Featured Video Play Icon
Die Spezialsendung der Herbstmesse 2021. (Video: Telebasel)
Basel

Spezialsendung – Von Nostalgie bis Mässmogge

In der Spezialsendung Herbstmesse 2021 blicken wir zurück auf die Herbstmesse von früher und schauen auf die «Mäss» von heute.

Die Basler Herbstmesse blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück: 1449 ging in Basel mit dem 18-jährigen Konzil ein wirtschaftlicher Aufschwung zu Ende. Ein Jahrmarkt sollte abhelfen, und 1471 erhielt die Stadt von Kaiser Friedrich III. die Erlaubnis dazu. Seither gibt es in Basel «d’Mäss».

Aufgrund der Pandemie fiel die Herbstmesse letztes Jahr aus. Und das ausgerechnet in ihrem Jubiläumsjahr. Die Freude darüber, dass die Herbstmesse dieses Jahr wieder stattfinden kann, war zum Messestart bei allen spürbar. Eingeläutet wurde der traditionsreiche Grossanlass bei prächtigem Herbstwetter wie gewohnt um Punkt 12 Uhr vom Glöcklein der Martinskirche. «Es ist ein grossartiges Gefühl. Endlich ist wieder Herbstmesse. Man hat gespürt, dass sich die Leute nach der Herbstmesse sehnen und das endlich wieder etwas stattfinden darf», sagt Messeglöckner Franz Baur.

Endlich wieder Herbstmesse

Überall in der Stadt riecht es wieder nach Magenbrot, Raclette und gebrannten Mandeln. Am Barfüsserplatz duftet es auch immer wieder nach den frischen «Rosekiechli» der Familie Glaser. Bereits die sechste Generation steht am Messestand und verkauft Süsses. Dass die Familie vor rund 66 Jahren mit dem Verkauf des süssen Gebäcks begann, war aber zuerst mehr ein Zufall und nicht geplant. «Seit wir hier am Barfüsserplatz unseren Stand haben, machen wir die ‹Rosekiechli›. Das Bewilligungsbüro hat uns gefragt, ob wir nicht etwas Spezielles anbieten könnten. Seither machen wir sie täglich frisch hier am Stand», erzählt Veronika Glaser.

(Video: Telebasel)

An rund 60 Herbstmessen war Veronika Glaser bereits am Messestand mit dabei. Die Standbetreiber sind zwar täglich an der Herbstmesse, Zeit für einen Bummel haben die meisten aber erst, wenn die Herbstmesse vorbei ist und nur noch die Stände am Petersplatz stehen. «Während der Herbstmesse war immer sehr viel los und wir konnten nicht weg vom Stand. Aber ich habe die Zeit immer sehr genossen. Die ganze Stimmung in der Stadt und die Düfte während der Herbstmesse sind einfach einmalig.»

Schon als Kind liebte die 88-jährige Veronika Glaser die Herbstmesse. Eine Attraktion ist ihr besonders in Erinnerung geblieben: «Als junges Mädchen hatte ich gerne die Steilwandfahrer. Manchmal, wenn sie Kunststücke machten, lief mir kalter Schweiss den Rücken hinab. Manchmal haben wir nach der Show gewartet, bis sie rauskamen, haben ein Foto mit ihnen gemacht oder haben uns ein Autogramm geholt.»

Die «Todeswand-Fahrer» sind zurück

Auf der Rosentalanlage im Kleinbasel steht die «Wall of Death» – auf Deutsch: «Mauer des Todes». Mit Motorrädern rasen sogenannte «Steilwandfahrer» im Kreis einer Wand entlang. Die Gesetze der Schwerkraft scheinen ausser Kraft gesetzt, wenn man den Fahrern zuschaut.

«Für mich ist es Freiheit»

Mike Camenzind ist Besitzer der «Wall of Death». Seit Jahren ist er leidenschaftlicher Steilwandfahrer. «Es kribbelt ständig. Man spürt jedes einzelne Brett. Dieses Gefühl ist für mich die Freiheit», sagt Camenzind.

Früher wurden die Steilwandfahrer vom Publikum regelrecht angehimmelt. Sie mussten Autogramme und Fotos geben. Heute ist dies ein wenig abgeflacht. Die Begeisterung sei aber nach wie vor da. «Viele ältere Menschen sagen, dass sie es grossartig finden, dass wir wieder zurück sind», so Camenzind weiter.

Die Spezialsendung «Herbstmesse 2021» sehen Sie am Samstag, 30. Oktober 2021, ab 19:15 Uhr und dann stündlich in der Wiederholung. 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel