Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 18. Oktober 2021.
Region

So wird ein «Mässmogge» hergestellt

Der Mässmogge ist längst ein Herbstmesse-Original. Über seine Herkunft, und wie ein Mässmogge hergestellt wird, wissen aber die wenigsten Bescheid.

In der Genussmanufaktur «Sweet Basel» in Birsfelden werden die schweizweit einzigen Mässmöggen hergestellt. Zu Spitzenzeiten wie jetzt vor der Herbstmesse laufen pro Tag bis zu 40’000 Stück vom Band. «Für die Herbstmesse produzieren wir jährlich etwa 150’000 Mässmöggen», wie der Geschäftsführer Michael Muller erzählt. Über das Jahr verteilt seien es gar bis zu einer halben Million.

Feines Händchen gefragt

Die Produktion eines Mässmoggens dauert ungefähr 30 Minuten. Zuerst werden Zucker und Glukosesirup bei 130 Grad aufgekocht, dann wird die Masse abgegossen und mit Farbstoffen sowie Aromen vermischt. Aus der Masse entstehen drei Zuckerteile.

«Zwei davon werden von einer Maschine in die Länge gezogen und dadurch weiss. Der dritte Zuckerteil behält seine ursprüngliche Farbe», erklärt der langjährige Zuckerbäcker René Drechsler. Die Zuckerteile werden anschliessend mit der Füllung zusammengerollt. Das Resultat ist ein Zuckerteig, der zum Schluss per Maschine in ca. 1800 Mässmöggen verschnitten wird.

Mässmogge stammt von unseren Nachbarn

Es mag überraschend klingen: Der Mässmogge ist ziemlich sicher keine Basler Erfindung. «Belegt ist, dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts erstmals Zuckerstangen an der Basler Herbstmesse angeboten wurden. Dies von französischen Zuckerbäckern», erzählt Michael Muller. Weil sich diese anscheinend so gut verkauft haben, seien einige Basler Konfiseure auf den Zug aufgesprungen und hätten selbst begonnen, Zuckerstangen zu produzieren.

Mehr zur Herstellung von Mässmöggen und viele Impressionen der Basler Herbstmesse 2021 sehen Sie in einer Spezialsendung am 30. Oktober, ab 19:15 Uhr auf Telebasel. 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel