Werden wohl keine Freunde mehr: Nordirlands Coach Ian Baraclough (links) und Schiedsrichter Slavko Vincic. (Bilder: Keystone)
Schweiz

Nordiren kochen wegen Schiedsrichter: «Es ist unglaublich»

Nach dem Sieg der Schweizer Nati gegen Nordirland dominiert ein Thema die Schlagzeilen: Die Gelb-Rote Karte gegen den nordirischen Verteidiger Jamal Davis.

Auf Seiten der Nordiren gab nach dem Spiel vor allem die Gelb-Rote Karte wegen Spielverzögerung gegen den Verteidiger Jamal Davis in der 37. Minute zu reden. Für Murat Yakin hatte der Platzverweis «keine Auswirkung auf das Spiel».

Weil Steven Zuber nur wenige Minuten nach dem Platzverweis und noch vor der Pause der wegweisende Schweizer Führungstreffer gelang, war für die Gäste der Schuldige für die Niederlage rasch gefunden: der slowenische Schiedsrichter Slavko Vincic. «Es ist unglaublich, dass auf diesem Niveau ein solcher Entscheid gefällt wird», ärgerte sich Nordirlands Coach Ian Baraclough. «Man hätte Jamal zuerst noch ermahnen können.»

Baraclough irrte. Aus heiterem Himmel kam die Gelb-Rote Karte nicht. Vincic hatte das unsportliche Verhalten der Gäste früh beanstandet. Bevor er Davis für die Spielverzögerung verwarnte (in der Summe gab dies Gelb-Rot), weil dieser den Ball vor dem Einwurf 16 (!) Sekunden in den Händen hielt, hatte Vincic in drei Situationen die Nordiren zu schnellerem Spiel aufgefordert. Einmal hatte er auch Captain Paddy McNair zu sich gerufen und ihn dabei wohl gewarnt vor den möglichen Konsequenzen.

Für den Schweizer Trainer Murat Yakin war der Platzverweis ohnehin nicht entscheidend. «Wir waren schon vorher überlegen und spielten von Beginn weg mit viel Druck. Wir haben dominiert – und das auch bei Gleichstand. Die Rote Karte hatte keine Auswirkung auf das Spiel.»

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