Die Zahl der schwerwiegenden Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung hält sich in der Schweiz in Grenzen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Rund 3’400 schwerwiegende Impf-Nebenwirkungen bislang gemeldet

Bis letzten Mittwoch gingen bei Swissmedic 9'834 Meldungen nach Covid-19-Impfungen ein. 3'396 Meldungen wurden als schwerwiegend eingestuft.

In der Schweiz haben sich die Meldungen über vermutete unerwünschte Nebenwirkungen bei der grössten Impfaktion des Landes weiter in Grenzen gehalten. Bis am letzten Mittwoch gingen bei der Arzneimittelbehörde Swissmedic 9’834 Meldungen nach Covid-19-Impfungen ein.

34,5 Prozent davon oder 3’396 Meldungen wurden als schwerwiegend eingestuft. Bisher wurden in der Schweiz laut dem Bund mehr als elf Millionen Impfdosen verabreicht.

Die bisher eingegangenen und analysierten Meldungen über unerwünschte Wirkungen würden das positive Nutzen-Risiko-Profil der in der Schweiz verwendeten Covid-19 Impfstoffe nicht ändern, teilte Swissmedic am Freitag mit. Sie hatte zuvor die Corona-Impfungen der Hersteller Moderna, Biontech/Pfizer und Johnson & Johnson als sicher taxiert und zugelassen.

In 155 der schwerwiegenden Fälle starben Personen in unterschiedlichem zeitlichem Abstand zur Impfung. Trotz einer zeitlichen Nähe gebe es in keinem Fall konkrete Hinweise darauf, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall gewesen sei, schrieb die Arzneimittelaufsicht.

Mehr Meldungen von Frauen

Der grössere Teil der Verdachtsmeldungen bezog sich auf Frauen. Insgesamt waren die Betroffenen gemäss den Angaben im Mittel 52,6 Jahre alt. In den als schwerwiegend eingestuften Fällen lag das mittlere Alter bei 55,4 Jahren und bei Meldungen in zeitlichem Zusammenhang mit einem Todesfall bei knapp 80 Jahren.

Knapp 69 Prozent der Meldungen bezogen sich auf den Impfstoff des Herstellers Moderna. Dieser war aber mit 65 Prozent der verabreichten Dosen bislang auch der in der Schweiz am häufigsten angewandte Impfstoff. Knapp 29 Prozent der Meldungen entfielen auf den Impfstoff von Biontech/Pfizer (bei rund 34 Prozent der verabreichten Impfdosen).

Die Meldungen erfolgten etwa zur Hälfte durch medizinische Fachpersonen. Die übrigen Meldungen kamen direkt von Betroffenen beziehungsweise Patientinnen oder Patienten.

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