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Der Telebasel News Beitrag vom 14. Oktober 2021.
Baselland

Erste Baselbieter mit Johnson&Johnson geimpft

Seit heute wird im Baselbiet mit Johnson&Johnson geimpft. Im Impfzentrum Muttenz werden pro Tag 50 Dosen verabreicht. Allerdings nur mit Voranmeldung.

4’500 Dosen des neuen Impfstoffs von Johnson&Johnson stehen dem Baselbiet seit heute Donnerstag zur Verfügung. Vorerst werden hier Muttenz am Tag 50 Dosen gespritzt. Dafür braucht es zwingend einen Termin. Diesen kann man seit Freitag online beantragen.

Eine Walk-In-Möglichkeit gibt es also noch nicht, erklärt Dominik Straumann, Leiter des kantonalen Impfzentrums: «Es war die Entscheidung des Kantons, dass man die Impfdosen nur auf Termingeschäfte vergibt, da sie sehr rar sind. Wir haben aber an allen Tagen geöffnet und es sind 300 Termine online. So können alle Personen, die Johnson&Johnson möchten, in den nächsten zehn Tagen einen Termin haben.»

Mehr Vertrauen in Antigen

Der Impfstoff wird vor allem jenen Leuten empfohlen, die auf mRNA allergisch sind. Jene, welche sich seit Freitag angemeldet haben, würden das aber überwiegend aus anderen Gründen machen. «Wenn wir von 100 Personen gesamtschweizerisch sprechen, die allergisch sind, dann wären es bei uns im Kanton gerade mal eine Hand voll», meint Straumann. «Wenn wir 50 Termine am Tag haben, dann ist die Hand voll schon zehnmal überboten.»

Er gehe davon aus, dass es viele Leute sind, die in diesen Impfstoff mehr Vertrauen haben, als in einen mRNA-Impfstoff. Diese Annahme bestätigten diverse Leute, die heute in der Schlange standen. Viele sagten gegenüber Telebasel, dass sie glücklich über diesen alternativen Impfstoff seien.

Nicht zugelassen für Schwangere und Minderjährige

Der Vorteil bei Johnson&Johnson ist, dass nur eine Impfdosis verabreicht werden muss. Er funktioniere eigentlich auf eine ganz herkömmliche Weise, erklärt der ärztliche Leiter Hans Vogt: «Es ist ein Vektorimpfstoff, ähnlich dem, was wir heute haben gegen Hepatitis, Kinderlähmung oder Tetanus.» Es sei ein Antigen, fährt Vogt fort. «Man verändert das Virus, schwächt es ab und macht es unwirksam dagegen, die Krankheit auszulösen. Das ist dann der Baustein, welchen der Körper braucht, um das Antigen zu bilden.» Im Gegensatz zum mRNA-Verfahren, welches eine direkte Bauanleitung sei, um die Antikörper zu produzieren.

Der Impfstoff ist erst für Leute ab 18 zugelassen. Schwangere dürfen sich zurzeit noch nicht damit impfen lassen. Das dürfte sich in den nächsten Monaten allerdings noch ändern, meint der leitende Arzt. Das Zertifikat ist 22 Tage nach Verabreichung der Impfung gültig.

Kein Run in Basel-Stadt

Im Kanton Basel-Stadt wird das neue Johnson&Johnson-Vakzin schon seit letzter Woche verabreicht. Dort hätten sich bisher (Stand Donnerstag 14. Oktober 2021) 218 Personen impfen lassen. Es gebe eine eher graduelle Anmeldung, schreibt das Basler Gesundheitsdepartement auf Anfrage. «Die Termine füllen sich, aber sie sind nicht sofort ausgebucht. Es gibt keinen Run auf neu eröffnete Termine.» Allgemein sei die Erfahrung soweit gut. «Die Personen freuen sich, dass es eine Einfachimpfung ist – auch wenn das Zertifikat erst nach 22 Tagen gültig ist.»

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