Die Impfoffensive des Bundesrats wird begrüsst. (Bild: Keystone)
Schweiz

Grosse Zustimmung für nationale Impfoffensive

Die Impfoffensive des Bundes mit der nationalen Impfwoche im November stösst einhellig auf Zustimmung. Wirtschaft und FDP bemängeln aber, dass sie spät kommt.

Den Verzicht auf die Belohnung für Impf-Motivatorinnen und -Motivatoren findet die Politik folgerichtig. Das hält die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Mittwoch in ihrer Stellungnahme fest. Gutscheine hätten ein falsches Signal ausgesendet. FDP und Mitte schliessen sich dem an.

Die GDK begrüsst die Offensive, gibt aber zu bedenken, dass sie personell an die Grenzen stossen kann. Bei der Durchführung dürften sich die Kantone deshalb auf Organisationen stützen müssen. Zudem verweist die Konferenz auf die bereits unternommenen grossen Anstrengungen mit mobilen Informations- und Impfequipen.

Seitens der Parteien begrüssen FDP, Mitte und Grüne die Impfoffensive. Der Grünen-Präsident Balthasar Glättli twitterte, wichtig sei das Impfziel und die damit klare Ausstiegs-Perspektive aus den Massnahmen.

Verbindliches Ausstiegsszenario gefordert

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) bezeichnet die Impfoffensive des Bundes und die Tests als integrale Bestandteile des im Covid-Gesetz festgelegten gezielten Schutzes in der Pandemie. Der Bundesrat versäume es aber, ein verbindliches Ausstiegsszenario zu definierten, kritisiert der SGV und wiederholt damit seine bereits in der Konsultation geäusserte Forderung.

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse stösst ins gleiche Horn: Der Bundesrat müsse eine konkrete Impfquote definieren und nach deren Erreichung alle Einschränkungen aufheben. Das brauche es, damit ein kollektiver Motivationsschub durchs Land gehe. Auch der Schweizerische Arbeitgeberverband vermisst verbindliche Zielwerte.

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