Eine Clubförderung wie in anderen Städten wünscht sich die Basler Regierung (Symbolbild : Keystone)
Basel

Regierung will in Sachen Clubförderung nachziehen

Die Basler Regierung will der Jugend- und Alternativkultur gestaffelt über 3 Millionen Franken mehr Geld pro Jahr geben. Dies für die Clubförderung.

Die Basler Regierung will der Jugend- und Alternativkultur gestaffelt über 3 Millionen Franken mehr Geld pro Jahr geben. Damit will sie die sogenannte Trinkgeld-Initiative umsetzen, die 5 Prozent des gesamten Kulturbudgets für diese Kultursektoren sichern wollte.

Die Basler Regierung hat am Donnerstag einen Vorschlag vorgelegt, der das Ziel der Initiative von mindestens 5 Prozent gestaffelt in drei Jahren erreichen will. Sie rechnete vor, dass der entsprechende Anteil beim aktuellen Kultur-Budget 6,6 Millionen Franken wäre. Dieses Jahr liegt der Anteil für Jugend- und Alternativ-Kultur aber erst bei 3,5 Millionen Franken. In den nächsten drei Jahren will die Regierung diesen Betrag gestaffelt erhöhen, bis die Differenz ausgeglichen ist.

Würde die Regierung den geforderten 5-Prozent-Anteil schneller erreichen, müsste die Kulturabteilung bei etablierten Kulturinstitutionen sparen. Das hielt Regierungsrat Beat Jans (SP) für falsch. «Es wäre auch nicht der Volkswille.»

Im Kultur-Budget für das nächste Jahr hat die Regierung 1 Million Franken zusätzlich eingestellt. Damit will sie verhindern, dass sie bestehenden Förderprojekten Subventionen streichen müsste. Der Grosse Rat muss dem Budget noch zustimmen, so wie auch diesem Vorschlag für eine Teilrevision des Kulturfördergesetzes.

Für Club-Förderung

Das zusätzliche Geld soll vor allem für die Club-Förderung eingesetzt werden. «Eine solche kennt Basel bislang nicht – im Unterschied zu anderen Städten», teilte die Regierung schriftlich mit. Profitieren sollen auch professionelle Musiker und Musikerinnen, die Tonträger und Tourneen finanzieren müssen.

Für Jugendliche können speziell Beratungen unterstützt werden und höhere Beiträge für Einzelprojekte oder neu auch Jahresprogramme gegeben werden. «Das schafft Kontinuität», sagt Katrin Grögel, die Leiterin der Kulturabteilung. Geld könnte die Kulturabteilung auch für bauliche Massnahmen wie Lärmschutz bewilligen.

Die Trinkgeld-Initiative hatte die Basler Stimmbevölkerung im vergangenen Jahr mit 57,9 Prozent angenommen. Im Befürworterkomitee waren damals auch vier Personen, die später in die Basler Regierung gewählt wurden: Beat Jans (SP), Kaspar Sutter (SP), Stephanie Eymann (FDP) und Esther Keller (GLP).

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