Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 13. Oktober 2021.
Basel

Sonderfall im Zolli – Schimpansen-Baby in Not adoptiert

Im Basler Zolli übernimmt das Schimpansen-Weibchen Kitoko die Mutterschaft von gleich zwei Neugeborenen. So rettete sie einem Affenbaby das Leben.

Am 26. Juni kommt im Zoo Basel das Schimpansen-Junge Sangala auf die Welt. Die 28-jährige Mutter Fiffi gebärt ein gesundes Weibchen. Doch nur wenig Zeit vergeht, und sie gibt ihr Junges bereits aus der Hand. Kurz darauf hört Fifi mit dem Stillen auf.

Rettende Adoption durch Schwester

Rasch übernimmt Kitoko, Fifis Schwester, das Stillen des Affenbabys. «Sie säugte es, was uns ein wenig komisch vorkam. Eigentlich hätte sie keine Milch haben sollen», erzählt Zoo Kurator Adrian Baumeyer am Mittwoch vor dem Affengehege.

Das Rästel löste sich jedoch drei Tage später: «Kitoko gebar nämlich selbst ein Junges. Das heisst sie hatte die Milch quasi schon für ihr Junges bereit. Seit diesem Tag hat sie eigentlich zwei Junge, um die sie sich kümmert.»

Adoptionen finden bei Schimpansen auch in freier Wildbahn statt. Neugeborene werden jedoch sehr selten, bis nie adoptiert. «Die Jungtiere müssen zwei Jahre oder älter sein, dass die Überlebenschance gegeben ist. So können sie überhaupt adoptiert werden, denn vorher brauchen sie Milch», wie Adrian Baumeyer erklärt, war das Timing von Kitokos Schwangerschaft mit Schimpansen-Baby Sabaki also perfekt.

Gesundheitszustand von Fifi noch offen

Fifi, die leibliche Mutter von Sangala wurde im Sommer intensiv von den Tierärzten betreut. «Wir stellten auch fest, dass sie eine Lähmung in den Beinen hatte. Sie konnte also kaum mehr laufen. Sie bewegte sich nur noch mit den Armen fort oder praktisch gar nicht mehr», erzählt Baumeyer von der Zeit im Juni und Juli.

Zur Behandlung wurden auch Ärzte der Humanmedizin beigezogen. Gar Gynäkologen und Kardiologen waren involviert. Eine Diagnose gibt es bis anhin jedoch keine.

Seither hat sich Fifis Zustand jedoch verbessert. Fifi bewegt sich wieder mehr im Gehege. Ihre Tochter Sangala wird sie jedoch nicht wieder zurücknehmen. Das Schimpansen-Baby wird weiterhin mit seinem Geschwisterchen Sabaki von Kitoko gestillt.

2 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel