Das Schicksal dieser Tiere ist unklar. (Foto: Hauptzollamt Lörrach)
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Plötzlich krabbelte es gehörig in der Plastikbox

Einen ungewöhnlichen Fund machten Zöllner am Grenzübergang Weil am Rhein-Autobahn. Im Kofferraum eines 46-Jährigen entdeckten sie 17 Krabben.

Wie die Zöllner herausfanden, handelt es sich bei den Schalentieren um sogenannte Wollhandkrabben. Auffällig ist bei dieser Art der Haarpelz an den beiden Scheren, welcher Namensgeber für die Tiere ist. Sie stammen aus China. Es handelt sich um eine invasive Art, die bereits im letzten Jahrhundert eingeschleppt wurde, wie das Hauptzollamt Lörrach am Donnerstag mitteilte.

Der 46-Jährige verstaute die Tiere in einer Kunststoffbox im Kofferraum. Sie waren nochmals in einem Plastiksack verpackt. Die Frage der Zöllner nach mitgebrachten Waren hatte der Mann noch vor deren Blick in den Kofferraum verneint. Als er aufflog behauptete er, die Krabben bereits aus Deutschland in die Schweiz mitgebracht zu haben. Doch die Recherchen der Zöllner liessen ihn kurz darauf ganz auffliegen.

Jetzt droht hohe Busse

Die Krabbe verdrängt heimische Krabbenarten und stört somit das Ökosystem. Laut Mitteilung unterliegen die Tiere nach einer EU-Verordnung einem vollständigen Handels-, Weitergabe-, Besitz- und Zuchtverbots. Verstösse dagegen können mit einer Busse von bis zu 50’000 Euro geahndet werden.

Gegen den Krabben-Schmuggler wurde ein Verfahren eingeleitet. Dann sorgten die Beamten dafür, dass «die Krabbler in mehreren, mit reichlich Wasser gefüllten Eimern mehr Bewegung hatten.» Ein Zoohändler erklärte sich schliesslich bereit, die Tiere bis zur Klärung ihres weiteren Schicksals artgerecht zu beherbergen.

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