(Bild: Keystone)
Schweiz

Finanzkontrolle empfiehlt mehr Kooperation bei Laboren des Bundes

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) ortet Sparpotential bei den Laboren der Bundesverwaltung.

Dies ist das Ergebnis einer Wirtschaftlichkeitsprüfung beim Eidgenössischen Institut für Metrologie. Grundsätzlich stellt die EFK dem Institut ein gutes Zeugnis aus. Dieses werde im Rahmen der Möglichkeiten nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt, schrieb die EFK in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Möglichkeiten zu Kosteneinsparungen sieht die EFK aber bei der Zusammenarbeit der Labore des Bundes. Als Beispiel nannte sie die Tatsache, dass das Bundesamt für Kommunikation einen eigenen Messplatz für die Untersuchung der Auswirkungen elektromagnetischer Wellen auf Mensch und Umwelt eingerichtet hat. Dies, obwohl das Institut für Metrologie über ein entsprechendes Labor verfüge, das technisch nicht ausgelastet sei.

Positiv erwähnt die EFK die Integration der Labore der Eidgenössischen Zollverwaltung in das Institut für Metrologie. Als Fazit empfiehlt sie eine stärkere Zusammenarbeit der Bundesämter.

Das Bundesamt für Kommunikation teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit, man habe sich aus wirtschaftlichen Gründen für den Messplatz entschieden. Dieser liefere in der Regel praxisorientierte Ergebnisse, welche die Festlegung des weiteren Vorgehens ermöglichen.

Laut dem Bundesamt besteht bereits heute eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Metrologie, das auf Grundlagenforschung spezialisiert sei: Nämlich in Fällen, in denen es weiterführende Messungen brauche. Es entstünden zwar Kosten für Raummiete und Gerätekalibrierung auf dem Messplatz. Im Gegenzug könnten Mietkosten für die Labors des Instituts sowie Transport- und Reisekosten vermieden werden.

Das Eidgenössische Institut für Metrologie ist das Kompetenzzentrum des Bundes für alle Fragen rund um das Messen. Es betreibt mehr als zwanzig technische, Chemie-, und Physiklabore. Nach Angaben der EFK erhielt das Institut im Jahr 2019 vom Bund 17,4 Millionen Franken für seinen Betrieb sowie 6,8 Millionen Franken für die Unterbringung. Ausserdem führt das Institut für die Bundesverwaltung Mandate im Umfang von 7,5 Millionen Franken aus.

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