Breel Embolo traf zweimal am Dienstagabend. (Bild: Keystone)
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Nati sichert sich Platz zwei in der WM-Quali

Die Schweizer Nationalmannschaft bleibt in der WM-Qualifikation auf Kurs. Das Team von Murat Yakin siegt in Vilnius gegen Litauen 4:0.

ie Schweiz gewinnt in der WM-Qualifikation in Litauen 4:0 und kommt so zum erhofften klaren Sieg. Breel Embolo traf zweimal, Renato Steffen und Mario Gavranovic waren einmal erfolgreich. Das Spiel war nach drei Toren vor der Pause früh entschieden.

Am Ende war es für die Schweiz der höchste Sieg in einem Pflichtspiel in diesem Jahr. Die SFV-Auswahl realisierte dieses Ergebnis, ohne brillieren zu müssen. Nach drei Toren zwischen der 31. und 45. Minute führte sie zur Pause 3:0, die Partie war damit frühzeitig entschieden. Zweimal traf Embolo nach einem Corner; gerade er, der noch am Samstag gegen Nordirland so viele Chancen vergeben hatte. Beim 1:0 mit einem wuchtigen Kopfball, beim 2:0 nach einem Abwehrfehler aus kurzer Distanz. Dazwischen erzielte Renato Steffen nach einem weiten Zuspiel von Fabian Schär mit einem feinen Lupfer (42.) den zweiten Treffer. Für den Schlusspunkt sorgten zwei Einwechselspieler in der Nachspielzeit: Cédric Itten flankte, und Mario Gavranovic war mit dem Kopf erfolgreich.

Die Schweiz hat dank dem klaren Sieg mit nun 14 Punkten aus sechs Spielen zum Leader Italien aufgeschlossen. Weil Nordirland in Bulgarien 1:2 verlor, ist nun mindestens der 2. Platz und die Teilnahme an den Playoffs in trockenen Tüchern. Das war aber seit Samstag ohnehin nur noch eine Formalität.

Wichtiger ist, dass sich die Ausgangslage für die Schweizer vor dem Duell um den Gruppensieg vom 12. November auswärts gegen Europameister Italien zumindest ein wenig verbessert hat. Die Schweizer haben nur noch die um zwei Treffer schlechtere Tordifferenz als die Italiener. So könnte am Ende im November ein Unentschieden im «Final» in Rom reichen, wenn die Schweiz drei Tage später ihr Heimspiel gegen Bulgarien um zwei oder drei Tore höher gewinnt als Italien in Nordirland.

Weniger Spielfreude als in Genf

Das ist die Theorie und der Fahrplan für den November. In den beiden Spielen im Oktober war es so, wie es Nationaltrainer Murat Yakin im Vorfeld vermutet hatte. Die Partien gegen Nordirland und in Litauen wiesen viele Ähnlichkeiten auf. 68 Prozent Ballbesitz hatten die Schweizer am Samstag beim 2:0 gegen Nordirland, auf 67 Prozent kamen sie in Litauen. Auf die 25 Abschlüsse in Genf folgten 22 Torschüsse in Vilnius. Die Schweiz hat die beiden Pflichtaufgaben im fünften und sechsten Spiel der WM-Qualifikation erfüllt. Dank insgesamt sechs Toren sogar noch besser als es die Zielvorgabe gewesen war.

Und doch war das Spiel in Vilnius keine Kopie des Auftrittes gegen Nordirland. Das provinzielle LFF-Stadion mit seinem alten Kunstrasen und den wenigen Zuschauern sowie die Temperaturen um den Gefrierpunkt bildeten einen unwirtlichen Rahmen. Es war so ganz anders als im stimmungsvollen Stade de Genève am Samstag gegen Nordirland, als die Schweizer einen lustvollen Auftritt hingelegt hatten. Diese Spielfreude brachten die Schweizer nicht noch einmal auf den Platz.

Zu wenige Tore nach der Pause

Es war daher symptomatisch, dass ihre Tore vor der Pause nach Cornern und nach einem weiten Pass über die gegnerische Abwehr hinweg fielen. Denn eigentlich taten sich die Schweizer am Anfang schwer, Rhythmus und Verve zu finden. Und als der Sieg nach der Pause längst feststand, waren sie in der gegnerischen Zone vielfach zu unpräzise oder etwas zu wenig konsequent, um den Sieg noch höher ausfallen zu lassen als mit diesem 4:0.

Dies war schon in den anderen Spielen dieser Qualifikation zu beobachten gewesen. Etwa beim 3:1 in Bulgarien nach einer 3:0-Pausenführung. Oder beim 1:0 im Heimspiel gegen Litauen, als das Schlussresultat schon nach zwei Minuten feststand. Die Schweiz hat in dieser WM-Qualifikation acht ihrer zehn Tore vor der Pause erzielt. In den zweiten 45 Minuten vergab sie eine noch bessere Ausgangslage vor dem Showdown in Italien. Das war auch in Litauen trotz insgesamt vier Toren so.

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