Die Schweizer Garde ist das älteste noch existierende Militärkorps der Welt. (Bild: Keystone)
Schweiz

Drei Schweizer Gardisten demissionieren wegen Impfpflicht

Die Schweizer Garde unterwirft sich der Verpflichtung, sich gegen Corona impfen zu lassen. Drei Gardisten wollten sich dem nicht beugen und demissionierten.

Die Impfung gegen das Coronavirus ist für Schweizer Gardisten, die im Vatikan in engem Kontakt mit dem Papst stehen, obligatorisch geworden. Drei Gardisten haben es vorgezogen, deswegen zu demissionieren. Die Austritte seien freiwillig erfolgt. Drei weitere Gardisten hätten sich bereit erklärt, sich impfen zu lassen, sagte Leutnant Urs Breitenmoser, Sprecher der Schweizergarde, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie seien für die Dauer bis zur zweiten Impfung vom Dienst freigestellt. Er bestätigte damit Informationen der Westschweizer Zeitungen «Le Matin Dimanche», «24 Heures» und «Tribune de Genève».

Seit dem 1. Oktober müssen alle Angestellten des Vatikans einen «grünen Pass» besitzen, der eine doppelte Impfung oder einen negativen Test bescheinigt, wie Breitenmoser weiter sagte.

Bei den Schweizer Gardisten, die täglich mit dem Papst in Kontakt stehen, sei die Regel jedoch strenger, da ein negativer Test eine kürzlich erfolgte Infektion möglicherweise nicht erkenne, so die Zeitungen. Alle Gardisten seien daher aufgefordert worden, sich impfen zu lassen, um ihre eigene Gesundheit und diejenige ihrer Kontaktpersonen zu schützen, so der Sprecher.

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