Der Flughafen Basel-Mülhausen soll bis 2030 einen Bahnanschluss erhalten. (Bild: Keystone)
Basel

Anhörungen über Schienenanschluss zum EAP laufen

Frankreich hat ein Anhörungsverfahren gestartet, um einen Schienenanschluss zum Basler EuroAiport zu bauen. Auch die Schweizer Bevölkerung darf Stellung nehmen.

Das Projekt eines Bahnanschlusses an den Flughafen Basel-Mülhausen ist soweit gediehen, dass die französischen Behörden ein Verfahren zur Gemeinnützigkeit gestartet haben. Noch bis zum 9. November 2021 können die betroffenen Regionen des Dreiland-Flughafens im Rahmen einer öffentlichen Anhörung ihre Meinung dazu abgeben.

Die französischen Behörden würden die Stellungnahmen aus der Schweiz gleichwertig behandeln wie diejenigen aus dem Elsass, sagte Claus Wepler, Generalsekretär des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die französischen Verfahrensvorschriften machen diese Anhörung nötig, bevor eine Baueingabe gemacht werden darf. Für die Schweizer Kritikerinnen und Kritiker des Bahnanschlusses könnte dies eine der letzten Möglichkeiten sein, Einfluss auf den Schienenanschluss zu nehmen. Insbesondere Umweltthemen kommen in diesem Verfahren zur Sprache. Aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen können die französischen Behörden das Bahnprojekt für «gemeinnützig» erklären.

Gegnerinnen und Gegner eines Bahnanschlusses befürchten, dass der Flugverkehr und der Fluglärm zunehmen würden, wenn der Euroairport ans Schienennetz angeschlossen ist.

Kosten von 338 Millionen Euro

Seit über 20 Jahren plant die französische Eisenbahngesellschaft SNCF zusammen mit dem Flughafen sowie den zuständigen staatlichen Stellen in Frankreich und der Schweiz eine Anbindung des Flughafens Basel-Mülhausen an den Schienenverkehr.

Von der bestehenden Bahnlinie von Basel nach Strassburg soll bei St. Louis (F) ein in sechs Kilometer langer Schienenabschnitt zum Euroairport gebaut werden. Diese Gleise würden auf dem Gebiet der elsässischen Gemeinden Bartenheim, Blotzheim, Hésingue und St. Louis zu liegen kommen.

Gemäss dem Zeitplan soll mit dem Bau des Bahnanschlusses im Jahr 2025 begonnen werden; die Inbetriebnahme würde 2030 erfolgen. Die Kosten für das Grossprojekt werden auf 338 Millionen Euro veranschlagt.

3 Kommentare

  1. Guten Tag liebes Team, bonjour
    Der EAP Basel ist da und in seiner Grösse und seiner Kapazität mehr als ausgelastet. Die Lärm- und Schmutzbelastung für die Anwohner und die Einwohner von Allschwil sind mehr als genug. Es ist unmöglich und unverantwortlich den Anwohnern noch mehr aufzulasten. Die Zugverbindung würde noch mehr Flüge ermöglichen, und das geht nicht. Es ist hier und jetzt zu stoppen. C’est maintenant!
    Die einzige mögliche Lösung wäre, den Flughafen weiter nach Norden zu verlegen, oder denjenigen von Dijon wieder aufzubauen, damit die Verteilung besser geregelt werden kann.
    Wir bitten Sie nicht nur auf den Profit, sondern auch an die Umwelt, die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen zu achten und diesen LebensRaum zu respektieren. Wir denken dabei auch an die jungen Menschen, welche nach uns auch schlafen und eine gesunde Luft einatmen möchten. Danke im Voraus. Merci…
    Mit freundlichen Grüssen
    Brigitta Christen
    und Anwohner auf dem Rosenberg in AllschwilReport

  2. Der Bahnhof «Flughafen Zürich» eröffnet 1980, der Bahnhof «Genève Aéroport» eröffnet 1987. Alleine diese zwei Beispiele zeigen, wie beide Basel den Anschluss im Eisenbahn-Verkehr an Genf und Zürich verloren haben. Es ist zu hoffen, dass es bis 2030 endlich klappt, ein halbes Jahrhundert nach den Fortschrittlichen Städten Zürich und Genf, Daumen drücken.Report

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