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Der Telebasel News Beitrag vom 6. Oktober 2021.
Basel

Keine «Resslirytti» auf dem Petersplatz

Die altehrwürdige Resslirytti kommt nach 20 Jahren das erste Mal nicht auf den Petersplatz. Das 550. Jubiläum der Herbstmesse wird ohne Kultkarussell gefeiert.

Wer dieses Jahr an die Herbstmesse will, braucht bekanntlich ein Zertifikat. Mit Ausnahme auf dem Petersplatz, denn dort wird dieses Jahr bloss ein Jahrmarkt stattfinden – ohne Schausteller. Die kultige «Resslirytti», welche nun schon seit 20 Jahren das Herz des Petersplatzes darstellt, fällt also den Corona-Auflagen zum Opfer.

Keine glänzenden Kinderaugen

Die Schaustellerfamilie Roie aus Frankfurt betreibt das Karussell schon in der fünften Generation. Dass er dieses Jahr nicht dabei sein darf, schmerzt Thomas Roie nicht nur im Geldbeutel: «Das ist natürlich finanziell tragisch für uns, aber auch emotional sehr anstrengend, weil wir dort viel Freude bereiten und für die Kinder gerne in Basel sind. Nichtsdestotrotz müssen wir das irgendwie gemeinsam durchstehen.»

Verluste durch Corona sind vorprogrammiert

Anstatt 500 Standbetreiber dürfen dieses Jahr nur 400 kommen, erklärt Oskar Herzig-Jonasch, Sprecher des Marktfahrer-Verbands. Er bedauere dies zwar, sehe es allerdings aus einer wirtschaftlichen Sichtweise. Wenn man von 500 auf 400 begrenzen müsse, gebe es zwangsläufig Verluste. «Man hat keinen Anspruch auf einen Platz, nur weil man schon im Vorjahr da war. Man muss sich jedes Jahr neu bewerben und dann gibt es ein Auswahlverfahren.»

Nächstes Jahr wieder

Verhandlungen darüber, ob die «Resslirytti» nicht an einem anderen Ort unterkommen könne, fanden gar nicht statt, so Thomas Roie. Man hätte das auch nicht gewollt.

«Es ist für uns sehr schwierig, zwischen anderen Attraktionen platziert zu sein und da dann nicht unser Publikum zu finden. Man braucht ja ein bisschen Geselligkeit und Familien und da ist der Petersplatz eben prädestiniert.» Nächstes Jahr, so Roie, wolle man aber wieder zurückkommen.

Kanton kommt nicht entgegen

Die «Resslirytti» ist nicht die einzige Kultbahn, welche den Corona-Auflagen zum Opfer fällt. Auch die Wiener Prater Geisterbahn ist aufgrund der Situation abgesprungen. Die Standpreise sind nämlich genauso teuer wie in anderen Jahren, kritisiert Oskar Herzig. Für viele sei das ein zu grosses finanzielles Risiko. «Man kauft die Katze im Sack. Ich hätte es begrüsst, wenn die Regierung uns mit den Gebühren entgegengekommen wäre, in dieser speziellen Situation.»

4 Kommentare

  1. Vielen herzlichen Dank an alle Impfgegner
    Dann wird meine Enkelin 2J auf nächstes Jahr warten dürfen. Derweil belegen die Ungeimpften die Spitalbetten, Bin zurzeit selber im Spital.Report

  2. Nicht entgegenkommen.keine gespräche suchen.bestimmen ,befehlen.was ist das für eine regierung in basel?. Wo genau ist das problem, dass die ressleritti nicht kommen kann?im freien?Report

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