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Schweiz

Deutschland: Inzidenz erstmals seit Mai wieder über 100

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
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Südkorea kündigt Rückkehr zur Normalität an

Südkoreas Präsident Moon Jae In kündigte für November eine «allmähliche Rückkehr zum normalen Leben» nach der Pandemie an. Während einer Haushaltsrede im Parlament am Montag sagte Moon, dass der Schulunterricht in Klassenzimmern wieder vollständig aufgenommen werde und auch Gemeinschaftszentren für Senioren auf Normalbetrieb umstellen würden. Gleichzeitig betonte der 68-Jährige, dass einige epidemiologische Massnahmen auf absehbare Zeit weiterhin in Kraft bleiben werden, darunter die Maskenpflicht.

Am Samstag hatten Südkoreas Gesundheitsbehörden verkündet, über 70 Prozent der Bevölkerung von rund 52 Millionen vollständig geimpft zu haben. Die im Februar begonnene Impfkampagne lief zunächst schleppend an, nahm jedoch aufgrund gestiegener Impfstofflieferungen in den letzten Monaten deutlich Fahrt auf.

Alain Berset verteidigt die Impfoffensive

Das Zertifikat ist der umstrittenste Teil des Covid-Gesetzes, über das in fünf Wochen abgestimmt wird. Gesundheitsminister Alain Berset wehrt sich gegen den Vorwurf, er würde Panik verbreiten, weil man bei einem Nein das Zertifikat für Auslandreisen nicht mehr brauchen könne. Ein Volks-Nein heisse nicht, dass Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr ins Ausland reisen können, sagt er. Aber es würde deutlich komplizierter.

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(Foto: Key)
WHO: 40 Prozent Impfrate in allen Ländern bis Jahresende erreichbar

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland und andere Länder aufgerufen, bei Corona-Impfstofflieferungen zugunsten bedürftigerer Staaten zurückzustehen. «Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sonntagabend bei der Gesundheits-Konferenz «World Health Summit» in Berlin. Man wissen von fast 50’000 registrierten Todesfällen pro Wochen – damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei.

(Symbolbild: Keystone)

Er erinnerte an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. «Dieses Ziel ist erreichbar», betonte Ghebreyesus. Er dankte Deutschland für seine Grosszügigkeit, mehr sei aber nötig. Länder, die bereits eine Impfquote von wenigstens 40 Prozent erreicht hätten – darunter alle G20-Staaten – sollten dem UN-Impfprogramm Covax oder der afrikanischen Initiative Avat bei Impfstofflieferungen den Vortritt lassen. «Kein Land kann die Pandemie isoliert vom Rest der Welt beenden», mahnte Ghebreyesus.

Piratenpartei empfiehlt Stimmfreigabe für Covid-19-Gesetz

Die Piratenpartei empfiehlt die Annahme der Justiz- und der Pflegeinitiative, über die am 28. November abgestimmt wird, für das Covid-19-Gesetz aber Stimmfreigabe. Die Partei kritisiert zwar das Covid-Zertifikat, nicht aber die anderen Massnahmen des Gesetzes. «Die Verknüpfung des Zertifikats mit den anderen, sinnvollen Massnahmen, ist ein Taschenspielertrick, der in der Politik leider viel zu häufig angewandt wird und ist ein demokratisch fragwürdiges Vorgehen», wird der Parteivorsitzende Jorgo Ananiadis in einer Mitteilung vom Sonntag zitiert.

Nach Ansicht der Piratenpartei schafft das Covid-Zertifikat nur ein falsches Gefühl der Sicherheit, eine «Scheinsicherheit», und führt möglicherweise zu einer Verlängerung der Corona-Pandemie, da die Menschen höhere Risiken eingehen. Gleichzeitig würden Massnahmen wie Abstandhalten und das Tragen von Masken nicht mehr angewandt.

Die Partei beschloss auch, das Komitees «Geimpfte gegen das Zertifikat» zu unterstützen und die Unterstützung von zwei Initiative: jene gegen den Kauf von F-35A-Kampfjets und die Initiative «für die digitale Souveränität der Schweiz», die verlangt, dass die digitalen Daten der Schweizer Bürger in der Schweiz gehütet werden und den Schweizer Gesetzen unterliegen.

Ed Sheeran positiv auf Corona getestet

Wenige Tage vor dem Erscheinen seines neuen Albums ist der britische Popstar Ed Sheeran nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er sei in Quarantäne und folge den Richtlinien der Regierung, teilte der 30 Jahre alte Sänger am Sonntag auf Instagram mit. Daher könne er vorerst keine Termine persönlich wahrnehmen, sondern werde einige geplante Interviews und Auftritte von zu Hause aus machen. «Passt alle auf euch auf», schrieb Sheeran.

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Polizist mit Trychel: Foto an Kundgebung sorgt für Wirbel

Das Foto eines Berner Polizisten, der am Samstag am Rand der Kundgebung von Covid-Massnahmengegnern eine Trychel trägt, hat für Wirbel gesorgt. Die Polizei hat nach eigenen Angaben mit dem Mitarbeitenden des Verkehrsdiensts das Gespräch gesucht. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Immer mehr Corona-Fälle in Österreich - Lage in Kliniken stabil

In Österreich hat sich der Trend zu deutlich steigenden Corona-Zahlen fortgesetzt. Binnen 24 Stunden wurden 3624 Neuinfektionen gezählt, wie das Innen- und Gesundheitsministerium am Sonntag berichteten. Das bedeutet ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Sonntag vor einer Woche.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner kletterte auf 255. Zugleich blieb die Lage in den Krankenhäusern stabil. Auf den Intensivstationen liegen rund 220 Menschen, das entspricht dem Niveau vor einer Woche. Ab einer Belegung von 600 Betten durch Covid-Patienten dürfen nach den Plänen der Regierung Ungeimpfte ihr Zuhause nur noch aus triftigem Grund verlassen.

Corona-Inzidenz erstmals seit Mai wieder über 100

Die Corona-Inzidenz in Deutschland ist erstmals seit Mai wieder klar dreistellig. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Sonntag mit 106,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei exakt 100 gelegen, vor einer Woche bei 72,7. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 13 732 Corona-Neuinfektionen.

(Bild: Keystone)

Der Vorstoss von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Beendigung der durch den Bundestag festgestellten Corona-Notlage sorgte auch angesichts der steigenden Zahlen weiter für Diskussionen. Kritiker befürchten einen «Flickenteppich» an Massnahmen und Regelungen.

Viele Spitäler rutschten 2020 in die roten Zahlen

Die Pandemie hat im Gesundheitswesen auch finanziell tiefe Spuren hinterlassen. Nur 28 Prozent der Akutspitäler wiesen 2020 ein positives Jahresergebnis aus. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Drittimpfung: Swissmedic erhielt Gesuche später als EU-Behörde

Der Direktor der Heilmittelbehörde Swissmedic hat sich gegen den Vorwurf verteidigt, die Zulassung von Drittimpfungen gegen Covid-19 schreite zu langsam voran. Man sei in dieser Frage auf die Pharmakonzerne angewiesen, sagte Raimund Bruhin der «NZZ am Sonntag». Lesen Sie hier mehr.

Bei Swissmedic trafen die entsprechenden Zulassungsgesuche von Pfizer und Moderna laut Bruhin Mitte September ein. (Bild: Keystone)
Wuhan-Marathon wegen Corona-Fällen verschoben

Aufgrund eines Anstiegs der Corona-Fälle in China ist der für Sonntag geplante Marathon in der Stadt Wuhan kurzfristig abgesagt worden. Die Organisatoren des Marathons erklärten, dass die Veranstaltung verschoben werde, «um das Risiko einer epidemischen Ausbreitung zu verhindern». Die Behörden in Peking meldeten am Sonntag 26 inländische Corona-Ansteckungen.

An dem Marathon in Wuhan, wo das Coronavirus Ende 2019 zuerst nachgewiesen worden war, hätten staatlichen Medienberichten zufolge rund 26’000 Menschen teilnehmen sollen.

Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte Null-Covid-Strategie: Die Behörden reagieren mit Massentests und gezielten Lockdowns auf neue Infektionsfälle.

Tourismus engagiert sich für Covid-19-Gesetz

Unter dem Dach des Schweizer Tourismus-Verbandes spricht sich eine breite Allianz von Verbänden für die Annahme des Covid-19-Gesetzes am 28. November aus. Ein Nein würde das Aus für das Covid-Zertifikat bedeuten, das die Reisefreiheit gewährleiste und ein wichtiges Instrument der Pandemiebekämpfung sei.

Der Tourismus habe die Einführung des Covid-Zertifikats von Beginn weg befürwortet, schreibt das Tourismus-Komitee in eine Mitteilung vom Sonntag, Dieser Nachweis für geimpfte, genesene und getestete Personen habe im Frühling den Weg frei gemacht für einen schrittweisen Abbau der Schutzmassnahmen.

Das Covid-Zertifikat verhindere, dass bei einer Zuspitzung der Lage wieder strengere Schutzmassnahmen bis hin zu einem erneuten Lockdown nötig seien. Ein weiterer Lockdown wäre für den Tourismus fatal, heisst es.

Das Zertifikat bilde in Pandemiezeiten die Basis zum grenzüberschreitenden Tourismus. Die Reisefreiheit als Voraussetzung für einen erfolgreichen Tourismusstandort Schweiz müsse erhalten bleiben.

Dem Komitee gehören unter dem Dach des Schweizer Tourismus-Verbands die Tourismusverbände HotellerieSuisse, Konferenz der regionalen Tourismusdirektoren RDK, Netzwerk Schweizer Pärke, Parahotellerie Schweiz, Schweizer Reise-Verband SRV, Seilbahnen Schweiz, Verband öffentlicher Verkehr VöV, Verband Schweizerischer Schifffahrtsunternehmen VSSU, Verband Schweizer Tourismusmanager VSTM und Zooschweiz an.

Was steckt hinter dem Corona-Ausbruch beim Zuger Hockeyteam?

Der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri geht den Gründen nach, weshalb sich beim Eishockeymeister EV Zug gleich 4 von 32 Teammitgliedern trotz zweifacher Impfung mit dem Coronavirus infiziert haben. «Es könnte sein, dass eine noch virulentere Variante als die Delta-Variante für diesen Ausbruch verantwortlich ist», sagt Haurigegenüber der «NZZ am Sonntag».

Konkret lässt er untersuchen, ob sich der Ausbruch mit dem Auftreten der neuen Unterart der Delta-Variante zusammen hängt. Diese Unterart ist unter der Bezeichnung AY.4.2 bekannt geworden und in Grossbritannien und Israel mehrfach diagnostiziert worden. «Ich habe die Sequenzierung aller positiven Testresultate zur Sicherheit in Auftrag gegeben. AY.4.2 steht dabei im Vordergrund», sagt er gegenüber der «NZZ am Sonntag». Das Cluster beim EVZ lasse aufhorchen, hätten sich doch junge, gesunde Männer infiziert, deren Zweitimpfung nur wenige Monate zurückliege.

Kein Sicherheitsproblem bei Impfstoff-Kombinationen

Die Kombination von Impfstoffen gegen Covid-19, die in mehreren Ländern zugelassen ist, stösst auch in der Schweiz auf Interesse, berichtet die Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». Im Vordergrund stehen dabei die Impfstoffe von Pfizer und Moderna, für die bei Swissmedic die Zulassung für eine dritte Dosis beantragt worden ist. Erste Ergebnisse von Tests, die weltweit vorgenommen wurden, lägen vor. Sie zeigten, dass Impfstoff-Kombinationen kein Sicherheitsproblem darstellten, zitiert das Blatt Alessandro Diana, Experte bei Infovac und Kinderarzt an der Klinik Grangettes in Genf.

Proteste gegen Corona-Beschränkungen in Estland

In Estland haben Tausende Menschen gegen geplante Corona-Massnahmen angesichts stark gestiegener Infektionszahlen in dem baltischen EU-Land protestiert. Bei einer Kundgebung am Samstag in der Hauptstadt Tallinn richtete sich der Unmut der Demonstranten gegen verpflichtende Impfungen und neue Corona-Beschränkungen. Einige der dicht gedrängt auf dem Freiheitsplatz stehenden Teilnehmer trugen Flaggen und Plakate, kaum einer aber Maske, wie auf Fotos in estnischen Medienberichten zu sehen war.

In Estland spitzt sich die Corona-Lage in den vergangenen Wochen zu. Mit 1643 neue Fällen wurden am Samstag so wie Neuinfektionen erfasst wie zuletzt bei der letzten Pandemie-Welle im März. Nach offiziellen Angaben wurden damit in den letzten 14 Tagen rund 1238 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert. Die EU-Behörde ECDC weist für Estland aktuell einer der höchsten Infektionsraten in Europa aus.

Um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen, hat die Regierung wieder strengere Corona-Regeln eingeführt – ab dem 25. Oktobe gelten in vielen Bereichen die 2G-Regel und eine verschärfte Maskenpflicht. In Estland mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern sind gut 55 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft.

Grosser Aufmarsch der Massnahmengegner in Bern

Tausende Gegnerinnen und Gegner der bundesrätlichen Coronapolitik haben sich in Bern zu einer nationalen Grosskundgebung versammelt. Auf dem Münsterplatz haben sich hunderte Teilnehmende versammelt, sie zogen danach zum Bundesplatz. Es waren Trycheln, Glocken und die Rufe «Liberté» zu hören.

(Video: Keystone/sda)

Corona-Inzidenz in Deutschland erstmals seit Mai wieder bei 100

Corona-Infektionen in Deutschland haben wieder deutlich zugenommen: Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte am Wochenende erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche am Samstag mit exakt 100,0 an. Am Vortag hatte der Wert bei 95,1 gelegen, vor einer Woche noch bei 70,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15’145 Neuinfektionen.

Mehr als 100 Millionen Impfdosen in Pakistan verabreicht

In Pakistan sind seit Beginn der Impfkampagne im Februar 100 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht worden. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Mehr als 38 Millionen Menschen in dem Land mit rund 220 Millionen Einwohnern gelten als vollständig geimpft. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende dieses Jahres 80 Millionen Menschen zu impfen.

Viele «Lockdown-Hunde» landen in britischen Tierheimen

Viele Briten, die sich im Corona-Lockdown einen Hund zugelegt haben, scheinen diesen bald wieder loswerden zu wollen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Grosser Aufmarsch der Massnahmengegner in Bern

Tausende Gegnerinnen und Gegner der bundesrätlichen Coronapolitik haben sich in Bern zu einer nationalen Grosskundgebung versammelt. Auf dem vollen Bundesplatz begann die offizielle Kundgebung.

Redner auf dem Bundesplatz sprachen sich unter anderem gegen das Covid-Zertifikat aus, was von der Menge mit Jubel aufgenommen wurde, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Zuvor hatten sich hunderte Teilnehmende auf dem Münsterplatz versammelt, sie zogen danach zum Bundesplatz. Es waren Trycheln, Glocken und die Rufe «Liberté» zu hören. Auf der Umzugsroute waren nach dem offiziellen Beginn der Kundgebung um 13.30 Uhr noch immer mehrere tausend Menschen unterwegs.

Die Polizei war mit Einsatzwagen und einem Grossaufgebot präsent und patrouillierte in Fahrzeugen durch die Stadt. Das Bundeshaus ist mit einem Zaun abgeriegelt. Bislang kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.

Die Stadt Bern hatte Anfang Woche die Kundgebung unter Auflagen bewilligt. So sollte die Kundgebung am Samstag die letzte sein vor der Abstimmung.

Bei einer Gegenkundgebung auf dem Helvetiaplatz waren etwa hundert vorwiegend junge Leute anwesend. Alle trugen Masken, wie ein Korrespondent beobachtete. Es waren Transparente zu sehen mit Slogans wie «Bern bleibt schwurbelfrei». Die Organisatoren vom Solidarischen Bündnis Bern hatten zu dieser Kundgebung aufgerufen.

Neuer Subtyp breitet sich in Grossbritannien rasant aus

Ein neuer Subtyp des Coronavirus mit der Bezeichnung AY.4.2 breitet sich in Grossbritannien rasant aus. Auch in der Schweiz ist der Subtyp der Delta-Variante vereinzelt bereits nachgewiesen worden. Forscher gehen davon aus, dass der neue Subtyp ansteckender ist als die ursprüngliche Delta-Variante. Das Bundesamt für Gesundheit rechnet damit, dass die in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe gegen die Subtypen gut schützen.

(Bild: Pixabay)
SVP-Delegiertenversammlung ohne Zertifikatspflicht in offenem Zelt

Im Mittelpunkt der SVP-Delegiertenversammlung steht neben der Parolenfassung zur Pflege- und zur Justiz-Initiative die Kampagne zum Stadt-Land-Graben. Lesen Sie hier mehr.

Der Tessiner Ständerat Marco Chiesa wird die Versammlung eröffnen. (Archivbild: Keystone)
Britische Regierung schliesst erneuten Corona-Lockdown aus

Trotz rapide steigender Corona-Zahlen hat die britische Regierung einen erneuten Lockdown zur Eindämmung der Pandemie ausgeschlossen. «Dank der Impfstoffe sind wir in einer ganz anderen Situation als vor einem Jahr», sagte der britische Finanzminister Rishi Sunak in einem Interview mit der «Times» (Samstag). Es gebe zwar eine Reihe möglicher Massnahmen gegen die Verbreitung des Virus im Winter, «aber zu diesen Optionen gehören keine Lockdowns oder andere signifikante Einschränkungen der Wirtschaft».

Die Regierung sieht für den Fall einer Zuspitzung der Corona-Lage in England einen sogenannten Plan B vor, zu dem jedoch lediglich seichte Massnahmen wie eine Wiedereinführung der Maskenpflicht oder die Empfehlung, wieder von zuhause zu arbeiten, gehören. Trotz zuletzt um die 50 000 Neuinfektionen pro Tag und eines starken Anstiegs der Corona-Todesfälle will die Londoner Regierung jedoch selbst diesen Plan B derzeit noch nicht umsetzen. Seit Mitte Juli gelten in England so gut wie keine Corona-Massnahmen mehr.

(Bild: Keystone)

Der Immunologe Peter Openshaw, der auch in einem Beratungsgremium der Regierung sitzt, warnte in einem BBC-Interview vor einem weiteren «Lockdown-Weihnachten». Wenn nicht sofort Beschränkungen eingeführt würden, sei eine dramatische Entwicklung der Lage unausweichlich. Er riet den Britinnen und Briten, vorsichtig zu sein. «Tun Sie alles in Ihrer Macht stehende, um die Verbreitung zu reduzieren. Warten Sie nicht darauf, bis die Regierung ihre Gesetze ändert.» Je schneller man handele, desto grösser sei die Chance auf Weihnachten mit der Familie.

Bürgermeister wettert mit Fake-BAG-Plakat gegen das Covid-Gesetz

Der Bürgermeister von Chêne-Bougeries im Kanton Genf, Florian Gross, wettert auf Linkedin gegen das Covid-Gesetz. «Bevor Sie am 28. November Ihre Meinung äussern, lade ich Sie ein, Ihr Smartphone und Ihren QR-Code für 24 Stunden zu Hause zu lassen, um zu sehen, wie unmöglich das Leben für Menschen ohne Covid-Zertifikat geworden ist.»

Gross fügte dem Post noch ein Fake-BAG-Plakat hinzu mit Aussagen wie: «Erinnere dich an die Geschichte und vermeide, sie zu wiederholen», oder: «Vergiss nicht, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen», schriebt 20 Minuten.  Er bezeichnet das «Experiment» weiter als «höllischen Tag», der uns allen drohe, wenn wir eine «x-te Auffrischungsdosis» und «experimentelle Injektionen (…) verweigern, um weiterhin eine illusorische und bedingte Freiheit zu geniessen.»

Über das Covid-Gesetz wird am 28. November abgestimmt.

Impfstoff für Kinder von Pfizer/BioNtech positiv bewertet

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat zum ersten Mal die Sicherheit und Wirksamkeit des Coronavirus-Impfstoffs von Pfizer und BioNtech für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren bewertet und festgestellt, dass die Vorteile die Risiken in dieser Altersgruppe überwiegen.

Die FDA veröffentlichte auch Daten von Pfizer, die zeigten, dass der Impfstoff in einer klinischen Studie mit fünf bis elf jährigen Kindern eine 90,7-prozentige Wirksamkeit gegen Covid-19 aufwies. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, dass die FDA das Vakzin für Kinder genehmigt. Ein Expertenausschuss der Behörde will am Dienstag darüber abstimmen, ob er die Zulassung empfiehlt.

Österreich beschliesst allfälligen Lockdown für Ungeimpfte

Bei einer weiteren dramatischen Verschärfung der Corona-Situation droht ungeschützten Menschen in Österreich ein Lockdown. Dieser Schritt komme bei einer besonders starken Auslastung der Intensivbetten, wie Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Freitagabend nach einer Krisensitzung mit den Ministerpräsidenten erklärte. «Wir sind drauf und dran, in eine Pandemie der ungeschützten Ungeimpften hineinzustolpern», so der Regierungschef.

Wer weder geimpft noch genesen sei, müsse sich bei der letzten Stufe des neuen Stufenplans auf massive Ausgangsbeschränkungen einstellen, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Dann sei gegebenenfalls das Verlassen der Wohnung nur noch aus triftigen Gründen möglich. Laut Medienberichten droht Ungeimpften bei einer Auslastung der Intensivbetten von 30 Prozent ein Lockdown. Einen Lockdown für Geimpfte oder Genesene schloss Schallenberg aus. Er hoffe auf eine starke Signalwirkung dieser Pläne.

Noch ist die Lage auf den Intensivstationen Österreichs trotz des jüngsten deutlichen Anstiegs bei der Zahl der Neuinfektionen weitgehend stabil. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei knapp 230. In Deutschland beträgt sie aktuell etwa 95.

Der österreichische Bundeskanzler Alexander Schallenberg will die Schraube bei Ungeimpften stark anziehen. (Bild: Keystone)
BAG meldet 1'288 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 1’288 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 36 Spitaleinweisungen.

EDK: Schulen sind dank Schutzkonzepten sichere Orte

Die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts an den Schulen ist das Ziel für die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren EDK. Alle Kantone setzten dafür ihre COVID‐19‐Schutzkonzepte mit zahlreichen Massnahmen weiterhin erfolgreich um.

Zu den Massnahmen, die in allen Kantonen umgesetzt werden, zählt die EDK das regelmässige Lüften der Innenräume, gezielte Ausbruchstestungen, vielerorts ergänzt durch repetitives Testen, sowie Regelungen für Personen mit Krankheitssymptomen mit einem standardisierten Ablaufschema bei Kindern mit Erkältungssymptomen. Die wirksamste Massnahme zur gemeinsamen Bewältigung der Pandemie sei das Impfen, betonte die EDK.

Eingeschränkte Einreise aus Bahrain und VAE ab Montag

Die Einreise aus Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist ab Montag nur noch eingeschränkt möglich. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat die Länder auf die Liste seiner Covid-19-Risikoländer gesetzt, wie der Bund am Freitag über Twitter mitteilte.

Die Einreise aus Risikostaaten ist für Ausländerinnen und Ausländer untersagt, die ohne Nachweis einer anerkannten Impfung für einen Kurzaufenthalt in die Schweiz einreisen wollen. Für Schweizer Bürger und Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung ist die Einreise aus allen Ländern möglich.

Zuletzt hatte das SEM neue Einreisebeschränkungen gegenüber Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Brunei, Japan und Serbien eingeführt. Die Risikoliste sei aufgrund der epidemiologischen Lage und in Übereinstimmung mit den übrigen Schengen-Staaten aktualisiert worden, hiess es.

Thailand weitet Öffnung zum 1. November auf 46 Länder aus – auch für die Schweiz

Thailand will sich am 1. November für Flugreisende aus der Schweiz und 45 weiteren Ländern mit geringem Corona-Risiko öffnen. Bisher standen nur zehn Staaten auf der Liste.

Reisende müssten vollständig geimpft und vor Abflug negativ auf das Coronavirus getestet sein. (Symbolbild: Keystone)

Neben der Schweiz, Deutschland, Österreich und anderen EU-Ländern stehen auf der Liste der 46 Länder, die das thailändische Aussenministerium veröffentlichte, auch die USA, Chile, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Bhutan. Mehr dazu hier.

Neuseeland ändert Corona-Strategie und setzt 90-Prozent-Impfziel

Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland hat angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante einen neuen Fahrplan im Kampf gegen das Virus angekündigt. Lockerungen der Corona-Einschränkungen sollen in Kraft treten, wenn 90 Prozent der Bevölkerung geimpft seien, teilte die Regierung am Freitag mit.

Ministerpräsidentin Jacinda Ardern sagte, sie sei anfangs dagegen gewesen, ein Impfziel zu setzen. Niemand solle zurückgelassen werden. (Keystone)

Nach Erreichen des Impfziels solle ein Ampelsystem eingeführt werden, das sich nach der Zahl der Fälle und der Belastung des Gesundheitssystems richte. Bis Freitag waren etwa 68 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft.

Neuseeland hat lange eine sogenannte Null-Covid-Strategie verfolgt. Am Donnerstag hatte Neuseeland erstmals seit Beginn der Pandemie eine dreistellige Anzahl Corona-Neuinfektionen registriert. Die Behörden meldeten 102 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden.

BAG erfasst keine Impfdurchbrüche mehr

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erfasst die Zahlen zu den Impfdurchbrüchen nicht mehr. Wenn geimpfte oder genesene Personen an Covid-19 erkranken, registriert das BAG diese nur noch, wenn es sich um Spitaleinweisungen oder um Todesfälle handelt. Dies berichtet das Onlineportal «Nau.ch».

Zuvor hatte das BAG diese Zahlen regelmässig publiziert. Das BAG begründet die neue Praxis damit, dass es bei geimpften Personen eine hohe Dunkelziffer gebe, wenn diese weder hospitalisiert noch sterben würden.

EU will Desinformation über Corona-Impfung stärker bekämpfen

Angesichts der teils dramatischen Corona-Lage in einigen EU-Staaten will die EU mehr gegen Impf-Skepsis tun. Insbesondere Desinformationen in sozialen Netzwerken müssten bekämpft werden, hiess es in der Nacht zum Freitag in den Schlussfolgerungen des EU-Gipfels in Brüssel. Zwar hätten die Impfkampagnen in Europa erheblichen Fortschritt gebracht. Dennoch bleibe die Lage in einigen Ländern sehr ernst.

In vielen Staaten der EU gibt es noch Nachholbedarf bei der Steigerung der Impfquote. (Symbolbild: Keystone)

In der Gipfel-Erklärung dringen die Staats- und Regierungschefs zudem darauf, Einreisen in die EU sowie das Reisen innerhalb der Staatengemeinschaft weiter zu koordinieren. Auch die Vorbereitung auf künftige Krisen dieser Art müsse vorangetrieben werden. Bei der Führung der neuen EU-Behörde Hera zur Vorsorge von Gesundheitskrisen müssten die Mitgliedstaaten angemessen beteiligt werden. Zudem sollten Hürden bei der globalen Versorgung mit Impfstoff beseitigt werden. Dazu solle sich die EU-Kommission direkt mit den Herstellern auseinandersetzen. So könnten die EU-Staaten die Lieferungen an die bedürftigsten Länder beschleunigen.

Lasche Kontrollen bei Flugreisen

Flugreisende werden häufig nicht gefragt, ob sie über ein Covid-19-Impfzertifikat verfügen, wie «20 Minuten» schreibt. Tatsächlich herrscht bei der Swiss keine Zertifikatspflicht an Bord.

Viele Infotafeln aber wenig Kontrollen. Reisende müssen nur selten ihr Zertifikat zeigen. (Symbolbild: Keystone)

Auf ihrer Webseite weist die Swiss jedoch darauf hin, dass ein Zertifikat vom jeweiligen Abflug- oder Ankunftsland verlangt werden kann. Wer zum Beispiel mit der KLM oder der Air France reist, muss beim Einstieg das Zertifikat vorweisen. Teilweise werden Fluggäste ohne Zertifikat gar gebüsst.

WHO: Wahrscheinlich 115'000 Pflegekräfte an Covid-19 gestorben

In den ersten 16 Monaten der Corona-Pandemie könnten nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 115 000 Pflegekräfte weltweit an Covid-19 gestorben sein.

Die Organisation führt das unter anderem auf schlechte Ausstattung vor allem zu Beginn der Pandemie und mangelnde Verteilung der Impfstoffe in ärmeren Ländern zurück. In Afrika seien nur zehn Prozent der Pflegekräfte gegen das Coronavirus geimpft worden, in den meisten reichen Ländern seien es 80 Prozent.

Finanzdelegation schiesst Geld für nationale Impfoffensive vor

Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte (Findel) gibt 50 Millionen Franken zur Finanzierung der vom Bundesrat beschlossenen nationalen Impfoffensive gegen Covid-19 frei. Das Geld dient quasi als Vorschuss. Insgesamt stellt der Bund maximal 96,2 Millionen Franken zur Verfügung.

Mit dem Vorschuss kann der Bund ab sofort Verträge mit den Kantonen abschliessen, um die Impfkampagne voranzubringen. Angedacht sind eine nationale Impfwoche vom 8. bis zum 14. November, zusätzliche mobile Beratungs- und Impfstellen sowie der Einsatz von Beraterinnen und Beratern in den Kantonen. Die Kantone sind frei, wie sie die Impfoffensive auf ihrem Gebiet umsetzen.

Die Findel anerkenne die Dringlichkeit des Anliegens, teilten die Parlamentsdienste am Donnerstag mit. Zudem beurteile die Kommission die Impfoffensive grundsätzlich als dazu geeignet, die Rückkehr zu einer Normalisierung zu beschleunigen. Sie habe zur Kenntnis genommen, dass sich der Bundesrat noch im Oktober mit den weiteren Normalisierungsschritten befassen wolle. Darüber entscheiden will der Bundesrat jedoch frühestens Mitte November, wie er am Mittwoch festhielt.

Der Vorschuss von 50 Millionen Franken wird dem Parlament in der Wintersession zur nachträglichen Genehmigung unterbreitet.

Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte gibt für die Finanzierung der vom Bundesrat beschlossenen Impfoffensive 50 Millionen Franken frei. (Bild: Keystone)
Israel will Touristen Einreise ab November unter Auflagen erlauben

Nach mehr als anderthalb Jahren Corona-Sperre sollen Touristen vom 1. November an unter Auflagen wieder nach Israel einreisen dürfen. Dies haben Regierungschef Naftali Bennett, Gesundheitsminister Nitzan Horowitz und Tourismusminister Joel Raswosow am Donnerstag entschieden.

Die Entscheidung muss allerdings noch abschliessend von der Regierung gebilligt werden.

Laut der Entscheidung dürfen Ausländer einreisen, die zwei Dosen des Impfstoffs der Hersteller Pfizer/Biontech erhalten haben, wenn mindestens sieben Tage seit der zweiten Dosis vergangen sind. Nach zwei Impfdosen von Moderna, Astrazeneca, Sinovac oder Sinopharm müssen mindestens zwei Wochen vergangen sein. Nach einer einzelnen Impfdosis des Corona-Vakzins von Johnson & Johnson ist ebenfalls ein Zeitabstand von 14 Tagen notwendig. Diese Zeitfenster gelten auch nach einer Auffrisch-Impfung.

Ausserdem können Genesene einreisen, wenn sie zumindest eine Dosis eines Corona-Vakzins erhalten haben, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genehmigt ist. Genesene dürfen auch dann einreisen, wenn mindestens elf Tage seit einem positiven Test vergangen sind.

Reisegruppen können unter bestimmten Umständen von den in Israel geltenden Quarantäneregeln befreit werden, die je nach Land variieren.

Sri Lanka öffnet nach einem Jahr Schulen wieder

Die Regierung Sri Lankas hat nach mehr als einem Jahr Corona-Pause begonnen, die Schulen wieder schrittweise zu öffnen. Zunächst starteten Schulen mit weniger als 200 Schülerinnen und Schüler, hiess es aus dem Gesundheitsministerium auf Sri Lanka am Donnerstag. In den kommenden Wochen sollen weitere Schulen folgen.

Ein Tarifstreit zwischen den Lehrergewerkschaften und der Regierung hatte die geplante Öffnung fast verhindert. Rund 250’000 Lehrerinnen und Lehrer der öffentlichen Schulen waren zuletzt auf dem Inselstaat südlich von Indien über mehrere Monate in einen Streik getreten. Dadurch hatten die meisten Kinder des Landes – mit Ausnahme derjenigen an Privatschulen – auch keinen Online-Unterricht. Es konnte jedoch eine Einigung über schrittweise mehr Lohn für die Lehrerinnen und Lehrer erzielt werden.

Sri Lanka hat mehr als 60 Prozent seiner Bevölkerung gegen Corona geimpft und kürzlich eine Impfinitiative für Schulkinder gestartet.

Stade Lausanne-Ouchy gegen Yverdon wegen Corona verschoben

Mit der Partie der 11. Runde von Stade Lausanne-Ouchy gegen Yverdon vom Freitag fällt ein weiteres Challenge-League-Spiel dem Coronavirus zum Opfer. Aufgrund positiver Corona-Fälle sowie Verletzungen stehen dem Heimteam nicht die benötigten 14 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung.

Seit der 5. Runde hatten im Schweizer Fussball keine Spiele mehr verschoben werden müssen.

Keine Anzeige nach Rede von SVP-Kantonsrat in Rapperswil-Jona

Aussagen des Schwyzer SVP-Kantonsrats David Beeler an der Kundgebung der Corona-Massnahmengegner in Rapperswil-Jona vom vergangenen Samstag sind von Polizei und Staatsanwaltschaft überprüft worden. Das Ergebnis: Sie sind strafrechtlich nicht relevant. Es gibt keine Anzeige.

Die Rede von David Beeler an der Kundgebung hatte am Wochenende einige Wellen geworfen. Unter anderem sagte der Kantonsrat, der Bundesrat habe das Land verraten. In der Schweiz herrsche Kriegsrecht. Er behauptete, dass Polizisten auf Demonstranten schiessen und dass sie Frauen und alte Leute prügeln würden.

Zur Rede gebe es Abklärungen, hatte der Sprecher der St. Galler Kantonspolizei am Montag erklärt. Je nach Ergebnis werde danach die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Inzwischen sind diese Abklärungen abgeschlossen. Aus der gemeinsamen Sichtung und Beurteilung durch die Strafverfolgungsbehörden resultiere keine Anzeige, erklärte Polizeisprecher Florian Schneider am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Staatsanwaltschaft sei in der rechtlichen Beurteilung zum Schluss gekommen, dass die Äusserungen nicht strafrechtlich relevant seien – «auch nicht die potenziellen Ehrverletzungsdelikte, da diese gegen Behörden gerichtet sind und diese nicht Opfer eines Ehrverletzungsdelikts werden können», heisst es weiter.

Nach den Aargauer Schulferien: Mehr positive Corona-Ergebnisse

Im Kanton Aargau gibt es an den Volksschulen nach den Herbstferien mehr positive Ergebnisse bei repetitiven Tests als vor den Ferien. An 20 Schulen und bei 26 Schulklassen wurden in den ersten drei Tagen dieser Woche positive Tests gemeldet.

Vor den Herbstferien lag die Positivitätsrate bei rund 0,5 Prozent, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Donnerstag in seinem Corona-Newsletter mitteilte. Derzeit liege der Wert bei 1,2 Prozent, was 28 positiven Pools entspreche.

Im Kanton Aargau ist die Zahl der positiven Corona-Mischproben nach den Herbstferien angestiegen. (Archivbild: Keystone)

Von mobilen Impfteams erhielten bislang 2300 Personen an Schulen der Sekundarstufe II (Kantons- und Berufsfachschulen) mindestens eine Covid-19-Impfung. Das Angebot wurde Ende September auf die Oberstufe der Volksschule (Sekundarstufe I) ausgedehnt.

An der Sekundarstufe I erhielten bislang 252 Personen mindestens eine Impfung, wie das DGS weiter mitteilte. Die Impfung von Oberstufenschülerinnen und -schüler findet auf Anmeldung und mit Einverständnis der Eltern statt.

Im Kanton Aargau sind mehr als 72 Prozent der impfberechtigten Bevölkerung (12 Jahre und älter) mit einer ersten Impfung versorgt. Vollständig geimpft sind 67 Prozent.

Eine Milliarde Corona-Impfdosen in Indien verimpft

In Indien sind mehr als eine Milliarde Impfdosen gegen Corona verabreicht worden. Damit seien rund 75 Prozent der Erwachsenen einfach und 31 Prozent vollständig geimpft, teilte das indische Gesundheitsministerium am Donnerstag in Neu Delhi mit.

Dies sei eine «enorme Leistung – angesichts der logistischen Komplexität (…) in einem Land so gross und divers wie Indien», würdigte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag in einer Mitteilung. Mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben in Indien.

31 Prozent der Bevölkerung Indiens ist vollständig geimpft. (Bild: Keystone)

Mit den Impfzahlen steigen international die Hoffnungen, dass das Land, das als Apotheke der Welt bekannt ist, bald wieder Corona-Impfdosen für das UN-Impfprogramm Covax bereitstellen könnte. Unicef schrieb, dass sie sich über Details zum entsprechenden Zeitplan und geplanten Mengen freuen würden.

Indien ist einer der grössten Hersteller von Impfstoffen – bei Corona stellt das Land bislang hauptsächlich Astrazeneca-Impfstoff unter dem Namen Covishield her. Indien war Anfang des Jahres als einer der Hauptlieferanten für Covax vorgesehen – und lieferte Millionen Dosen an das Programm und an vorwiegend ärmere Länder. Angesichts einer heftigen zweiten Welle im Zusammenhang mit der Delta-Variante im Frühling hatte die indische Regierung aber einen Exportstopp für Corona-Impfstoffe verhängt.

Die Corona-Zahlen in Indien sind seit Monaten wieder vergleichsweise tief – auch wenn sich viele Menschen nicht mehr an Corona-Regeln halten. Die indische Regierung hat sich das Ziel gesteckt, bis Ende des Jahres alle Erwachsenen gegen Corona zu impfen. Nur Indiens Nachbarland China mit etwa gleich vielen Einwohnerinnen und Einwohnern hat bislang mehr Impfdosen verabreicht.

Weitere Corona-Fälle nach Party im Berliner Club Berghain

Nach der Wiedereröffnung des legendären Berliner Techno-Clubs Berghain Anfang Oktober sind weitere Corona-Infektionen bekannt geworden.

Dem Gesundheitsamt seien neue Fälle im «einstelligen Bereich» bekannt, sagte eine Behördensprecherin am Donnerstag. Die Betroffenen lebten in Berlin. Nach Angaben der Sprecherin wurden bislang rund 3300 Menschen per Mail kontaktiert.

Dies sei erneut mit Hilfe der Anwesenheitsliste geschehen. Bereits nach der ersten Clubnacht im Berghain Anfang Oktober waren laut Behörde auf diesem Weg rund 2500 Menschen kontaktiert worden, nachdem ein Corona-Ausbruch mit 19 Infektionen bekannt geworden war.

Den Berghain-Partygängern wurde vom Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg jeweils empfohlen, sich testen zu lassen. Vom Club selbst gab es bislang auf Anfrage keine Stellungnahme. Bei den Veranstaltungen galt die 2G-Regel, nach der die Gäste genesen oder geimpft sein müssen. Der Ausbruch war laut Behörde nicht der erste dieser Art im Bezirk. Auch bei anderen 2G-Veranstaltungen in Friedrichshain-Kreuzberg seien Infektionen im unteren zweistelligen Bereich bekannt geworden, so die Sprecherin.

Laut Bund gibt es "wenig Evidenz" für Booster-Impfung für alle

Gesundheitsminister Alain Berset hält Booster-Impfungen für eine beschränkte Personengruppe durchaus für sinnvoll. Eine dritte Impfung für alle kommt laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) derzeit jedoch nicht infrage.

Es gebe aktuell noch «wenig Evidenz in Bezug auf den Nutzen einer Booster-Impfung für alle», sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, am Donnerstag vor den Medien in Bern. Es gebe «keine riesigen klinischen Studien» dazu. Generell sei es wichtig, diese Impfungen nur dort einzusetzen, wo sie Sinn machten.

Berset hielt allgemein fest, dass das Coronavirus auch mit einer Impfung dableibe. Die Frage sei aber, ob man sich erneut im öffentlichen Leben einschränken müsse oder nicht. «Mit einer höheren Impfquote haben wir sehr gute Chancen, aus der Pandemie zu kommen.» Die Wirksamkeit der Impfung sei unbestritten und sinke nur für wenige vulnerable Personengruppen im Laufe der Zeit.

Der finanzielle Zustupf des Bundes für die Impfoffensive in den Kantonen ist laut Berset «sehr gut investiertes Geld». Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), sagte, er gehe davon aus, dass es einen «deutlichen Impfschub» geben werde im November.

Tests für Covid-Zertifikat um die Hälfte eingebrochen

Die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus hat in der vergangenen Woche stagniert. Die Spitaleintritte wegen einer Covid-19-Erkrankung sind trotz erwarteter Nachmeldungen gesunken. Die Tests für das Covid-Zertifikat sind um die Hälfte eingebrochen – die seit 11. Oktober geltende Zahlpflicht dürfte der Grund sein.

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Vergangene Woche liessen sich nur noch halb so viele Menschen für ein Zertifikat testen. (Bild: Keystone)
Biontech-Booster stellt laut Studie hohen Impfschutz wieder her

Eine Auffrischungsimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer sorgt laut einer Studie für die Wiederherstellung eines hohen Impfschutzes. Nach der Auffrischungsdosis sei ein so hohes Niveau des Impfschutzes wie nach der zweiten Impfung festgestellt worden, teilten der US-Pharmariese Pfizer und sein deutscher Partner Biontech am Donnerstag mit.

Dies geht aus einer Untersuchung von mehr als 10’000 Menschen im Alter ab 16 Jahren hervor, die zuvor zwei Mal mit dem Biontech-Impfstoff immunisiert wurden. «Diese Ergebnisse sind ein weiterer Beweis für die Vorteile von Boostern», sagte Pfizer-Chef Albert Bourla.

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Moskau schränkt öffentliches Leben ein

Angesichts immer neuer Höchststände bei den Corona-Zahlen in Russland sollen in der Hauptstadt Moskau Geschäfte und viele Freizeiteinrichtungen eine Woche lang schliessen.

Geöffnet bleiben sollen vom 28. Oktober bis 7. November aber Apotheken und Supermärkte, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin am Donnerstag in seinem Blog schrieb. Einkaufszentren, Kinos und Fitnessclubs bleiben demnach zu. Für diese Zeit gelten landesweit von Präsident Wladimir Putin verordnete arbeitsfreie Tage, um eine weitere schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

«Auch in Moskau entwickelt sich die Lage nach dem schlimmsten Szenario weiter», begründete Sobjanin sein Vorgehen. Schulen und Kindergärten sollen deshalb ebenfalls schliessen. Restaurants und Cafés dürfen Essen und Trinken nur zum Mitnehmen anbieten. Theater und Museen dürfen dagegen weiterarbeiten – allerdings darf die Auslastung Sobjanin zufolge nur noch 50 Prozent betragen. Ausserdem müssen Besucher nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Alle Massnahmen könnten notfalls verlängert werden, so der Bürgermeister.

Seit Wochen spitzt sich die Lage in Russland mit seinen 146 Millionen zu. Am Donnerstag wies die Statistik mit 1036 Corona-Toten innerhalb eines Tages einen neuen Höchststand aus. Zudem gab es mehr als 36’300 Neuinfektionen – so viel wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Regierung sieht die Hauptursache in der geringen Impfquote. Lediglich etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind demnach abschliessend geimpft.

BAG meldet 1'478 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1478 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sieben neue Todesfälle und 13 Spitaleinweisungen. In der vergangenen Woche ist die Zahl der für ein Covid-Zertifikat benötigten Antigen-Schnelltests in der Schweiz und Liechtenstein um die Hälfte eingebrochen.

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Studie: Corona-Impfung von Jugendlichen zu 90 Prozent effektiv

Die Biontech/Pfizer-Impfung senkt laut einer Studie das Risiko einer Infektion mit der Delta-Variante des Corona-Virus bei Jugendlichen um 90 Prozent.

Sie schütze zudem zu 93 Prozent vor einer Erkrankung mit Symptomen bei dieser Virus-Variante, wie eine Sprecherin der israelischen Krankenkasse Clalit am Mittwoch bestätigte.

(Bild: Keystone)

Gemeinsam mit Forschern von der Harvard-Universität (USA) habe man Daten von 94’354 zweifach geimpften Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren ausgewertet, hiess es in einer Mitteilung. Diese seien mit Daten einer entsprechenden Anzahl ungeimpfter Jugendlicher verglichen worden. Die Ergebnisse sind im «New England Journal of Medicine» veröffentlicht worden.

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Hacker entwenden vom Bund Liste mit Corona-Anträgen

Hackern ist es gelungen, eine Liste mit Namen von bis zu 130’000 Unternehmen zu entwenden, welche über die Bundesplattform Easygov im Jahr 2020 einen Covid-19-Kredit beantragt hatten. Das teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit.

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Bayern-Trainer Nagelsmann an Corona erkrankt

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der deutsche Rekordmeister am Donnerstag mit, nachdem der 34-Jährige am Abend zuvor das Champions-League-Spiel bei Benfica Lissabon (4:0) krank verpasst hatte. Als Grund war ein grippaler Infekt genannt worden.

Der Verein wies darauf hin, dass Nagelsmann einen «vollständigen» Impfschutz habe. Dieser reiste getrennt von der Mannschaft mit einem Ambulanzflieger nach München und begab sich in häusliche Isolation. Die nächste Partie bestreiten die Bayern am Samstag in der Bundesliga gegen Hoffenheim.

Trainer Julian Nagelsmann vom FC Bayern München ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)
Britischer Ärzteverband ruft Regierung zum Handeln auf

Der britische Ärzteverband British Medical Association (BMA) hat sich bestürzt gezeigt über die Weigerung der Regierung in London, einzelne Corona-Regeln wieder einzuführen.

«Es ist bewusst fahrlässig von der Regierung in Westminster, keine Massnahmen zur Eindämmung der Infektionen zu ergreifen wie das verpflichtende Maskentragen, Abstand halten und Lüften in Umgebungen mit hohem Risiko, vor allem beengten Innenräumen», sagte der BMA-Vorsitzende Chaand Nagpaul einer Mitteilung am Donnerstag zufolge. Die Regierung habe versprochen, einen Plan B zu ergreifen, wenn der Nationale Gesundheitsdienst in Gefahr sei, überwältigt zu werden. «Als Ärzte, die in erster Reihe stehen, können wir absolut sagen, dass dieser Punkt jetzt erreicht ist», so Nagpaul weiter.

Zuletzt wurden im Vereinigten Königreich knapp 50 000 tägliche Neuinfektionen registriert. Die Zahl der täglichen Krankenhauseinweisungen liegt bei fast 1000. Bei den Todesfällen wurde am Dienstag mit 223 gemeldeten Fällen ein Stand wie zuletzt im März erreicht.

Die Corona-Lage in Grossbritannien verschlimmert sich wieder. (Bild: Keystone)

Dennoch hatte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid bei einer Pressekonferenz am Mittwoch die Wiedereinführung von Corona-Massnahmen in England abgelehnt. Gleichzeitig warnte er, die Zahl der täglichen Neuinfektionen könne schon bald auf bis zu 100’000 steigen. Trotzdem sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, um eine Rückkehr der am 19. Juli zum sogenannten «Freedom Day» abgeschafften Corona-Regeln im grössten Landesteil England zu rechtfertigen, so Javid weiter.

Stattdessen sollten nun die Bemühungen verstärkt werden, so viele Menschen wie möglich zu impfen, so Javid weiter. Besonders bei Jugendlichen und älteren Menschen, die eine Auffrischungsimpfung erhalten sollen, stockt das britische Impfprogramm derzeit.

Gesundheit ist im Vereinigten Königreich Sache der einzelnen Landesteile. In Schottland, Wales und Nordirland gelten daher andere Regeln.

Bolsonaro weist schwere Vorwürfe wegen Corona-Politik zurück

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat nach den schweren Vorwürfen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses jegliches Fehlverhalten in der Corona-Poliltik seiner Regierung bestritten. Zugleich griff er den Ausschuss an. «Wie gut wäre es, wenn der Ausschuss etwas Produktives für unser Brasilien getan hätte», sagte Bolsonaro Medienberichten zufolge bei einer Veranstaltung in Russas im Bundesstaat Ceará am Mittwoch. «Sie haben nichts bewirkt, ausser Hass und Feindseligkeit. Aber wir wissen, dass wir für absolut nichts verantwortlich sind, wir haben vom ersten Moment an das Richtige getan.»

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro streitet jegliches Fehlverhalten seiner Corona-Politik ab. (Bild: Keystone)

In dem am Mittwoch vorgestellten Abschlussbericht werden Bolsonaro neun teilweise schwere Verbrechen während der Corona-Pandemie zur Last gelegt. Ausserdem wird eine Anklage empfohlen. Die Vorwürfe gegen Bolsonaro reichen von Scharlatanerie über Anstiftung zu Straftaten bis hin zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der Untersuchungsausschuss habe «die Fingerabdrücke» des Präsidenten bei Tausenden von Covid-19-Toten nachgewiesen, sagte Senator Renan Calheiros, der Verfasser des Berichts.

Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Corona-Infektionen. Zuletzt überschritt das grösste Land in Lateinamerika die Marke von 600’000 Corona-Toten.

Insgesamt sollen laut der Empfehlung weitere 65 Personen, unter ihnen drei Söhne des Präsidenten, und Geschäftsleute sowie zwei Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden.

Unklar bleibt für Kommentatoren vorerst, welche Folgen der Bericht haben wird und ob die Empfehlungen auch zu Anklagen führen werden – oder ob der Untersuchungsausschuss nach fast sechs Monaten Arbeit in Samba oder Pizza endet, wie es in Brasilien heisst, wenn etwas im Sande verläuft.

Bennett kündigt nach neuer Delta-Unterart in Israel Massnahmen an

Nach dem Auftreten einer neuen Unterart der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus in Israel ist Ministerpräsident Naftali Bennett zu einer Dringlichkeitssitzung mit Gesundheitspolitikern zusammengekommen.

Israel werde Massnahmen ergreifen, um die positiven Ergebnisse des Kampfes gegen das Virus zu bewahren, hiess in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung von Bennetts Büro. In Erwägung gezogen würden unter anderem Änderungen bei den Einreisebestimmungen.

Bennett forderte eine Verstärkung der epidemiologischen Untersuchung der neuen Varianten-Unterart AY 4.2. Der Regierungschef rief ausserdem zur Zusammenarbeit mit anderen Ländern auf, in denen die AY 4.2 ebenfalls aufgetreten ist.

Das israelische Gesundheitsministerium hatte am Dienstagabend den Nachweis einer Infektion mit AY 4.2 gemeldet. «Die Variante AY 4.2, die in einer Reihe von Ländern in Europa entdeckt wurde, wurde in Israel identifiziert», hiess es in einer Erklärung des Ministeriums.

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett kündigte neue Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)

Bei dem Infizierten handelte es sich demnach um einen elfjährigen Jungen, der aus Europa eingereist war. Die Unterart AY 4.2 wurde bereits mehrfach in Grossbritannien nachgewiesen.

Israel prüft derzeit wegen sinkender Infektionszahlen eine Lockerung seiner Corona-Restriktionen im Tourismus. Vorherige Pläne dazu hatte die Regierung wegen steigender Fallzahlen wegen der Delta-Variante fallengelassen. So wurden Ende August und Anfang September täglich mehr als 11’000 Corona-Infektionen in Israel nachgewiesen.

Im Zuge einer Kampagne für eine dritte Corona-Impfung gingen die Fallzahlen jedoch wieder zurück. Am Mittwoch meldeten die israelischen Behörden 1487 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

Hohe Corona-Zahlen: Lettland geht erneut in Lockdown

Lettland zieht die Notbremse – und geht erneut in den Lockdown: Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen fährt die Regierung in Riga das öffentliche Leben in dem baltischen EU-Land für vier Wochen stark zurück. Das Kabinett verhängte am Mittwoch umfassende Beschränkungen und ein nächtliche Ausgangssperre zum 15. November. Damit sollen die Infektionsketten unterbrochen und die «furchtbare Überlastung» des Gesundheitswesens reduziert werden, sagte Ministerpräsident Krisjanis Karins nach der Regierungssitzung.

Um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen, dürfen von 21. Oktober nur Geschäfte für den täglichen Bedarf offen bleiben. Auch Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten bleiben zu, gastronomische Betriebe dürfen nur noch ausser Haus verkaufen. Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Zudem dürfen die Bürger ihre Wohnung von 20 Uhr bis 5 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen. Für die meisten Arbeitnehmer gilt eine Homeoffice-Pflicht, der Schulbetrieb wird auf Fernunterricht umgestellt.

In Lettland hat sich die Corona-Lage trotz neuer Beschränkungen zuletzt zugespitzt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Riga vom Mittwoch wurden in den letzten 14 Tagen 1’400,8 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner registriert – ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Landesweit seien in mehreren Krankenhäusern die Intensivbetten zur Behandlung schwerkranker Corona-Patienten bereits vollständig belegt, sagte Gesundheitsminister Daniels Pavluts.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

USA haben 200 Millionen Impf-Spenden geliefert

Die USA haben bisher im Kampf gegen Covid-19 nach eigenen Angaben 200 Millionen ihrer Impfdosen-Spenden in 100 Länder weltweit geliefert. «Heute haben die Amerikaner 200 Millionen Gründe, stolz zu sein», erklärte ein hoher Beamter des Weissen Hauses. Die Arbeit sei aber noch lange nicht beendet. Um das Auftreten neuer Varianten zu verhindern, müsse die Welt weiter impfen. Die USA stellten neben Impfstoffen auch Corona-Tests, Sauerstoff und medizinische Ausrüstung bereit, hiess es weiter.

Erst im September hatte US-Präsident Joe Biden bei einem virtuellen Corona-Gipfel in Washington zum Beispiel angekündigt, weitere 500 Millionen Impfdosen der Hersteller Pfizer/Biontech an ärmere Länder zu spenden. Die USA hatten bereits vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall im Juni eine Spende von 500 Millionen Impfdosen versprochen. Vergangene Woche hatte Biden der Afrikanischen Union weitere 17 Millionen Impfdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson zugesagt.

Die Impfkampagne in den USA selbst kommt nur sehr langsam voran. Bislang sind dort 57,1 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen abschliessend geimpft. Biden setzt daher auf weitreichende Impfpflicht. Gleichzeitig gibt es in den USA Auffrischungsimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen. Diese sogenannten Booster für die allgemeine Bevölkerung werden etwa von der Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert. Diese hat Regierungen, die viel Impfstoff haben, aufgerufen, von solchen Angeboten abzusehen. Sie sollten ihre Dosen stattdessen an Länder abgeben, die bislang noch nicht genügend Impfstoff haben.

Erstmals dreistellige Zahl an Neuinfektionen in Neuseeland

Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland hat am Donnerstag erstmals seit Beginn der Pandemie eine dreistellige Zahl an Neuinfektionen verzeichnet. Die Behörden meldeten 102 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden, wie Vize-Ministerpräsident Grant Robertson vor Journalisten bestätigte. Der alte «Rekord» vom Dienstag lag bei 94 Fällen. «Das Auf und Ab der Zahlen kann wie eine emotionale Achterbahnfahrt sein», sagte Robertson. Der Schlüssel dazu, sich selbst und andere zu schützen, sei eine Corona-Impfung.

Bis Donnerstag waren etwa 68 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft. Insgesamt hat das Land mit fünf Millionen Einwohnern bislang rund 5000 Infektionen verzeichnet. 28 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Neuseeland hatte lange eine sogenannte Null-Covid-Strategie verfolgt. Zuletzt musste Ministerpräsident Jacinda Ardern aber eingestehen, dass diese mit der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante kaum noch realisierbar ist.

262 Tage: Längster Lockdown der Welt endet im Grossraum Melbourne

Aufatmen bei Millionen Menschen im Grossraum Melbourne: Im australischen Bundesstaat Victoria endet in der Nacht zum Freitag nach 262 Tagen der bisher längste Lockdown der Welt. Die Lockerungen sollen eintreten, weil mittlerweile 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Ministerpräsident Scott Morrison bestätigte am Donnerstag, dass in der Region an der Ostküste mittlerweile 70,51 Prozent der Bürger im Alter von über 16 Jahren zwei Impfdosen erhalten hätten.

Die Öffnung werde aber schrittweise erfolgen, so dass zunächst nur einige Massnahmen gelockert würden, so Morrison. «In australischer Manier machen wir vorsichtige, aber bewusste Schritte, damit wir sicher öffnen können und auch offen bleiben können.»

Die Einwohner dürfen nun wieder zehn Gäste in ihren Häusern empfangen – während des Lockdowns war kein einziger Besucher gestattet. Draussen können sich Gruppen von bis zu 15 Menschen versammeln. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben. Restaurants, Geschäfte und Friseure dürfen unter strikten Regeln wieder öffnen. Auch Schüler sollen teilweise in die Klassenzimmer zurückkehren.

WHO: Eine Milliarde Corona-Impfungen in der Region Europa

In der Region Europa sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rund eine Milliarde Corona-Impfungen verabreicht worden. «Das ist eine grossartige Leistung», teilte der Regionaldirektor der WHO Europa, Hans Kluge, am Mittwochabend mit. Laut WHO ist damit rund ein Drittel der Region geimpft. Dennoch müsse zur Eindämmung der Pandemie die Impfbereitschaft gesteigert und regionale Unterschiede überwunden werden, so Kluge. Eine flächendeckende Impfquote von 70 Prozent sei weiterhin das Ziel, um die Krise einzudämmen.

Die WHO zählt zur Region Europa insgesamt mehr als 50 Länder, darunter neben der EU zum Beispiel auch die Türkei sowie Russland und die Ukraine.

(Bild: Keystone)
US-Behörde genehmigt Mix von Impfstoffen und Corona-Booster

Nach dem Corona-Mittel von Biontech/Pfizer hat die zuständige US-Behörde auch Genehmigungen für Auffrischungsimpfungen der Hersteller Moderna sowie Johnson & Johnson erteilt. Zudem erlaubte die Arzneimittelbehörde FDA am Mittwoch, Vakzine zu mischen, sodass zwei oder mehr Injektionen künftig von verschiedenen Herstellern kommen können.

Die Auffrischungsimpfungen, sogenannte Booster, von Moderna dürfen alle Menschen über 65 Jahren sowie alle Erwachsene mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko bekommen. Die zweite Injektion muss mindestens sechs Monate her sein. Das Vakzin von Johnson & Johnson können sich Menschen ab 18 Jahren zwei Monate nach der Impfung nochmals spritzen lassen. Booster-Impfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer sind in den USA auch schon offiziell genehmigt und angelaufen.

Rund 170 Millionen Menschen in den USA sind bislang mit den Mitteln von Biontech/Pfizer oder Moderna geimpft, rund 15 Millionen mit dem von Johnson & Johnson.

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