Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 13. Oktober 2021.
Region

Droht dieses Jahr Leere unter dem Weihnachtsbaum?

Corona hat weltweit zu Lieferengpässen geführt. Auch in der Region bangen nicht wenige Läden um das Weihnachtsgeschäft.

Wegen der weltweiten Versorgungskrise kommt es in vielen Bereichen zu Lieferverzögerungen. Auch regionale Läden warten teilweise seit Monaten auf ihre bestellte Ware.

Schuld ist Corona – aber nicht nur

Von einer Gefährdung des regionalen Weihnachtsgeschäfts könne man noch nicht sprechen, sagt André Auderset, Geschäftsführer der Schweizerischen Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft: «Es gibt aber tatsächlich viele Waren, die im Moment entweder in China stecken oder noch gar nicht produziert worden sind». Wer frühzeitig bestelle, könne seine Ware ziemlich sicher noch vor Weihnachten erhalten. Wer zu lange warte oder schlicht Pech habe, müsse aber damit rechnen, dass es Februar 2022 wird, so Auderset weiter.

Im Schiffsverkehr sind vor allem Produkte aus dem Fernen Osten betroffen. An der Verzögerung sei zu einem grossen Teil Corona Schuld. «Ein weiterer Grund sind die kürzlich neu entstandenen Terminals im Hafen von Rotterdam. Diese sind oft noch nicht gut bedient», erklärt der Schiffsfahrtexperte. Oftmals seien Container nicht verladungsbereit und die Basler Schiffe müssten lange warten.

Grosse wie kleine Läden betroffen

Für den Basler Dekoladen CreaDIVA steht vorerst Halloween vor der Tür. «Dreiviertel der Halloween-Ware fehlt noch. Aber auch ein grosser Teil der Weihnachtsartikel ist noch nicht eingetroffen», sagt der Geschäftsführer Daniel Sarti. Im Online-Shop seien derzeit 20 Prozent der rund 6000 Artikel nicht lieferbar. «Amerika ist momentan tot, von England kommt nichts, Polen hat auch Lieferschwierigkeiten und selbstverständlich auch China», so Sarti weiter.

Lieferverzögerungen gibt es auch im Weihnachtsladen von Johann Wanner. «Wir haben in diesem Jahr eine neue Linie aus Amerika. Der Liefertermin wird immer wieder nach hinten verschoben», erzählt Wanner. Deshalb transportiere er den ersten, kleineren Teil der Ware per Flugzeug. «Ich überhole die Seefahrt also per Luft», so Wanner weiter.

Bei Manor heisst es auf Nachfrage von Telebasel, dass aktuell alle Detailhändler Schwierigkeiten hätten, Ware mit elektronischen Komponenten – wegen Mangel an IC-Chips – in genügender Menge zu erhalten. «Bei gewissen Haushaltselektroapparaten oder einzelnen Multimedia-Geräten kann es deshalb zu Lieferengpässen kommen», schreibt der Kommunikationsverantwortliche Andreas Richter. Grundsätzlich seien alle Güter verfügbar, wenn auch vielleicht nicht in allen Ausführungen oder zu jeder Zeit. 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel