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Der Telebasel Sport Beitrag vom 14. Oktober 2021.
Schweiz

Samuele Campo: «Ich habe einen Neustart gebraucht»

Nachdem der FC Basel Samuele Campo nicht mehr wollte, wechselte der Basler zum FC Luzern. Dort will er seine Karriere nun neu lancieren.

Das neue Wohnzimmer von Samuele Campo ist die Swissporarena in Luzern. Seit dem Sommer wohnt der Basler in der Innerschweiz. Viele Unterschiede zwischen dem FCB und dem FCL sieht er im Interview mit Telebasel nicht: «Basel ist natürlich der grösste Verein der Schweiz und da ist es normal, dass alles ein bisschen grösser ist. Aber insgesamt ist auch der FC Luzern sehr gut aufgestellt und man kann auch hier genauso gut arbeiten.»

Achterbahnfahrt beim FCB

Schlecht ist die Statistik von Campo beim FCB nicht. In 84 Spielen sammelte er 44 Scorerpunkte. Trotzdem war seine Zeit in Basel ein ständiges Auf und Ab: «Es war so ziemlich alles dabei, was man in einer Karriere überhaupt haben kann. Dazu war es auch im Verein eine sehr spezielle Situation, da nicht wirklich viel Stabilität drin war in den letzten Jahren. Das machte das Ganze nicht einfacher für mich, aber insgesamt bereue ich nichts und bin zufrieden mit der Zeit in Basel, von der ich sehr viel mitnehme», so Campo.

Sforza wollte ihn nicht mehr

Im letzten Winter hatte ihm der damalige FCB-Trainer Ciriaco Sforza klargemacht, dass man beim FCB nicht mehr auf ihn setzen wird. Danach wurde Campo für ein halbes Jahr nach Darmstadt ausgeliehen. Nur zweimal kommt er zu einem Kurzeinsatz: Einmal für sieben Minuten gegen Karlsruhe und einmal für elf Minuten gegen Heidenheim. Deutschland hat er nun hinter sich gelassen und nach seinem Wechsel zu Luzern scheint es in seiner Karriere wieder nach oben zu gehen. In Luzern spielte er bislang immer, wenn er fit war. In der letzten Partie spielte er sogar durch.

Neustart geglückt

Campo ist überzeugt, dass sein Wechsel zum FCL der richtige Entscheid war: «Ich habe einen Neustart gebraucht. Ich habe mir verschiedene Angebote angehört, aber hier in Luzern hat alles gepasst. Ich hatte von Beginn weg, als wir in Kontakt kamen, ein sehr gutes Gefühl und danach ging alles sehr schnell über die Bühne.»

Das letzte Spiel war für ihn besonders speziell. Er spielte zum ersten Mal durch, traf im Joggeli auf seine alten Teamkollegen und entführte sogar noch einen Punkt aus Basel. Er war mehr als zufrieden mit diesem Nachmittag: «Es war natürlich auch ein sehr gutes Spiel von uns, aber klar war es sehr speziell, alle wieder zu sehen.»

Das einzige, was jetzt noch stimmen muss, sind die Resultate. Die Luzerner stehen momentan nämlich noch sieglos auf Rang 9. Samuele Campo fühlt sich trotzdem wohl in Luzern. Das Thema FC Basel ist für ihn aber noch lange nicht abgeschlossen: «Sag niemals nie. Im Fussball passiert so vieles so schnell. Da will ich nichts abschliessen oder auf die Seite schieben.»

Campo, der Delgado-Nachfolger

Campo wurde beim FCB oft als Delgado-Nachfolger betitelt. So war die Erwartungshaltung bei einigen Fans auch enorm hoch. Ihn selbst hat das aber nie genervt: «Es hat mich eher stolz gemacht. Ich hatte mir nie gross Druck gemacht. Ich wusste, was ich kann und versuchte mein Spiel zu machen. Es ist aber normal, dass man als Nachfolger betitelt wird, wenn man nach ihm die 10 nimmt.»

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