Bundespräsident Guy Parmelin an der Uno-Klimakonferenz in Glasgow. (Bild: Keystone)
Schweiz

Die Schweiz soll zur Klimagerechtigkeit beitragen

Dazu soll sie neben der Treibhausgasreduktion im Inland verletzliche Gemeinschaften unterstützen. Das fordert das Hilfswerk Caritas in einer Medienkonferenz.

Anlass bietet die aktuell stattfindende Uno-Klimakonferenz in Glasgow, wie die Caritas am Mittwoch schreibt. Mit Klimaprojekten unterstützt sie Menschen, damit dieser grössere Widerstandskräfte gegenüber aktuellen und kommenden Klimaveränderungen entwickeln können. Für die richtigen Massnahmen stützt sich Caritas auf Klima- und Satellitendaten.

Dass sich das auszahlt, beweist gemäss dem Hilfswerk ein Projekt in Tadschikistan. Die ländliche Bevölkerung in den Bergen dieses Landes war den Unwägbarkeiten des Wetters unvorbereitet ausgesetzt. Der Klimawandel verstärkte die Frühjahrsniederschläge, liess das Schmelzwasser anschwellen und verursachte extreme Hitze im Sommer. So kam es zum Verlust von Ernten durch Frost, blockierten Strassen nach Erdrutschen, von Fluten weggeschwemmten Häusern und anderem mehr.

Klimafrage als eine Frage der Gerechtigkeit

Mit einem innovativen Ansatz unterstützt die Caritas die Bevölkerung dabei, mit anstatt gegen das Wetter zu arbeiten. Dazu sind verlässliche Prognosen und Wetterwarnungen eine Voraussetzung. Das Hilfswerk arbeitet deshalb auf landesweit verfügbare Wetterdienste hin.

Das Projekt basiert auf preisgünstigen Wetterstationen, die von Bäuerinnen und Bauern unterhalten werden. Deren Informationen ergänzen weitere Angaben und werden open-source verbreitet. Etliche Partner unterstützen das Projekt.

Die Klimafrage ist gemäss Caritas auch eine Frage der Gerechtigkeit. Die Verantwortung für den Zustand des Weltklimas tragen die industrialisierten Länder mit ihrem hohen CO2-Ausstoss. Entwicklungsländer, welche nur einen Bruchteil des globalen Klimawandels zu verantworten haben, wer-den von der Klimakrise besonders geschädigt.

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