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Basel

Der Mann aus einer anderen Welt

Der 18-Jährige Nasser Djiga erfährt in seinen ersten Monaten in der Schweiz einen regelrechten Kulturschock. Beinflussen tut das den Youngster aber nicht.

Er ist 18 Jahre alt. Geboren in Bobo-Dioulasso in Burkina Faso – Rund zweihundert Kilometer nördlich der Grenze zur Elfenbeinküste. Nasser Djiga ist sein Name und wechselte im Sommer aus seiner Heimat zum FCB.

Das Innenverteidiger-Talent sticht heraus. Nicht nur aufgrund seiner Körpergrosse von 1,87 Metern und seiner für sein junges Alter stämmigen Körpers. Sondern, weil er auch das einzige Talent ist, dass der FC Basel im Sommer verpflichtete, dass nicht aus der Jugendakademie eines europäischen Grossklubs stammt.

Kulturschock zu Beginn

Die Anpassung an die westliche Welt ist eine Herausforderung für den gerade Volljährigen. Grösser könnten die Unterschiede zwischen Burkina Faso und der Schweiz nicht sein. «Er ist ein Typ, der von ganz unten kommt und nichts kennt. Für ihn ist das hier eine komplett neue Welt», meint Mittelfeldspieler Fabian Frei. Besonders das Freundschaftsspiel vor der Saison in Hamburg, als Djiga sein Debüt in der Startelf gab, sei für den Mann aus Burkina Faso ein Kulturschock gewesen. «In jedem Spiel in dem er anfing, war noch eine gewisse Nervosität vorhanden. Das wird sich nun aber mit jedem Spiel, das er spielt, legen», so Rahmen.

Der FCB-Trainer setzt Djiga auch in der U21 ein, damit er mit dem Druck von aussen und dem Konkurrenzkampf in der Mannschaft klar kommt. Umso intensiver ist der FC Basel bemüht, den Neuankömmling beim Verein und der neuen Umgebung zu integrieren. «Dafür sind wir alle verantwortlich. Pascal Nef schaut auf die Jungs im Wohnheim. Auch ich und meine Assistenten haben ein Augenmerk darauf, dass die Jungs integriert werden. Dass sie sich wohl fühlen», meint FCB-Trainer Patrick Rahmen.

Mit einem Lachen im Gesicht

Menschlich sei Nasser Djiga ein fantastischer Typ. «Er ist sehr lernwillig. Gibt in jedem Training alles. Und immer mit einem Lachen im Gesicht», so Rahmen. «Er ist sehr herzig und schüchtern. Wie er das westliche Leben aufsaugt und sich probiert zu integrieren», beschreibt FCB-Routinier Fabian Frei seinen neuen Mitspieler.

Auf dem Feld überzeugt der 18-Jährige mit seiner Präsenz und Schnelligkeit in der Abwehr. «Er weiss auch, dass er Fehler machen darf. Wie alle anderen Spieler auch. Das gehört auch zum Entwicklungsprozess», so Rahmen. FCB-Routinier Fabian Frei ist davon überzeugt, dass man beim FCB noch viel Freude am Mann aus Burkina Faso haben wird: «Mit seiner Power und Zweikampfstärke wird er uns extrem helfen.»

Auch gegen Carouge?

Vielleicht sogar schon im Cup wieder am Mittwoch gegen Étoile Carouge. Dann kehrt zwar Eray Cömert nach seiner Sperre gegen Lugano ins Team zurück. Im Hinblick auf das kapitale Spiel vom Wochenende gegen den FC Zürich, wird aber FCB-Trainer Patrick Rahmen voraussichtlich personell rotieren. Und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch Nasser Djiga eine weitere Chance geben im FCB-Dress.

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