Bisher wurden in der Schweiz knapp 3000 schwere Nebenwirkungen bei 11 Millionen Impfungen verabreicht. (Bild: Keystone)
Schweiz

3000 schwere Nebenwirkungen bei 11 Millionen Impfungen

In der Schweiz haben sich die Meldungen über vermutete unerwünschte Nebenwirkungen bei der grössten Impfaktion des Landes weiter in Grenzen gehalten.

Bis am Dienstag gingen bei der Arzneimittelaufsicht 8757 Meldungen nach Covid-19-Impfungen ein. Nur rund 34 Prozent davon oder 2978 Meldungen wurden als schwerwiegend eingestuft. Bislang wurden in der Schweiz laut dem Bund knapp elf Millionen Impfdosen verabreicht.

Die bisher eingegangenen und analysierten Meldungen über unerwünschte Wirkungen würden das positive Nutzen-Risiko-Profil der in der Schweiz verwendeten Covid-19 Impfstoffe nicht ändern, teilte die Arzneimittelbehörde Swissmedic am Freitag mit. Sie hatte zuvor die Corona-Impfungen der Hersteller Moderna, Biontech/Pfizer und Johnson & Johnson als sicher taxiert und zugelassen.

In 150 der schwerwiegenden Fälle starben Personen in unterschiedlichem zeitlichem Abstand zur Impfung. Trotz einer zeitlichen Nähe gebe es in keinem Fall konkrete Hinweise darauf, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall gewesen sei, schrieb die Arzneimittelaufsicht.

Meist Frauen betroffen

Der grössere Teil der Verdachtsmeldungen bezog sich auf Frauen. Insgesamt waren die Betroffenen den Angaben zufolge im Mittel gut 53 Jahre alt. In den als schwerwiegend eingestuften Fällen lag das mittlere Alter bei rund 56 Jahren und bei Meldungen in zeitlichem Zusammenhang mit einem Todesfall bei knapp 80 Jahren.

Knapp 69 Prozent der Meldungen bezogen sich auf den Impfstoff des Herstellers Moderna. Dieser war aber mit rund 66 Prozent der verabreichten Dosen bislang auch der in der Schweiz am häufigsten angewandte Impfstoff. Gut 29 Prozent der Meldungen entfielen auf den Impfstoff von Biontech/Pfizer (bei rund 34 Prozent der verabreichten Impfdosen). Bei mehreren Meldungen wurde kein Impfstoff genannt.

Die Meldungen erfolgten etwa zur Hälfte durch medizinische Fachpersonen. Die übrigen Meldungen kamen direkt von Betroffenen beziehungsweise Patientinnen oder Patienten.

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