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Der Telebasel News Beitrag vom 16. Oktober 2021.
Basel

Heiraten soll nicht mehr nur auf dem Standesamt möglich sein

LDP Grossrat Michael Hug will, dass Trauungen in Basel nicht ausschliesslich im Standesamt durchgeführt werden. Die allgemeine Nachfrage dürfte gross sein.

Ashly Ece-Gölgeli plant seit neun Jahren Hochzeiten. Dass der Gang zum Standesamt immer unbeliebter wird, ist ihr nicht entgangen. Die Leute würden am liebsten unter freiem Himmel heiraten.

«Der Klassiker ist immer, sich outdoor trauen zu können. Dass die Beamten also flexibler sind, dass man sich auch auswärts Trauen kann. Im Ausland kann man das bereits machen. Die Erfahrungen zeigen, dass seit den letzten drei Jahren wegen dem immer mehr im Ausland heiraten», so Ashly am Samstag zu Telebasel.

LDP Grossrat Michael Hug fragte letzte Woche aus diesem Grund die Regierung, wieso Trauungen im Kanton Basel-Stadt nur auf dem Standesamt möglich sind. Hug würde vorschlagen Trauungen beispielsweise auch im Wildt’sche Haus oder dem Gartenpavillion des Kirschgarten durchzuführen.

Im Baselbiet gibt es Alternativen

Im Baselbiet gibt es bereits solche Alternativen. Beispielsweise die Schlösser Binningen, Bottmingen, Wildenstein oder Pratteln. Die Nachfrage sei gross, laut der Baselbieter Standesamtsleiterin Angela Werber.  Die Termine dort waren in den vergangenen Jahren immer ausgebucht.

Trauungen unter freiem Himmel werden, trotz Vorstoss, jedoch künftig auch nicht möglich sein. «Das Thema liegt dort bei der Zivilstandesverordnung. Diese gibt ganz klar vor, wie und wo so eine Trauung von statten gehen darf. Es muss immer ein geschlossener Raum sein. Die kantonalen Aufsichtsbehörden geben zu diesen Räumlichkeiten Bewilligungen. Für alles, was auswärts stattfinden soll brauchen wir natürlich eine entsprechende Bewilligung der Aufsichtsbehörde. Deswegen können wir nicht sagen, dass wir in der Ermitage hinten am Weier eine Trauung machen kommen – auch wenn es noch so schön ist», so die Standesamtsleiterin vom Kanton Baselland, Angela Werber.

Am Dienstag kommt aus, ob die Regierung bereits Stellung zum Vorstoss von Michael Hug nimmt. Vorerst dürfte man als Städtler aber weiterhin «gezwungen» sein, auf das Basler Standesamt zu gehen.

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