Die Polizei hat die Demonstranten am Bahnhof Bern eingekesselt. (Bild: Screenshot Twitter)
Schweiz

Berner Polizei kontrolliert 200 Demonstranten

Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am Donnerstagabend in Bern zu einer weiteren unbewilligten Kundgebung versammelt.

Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am Donnerstagabend in Bern zu einer weiteren unbewilligten Kundgebung versammelt. Die Polizei umstellte auf dem Bahnhofplatz schätzungsweise 200 Personen und führte Kontrollen durch. Die Demonstrierenden schwangen Schweizerfahnen und skandierten «Liberté» (Freiheit), wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Manche führten brennende Fackeln mit sich.

Zahlreiche Schaulustige verfolgten die Szenerie. Die Polizei rief Unbeteiligte per Lautsprecher immer wieder dazu auf, den Ort zu verlassen. Die Demonstrierenden forderte sie auf, bei den Kontrollen den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten. Kurzzeitig setzte sie Reizgas ein. Personen hätten die Kontrolle stören wollen, schrieb die Polizei auf Twitter. «Bei der Anhaltung eines Mannes mit Lautsprecherwagen, der die Stimmung einer zweiten Gruppe anheizte, kam es zu Angriffen und danach zu Mitteleinsatz», hiess es am späteren Abend.

Seit Anfang September gab es in Bern zwölf Demonstrationen und Aktionen vom Massnahmen-Gegnern, die vor allem gegen die Zertifikatspflicht protestieren und die Rückkehr zur Normalität fordern. Mit einer Ausnahme waren die Kundgebungen alle unbewilligt. Die Polizei setzte wiederholt Gummigeschosse, Reizgas und Wasserwerfer ein. Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause (Mitte) hat nach offiziellen Angaben in den vergangenen Wochen unzählige Schreiben und Mails erhalten. Deren Inhalt sei zum Teil «massiv unter der Gürtellinie», erklärte Direktionssprecherin Alice Späh am Donnerstag auf Anfrage.

Sie bestätigte einen Bericht auf dem Online-Portal Blick.ch, wonach Drohungen gegen Nause und Angehörige von ihm bestünden. Die Kantonspolizei sei ins Bild gesetzt worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel