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Schweiz

Umfrage zeigt klare Mehrheit für Covid-Gesetz

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Klare Mehrheiten für Covid-19-Gesetz

Gut sechs Wochen vor der eidgenössischen Abstimmung am 28. November zeichnet sich für das Covid-19-Gesetz eine klare Mehrheit ab. Die Meinungen sind aber noch nicht gemacht, und der Informationsstand ist niedrig.

Wäre Anfang dieser Woche abgestimmt worden, hätte sich eine deutliche Mehrheit von 63 Prozent für das mit dem Referendum bekämpfte Covid-19-Gesetz ausgesprochen. Dagegen stellten sich 35 Prozent, wie die am Freitag veröffentlichte erste Umfrage von «20 Minuten» und Tamedia zeigt.

Trotz der präsenten Gegenstimmen zeigt sich momentan eine klare Mehrheit für das Covid-Gesetz. (Bild: Key)

Die Meinungsbildung beim Gesetz ist bereits weit fortgeschritten. Männer stimmen der Vorlage eher zu als Frauen. Mit Ausnahme der SVP befürworten die Anhängerinnen und Anhänger aller Parteien das Gesetz. Auch bei den Altersklassen herrscht überall Zustimmung, wobei die jüngere Generation etwas kritischer ist. Auf dem Land ist das Ja weniger ausgeprägt als in der Stadt.

Als Begründung gibt fast die Hälfte der Befürwortenden das Covid-Zertifikat an, das zur Bewältigung des Corona-Winters zentral sei. Für die Gegnerschaft ist die Diskriminierung Ungeimpfter ausschlaggebend.

Mehr dazu hier.

Australiens Hauptstadt beendet Lockdown nach zwei Monaten

Die Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra hat einen seit zwei Monaten geltenden Lockdown beendet. Ab sofort dürften die Menschen wieder ihre Häuser verlassen, teilten die Behörden am Freitag mit. Private Haushalte dürfen nun wieder bis zu fünf Gäste empfangen. Draussen sind Versammlungen von bis zu 25 Personen erlaubt. Lokale, Sporteinrichtungen und Friseure können unter Einhaltung strenger Abstandsregeln ebenfalls öffnen.

Der zweiwöchige Lockdown in Australiens Hauptstadt Canberra wurde beendet. (Bild: Key)

Mitte August wurde im ACT mit rund 430 000 Einwohnern erstmals seit einem Jahr wieder ein Corona-Fall bestätigt. Ein zunächst für sieben Tage verhängter Lockdown wurde wegen steigender Infektionszahlen mehrmals verlängert. Am Freitag meldeten die Behörden 35 neue Fälle.

US-Staatsanwälte hinterfragen Facebooks Umgang mit Impfgegnern

Generalstaatsanwälte aus 14 US-Bundesstaaten wollen von Facebook wissen, ob prominente Impfgegner bei dem Online-Netzwerk von einer Sonderbehandlung profitiert haben. In einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg beziehen sie sich auf Medienberichte, wonach das Online-Netzwerk für bekannte Nutzer Ausnahmen bei der Durchsetzung seiner Inhalte-Regeln gemacht hatte. Das System, das dies möglich gemacht haben soll, heisst Cross-Check und bringt Facebook schon seit Wochen Ärger.

Die Generalstaatsanwälte fragen nun, ob unter den prominenten Nutzern, für die es Ausnahmen bei Cross-Check gab, auch Impfgegner mit vielen Facebook-Abonnenten waren. Speziell interessieren sie sich für das sogenannte «Desinformations-Dutzend». Das sind die wenigen Personen, von denen nach Analysen ein Grossteil der Falschinformationen über Corona-Impfstoffe in den USA verbreitet wurde.

23 Millionen Italiener betroffen: Corona-Pass wird Pflicht

Eine umfassende Nachweispflicht für alle Berufstätigen soll in Italien zum endgültigen Erfolg über Corona führen – die Regelung provoziert aber zugleich teils heftige Proteste. Von diesem Freitag an müssen alle Beschäftigten in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Bereich belegen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Nur dann dürfen sie mit einem sogenannten «Grünen Pass» ihre Arbeitsstätte – etwa in Büros, Fabriken, Geschäften, öffentlichen Einrichtungen oder im Dienstleistungsgewerbe – betreten.

Ab Freitag, 15. Oktober wird in Italien der «Green Pass» zur Pflicht für Arbeitnehmer. (Symbolbild: Key)

Rund 23 Millionen Beschäftigte sind von dem Gesetzesdekret betroffen. Ansteckungen bei der Arbeit und Kollektiv-Quarantäne sollen so vermieden werden. «Für die Unternehmen und die Angestellten erhöht der Green Pass die Sicherheit am Arbeitsplatz und garantiert die Produktion», sagt Maurizio Stirpe, der Vizepräsident der Arbeitgeberorganisation Confindustria, der Deutschen Presse-Agentur.

Wieder unbewilligte Demonstration von Massnahmen-Gegnern in Bern

Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am Donnerstagabend in Bern erneut zu einer unbewilligten Kundgebung versammelt. Mehrere hundert Personen wurden gemäss Polizeiangaben vor Ort kontrolliert und bis am Freitagmorgen aus der Innenstadt weggewiesen.

Zahlreiche Personen seien zudem für Kontrollen in polizeiliche Räumlichkeiten gebracht worden, teilte die Kantonspolizei Bern in der Nacht auf Freitag mit.

Die Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen hatten sich gegen 19.30 Uhr im Bereich des Bahnhofs versammelt. Sie schwangen Schweizerfahnen und skandierten «Liberté» (Freiheit), wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Manche führten brennende Fackeln mit sich. Demnach waren rund 200 Personen zugegen. Die Polizei sprach zunächst lediglich von einer «grösseren Personengruppe».

USA: FDA-Gremium empfiehlt Corona-Auffrischungsimpfungen mit Moderna

Nach der Genehmigung von Corona-Auffrischungsimpfungen für ältere Menschen und Risikogruppen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer hat sich ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA auch für solche Impfungen mit dem Mittel von Moderna ausgesprochen. Mit Moderna geimpfte Menschen, die älter als 65 Jahre sind, sowie jüngere, die wegen Vorerkrankungen oder ihrem Job einem höheren Risiko ausgesetzt sind, sollten mindestens sechs Monate nach ihrer bisherigen zweiten Impfdosis eine Auffrischungsimpfung mit einer halben Dosis des Mittels bekommen, entschied das Gremium am Donnerstag. Die Empfehlungen des Gremiums sind nicht bindend, typischerweise folgt die FDA ihnen aber.

Zuvor hatte die FDA eine Auffrischungsimpfung für ältere Menschen und Risikogruppen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer bereits genehmigt, diese Impfungen sind in den USA auch schon angelaufen.

USA spenden weitere 17 Millionen Impfdosen an Afrika

Die USA wollen weitere 17 Millionen Impfdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson an die Länder der Afrikanischen Union (AU) spenden. Das kündigte US-Präsident Joe Biden am Donnerstag bei einem Treffen mit Kenias Präsident Uhuru Kenyatta in Washington an.

Die USA haben eigenen Angaben nach bereits 50 Millionen Impfdosen an die AU gespendet. Der Johnson-Impfstoff entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis und muss – anders als etwa die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna – nicht zweimal gespritzt werden. «Alle 17 Millionen Dosen sind sofort verfügbar und werden in den kommenden Wochen ausgeliefert», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki.

Insgesamt wurden in Afrika mehr als 8,4 Millionen Corona-Fälle registriert, darunter 214 000 Todesfälle. Weniger als die Hälfte der afrikanischen Länder, die Impfstoffe erhalten haben, haben nach WHO Angaben durchschnittlich rund zwei Prozent ihrer Bevölkerung vollständig geimpft. Neben dem fehlenden Impfstoff sind auch Kapazitätsprobleme für die geringen Impfraten in vielen Ländern verantwortlich.

Weiterer Mitteleinsatz an Demo in Bern

Wie die Berner Polizei auf Twitter mitteilt, kam es bei der Kontrolle zu Angriffen seitens der Demonstranten. Diese seien von einem Mann mit Lautsprecherwagen angeheizt worden. Die Polizei habe wiederum Mittel eingesetzt.

Fackeln an unbewilligter Corona-Demo in Bern

Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am Donnerstagabend in Bern zu einer weiteren unbewilligten Kundgebung versammelt. Die Polizei umstellte auf dem Bahnhofplatz schätzungsweise 200 Personen und führte Kontrollen durch.

Die Demonstrierenden schwangen Schweizerfahnen und skandierten «Liberté» (Freiheit), wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Manche führten brennende Fackeln mit sich.

Zahlreiche Schaulustige verfolgten die Szenerie. Die Polizei rief Unbeteiligte per Lautsprecher immer wieder dazu auf, den Ort zu verlassen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Berner Polizei setzt Reizstoff gegen Demonstranten ein

Die Lage in Bern bleibt angespannt: Die Polizei hat die umstellten Personen kontrolliert, wie sie mitteilt. Personen hätten zudem die Kontrolle stören wollen. Die Behörden haben daraufhin «Mittel eingesetzt». Laut dem Onlineportal von «20 Minuten» habe es sich dabei um Reizgas gehandelt.

Optimismus am Zuckerhut: Rio plant Karneval 2022

Nach dem coronabedingten Komplettausfall in diesem Jahr soll der weltberühmte Karneval in Rio de Janeiro 2022 stattfinden. Der Verkauf der Eintrittskarten für die Sambaschulen-Umzüge im Sambodrom begann am Donnerstag, wie aus einer Mitteilung des Verbandes der Sambaschulen (LIESA) am Donnerstag hervorging. Demnach sind die Umzüge der besten Sambaschulen am 27. und 28. Februar und das Schaulaufen der sechs Schulen, die die Jury am meisten überzeugten, am 4. März geplant.

Der Karneval hat eine grosse kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung für Rio. Der Samba ist die Seele der Millionenmetropole, der Karneval die jährliche Katharsis eines Volkes, bei der sich der Druck wie aus einem Dampfkochtopf befreit. Für gewöhnlich zieht er jedes Jahr Millionen Touristen an den Zuckerhut. Nach einem Bericht des Portals «Carnavalesco» bringt das Spektakel der Stadt Einnahmen von umgerechnet rund 620 Millionen Euro.

Polizei kesselt Demonstranten am Bahnhof Bern ein

In Bern findet am Donnerstagabend erneut eine unbewilligte Demonstration von Corona-Massnahmengegnern statt. Wie die Berner Polizei auf Twitter mitteilt, sei es zu teilweise gewaltbereiten Aufrufen gekommen.

Am Bahnhof habe sich eine grössere Personengruppe zusammengefunden. Laut Medienberichten sind rund 400 Personen vor Ort. Die Polizei hat die Gruppe umstellt und die Gruppe aufgefordert, den Bahnhof umgehend zu verlassen.

Rumänien schickt Covid-Patienten wegen Überlastung nach Ungarn

Wegen überfüllter Intensivstationen schickt Rumänien schwer kranke Covid-19-Patienten zur Behandlung ins Nachbarland Ungarn. Wie das Gesundheitsministerium in Bukarest am Donnerstag mitteilte, waren die ersten 10 Patienten, die intensivmedizinische Betreuung benötigen, bereits in Begleitung von Ärzteteams unterwegs. Ungarn habe sich bereit erklärt, 50 Patienten zu übernehmen.

Rumänien gehört EU-weit zu den Ländern mit der dramatischsten Corona-Lage. Am Donnerstag war keines der landesweit 1593 Betten auf Intensivstationen mehr frei, die für Corona-Patienten reserviert sind. Sogar in der Hauptstadt Bukarest warten Patienten oft tagelang in Krankenhaus-Korridoren auf freie Plätze in Intensivstationen und werden dort nur notdürftig versorgt, wie Medien berichteten.

Die 14-Tage-Inzidenz steigt seit Wochen steil an und lag zuletzt bei rund 860 Neuansteckungen pro 100’000 Einwohner. Nur knapp 35 Prozent der Rumänen haben den vollen Corona-Impfschutz. Kritiker werfen der Regierung vor, zu wenig für das Impfen geworben zu haben. Die Regierung wiederum macht aggressive Medienkampagnen der Impfgegner für den mangelnden Impfwillen verantwortlich.

Mehrere Corona-Fälle bei Andy Schmids Team

Wegen mehrerer Corona-Fälle beim Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen musste die für Samstag geplante Partie gegen Leipzig verlegt werden. Nachdem bereits am Montag zwei Löwen-Spieler positiv getestet worden waren, habe es bei Nachtests in den vergangenen Tagen weitere positive Fälle innerhalb der Mannschaft des Schweizer Starspielers Andy Schmid gegeben, teilte der Klub mit.

Welche und wie viele Profis genau betroffen sind, wurde nicht kommuniziert. Alle seien vollständig geimpft und «haben keine bis schwache Symptome», hiess es weiter.

WHO: Fast 86 Prozent von Corona-Infektionen in Afrika unbemerkt

Fast 86 Prozent aller Corona-Infektionen in Afrika bleiben unbemerkt. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag. Damit werde die Zahl aller Infektionen auf dem Kontinent auf 59 Millionen geschätzt – das ist siebenmal mehr als die über acht Millionen gemeldeten Fälle.

Laut der WHO sind fast 86 Prozent aller Corona-Infektionen in Afrika unbemerkt geblieben. (Bild: Keystone)

Die hohe Dunkelziffer sei dadurch zu erklären, dass sich Gesundheitseinrichtungen bislang auf das Testen von Personen mit Krankheitssymptomen konzentriert hätten, was zu einer umfassenden Unterberichterstattung geführt habe, so die WHO. «Mit begrenzten Tests fliegen wir in viel zu vielen Gemeinden in Afrika immer noch blind … Was wir sehen, könnte nur die Spitze des Eisbergs sein», sagte WHO-Regionaldirektorin für Afrika Matshidiso Moeti.

Bislang seien auf dem Kontinent mit 1,3 Milliarden Einwohnern lediglich 70 Millionen Covid-19-Tests gemeldet worden, so die WHO. Im Vergleich dazu hätten die Vereinigten Staaten mit etwa einem Drittel der Bevölkerung mehr als 550 Millionen Tests durchgeführt, während das Vereinigte Königreich mit weniger als zehn Prozent der Bevölkerung Afrikas über 280 Millionen Tests durchgeführt habe.

Roche: Regeneron erhält in USA vorrangige Prüfung für Regen-Cov

Der Roche-Partner Regeneron ist mit einer möglichen Zulassung für die Corona-Therapie Regen-Cov (Casirivimab und Imdevimab) einen wichtigen Schritt weiter. De US-Gesundheitsbehörde FDA dem Antrag den Status «Priority Review» erteilt, womit er vorranging geprüft wird, teilte Roche unter Verweis auf die entsprechende Regeneron-Meldung am Donnerstag mit. Alles zum thema lesen Sie hier.

 

Der Roche-Partner Regeneron erhält in den USA eine vorrangige Prüfung für Regen-Cov. (Bild: Keystone)

Rekordanstieg der US-Erzeugerpreise

Die US-Produzenten haben ihre Preise im September so kräftig angehoben wie noch nie. Die Erzeugerpreise stiegen um 8,6 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das ist der kräftigste Zuwachs seit Beginn der Datenreihe 2010. Im August hatte die Teuerungsrate noch bei 8,3 Prozent gelegen. Vor allem Energiepreise, Engpässe bei Lieferketten und Corona-bedingte Nachholeffekte sorgen derzeit für anhaltenden Preisdruck.

Die Produzentenpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt – also in der Regel bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben. Diese waren im September um 5,4 Prozent gestiegen – ein grösseres Plus gab es zuletzt vor 13 Jahren.

Weniger als 300'000 Erstanträge auf Arbeitslosenhife in USA

Am US-Arbeitsmarkt hat sich die Lage überraschend deutlich verbessert. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel erstmals in der Corona-Krise unter 300’000.

In der vergangenen Woche sank die Zahl im Wochenvergleich um 36’000 auf 293’000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Der Rückgang der Hilfsanträge fiel deutlicher als erwartet aus. Analysten hatten im Schnitt mit 320’000 Anträgen gerechnet. Die wöchentlichen Erstanträge gelten als Frühindikator für den Arbeitsmarkt.

EU-Arzneimittelbehörde prüft neues Corona-Medikament

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Corona-Medikament gestartet.

Der schwedisch-britische Hersteller Astrazeneca habe das Kombinationspräparat Evusheld entwickelt, das eine Erkrankung mit Covid-19 bei Erwachsenen verhindern soll, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Erste Testergebnisse wiesen darauf hin, dass das Mittel wirksam sei als Schutz vor der Krankheit.

Die Experten bewerten nun fortlaufend Daten aus Tests und wägen Vorzüge und Nachteile des Präparates gegeneinander ab. Wann ein endgültiges Ergebnis vorliegen wird, ist nicht bekannt. Der Hersteller hat nach Angaben der Behörde noch keinen Antrag auf Zulassung zum europäischen Markt gestellt. Das Mittel besteht aus den Wirkstoffen Tixagevimab und Cilgavimab.

Wieder mit Gehstock: Queen eröffnet walisisches Parlament

Queen Elizabeth II. hat bei der Eröffnung des walisischen Parlaments den Einsatz der Menschen in dem britischen Landesteil während der Corona-Pandemie gewürdigt. «Wir alle sind denen zu Dank verpflichtet, die sich den Herausforderungen der vergangenen 18 Monate so hervorragend gestellt haben», sagte die Monarchin am Donnerstag in der walisischen Hauptstadt Cardiff. «Sie sind leuchtende Beispiele für den Geist, für den die Waliser so berühmt sind, einen Geist, dem ich persönlich so oft begegnet bin.»

Die britische Queen lobt den Einsatz der Waliser in der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Die 95-Jährige nutzte bei ihrem Besuch zum zweiten Mal in dieser Woche einen Gehstock. Ausserdem nutzte sie einen Aufzug und nicht die Treppe. Zuvor war die Queen nur mit Gehhilfe gesehen worden, als sie sich vor fast 20 Jahren von einer Knie-Operation erholte. Begleitet wurde das Staatsoberhaupt von Sohn Charles, der den offiziellen Titel Prinz von Wales trägt, sowie dessen Ehefrau Herzogin Camilla.

Die offizielle Parlamentseröffnung war bereits nach der Wahl im Mai geplant gewesen, wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben. Erst vor kurzem hatte die Queen auch das schottische Parlament in Edinburgh offiziell eröffnet. Im Vereinigten Königreich haben die Volksvertretungen der einzelnen Landesteile in einigen Bereichen wie der Gesundheitspolitik weitgehende Rechte. Den grundsätzlichen Kurs bestimmt aber die Zentralregierung in London.

Schweizer Weltcup-Veranstaltungen wieder mit Zuschauern

Die Schweizer Weltcup-Anlässe in den verschiedenen Schneesportarten finden im Winter 2021/22 wieder mit Zuschauern statt. Für den Zutritt gelten die mittlerweile üblichen 3G-Bestimmungen, sprich der Besitz eines gültigen Covid-19-Zertifikats.

 

An die Schweizer Weltcup-Veranstaltungen werden wieder Zuschauer zugelassen. (Bild: Keystone)

Wie Swiss-Ski mitteilte, werden an den Wettkämpfen im Ski alpin, Langlauf, Skispringen, Snowboard, Skicross, Ski Freestyle und Telemark wieder Zuschauertribünen aufgebaut. Auch Fan-Villages wie das Weltcup-Dörfli in Wengen sowie Festzelte und VIP-Hospitalitys rund um den Zielbereich der verschiedenen Weltcup-Orte sind nach dem Corona-bedingten Komplettausschluss des Publikums im letzten Winter wieder vorgesehen. Ebenso soll es wieder öffentliche Siegerehrungen geben.

Je nach Entwicklung der Pandemie in der Schweiz könnte es zu Anpassungen beim Zuschauerkonzept kommen, erklärte Swiss-Ski.

Der Abwärtstrend bei den Corona-Zahlen hält an

Die neusten Zahlen zur Corona-Pandemie deuten auf eine weitere Entspannung der epidemiologischen Lage hin. Erstmals seit langem meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag keinen einzigen Spitaleintritt, begründete dies aber mit Datenkorrekturen. Weiter empfahl die Behörde einen Corona-Test bei Grippesymptomen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Das Coronavirus reisst erneut ein Loch in die Kassen vieler Kantone

Die Corona-Krise wird auch im kommenden Jahr tiefe Spuren in den Kassen der Kantone hinterlassen. Rund die Hälfte der Kantone erwarten ein Defizit, wie eine Auswertung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zeigt.

Die finanzielle Lage der Kantone sei mit grossen Unsicherheiten behaftet, schrieb dazu Simon Berset, stellvertretender Generalsekretär der Konferenz der Finanzdirektorinnen und -direktoren der Kantone (FDK), auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Allgemein schienen sich die Einnahmen nicht so negativ wie befürchtet zu entwickeln.

Berset sieht namentlich die Vollzugskosten sowie die mittelfristigen Konsequenzen der Pandemie auf das Sozial- und das Gesundheitswesen als Herausforderungen für die Kantone. Das Ausmass der Auswirkungen dürfte sich allerdings von Kanton zu Kanton stark unterscheiden.

BAG meldet 972 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 972 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und keine neuen Spitaleinweisungen. Alle Hintergründe gibt es hier.

(Bild: Keystone)
Öffnung Thailands für geimpfte Touristen aus fünf Ländern bestätigt

Die Behörden in Thailand haben am Donnerstag den touristischen Öffnungsplan von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha bestätigt.

Ab dem 1. November dürften vollständig Geimpfte aus fünf Staaten wieder quarantänefrei in das südostasiatische Urlaubsparadies einreisen, teilte der Sprecher des Covid-Krisenzentrums (CCSA), Taweesilp Visanuyothin, nach einer Sitzung mit. Die Länder, die grünes Licht haben, sind Grossbritannien, die USA, Singapur, China und Deutschland.

Feriengäste aus diesen Staaten brauchen dann nur noch einen negativen PCR-Test für die Einreise. Eine Quarantäne ist nicht mehr nötig. Weitere Details zu den genauen Regeln wurden zunächst nicht bekannt. Jedoch sollen ab November auch mehr Provinzen für Touristen geöffnet werden, darunter die Hauptstadt Bangkok und die beliebte Provinz Krabi mit ihren Inseln und weissen Stränden. Die genaue Liste werde derzeit noch erstellt, berichtete die Zeitung «Bangkok Post».

Keine Covid-Entschädigung für selbständige Ärztin

Eine selbständig erwerbende Ärztin ist mit ihrem Begehren auf coronabedingten Erwerbsersatz für die Zeit vom 17. März bis 27. April 2020 beim Bundesgericht abgeblitzt. Die damals gültige Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall schliesst eine Entschädigung aus. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Philippinen-Präsident rät zur Impfung im Schlaf – «nur ein Scherz»

Der umstrittene Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, hat in dem Inselstaat ein weiteres Mal für Schlagzeilen gesorgt: Der Politiker erklärte, man solle Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, am besten im Schlaf die Spritze setzen.

«Ich weiss, dass sich viele Leute immer noch nicht impfen lassen wollen», sagte er. Gerade in den Dörfern sollten die Behörden deshalb nach denen suchen, die sich sträuben, und «in ihre Häuser gehen, während sie schlafen, und ihnen die Spritze geben».

(Bild: Keystone)

Sein Sprecher Harry Roque betonte am Donnerstag, es habe sich um einen Scherz des Präsidenten gehandelt. Duterte habe eine lange Kabinettssitzung, die teilweise im Fernsehen übertragen wurde, auflockern wollen. «Um nicht einzuschlafen, brauchen wir da manchmal ein paar Witze», sagte Roque.

Der Sprecher musste in der Vergangenheit schon mehrmals bizarre Aussagen Dutertes zurechtrücken. Der Präsident steht vor allem wegen seines brutalen Kampfes gegen die Drogenkriminalität international in der Kritik.

Schweizer Bevölkerung blickt pessimistischer in die Zukunft

Die Pandemie schlägt auf die Stimmung der Menschen in der Schweiz: Nur noch 30 Prozent blicken vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft, ein Drittel weniger als im Vorjahr. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag des Versicherers Swiss Life. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Neuste Coronazahlen deuten auf weitere Entspannung der Lage hin

Die epidemiologische Lage in der Schweiz hat sich in der Woche vom 4. bis 10. Oktober weiter entspannt. Die Zahl der Spitaleinweisungen wegen des Coronavirus ging laut dem neusten Wochenbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) um 14 Prozent zurück. «Signifikant» gesunken ist die Zahl der laborbestätigten Fälle.

Der am Donnerstag vom BAG veröffentlichte Bericht zur Lage in der Schweiz und in Liechtenstein gibt die Zahl der laborbestätigten Fälle mit 6367 an. In der Vorwoche waren es deren 7639. Ins Spital eingewiesen werden mussten 144 Personen (Vorwoche: 183). Todesfälle wurden 24 registriert (Vorwoche: 32).

(Bild: Keystone)

Obwohl das BAG noch mit Nachmeldungen rechnet, geht es davon aus, dass bei den Hospitalisationen und den Todesfällen mit einer Abnahme zu rechnen ist für die neuste Berichtswoche. Insgesamt starben seit Pandemiebeginn 10’773 Personen an oder mit dem Coronavirus.

84 Prozent der Verstorbenen hatten mindestens eine Vorerkrankung, 16 Prozent hatten keine relevanten Vorerkrankungen. Die häufigsten Vorerkrankungen waren Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

Die Zahl der gemeldeten Tests lag in der Berichtswoche bei 231’261 und stagnierte insgesamt. 54 Prozent davon waren Antigen-Schnelltests, 46 Prozent PCR-Tests. 6,1 Prozent der PCR-Tests fielen positiv aus, 0,8 Prozent bei den Antigen-Schnelltests.

Die Inzidenz der laborbestätigten Fälle lag zwischen 31 Fällen pro 100’000 Einwohnern im Fürstentum Liechtenstein und 256 Fällen im Kanton Obwalden. Gesamthaft lag die Inzidenz bei 74 Fällen (Vorwoche: 88).

Grippe-Impfsaison beginnt - bei Grippesymptomen auf Corona testen

In der Schweiz beginnt die Impfsaison gegen die Grippe. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt die Impfung Menschen mit einem erhöhten Risiko von Komplikationen und ihren Angehörigen. Ob geimpft oder nicht: Bei Grippesymptomen rät das BAG zu einem Test auf das Coronavirus. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Corona-Pandemie und Lieferengpässe bremsen deutsche Wirtschaft

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose 2021 für Deutschland heruntergeschraubt. Die Institute rechnen mit einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilten. Im Frühjahr hatten die Wirtschaftsinstitute noch erwartet, dass nach dem coronabedingten Einbruch 2020 das BIP in diesem Jahr um 3,7 Prozent zulegt.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland sei nach wie vor von der Corona-Pandemie gekennzeichnet, hiess es. Eine vollständige Normalisierung «kontaktintensiver Aktivitäten» sei kurzfristig nicht zu erwarten. Es sei davon auszugehen, dass im Winter die Aktivität im Dienstleistungsbereich auch bei geringem Infektionsgeschehen unter dem sonst üblichen Niveau bleiben werde. Ausserdem behinderten Lieferengpässe die Industrie. Im Verlauf des Jahres 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder die Normalauslastung erreichen.

Laut Prognose der Institute steigt das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 4,8 Prozent. In ihrer Frühjahrsprognose gingen die Institute von einem Plus um 3,9 Prozent für das nächste Jahr aus.

Produzentenpreis-Index im September zum Vormonat leicht gestiegen

Die Produzentenpreise sind im September 2021 im Vergleich zum Vormonat erneut leicht gestiegen. Die Jahresteuerung zog derweil deutlich an. Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise PPI stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent auf 104,1 Punkte.

Im Jahresvergleich, also zum September 2020, lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 4,5 Prozent höher, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Dabei verzeichnete der Importpreisindex mit +8,1 Prozent einen massiven Anstieg.

Die beiden Unterindizes des PPI zogen im August gegenüber dem Vormonat ebenfalls leicht an. Für den Anstieg des Produzentenpreisindexes (+0,1%) waren vor allem höhere Preise für Metalle und Metallhalbzeug verantwortlich. Teurer wurden auch verarbeiteter Kaffee und Tee. Sinkende Preise zeigte hingegen Schrott.

Bündner Finanzhaushalt trotz Corona-Pandemie in guter Verfassung

Der Bündner Kantonshaushalt ist laut der Regierung trotz Corona-Pandemie in einer guten Verfassung. Die Exekutive budgetiert für das kommende Jahr 2022 ein kleines Minus von 9,9 Millionen Franken.

Für 2021 wurde noch ein Minus von 34,2 Millionen Franken veranschlagt. Grund für das schwindende Defizit ist ein finanzwirtschaftlich günstiges Umfeld, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Für die kommenden Jahre rechnen die Verantwortlichen mit einer weiteren Erholung der Covid-19-Situation und damit auch der Wirtschaft.

Die Investitionsausgaben bewegen sich mit 420,4 Millionen weiterhin auf hohem Niveau. Die vom Kanton mit eigenen Mitteln zu finanzierenden Nettoinvestitionen betragen 280,7 Millionen.

Lettlands Staatspräsident positiv auf Corona getestet

Lettlands Staatspräsident Egils Levits ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Präsidialkanzlei in Riga sei ein Schnelltest am Mittwochabend nach Levits› Rückkehr von einem Arbeitsbesuch in Schweden positiv ausgefallen. Es soll nun ein PCR-Test vorgenommen werden, sagte eine Sprecherin des Staatschefs des baltischen EU- und Nato-Landes.

Levits verschob wegen des positiven Tests sein für Donnerstag geplantes Treffen mit dem neuen estnischen Präsidenten Alar Karis, der zu seinem Antrittsbesuch nach Riga gekommen war. Karis soll auf seiner ersten Auslandsreise als estnisches Staatsoberhaupt nun stattdessen mit Parlamentspräsidentin Inara Murniece zusammenkommen.

Levits hatte sich im Februar als einer der ersten in Lettland vor laufender Kamera gegen Corona impfen lassen. Damit wollte der 66-Jährige die 1,9 Millionen Bürger des Baltenstaate ermutigen, es ihm nachzutun. In Lettland läuft die Impfkampagne nur sehr schleppend. Zugleich stieg die Infektionsrate in den vergangenen Wochen deutlich – die Regierung in Riga hat deshalb den Notstand verhängt. Er gilt seit Montag bis zum 11. Januar.

Pandemie-Erklärer als Zielscheibe für Hass

In der Pandemie sind Einschätzungen von Fachleuten in Medien und Online-Netzwerken an der Tagesordnung. Für einige von ihnen hat das sehr ernste Folgen. Lesen Sie hier mehr.

Zu seinem Umgang mit Hass sagte Drosten: «Alles, was ich da machen kann, ist, das möglichst auszuklammern.» (Bild: Keystone)
Australischer Bundesstaat Victoria meldet weiter Corona-Rekorde

Die Zahl der Corona-Neuinfizierten im australischen Bundesstaat Victoria mit der Millionenstadt Melbourne steigt weiter – obwohl die Region an der Ostküste seit mehr als zwei Monaten im Lockdown ist und bereits mehr als 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind. Am Donnerstag meldeten die Behörden 2297 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, eine Steigerung von 700 Fällen im Vergleich zum Vortag. Ein Rekord: Noch nie hat ein Bundesstaat oder Territorium seit Beginn der Pandemie so viele Neuinfektionen gemeldet.

(Bild: Keystone)

Wenn 70 Prozent der Einwohner zwei Impfdosen erhalten haben, will die Regionalregierung dennoch erste Lockerungen einführen. Dies werde voraussichtlich kommende Woche der Fall sein, sagte Regionalpremier Daniel Andrews. «Wir haben eine Vereinbarung mit den Menschen in Victoria: Ihr lasst Euch impfen, und wir werden lockern. Und ich tue, was ich sage.» Victoria befindet sich zum sechsten Mal im Lockdown.

G20-Finanzminister sagen weitere Unterstützung der Wirtschaft zu

Die Finanzminister der G20-Staatengruppe haben vereinbart, an den Konjunkturhilfen festzuhalten, die die Regierungen wegen der Corona-Pandemie beschlossenen hatten.

Die G20 wollen die Massnahmen weiterhin unterstützen, die zur wirtschaftlichen Erholung beitragen. Zugleich wollen sie vermeiden, dass die Hilfen verfrüht zurückgezogen werden, wie die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 grossen Industrie- und Schwellenländer am Mittwoch in Washington mitteilten.

Zugleich sollten die finanzielle Stabilität und die langfristige haushaltspolitische Nachhaltigkeit gewahrt werden. Ausserdem würden die Zentralbanken die derzeitigen Preis-Dynamiken eng überwachen – ein Verweis auf die steigenden Inflationsraten in vielen Ländern. Die Zentralbanken würden wenn nötig einschreiten, um Ziele wie Preisstabilität zu wahren.

Brasilien: Inzwischen mehr als 100 Millionen Corona-Geimpfte

Rund zehn Monate nach Beginn der landesweiten Impfkampagne in Brasilien sind mehr als 100 Millionen Brasilianer komplett gegen das Coronavirus geimpft. Dies entspreche 62,5 Prozent der Zielgruppe der über 18-Jährigen, hiess es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums in Brasília am Mittwoch (Ortszeit). Die Marke solle bis Ende Oktober weiter steigen, auch weil das Gesundheitsministerium demnächst die Ankunft von mehr als 51,5 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen erwartet.

(Bild: Keystone)

Während wichtige Städte wie Rio de Janeiro oder São Paulo erwogen haben, die Maskenpflicht unter bestimmten Bedingungen zu lockern, probeweise Feste mit Tausenden Besuchern stattfinden sowie Sambagruppen für den Karneval 2022 üben, will der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro sich weiter nicht impfen lassen.

Ohne Zertifikat beten

Während an vielen Orten ohne Impf-Zertifikat nichts mehr geht, können ungeimpfte Personen in der Kirche weiterhin beten. In der Stadtgemeinde Brig werden Gottesdienste mit und ohne Zertifikat durchgeführt. Während der Woche gilt bei den Gottesdiensten die Maskenpflicht, am Wochenende die Zertifikatspflicht. Mühe haben die Pfarreien mit den ständig ändernden Regeln. Anders als etwa in Kinos habe es bis zur Pandemie in der Kirche nie irgendeine Form von Einlasskontrollen gegeben.

Probleme mit britischem Impfzertifikat machen Reisenden zu schaffen
Website-Probleme mit britischem Impfzertifikat machten Reisenden am Mittwoch zu schaffen. (Bild: Keystone)

Wegen vorübergehender Probleme mit dem britischen Online-Impfzertifikat sind am Mittwoch Pläne von Reisenden in Grossbritannien durchkreuzt worden. Wie der Nationale Gesundheitsdienst NHS per Twitter mitteilte, waren die Online-Zertifikate per App und Webseite zeitweise nicht erreichbar. Die Nachrichtenagentur PA meldete, Reisende seien teilweise am Flughafen von den Fluggesellschaften abgewiesen worden, weil sie nicht in der Lage gewesen seien, ihren Impfstatus vorzuweisen. Später waren die Zertifikate wieder abrufbar, wie der NHS mitteilte.

Grosse Zustimmung für nationale Impfoffensive

Die Impfoffensive des Bundes mit der nationalen Impfwoche im November stösst einhellig auf Zustimmung. Wirtschaft und FDP bemängeln aber, dass sie spät kommt. Den Verzicht auf die Belohnung für Impf-Motivatorinnen und -Motivatoren findet die Politik folgerichtig. Alle Reaktionen finden Sie hier.

Bersets Ratlosigkeit zur verbreiteten Impfskepsis in der Schweiz

Gesundheitsminister Alain Berset hat keine Erklärung für den Umstand, dass ein beträchtlicher Teil der Schweizer Bevölkerung impfkritisch eingestellt ist. Für den Bundesrat sei ein Impf-Obligatorium aber nie ein Thema gewesen.

Berset erinnerte am Mittwoch vor den Medien in Bern daran, dass der Aufhänger für das Referendum zum Epidemiengesetz im Jahr 2013 ebenfalls das Impfen gewesen sei. Mit Blick auf die sehr hohe Impfquote in Portugal sagte er, die höhere Bereitschaft in diesem Land habe sich vielleicht aus den Erfahrungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der ehemals weitverbreiteten Kinderlähmung ergeben. Alles zum Thema lesen Sie hier.

FDP und Mitte begrüssen bundesrätliche Impfoffensive

Die bürgerlichen Parteien FDP und Mitte begrüssen die vom Bundesrat veranlasste Impfoffensive mit der Impfwoche gegen das Coronavirus im November. Auch die niederschwelligen Informations- und Impfangebote in Zusammenarbeit mit den Kantonen finden ihren Beifall.

Einhellig stellen sich die Kantone hinter den Verzicht auf die von der Landesregierung in die Konsultation geschickten Gutscheine für Impf-Motivatorinnen und Motivatoren, wie sie am Mittwoch auf Twitter mitteilten.

Die FDP bemängelte in einem bereits in der Konsultation verschickten Communiqué, dass die Impfoffensive eigentlich viel früher hätte stattfinden müssen. Impfen sei das Gebot der Stunde, um die Freiheiten wieder zurückzugewinnen.

Gesundheitsdirektoren: Gutscheine wären falsches Signal gewesen

Für die kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren ist der Verzicht auf Gutscheine zur Erhöhung der Impfrate gegen das Coronavirus folgerichtig. Belohnungen würden ein falsches Signal aussenden. Die grossangelegte Impfoffensive stosse allerdings an personelle Grenzen.

Gegen die Erweiterung der von den Kantonen bereits angebotenen mobilen Beratungs- und Impfstellen haben die Kantone nichts einzuwenden, wie die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Mittwoch mitteilte. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Gewerbeverband fordert verbindlichen Fahrplan für Normalisierung

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) bezeichnet die Impfoffensive des Bundes und die Tests als integrale Bestandteile des im Covid-Gesetz festgelegten gezielten Schutzes in der Pandemie. Er begrüsst deshalb jeden Schritt zur Stärkung eines dieser Bestandteile. Die Massnahmen hätten nur ein Ziel: Die Normalisierung.

Der Bundesrat versäume es aber, ein verbindliches Ausstiegsszenario zu definierten, kritisiert der SGV am Mittwoch in einem Communiqué und wiederholt damit seine bereits in der Konsultation geäusserte Forderung. Alle Massnahmen, die über den gezielten Schutz hinausgingen, müssten nach einem definierten Fahrplan abgebaut werden.

WHO schlägt Virologen Drosten für internationalen Beirat vor

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Berliner Virologen Christian Drosten als Mitglied eines wichtigen neuen Beirats vorgeschlagen. Der Beirat soll Richtlinien für künftige Studien über den Ursprung von Pandemien und Epidemien erarbeiten und Untersuchungen beaufsichtigen, wie die WHO am Mittwoch in Genf berichtete.

 

Die WHO schlägt den Deutschen Virologen Christian Drosten für den neuen internationalen Beirat vor. (Bild: Keystone)

Die WHO schlug insgesamt 26 Mitglieder aus zahlreichen Ländern für den Beirat vor, darunter China, Russland, die USA, Sudan, Saudi-Arabien und Kambodscha. Politische Überlegungen hätten bei der Auswahl keine Rolle gespielt, betonte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Die Mitgliedsländer können sich bis Ende Oktober zu der Liste äussern.

Bundesrat beschliesst Impfoffensive ohne Gutscheine für Motivatoren

Der Bundesrat geht in die Impfoffensive: Mit maximal knapp hundert Millionen Franken will er in den kommenden Wochen und Monaten dafür sorgen, dass die Impfquote schneller steigt. Nicht zu den beschlossenen Massnahmen gehören die 50-Franken-Gutscheine für Überzeuger.

Die Konsultation habe gezeigt, dass zahlreiche Kantone eine 50-Franken-Belohnung für Impf-Motivatoren ablehnten, schrieb der Bundesrat zu seinem Entscheid vom Mittwoch. Der Entscheid für die Impfung solle nicht durch zusätzlichen Druck oder durch monetäre Anreize gefällt werden, sondern aus gesundheitlichen Überlegungen und aus Solidarität, lautete der Tenor aus den Kantonen. Mehr dazu hier.

BAG meldet 1048 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 1048 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 11 neue Todesfälle und 36 Spitaleinweisungen.

(Bild: Keystone)
Schweiz erfasst Corona-Sequenzen neu auf einer zentralen Plattform

Neu führt eine Plattform alle in der Schweiz erhobenen Coronavirus-Gensequenzen zusammen. Ziel ist es, die Überwachung der Virusvarianten und die internationale Forschung zu unterstützen.

Die aus Sequenzierungen gewonnenen Daten seien nur aussagekräftig, wenn sie so rasch als möglich koordiniert und standardisiert vernetzt würden, teilte das Schweizer Institut für Bioinformatik (SIB) am Mittwoch mit. Die Infrastruktur mit dem Namen Swiss Pathogen Surveillance Platform (SPSP) soll dies, nahezu in Echtzeit, garantieren. Auf der Plattform werden die ermittelten Coronavirus-Sequenzen unter anderem mit dem Datum und Ort des PCR-Tests sowie Geschlecht und Alter der getesteten Person gekoppelt.

Dreimal pro Woche sendet die Plattform die Sars-CoV-2-Informationen an das Bundesamt für Gesundheit (BAG). In Kombination mit anderen Informationen wie Hospitalisierungen und Symptome liesse sich etwa das Profil einer neu auftretenden Mutation bestimmen, hiess es in der Mitteilung.

Pandemie führt zu weniger Umweltbelastung der Bundesverwaltung

Die Pandemie hat im vergangenen Jahr zu einer geringeren Umweltbelastung der Bundesverwaltung geführt. So gab es etwa weniger Dienstreisen, weniger Heizkosten wegen leerer Büroräume und weniger Papierverbrauch wegen digitalen Arbeitens. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Nebenwirkung Herzmuskelentzündung verläuft nach Impfung milder
USA wollen Landgrenzen mit Kanada und Mexiko für Geimpfte öffnen

Die US-Regierung will Einreisebeschränkungen an den Landgrenzen zu Kanada und Mexiko für Corona-Geimpfte aufheben. Die Lockerungen sollten im November greifen und auch für Fährüberfahrten gelten, teilte das Heimatschutzministerium am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Branchen beurteilen Zertifikatspflicht sehr unterschiedlich

Die Mehrheit der Hotel- und Gastrobetriebe stehen der Covid-Zertifikatspflicht kritisch gegenüber: 58 Prozent haben die Konsequenzen als negativ bis sehr negativ bezeichnet, wie aus einer Umfrage unter 201 KMU hervorgeht. Insgesamt empfanden die befragten kleinen und mittleren Unternehmen aus der Deutschschweiz die Zertifikatspflicht aber nicht als Nachteil.

39 Prozent der Befragten beurteilen den Nachweis für Geimpfte, Genesene und Getestete als positiv bis sehr positiv. 36 Prozent schätzten die Auswirkungen für den eigenen Betrieb als weder gut noch schlecht ein, wie die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) am Mittwoch mitteilte.

Das Team um den ZHAW-Forscher Andreas Schweizer führte von Mitte bis Ende September die nunmehr sechste Online-Erhebung des Coronavirus-KMU-Panels durch.

Boeing führt Impfpflicht für 125'000 US-Mitarbeitende ein

Der US-Flugzeughersteller Boeing führt im Rahmen einer von Präsident Joe Biden erlassenen Anordnung für Auftragnehmer von US-Bundesbehörden eine Impfpflicht ein.

«Bis zum 8. Dezember müssen die rund 125’000 US-Mitarbeitenden entweder einen Impfnachweis vorlegen oder infolge einer Behinderung oder einer aufrichtigen religiösen Überzeugung anerkannte, zumutbare Schutzmassnahmen treffen», teilt Boeing mit.

(Bild: Keystone)

Auch die US-Fluggesellschaften American Airlines, Southwest Airlines, JetBlue Airways und Alaska Airlines sowie der Flugzeugteilehersteller Spirit AeroSystems erklären, dass sie sich an die von Biden vorgeschriebene Frist halten werden.

Corona-Flaute am Flughafen Zürich

Am Flughafen Zürich herrscht nach wie vor Corona-Flaute. Im September 2021 sind zwar wieder deutlich mehr Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist als im gleichen Monat des Vorjahres. Es sind jedoch noch immer nur halb so viele wie vor der Pandemie. Im letzten Monat flogen 1,38 Millionen Personen über Zürich, wie die Flughafenbetreiberin am Dienstagabend mitteilte.

Das sind gut eineinhalbmal mehr als im September 2020. Im Vergleich zum September 2019, also vor der Coronazeit, sind es allerdings weniger als die Hälfte. Damit hat sich die Erholung wieder etwas abgeschwächt. Im Vormonat August waren verglichen mit 2019 noch etwas mehr als halb so viele Passagiere über Zürich gereist.

Brooklyn verzichtet auf nicht geimpften Irving

Die Brooklyn Nets verzichten vorerst mit Kyrie Irving auf einen ihrer Schlüsselspieler, weil der 29-Jährige nicht gegen das Coronavirus geimpft ist. Der NBA-Star darf bis auf weiteres weder an Trainings noch an Spielen teilnehmen.

Die Stadt New York City verlangt von Hallensportlern für die Ausübung ihrer Tätigkeit einen Impfnachweis gegen das Coronavirus. Irving, ein bekennender Impfskeptiker, hat diesen bisher offenbar nicht erbracht.

Brooklyn gilt mit Kevin Durant und James Harden als Mitfavorit auf den Titel.

Slowakei beginnt Corona-Impfungen von Risiko-Kindern ab fünf Jahren

Die Slowakei bereitet die Impfung bestimmter Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren gegen Covid-19 vor. Die ersten Impfungen könnten «noch in dieser Woche» erfolgen, erklärte Ministeriumssprecherin Zuzana Eliasova am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Zwar gibt es dafür noch keine Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA, doch Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky hatte für die Impfung der Kinder ab fünf eine Ausnahmegenehmigung erlassen.

Eliasova wies allerdings darauf hin, dass Impfungen dieser Altersgruppe nur in speziellen Risikofällen und auf schriftlichen Antrag der Eltern erlaubt sein werden. Die Ausnahmegenehmigung gelte nur für Kinder, denen im Falle einer Erkrankung an Covid-19 eine ausserordentlich hohe Gefahr drohe, daran zu sterben oder besonders schwerwiegende Folgen zu erleiden.

Passagierzahlen am Flughafen Zürich im September weiter tief

Am Flughafen Zürich herrscht nach wie vor Corona-Flaute. Im September 2021 sind zwar wieder deutlich mehr Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Es sind jedoch noch immer nur halb so viele wie vor der Pandemie.

Auch im September waren die Passagierzahlen am Flughafen Zürich tief. (Bild: Keystone)

Im vergangenen Monat flogen 1,38 Millionen Personen über Zürich, wie die Flughafenbetreiberin am Dienstagabend mitteilte. Das sind gut eineinhalbmal mehr als im September 2020 (157,9%). Im Vergleich zum September 2019, also der Zeit vor dem Coronavirus, sind es allerdings weniger als die Hälfte (47,9%). Damit hat sich die Erholung wieder etwas abgeschwächt. Im Vormonat August waren verglichen mit 2019 noch etwas mehr als halb so viele Passagiere über Zürich gereist. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Neuer neutralisierender Antikörper gegen Coronavirus identifiziert

Schweizer Wissenschaftler haben einen monoklonalen Antikörper entdeckt, der alle derzeit bekannten Coronavirus-Varianten wirksam neutralisiert.

Ein Team der ETH Lausanne (EPFL) und des Universitätsspitals Lausanne (Chuv) hat in Blutproben von hospitalisierten Covid-Patientinnen und -Patienten einen monoklonalen Antikörper entdeckt, der alle derzeit bekannten Coronavirus-Varianten wirksam neutralisiert. Im Hamster-Modell zeigte sich, dass die Gabe des Antikörpers einen Schutz gegen eine Coronavirus-Infektion bietet. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Zahlen stagnieren - vierte Corona-Welle hat wohl Wellental erreicht

Die vierte Corona-Welle hat in der Schweiz wohl das Wellental erreicht. Nach wochenlangem Abflachen der Zahlen gehen diese gemäss BAG kaum mehr zurück und bleiben auf einem «relativ hohen Niveau» stehen. Nun befürchtet die Behörde mit dem Ende der Herbstferien und den kälteren Temperaturen einen erneuten Anstieg – mit entsprechendem Druck auf die Spitäler.

Das Risiko einer Trendwende hin zu einem erneuten Anstieg der Fallzahlen bestehe, sagte Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag vor den Medien in Bern. Ob es zu einer solchen Wende kommen werde, sei noch unklar. Man müsse aber davon ausgehen, dass mit dem Ende der Herbstferien und den sinkenden Temperaturen das Virus insbesondere bei den Jüngeren wieder stärker zirkulieren werde.

Die tägliche Publikation der BAG-Zahlen zeigt die Stagnation. Insgesamt wurden dem BAG am Dienstag 923 neue Coronavirus-Ansteckungen, neun neue Todesfälle und 39 Spitaleinweisungen gemeldet. Vor Wochenfrist lagen die Zahlen bei 1019 neuen Infektionen, drei neuen Todesfällen sowie 27 Spitaleinweisungen. Alles dazu lesen Sie hier.

Schweiz liefert Tausende Astrazeneca-Impfdosen ins Ausland

Die Schweiz gibt knapp 440’000 Impfdosen gegen Covid-19 an fünf Entwicklungsländer weiter. Dies geht aus einer Darstellung auf der Website des Uno-Kinderhilfswerks Unicef hervor. In der Schweiz kann der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca nicht eingesetzt werden, da er nicht zugelassen ist.

 

Die Schweiz hat knapp 440’000 Impfdosen gegen das Coronavirus an fünf Entwicklungsländer geliefert. (Bild: Keystone)

Die erste Lieferung mit Impfstoff aus der Schweiz ist bereits am Samstag im westafrikanischen Sierra Leone eingetroffen, wie die internationale Impfallianz Gavi am Dienstag in Genf mitteilte. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Defizit der Stadt Lausanne bleibt auch 2022 hoch

Die Stadt Lausanne rechnet im nächsten Jahr mit einem Defizit von fast 62 Millionen Franken. Rund 40 Prozent sind der Coronavirus-Pandemie zuzuschreiben.

Es handle sich um ein vertretbar vorsichtiges Budget angesichts der nach wie vor zahlreichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit Covid, sagte Stadtpräsident Grégoire Junod (SP) am Dienstag an einer Medienkonferenz. Im Vergleich zum Budget 2021, das ein Defizit von fast 75 Millionen Franken ausgewiesen hatte, zeichne sich zwar eine Verbesserung ab, trotzdem bleibe der Fehlbetrag hoch, räumte die städtische Finanzdirektorin Florence Germond (SP) ein.

BAG will keine landesweite Regelung für Test-Zentren

Der Kanton Bern hat am Montag beschlossen, dass sich Testzentren neu behördlich anmelden müssen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will, dass diese Vorgaben weiterhin aus kantonaler Hand kommen und will für Testzentren daher keine landesweite Regelung erlassen.

Das BAG will keine landesweite Regelung für Test-Zentren. (Bild: Keystone)

Es mache Sinn, dass die Kantone gewisse Spielräume haben, sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien in Bern. Die Betreiber von Testzentren müssten aber verstehen, dass es Fachpersonal braucht, also etwa Laborleiter, Apothekter oder Ärztinnen, welche die Tests überwachen. Alles dazu lesen Sie hier.

Erholung der Weltwirtschaft verliert etwas an Kraft

Die Erholung der Weltwirtschaft von der Coronavirus-Krise setzt sich zwar fort, verliert aber etwas an Kraft. Der Internationale Währungsfonds (IWF) teilte am Dienstag in Washington mit, 2021 nur noch mit einem Wachstum von 5,9 Prozent zu rechnen, ein Tick weniger als noch im Juli geschätzt.

2022 wird dann weiterhin mit 4,9 Prozent gerechnet. «Insgesamt haben sich die Risiken für die wirtschaftlichen Perspektiven erhöht», hiess es im Weltwirtschaftsausblick, mit dem die IWF-Herbsttagung eingeläutet wurde. Als Beispiele wurden Lieferkettenprobleme und die anziehende Inflation genannt. In vielen Entwicklungsländern verhindert die Pandemie eine Rückkehr zur Normalität. Der Ausblick für ärmere Staaten sei deutlich düsterer geworden.

Nachfrage nach Johnson&Johnson-Impfstoff laut Kantonen "bescheiden"

Die Nachfrage nach dem alternativen Impfstoff von Johnson&Johnson sei aktuell «bescheiden». Das sagte die Berner Kantonsärztin Linda Nartey, Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS), am Dienstag vor den Medien in Bern.

Die kantonalen Impfangebote würden laufend angepasst, sagte Nartey. In allen Institutionen biete man nun auch den Impfstoff von Johnson&Johnson an.

BAG: 50 Impfungen können eine Hospitalisierung verhindern

Das Bundesamt für Gesundheit geht davon aus, dass pro 50 Impfungen gegen das Coronavirus eine Hospitalisierung verhindert werden kann. Aus diesem Grund müsse die Durchimpfung weiter forciert werden. Obwohl die Fallzahlen zurückgehen, bezeichnet Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) die epidemiologische Lage weiterhin als ungünstig. Das hängt mit dem Ende der Herbstferien und den kälteren Temperaturen zusammen. Es bestehe das Risiko einer neuen Trendwende und dass die Fallzahlen wieder ansteigen, sagte er am Dienstag vor den Medien in Bern. Mathys ist Leiter Sektion Krisenbewältigung bei BAG.

Ob es zu einer solchen Trendwende komme, sei noch unklar. Man müsse aber davon ausgehen, dass mit dem Ende der Herbstferien und den sinkenden Temperaturen das Virus insbesondere bei den Jüngeren wieder stärker zirkulieren werde.

Aus diesem Grund müsse die Durchimpfung der Bevölkerung weiter voranschreiten. Das Tempo habe zwar etwas zugenommen, täglich würden etwa 30’000 Impfungen pro Tag verabreicht. Und das BAG geht gemäss Mathys davon aus, dass pro 50 Impfungen eine Hospitalisierung verhindert werden könne.

Bund rechnet mit baldiger Stabilisierung der Corona-Fallzahlen

Nach einem wochenlangen Rückgang der Corona-Fallzahlen, der Spitaleintritte und der Todesfälle dürften sich die Zahlen bald «auf relativ hohem Niveau» stabilisieren. Eine weitere deutliche Entlastung der Gesundheitseinrichtungen sei nicht zu erwarten.

Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, rechnet mit einer baldigen Stabilisierung der Corona-Fallzahlen. (Bild: Keystone)

Das sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien in Bern. «Es ist eine Tendenz zu einer Plafonierung, zu einer Stabilisierung der Zahlen erkennbar.»

So verteilen sich die Geimpften in der Schweiz

Curevac stoppt ersten Corona-Impfstoffkandidaten

Die Tübinger Biotechfirma Curevac gibt ihren ersten Corona-Impfstoffkandidaten auf. Das Unternehmen kündigte am Dienstag an, sich nun auf Corona-Impfstoff der zweiten Generation in Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline zu konzentrieren.

Klinische Studien sollten hier in den nächsten Monaten beginnen. Die Pandemie entwickle sich weiter zu einer Endemie, dadurch änderten sich die Bedürfnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit, sagte Curevac-Chef Franz-Werner Haas.

Das Mittel der ersten Generation CVnCoV werde dagegen aus dem laufenden Zulassungsverfahren zurückgezogen, hiess es weiter. Damit ende auch der Vorvertrag mit der Europäischen Kommission. Curevac prüfe, inwieweit die in diesem Zusammenhang eingegangenen Verpflichtungen auch auf die Impfstoffkandidaten der zweiten Generation übertragen werden könnten.

An der Börse kam die Entscheidung nicht gut an. Die Aktien gaben knapp 15 Prozent nach. Alles dazu lesen Sie hier.

BAG meldet 923 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 923 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG neun neue Todesfälle und 39 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Zahlen vom BAG finden Sie hier.

(Bild: Keystone)
Untersuchungsbericht stellt London miserables Zeugnis in Pandemie aus

Die britische Regierung und die sie beratenden Wissenschaftler haben dem Bericht einer parlamentarischen Untersuchung zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie schwere Fehler gemacht.

Tausende Menschen seien in der Folge gestorben, so der am Dienstag veröffentlichte Report der Ausschüsse für Gesundheit und Wissenschaft des britischen Unterhauses.

In der Kritik steht unter anderem das mehrfache Zögern der Regierung in London, Lockdowns zu verhängen. Doch auch das schleppende Anlaufen des Test- und Kontaktverfolgungsprogramms und die Verlegung Tausender älterer Menschen aus Krankenhäusern in Pflegeheime ohne vorherige Tests habe sich als verhängnisvoll erwiesen, resümieren die Abgeordneten.

(Bild: Keystone)

Zu den Fehlentscheidungen habe unter anderem die Annahme geführt, die Ausbreitung des Virus könne nicht aufgehalten werden und eine Durchseuchung der gesamten Bevölkerung sei daher unvermeidlich, so der Bericht weiter. Von den Erfahrungen anderer Länder, besonders in Asien, die durch einen frühen und energischen Lockdown das Virus in Griff bekamen, habe man nicht gelernt.

Die Abgeordneten kommen zu dem Schluss, dass die Entscheidungen über Lockdowns und Abstandsregeln während der ersten Pandemiewochen zum «grössten Versagen im Gesundheitswesen in der Geschichte des Vereinigten Königreichs» gehören. Gleichzeitig loben sie das erfolgreiche Impfprogramm des Landes als «eine der effektivsten Initiativen», die der britischen Wissenschaft und öffentlichen Verwaltung» je gelungen sei.

Australiens Hauptstadt will Lockdown nach zwei Monaten aufheben

Nach zwei Monaten wird der Lockdown in der Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra am Freitag aufgehoben. Dies sei möglich, weil mittlerweile 72 Prozent der Bürger vollständig geimpft seien, teilte die Regionalregierung am Dienstag mit. Am Montag war bereits der Lockdown im Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney beendet worden – nach 106 Tagen. Die Region rund um Canberra liegt an der Ostküste und ist von New South Wales umschlossen.

(Bild: Keystone)

Im ACT dürften sich ab Ende der Woche wieder Gruppen von bis zu 25 Menschen im Freien und von bis zu fünf Personen in ihren Häusern treffen, hiess es. Restaurants, Friseure und Schwimmbäder sowie viele weitere Einrichtungen können unter Einhaltung strenger Abstandsregeln ebenfalls wieder öffnen.

Mietwagenpreise steigen vor allem in beliebten Ferienländern

Mietwagen sind deutlich teurer als vor der Corona-Pandemie. Schuld sind derzeit nicht nur die Herbstferien, sondern auch altbekannte Probleme der Auto-Branche. Lesen Sie hier mehr.

Als Ursachen für die anhaltende Knappheit sieht Sixt einerseits das niedrige Fahrzeugangebot durch Chipkrise und reduzierte Produktionskapazitäten. (Bild: Keystone)
Bildungsökonom: "Schweiz hat in Bildung vieles richtig gemacht"

Die Schweiz habe in der Pandemie in der Bildung vieles richtig gemacht. Das stellt der Bildungsforscher Stefan Wolter anderthalb Jahre nach der Schliessung aller Schulen im Land in einem Zeitungsinterview fest.

Erst im Dezember 2023 werde man in Zahlen wissen, wie die Schweizer Schulen im internationalen Vergleich in der Covid-Pandemie abgeschnitten hätten, sagte Wolter im am Dienstag veröffentlichten Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Denn der für letztes Jahr geplante Pisa-Test sei auf 2022 verschoben worden.

(Bild: Keystone)

Die kurze Schulschliessung habe grössere Lernrückstände verhindert, sagt Wolter. «Man hätte Unterschiede festgestellt, wenn die Tests zwei bis drei Wochen nach den Schulschliessungen durchgeführt worden wären. Aber mit dem zeitlichen Abstand scheinen die Auswirkungen relativ gering zu sein.» Das System Schule sei «offenbar resilient».

Thailand plant Öffnung für Geimpfte aus zehn Ländern

Ein Freudentag für alle Fernreisenden: Deutsche dürfen voraussichtlich ab dem 1. November wieder quarantänefrei nach Thailand reisen, sofern sie vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha kündigte in einer Fernsehansprache am Montagabend (Ortszeit) an, es sei eine Öffnung für mindestens zehn Staaten geplant. Er habe das Krisenzentrum Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA) und das Gesundheitsministerium angewiesen, den Plan «dringend bis Ende der Woche zu prüfen», so Prayut.

Der frühere General Prayut ist seit einem Putsch des Militärs 2014 an der Macht. Es gilt als sicher, dass Vorgaben des 67-Jährigen von den zuständigen Behörden auch umgesetzt werden.

Insgesamt stünden mindestens zehn Länder mit geringer Corona-Inzidenz auf der Liste, darunter auch die USA, Singapur und China. Urlauber müssten lediglich einen PCR-Test vor der Abreise und einen weiteren bei der Ankunft in Thailand machen, sagte Prayut. Danach könnten sie alle Landesteile frei bereisen. «Unsere Errungenschaften, gepaart mit der schrittweisen Lockerung der Reisebeschränkungen anderer Länder, ermöglichen es uns nun, den Prozess der quarantänefreien Einreise nach Thailand zu beginnen», erklärte Prayut.

Ab dem 1. Dezember sollen weitere Länder hinzugefügt werden. Dann werde voraussichtlich auch der seit Monaten wegen einer schweren Corona-Welle verbotene Ausschank von Alkohol in Restaurants wieder erlaubt sein, hiess es weiter. Dies solle vor allem den Tourismus zum Jahreswechsel ankurbeln, berichtete die Zeitung «Bangkok Post».

(Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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