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Basel

Kinderspital eröffnet Neonatologie mit modernster Technik

In der Basler Frauenklinik wird am Samstag die sanierte Intensivstation für frühgeborene und kranke Babys des Universitäts-Kinderspital beider Basel eröffnet.

Sie weist eine topmoderne Ausstattung aus. Früher seien die engen Raumverhältnisse eine «logistische Herausforderung» für Kinder, Eltern und Pflegende gewesen, beschrieb Sven Schulzke, der Abteilungsleiter Neonatologie, die Situation am Freitag an einer Medienkonferenz. Nun haben das UKBB und das Universitätsspital Basel (USB) die Neonatologie für 2,2 Millionen Franken saniert, die am Samstag eröffnet wird. Sie dient insbesondere Frühgeburten und schwer kranken Neugeborenen (Neonatologie).

Damit verfügt das UKBB über eine zweite Intensivstation, die sich in der Frauenklinik befindet. Dort hat sich das UKBB in den Gebäuden des Universitätsspitals eingemietet. Sie besteht aus drei grossen Zimmern, die Platz für je sechs Kinder bieten. Die 18 Betten seien meist belegt, sagte Stefanie Niederschirp, die Leiterin Pflege auf der Intensivstation, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Das «herausstechende Merkmal» der Neonatologie seien schon seit 16 Jahren die kurzen Wege zwischen Geburtsabteilung und Neonatologie, aber auch innerhalb der Intensivstation, betonte Gwendolin Manegold-Brauer, die leitende Ärztin der Frauenklinik. Benötige ein Kind medizinische Hilfe, sei innerhalb einer Minute ein Arzt oder Ärztin zur Stelle, weil die Weglänge keine zehn Meter betrage.

Veränderbares Licht und Wärmeschutz

Bei der Architektur habe man auf die Bedürfnisse von Kind und Eltern geachtet, sagte Michael Müller, Projektleiter Architektur im USB. Die Hoffassade besteht aus elektrochromem Glas, das eingedunkelt werden kann, und so Kind und Eltern von jeder Aussensicht abschirmt, um ihnen Intimität zu gewährleisten. Früher hatte man die Fenster mit Lamellenstoren abgedunkelt, die damals aber häufig klemmten, so Michael Müller.

Dieses «Novum für die Schweiz» mit selbstvedunkeltem Glas hat allerdings dazu geführt, dass die Eröffnung der Neonatologie um ein Jahr verschoben werden musste. Die Glaslieferung hatte sich verzögert, weil im letzten Jahr ein Schiff im Suezkanal steckenblieb und jeden Transport verunmöglichte.

Die Intensivstation ist technisch topmodern eingerichtet: Die Zimmer lassen sich nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Die elektronischen Geräte, insbesondere die Monitore zur medizinischen Überwachung, lassen sich flexibel einstellen. Solche «Mediensäulen» gibt es gemäss UKBB «erstmalig in der Schweiz».

Die sanierte Neonatologie ist mit automatischen Schiebetüren ausgerüstet und beim Deckenlicht kann man die Farbe ändern, was insbesondere für die Nachtschicht angenehm sei, wie an der Medienkonferenz gesagt wurde.

Von der Decke leuchtet zudem ein rotes Ohr auf einer Signaltafel auf und warnt, sollte im Raum zu laut gesprochen werden. In den Patientenzimmern wird man fliessendes Wasser vermissen. Darauf wurde «bewusst verzichtet», um dem Problem mit Wasserkeimen vorzubeugen.

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