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Der Telebasel News Beitrag vom 16. Oktober 2021.
Baselland

Laufen bekommt einen Birspark

Seit dem Hochwasser in Laufen im Jahr 2007 arbeitet der Kanton und Laufen an einem Hochwasserschutz-Projekt. Dadurch bekommt Laufen einen Park an der Birs.

Das Baselbieter Hochwasserschutzprojekt nimmt 13 Jahre nach dem Hochwasser in Laufen Fahrt auf. Die Stadt Laufen soll im Rahmen des Hochwasserschutz einen Birspark erhalten.

Der Spaziergang an der Birs wird gemütlicher

In Zukunft wird es in Laufen an der Birs mehr Platz zum Spazieren und Verweilen geben. Das Wasser kann sich dann aber auch besser verteilen. Die Renaturierung der Birs dient also dem Hochwasserschutz. So soll das Städtchen nie wieder metertief unter Wasser stehen, wie damals im Jahr 2007.

Die Birs wird in Laufen enorm verbreitert, es soll einen Birspark geben. (Bild: Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion)

Es war nicht von Anfang an klar, dass das Gebiet um die Eishalle ein Park werden soll: «Das entschied der Stadtrat. Es war mal die Idee, dass das überbaut wird, aber der Stadtrat entschied dann, dass es nicht überbaut werden soll», erklärt der Bau- und Planungsleiter der Stadt Laufen, Martin Hofer.

Überschwemmungen noch immer möglich

«Wenn es heute so käme wie damals, könnte es durchaus ähnliche Folgen haben. Gewisse Massnahmen haben wir bereits getroffen. Ich glaube aber nicht, dass das ausreichen würde», meint Martin Hofer und fügt an: «Dafür kommt aber dieses Hochwasserprojekt, damit das eben nicht mehr passiert. Wir sind überzeugt, dass nach der Fertigstellung, so ein Hochwasser wie damals im Jahr 2007 unter Kontrolle gebracht werden könnte.»

Damals gab es in Laufen Schäden von 33.4 Millionen. Die Stadt Laufen wird beim neuen Hochwasserschutz für 5 Millionen Franken brutto aufkommen. Aufgrund von Landverkauf und Subventionen vom Bund zahlt Laufen schlussendlich aber rund eine Million. Den Rest des 62 Millionen Projekts übernimmt hauptsächlich der Kanton.

Bereits seit 14 Jahren arbeitet der Kanton an diesem Projekt. Es ist für das Baselbieter Städtchen eine riesen Aufgabe wie Martin Hofer erklärt: «Es braucht einfach Ausdauer. Da geht es um Landerwerb, wer zahlt die neuen Parkplätze und Brücken? Und auch der Bund, der noch Subventionen zahlt bestimmt mit. Es ist komplex und benötigt viele Verhandlungen.»

Ausdauer benötigt es auch jetzt noch. Der Landrat soll nächste Woche die Finanzierung des kantonalen Projekts entscheiden – danach könnte es noch 2 – 3 Jahre dauern, bis der Bau startet. So dürften schlussendlich zwanzig Jahre zwischen Hochwasser und der Fertigstellung des Baus liegen. Bleibt nur zu hoffen, dass es bis dorthin nicht zu viel regnet.

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