaus Basel vorstellt (ausverkauft). Es erreichte Platz 4 der wöchentlichen Bestsellerliste des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbands.

Franziska Schutzbach, Geschlechterforscherin und Autorin von «Die Erschöpfung der Frauen», ist ab 18:45 Uhr im Talk vom Mittwoch, 10. November 2021 zu Gast.

1 Kommentar

  1. Was für ein Bullshit! Frauen emanzipieren sich, und fühlen sich nun erschöpft. Willkommen im Leben der Männer!
    Rund um die emanzipierte Frau werden ständig Studien gemacht. Ständig läuft es darauf hinaus, dass Frauen viel mehr, und dies dazu noch alles besser machen. Ok, lest go! Frauen an die Macht, und wir Männer gehen shoppen, machen Ausflüge mit den Kindern in den Zoo, und treffen sich mit Freunden zum Kaffee-Plausch.
    Ich behaupte, manche Frauen schätzen die Geschlechterrollen, die Ihr zugedacht ist, und distanzieren sich von diesen Ematipationsgeschrei einiger Frauen, welche darin bloss Ihre Bestätigung suchen.Report

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