Die Berner FDP-Nationalrätin Christa Markwalder möchte, dass die Abschaffung der kostenlosen Corona-Impfung in der Schweiz diskutiert wird. (Bild: Keystone)
Schweiz

Christa Markwalder stellt Ende der Gratis-Corona-Impfung in den Raum

Die Corona-Impfung kostenpflichtig machen und so die Bereitschaft für den Piks erhöhen. Für FDP-Nationalrätin Christa Markwalder ist das ein mögliches Szenario.

Die Berner FDP-Nationalrätin Christa Markwalder hat in der Sendung «SonnTalk» auf Tele Züri die Möglichkeit der Abschaffung der kostenlosen Corona-Impfung in der Schweiz angesprochen. Weil die Impfquote in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern eher tief ist, hat der Bundesrat eine neue Impfoffensive lanciert. Mit Investitionen von rund 100 Millionen Franken will die Landesregierung im Rahmen einer Impfwoche, mobilen Impf- und Beratungsstellen und Informationskampagnen die Impfbereitschaft in der Bevölkerung erhöhen.

Christa Markwalder kritisierte im «SonnTalk» die Strategie des Bundesrats. «Sind die 100 Millionen wirklich richtig investiert?», fragte sie in die Runde. Denn so koste jede Person, die noch von der Impfung überzeugt werden könne, «sehr viel Geld». Stattdessen stellte sie die umgekehrte Frage: «Was wäre zum Beispiel, wenn man sagt, dass die Impfung ab einem bestimmten Stichdatum kostenpflichtig wäre und man selber dafür aufkommen müsste?».

Markwalder erinnerte in diesem Zusammenhang an den Effekt, der mit der Ankündigung des Endes der Gratis-Corona-Tests erzielt worden sei. Plötzlich habe es wieder einen Schub von Impfwilligen gegeben, «die keine Lust hatten die ganze ‹Testerei› selbst zu bezahlen». Die Menschen hätten auch ein «ökonomisches Gewissen» und dementsprechend sollten solche Fragen diskutiert werden, so die FDP-Politikerin. «Wir können nicht einfach alles auf dem Silbertablett servieren, denn offensichtlich ist, was nichts kostet, nichts wert.»

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