Featured Video Play Icon
Die Medienkonferenz mit Bundesrat Alain Berset vom 3. November 2021. (Video: Youtube/Der Eidgenössische Bundesrat)
Schweiz

Parmelin: «Ich warte, bis dieser bizarre Albtraum ein Ende hat»

Impfnacht, Gratiskonzerte und Werbung mit Promis: Der Bundesrat und die Kantone informierten am Mittwoch über die Pläne zur nationalen Impfwoche.
Die Pressekonferenz ist beendet

Die Pressekonferenz ist beendet. Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Die Übersicht der Konferenz finden Sie in den nachstehenden Tickereinträgen. Eine Zusammenfassung finden Sie ganz unten in diesem Artikel.

Kein Impfkonzert in der Region Basel

Mit der nationalen Impfwoche werden diverse Konzerte lanciert. In der Region Basel wird aber keine stattfinden. Geplant sind Open-Air-Shows mit Dabu, Danitsa, KUNZ, Stefanie Heinzmann und Stress sowie den Special Guests Anna Rossinelli, Baschi und Sophie Hunger. Gemeinsam treten sie an fünf verschiedenen Orten auf – in Thun, Lausanne, Sitten, St. Gallen und Luzern.

Alle Infos finden Sie hier: impfwoche.ch/back-on-tour

Allgemeine Informationen zur nationalen Impfwoche finden Sie hier: impfwoche.ch

Berset: Energie zählt

Der Bundesrat nennt keine Zahlen, ab wann die Impfwoche ein Erfolg ist. Berset legt den Fokus auf die Energie, die auf den Effort gelegt wird. Dies stehe nun im Fokus.

44 mobile Einheiten zusätzlich

In den verschiedenen Kantonen gibt es diverse Angebote in Hinblick auf die Impfwoche. Zusätzlich werden so etwa 44 mobile Impfeinheiten im Einsatz stehen.

Was passiert, wenn die Impfbereitschaft weiter tief bleibt?

Berset: «Ziel ist es, dass wir noch einen Schritt machen können. Es gibt noch Potenzial dafür.» Ziel bleibe nur noch, das Spitalsystem und Gesundheitssystem zu schützen. «Es gibt nur zwei Mittel für den Schutz: Die Impfung und, was risikobehafteter ist, eine Ansteckung mit dem Virus. Einen dritten Weg gibt es nicht.» Der Gesundheitsminister sagt weiter: «Es ist eine Art ‹Last Call› für alle Ungeimpften».

Parmelin: «Jede Impfung zählt. Jede Impfung ist ein Erfolg im Kampf gegen das Virus und für das Allgemeinwohl. Wir müssen Schritt für Schritt gehen. Es wird eine Überzeugungsarbeit. Auch bei den Geimpften gibt es offene Fragen: Braucht es eine dritte Impfung? Diese Fragen können jetzt mit der Impfwoche beantwortet werden, danach werden wir weiterschauen.»

Impfdorf am Zürcher Hauptbahnhof

Die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli stellt die Impfkampagne im Kanton Zürich vor. Unter anderem wird am Zürcher Hauptbahnhof ein Impfdorf eingerichtet, in dem sich Menschen aus der ganzen Schweiz informieren und impfen lassen können.

Kein Kanton hat eine genügende Impquote

«Zuviele Menschen stehen noch im Risiko. Das beunruhigt mich. Für diese Personen selbst, aber auch für uns alle. Die Pandemie belastet das Spitalsystem stark», so GDK-Direktor Lukas Engelberger. Es gelte eine Überlastung dringend zu vermeiden, damit alle behandelt werden können. «Das Risiko ist gross und real», so Engelberger. Kein Kanton habe derzeit eine genügend hohe Impfquote, dass man aufatmen könne.

«Bitte lassen Sie sich Impfen», appelliert Engelberger. «Die Impfung bietet nach wie vor einen hohen Schutz vor einer schweren Erkrankung und verhindert die Überlastung des Gesundheitssystems.»

Unentschlossene beraten

Die Ziele der Impfwoche sind:

  • Unentschlossene beraten und alle Fragen zu beantworten.
  • Auf die Menschen mit mobilen Stellen zugehen und strategische Orte nutzen, um den Kontakt der Bevölkerung aufzunehmen

Je mehr Menschen geimpft sind, desto mehr könnten die Intensivstationen entlastet werden, so Berset.

Alain Berset rechnet vor: Die Impfwoche kostet den Bund so viel, «wie zwei Wochen kostenloses Testangebot»

Die Massnahmen können nicht aufgehoben werden

«Aufhebung der Massnahmen zurzeit kein Thema»: Das sagt Gesundheitsminister Alain Berset. Die Überlastung der Spitäler wird weiter befürchtet. Das Ziel der Impfwoche ist es, eine solch hohe Impfquote zu erreichen, dass die Massnahmen – wie in anderen Ländern mit einer Impfqouote über 80 Prozent – aufgehoben werden können.

Parmelin: "Auch ich werde immer ungeduldiger"

«Auch ich werde immer ungeduldiger mit der Pandemie. Auch ich möchte, dass dieser bizarre Albtraum bald ein Ende nimmt. Lassen Sie sich impfen», so Parmelin.

"Pandemie so bald wie möglich beenden"

Bundespräsident Guy Parmelin eröffnet die Medienkonferenz mit seinem Statement: «Es geht darum, der Pandemie so bald wie möglich ein Ende zu setzen.» Dazu gehöre auch die Annahme des Covid-Gesetzes am 28. November, so Parmelin in Hinblick auf die Abstimmung Ende des Monats.

Die Grundlage im Kampf gegen die Pandemie seien die Impfstoffe. Auch das Covid-Zertifikat sei ein wichtiger Baustein, damit die Leute sich frei bewegen können.

Solidarität über individuelle Bedürfnisse: Jeder solle sich zwar selber entscheiden können, ob er sich impfen lässt, Parmelin ruft aber dazu auf, sich impfen zu lassen, um die Mitmenschen zu schützen.

Nationale Impfwoche unter dem Motto «Gemeinsam aus der Pandemie»

In der nationalen Impfwoche unter dem Motto «Gemeinsam aus der Pandemie» wollen Bund und Kantone möglichst viele Menschen von den gesamtgesellschaftlichen Vorteilen der Impfung überzeugen. Informieren sollen auch Inserate und Konzerte.

Ab dem 7. November werden sich über achtzig Persönlichkeiten aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Politik in Inseraten für die Impfwoche einsetzen, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Zudem werde in der nationalen Impfwoche vom 8. bis zum 14. November eine Informations- und Konzerttour stattfinden.

Musikerinnen und Musiker wie Stefanie Heinzmann, Danitsa, Stress, Dabu, Kunz, Baschi, Anna Rossinelli und Sophie Hunger werden in verschiedenen Städten der Schweiz spielen. Die Konzerte werden mit einer Impfberatung und Impfmöglichkeiten begleitet. Die Zuschauerzahl sei auf 500 Personen begrenzt, teilte der Bundesrat mit. Die Konzerte finden draussen ohne Zertifikatspflicht statt. Tickets gibt es gratis auf der Website der Impfwoche. Alles dazu lesen Sie hier.

In der nationalen Impfwoche unter dem Motto «Gemeinsam aus der Pandemie» wollen Bund und Kantone möglichst viele Menschen von den gesamtgesellschaftlichen Vorteilen der Impfung überzeugen. Informieren sollen auch Inserate und Konzerte.

Ab dem 7. November werden sich über achtzig Persönlichkeiten aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Politik in Inseraten für die Impfwoche einsetzen, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Zudem werde in der nationalen Impfwoche vom 8. bis zum 14. November eine Informations- und Konzerttour stattfinden.

Musikerinnen und Musiker wie Stefanie Heinzmann, Danitsa, Stress, Dabu, Kunz, Baschi, Anna Rossinelli und Sophie Hunger werden in verschiedenen Städten der Schweiz spielen. Die Konzerte werden mit einer Impfberatung und Impfmöglichkeiten begleitet. Die Zuschauerzahl sei auf 500 Personen begrenzt, teilte der Bundesrat mit. Die Konzerte finden draussen ohne Zertifikatspflicht statt. Tickets gibt es gratis auf der Website der Impfwoche. Alles dazu lesen Sie hier.

Berset: Impfwoche soll leichteren Zugang zu Impfung bringen

Kommende Woche startet in der Schweiz eine Impfwoche. «Das ist eine gute Sache», sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Die Impfquote sei noch nicht hoch genug, um die Corona-Massnahmen zu lockern. «Ein zusätzlicher Effort vor dem Winter ist nötig».

Das Programm der Impfwoche sei noch in Entwicklung, sagte Berset. Bei den Zielen stehe die Information im Vordergrund. Die Fragen jener, die noch zögerten, sich impfen zu lassen, müssten beantwortet werden. Dann gehe es auch darum, einen erleichterten Zugang zur Impfung zu ermöglichen.

Einige würden sich fragen, ob sich der Aufwand lohne. Für Berset ist klar: «Wir sind tief überzeugt: Es lohnt sich. Jede Impfung zählt.» Der Gesundheitsminister rechnete vor, dass mit 150 Impfungen eine Einlieferung eines Infizierten auf eine Intensivstation verhindert werden könne. Die Impfwoche sei ein gutes Angebot an alle, sich mit der Impfung auseinanderzusetzen. «Es liegt in unserer Verantwortung, alles zu unternehmen, um diese Krise zu meistern.»

GDK-Präsident: «Impfkampagne läuft in Kantonen mit Hochdruck»

Laut Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), läuft die Impfkampagne in allen Kantonen mit Hochdruck. Die Impfung werde ab nächster Woche in einer neuen Art und auf neuen Kanälen wahrzunehmen sein.

Das sagte Engelberger im Hinblick auf die kommende Impfwoche vom 8. bis 14. November. Und weiter: «Wir sind top motiviert für die Impfwoche.» Ziel sei, die Impfung näher zu den Menschen zu bringen.

Der Aufwand, eine weitere Impfung zu erzielen werde zwar grösser, er lohne sich aber trotzdem. «Denn jede Impfung zählt», sagte Engelberger. Je mehr Menschen geimpft seien, desto besser. Mehr dazu gibt es hier.

Engelberger: «Wir tun unser Bestes»

Laut GDK-Präsident Lukas Leuenberger läuft die Planung der Impfwoche noch. «Wir sind kurzfristig unterwegs und schauen, was möglich ist». Es sei verfrüht, jetzt Zahlen zu Kosten und Aufwand zu nennen.

13 Kantonen hätten ihre Programme bereits eingereicht. «Wir tun unser Bestes», sagte Engelberger weiter.

Die Zürcher Regierungsräting Natlie Rickli ergänzte, dass nicht alle Vorschläge des Bundes zur Impfwoche in den Kantonen gut angekommen seien. Jeder Kanton könne aber entscheiden, was sinnvoll und machbar sei. «Die Kantone können aus einer Palette von Vorschlägen des Bundes auswählen und Massnahmen ergreifen, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kantone zugeschnitten sind», sagte Rickli weiter.

Berset: «Jede zusätzliche Impfung ist ein Erfolg»

«Jede zusätzliche Impfung ist ein Erfolg» hat Gesundheitsminister Alain Berset. Er reagierte damit auf die Frage, wann die geplante Impfwoche als Erfolg gewertet werden können.

Mit der Impfwoche wollen «wir wirklich noch einen Schritt vorwärts machen». Mit der Impfoffensive werde ein «last call» gemacht. Gemeinsam aus der Krise gelte für alle, sagte Berset auch an die Adresse der Medien.

Bundespräsident Guy Parmelin ergänzte, mit der Impfwoche solle in erster Linie informiert werden. Das Virus zu besiegen sei im Interesse der gesamten Gesellschaft. Die Überzeugungsarbeit sei harte Arbeit, aber sie lohne sich. Mit der Impfwoche würden auch Geimpfte die Gelegenheit haben, ihre Frage beantwortet zu bekommen. Der Bundesrat evaluiere die Situation laufend. Das Gesundheitssystem dürfe nicht überlastet werden und es dürfe nicht zu einer erneuten Schliessung von Teilen der Wirtschaft kommen.

Bundespräsident zählt auf Solidarität von möglichst vielen

Bundespräsident Guy Parmelin hat erneut an die Solidarität der Gesellschaft appelliert, um der Pandemie ein Ende zu setzen. «Machen Sie sich immun gegen das Virus, es ist im Interesse von uns allen.» Die Impfung sei das einfachste Mittel auf dem Weg zurück in einen normalen Alltag, sagte Parmelin. Die verschiedenen Impfstoffe wirkten gut und schützten in den allermeisten Fällen vor schweren Erkrankungen.

Der Bundespräsident richtete sich in seiner Rede auch an die impfskeptischeren Menschen: «Ich verstehe Ihre Ungeduld und Ihren Ärger.» Mitglied einer Gesellschaft zu sein, heisse aber auch, solidarisch zu sein. Diese Solidarität brauche es nun noch einmal.

Laut Parmelin kann jeder ein Stück Freiheit erlangen mit einem Zertifikat – «am einfachsten mit einer Impfung». Der Bundesrat lasse es aber allen offen, sich impfen zu lassen oder nicht. Die wiederholte Impfempfehlung rühre daher, dass es die Verantwortung der Regierung sei, «den Weg zu anzuzeigen, der am effizientesten ist».

Rickli: Aufwand sehr gross, Ungeimpfte zu überzeugen

Laut Natalie Rickli, Gesundheitsdirektorin des Kantons Zürich, ist auch in ihrem Kanton das Impftempo aktuell tief. «Der Aufwand, Ungeimpfte zu überzeugen, ist sehr gross geworden.» Dennoch gehe es darum, «jetzt noch einmal Vollgas» zu geben.

Jede Impfung zähle, sagte Rickli. Es gehe nun darum, die Anstrengungen zu verstärken – auch vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen und der kälteren Jahreszeit. «Wir müssen verhindern, dass die Spitäler und das Personal wieder überlastet werden.»

Zur Impfkampagne im Kanton Zürich gehört in der kommenden Woche etwa ein Impfdorf in der grossen Halle des Hauptbahnhofs, wie Rickli ausführte. So sollen Pendler erreicht werden, auch aus anderen Kantonen. Zusätzlich werde eine «lange Nacht der Impfung» stattfinden.

Neu sollen während der Impfwoche auch diejenigen ungeimpften Menschen erreicht werden, die wegen eines Kontakts mit einer infizierten Person in Quarantäne müssen. Pro Tag seien das in Zürich 600 Menschen, sagte Rickli.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Mehr aus dem Channel