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Schweiz

Auch Blocher in Freiheitstrychler-Shirt gesichtet

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Auch Blocher in Freiheitstrychler-Shirt gesichtet

Nach dem Wirbel um Bundesrat Ueli Maurer im Freiheitstrychler-Shirt zeigt sich auch alt Bundesrat Christoph Blocher im umstrittenen T-Shirt der Bewegung. Diese wird mit den Protesten gegen die Corona-Massnahmen und die Corona-Impfungen in Verbindung gebracht. Wie «Blick» und «Watson» berichten, hätten die Freiheitstrychler dem alt Bundesrat zum 81. Geburtstag gratuliert. Dabei hätte der SVP-Politiker sich im T-Shirt ablichten lassen.

Brasilien: Tausende pilgern zu Fest für Schutzpatronin für Gesundheit

Mehr als 15’000 Brasilianer sind in den vergangenen Tagen in Richtung des brasilianischen Wallfahrtsortes Aparecida gepilgert. Dies berichtete das Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf die Verwaltung der Bundesstrasse «Presidente Dutra», die durch Teile der Bundesstaaten Rio de Janeiro und São Paulo führt, am Montag. Der 12. Oktober ist in Brasilien Feiertag zu Ehren der Schutzheiligen des Landes.

Viele Pilger sind dem Bericht zufolge unterwegs, um entweder für eine überstandene Covid-19-Erkrankung zu danken oder um Schutz bei einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus zu bitten. Brasilien hatte am Freitag die Marke von 600’000 Toten seit Beginn der Pandemie überschritten. Elf Menschen wurden laut «G1» bei Unfällen mit Pilgern auf der Dutra-Bundesstrasse an- oder überfahren, vier von ihnen starben.

Lufthansa zahlt Teil der deutschen Staatshilfen zurück

Die Lufthansa hat nach ihrer Kapitalerhöhung wie geplant einen Teil der milliardenschweren Staatshilfen Deutschlands zurückgezahlt. Dies betreffe den beanspruchten Teil der ersten stillen Einlage des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) von 1,5 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Montagabend mit. Bis Jahresende will die Lufthansa auch die zweite stille Einlage über eine Milliarde Euro zurückzahlen und den nicht genutzten Teil der ersten Einlage kündigen.

Der Bund hatte die Lufthansa mithilfe des WSF in der Corona-Krise vor dem wirtschaftlichen Aus bewahrt, nachdem das Fluggeschäft fast vollständig zusammengebrochen war. Zusammen mit Österreich, Belgien und der Schweiz – wo die Konzerntöchter Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss ihren Sitz haben – stellte die Bundesrepublik dafür neun Milliarden Euro bereit. Sie wurden von Lufthansa nie komplett in Anspruch genommen.

Einen Kredit der Staatsbank KfW hatte der Konzern bereits früher zurückgezahlt. Mit der Ausgabe neuer Aktien sammelte die Lufthansa nun brutto 2,16 Milliarden Euro ein, um weitere Hilfen ablösen zu können.

Putin hustet - und weist Sorgen um seine Gesundheit zurück

Russlands Präsident Wladimir Putin ist Sorgen wegen seines Hustens entgegengetreten. «Es war einfach kühl an der Luft, ich habe mich aktiver bewegt, es ist nichts Schlimmes», sagte Putin in einer Videokonferenz, die am Montagabend im Staatsfernsehen gezeigt wurde. «Machen Sie sich keine Sorgen, alles ist gut», erklärte er der Vorsitzenden des russischen Föderationsrats, Valentina Matwijenko, die sich angesichts des hustenden Präsidenten besorgt gezeigt hatte.

Kreml-Chef Wladimir Putin weist Sorgen um seine Gesundheit zurück. (Bild: Keystone)

Er werde praktisch täglich getestet, versicherte Putin – «nicht nur auf Covid-19, sondern auch auf andere Infektionen». Der Kremlchef hatte sich erst Ende September wegen mehrerer Corona-Fälle in seinem direkten Umfeld für mehr als zwei Wochen in Selbstisolation begeben.

Putin hüstelt immer wieder bei öffentlichen Auftritten – das ist schon seit längerem ein Thema in Russland. Putin und der Kreml haben Spekulationen über mögliche Krankheiten des Präsidenten aber stets strikt zurückgewiesen.

WHO-Beirat empfiehlt dritte Corona-Impfdosis für Immungeschwächte

Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen laut einem internationalen Expertengremium eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten.

Damit könne sichergestellt werden, dass sie vor einer Infektion in etwa so gut geschützt seien wie Menschen mit intaktem Immunsystem, die zwei Dosen erhalten haben, berichteten die Fachleute am Montag in Genf. Sie gehören zum unabhängigen Beirat für Immunisierungsfragen (SAGE) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die dritte Dosis solle zwischen ein und drei Monaten nach der ursprünglichen Impfung verabreicht werden.

Ärmere Länder verpassen Erholung von der Corona-Krise

Ärmere Länder profitieren nach Ansicht der Weltbank kaum von der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise. Der Aufschwung sei «dramatisch ungleich», und Entwicklungsländer stünden weiter vor grossen Herausforderungen, mahnte Weltbank-Präsident David Malpass am Montag zu Beginn der gemeinsamen Jahrestagung der Organisation mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF).

Die Corona-Pandemie verstärkt die Ungleichheit zwischen armen und reichen Ländern, warnt Weltbank-Präsident David Malpass. (Bild: Keystone)

Weil den ärmeren Ländern Impfstoffe und der finanzielle Spielraum zur Unterstützung der Konjunktur fehlten, wachse die Ungleichheit zwischen Ländergruppen, erklärte Malpass. «Das Pro-Kopf-Einkommen in Industrieländern soll 2021 um fast 5 Prozent wachsen, aber nur 0,5 Prozent in den armen Ländern.»

Italiens Justiz ermittelt nach Corona-Randalen

Nach den Ausschreitungen bei Corona-Demonstrationen in Rom am vergangenen Wochenende ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Die Justiz habe zwei Verfahren gegen mehrere Personen eröffnet, die unter anderem bei dem Angriff auf den Sitz des Gewerkschaftsbundes CGIL am Samstag dabei gewesen sein sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag.

Ministerpräsident Mario Draghi besuchte dort am Montagmittag CGIL-Generalsekretär Maurizio Landini. Anhänger der neofaschistischen Partei Forza Nuova (Neue Kraft) hatten den Sitz am Samstag am Rande von Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen der Regierung angegriffen. Die Stippvisite des Regierungschefs sei eine «wichtige Botschaft» für die Demokratie und gegen «eine Rückkehr in die Vergangenheit, die verhindert werden muss», sagte Landini.

BAG: Über 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Vom 4. Oktober bis 10. Oktober sind in der Schweiz 167’813 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 60,5 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlichte.

Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 10’711’332 Impfungen verabreicht. 5’230’500 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 250’332 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen. Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 23’973 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um ein Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.

2262 neue Covid-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 2262 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 8 neue Todesfälle und 38 Spitaleintritte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Warteschlange für Ungeimpfte in Mallorca

Mallorca gilt als eine der beliebtesten Ferieninseln in Europa. Um ein Corona bedingtes Chaos am Flughafen zu meiden, wurden laut BLICK im Check-in-Bereich zwei unterschiedliche Warteschlangen eingerichtet: Eine für Geimpfte, die andere für Ungeimpfte.

Da Ungeimpfte Personen nach der Landung mehr Dokumente vorlegen müssen, habe man die Schlangen getrennt, um den gesamten Prozess zu verkürzen. Denn wer keine zwei Impfungen hat, braucht einen negativen Covid-Test und einen ausgefüllten Fragebogen, um auf die Insel zu gelangen. Gegenüber «Ultima Hora» sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, man könne mit getrennten Warteschlangen «die Ankunft von Passagieren beschleunigen» und den geimpften Gästen «die Einreise erleichtert».

Glücklich sind jedoch nicht alle über die neuen Massnahmen des Flughafens. Die spanischen Rechtspopulisten sprechen von einem Versuch der Diskriminierung. Ein spanischer Rechtsaussen-Politiker twitterte sogar Vergleiche mit dem Dritten Reich, als sich Personen jüdischen Glaubens einen Stern als Identifiziertung an die Kleidung nähen mussten.

Apotheken und Ärzte kritisieren Preiskampf in Testcentern

Ab Montag ist Schluss mit den Gratis-Tests. Wer also ein Covid-Zertifikat für beispielsweise einen Restaurant-Besuch oder das Fitness braucht, muss selbst bezahlen.  Mit dem Ende der Kostenübernahme vom Bund, beginnen viele Testcentren um ihre Kunden und Kundinnen zu buhlen. Mit Tiefstpreisen von bis zu elf Franken pro Test werden diese angelockt, schriebt 20 Minuten am Montag. Regelverstösse würden dafür in Kauf genommen werden, berichten Mitarbeitende.

Kritik an Preiskampf

Apotheken und Ärzte kritisieren nun den Preiskampf bei Testcentern. «Dass der Preiskampf stattfindet, ist legitim. Dass er auf Kosten der Qualität ausgetragen wird, jedoch nicht», sagt Lorenz Schmid, Präsident des Zürcher Apothekerverbands gegenüber 20 Minuten. «Die Abnahmetechnik wird immer unsorgfältiger. Wenn das Testpersonal das Teststäbchen nur im vorderen Nasenbereich etwas hin und her dreht, wird man kaum positive Testresultate erhalten.» So würde momentan nicht die Eindämmung des Virus im Zentrum stehen, sondern der Profit, der daraus gezogen werden kann.

Eine ähnlich Meinung vertritt laut 20 Minuten auch Josef Widler, Präsident der Zürcher Ärztegesellschaft (AGZ): «Zahlreiche Personen sind ins Test-Geschäft eingestiegen, weil es ein riesiges Business ist und nicht, weil sie der Gesellschaft einen Dienst erweisen wollen.» Und er macht auf ein weiteres Problem aufmerksam: Oftmals würde aus Kostengründen kein qualifiziertes Personal angestellt werden, um die Tests durchzuführen. Korrekte Resultate seien dann zweitrangig.

Hier würden die Behörden durchgreifen und solche Testcentren schliessen, meint Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS) gegenüber 20 Minuten. Die Missstände seinen ihm bekannt: «Es ist uns zu Ohren gekommen und nicht akzeptabel, dass es rein kommerziell ausgerichtete und nicht sorgfältig arbeitende Testeinrichtungen geben soll.»

Faire Preise und gute Qualität

Gegen die Anschuldigen wehrt sich Jan Kamarys, der in Bern einen Club betreibt und mehrere Testcenter führt. In seinen «Medica Cares» kostet ein Covid-Test elf Franken, die Qualität würde jedoch nicht unter dem Preis leiden. «Ein tiefer Preis mit einer hohen Qualität ist absolut möglich», sagt er gegenüber 20 Minuten. An den Berner Standorten werden täglich bis zu 4’000 Tests durchgeführt und genau diese Menge würde es ausmachen. Das hohe Testvolumen spielt laut Kamarys nämlich eine grosse Rolle bei der Preisgestaltung. Aber auch durch den digitalen Prozess würde man viel Personal und Kosten einsparen.

Nasalen Schnelltests sind zu unsicher

Die nasalen Schnelltests zur Erkennung einer Covid-19-Infektion, die derzeit in vielen mobilen Testzentren angewendet werden, seien zu wenig sicher, um Zertifikate auszustellen, monieren Kantone. Der Bund müsse nun dringend handeln und diese Tests für die Ausstellung eines Zertifikates verbieten. Geht es nach den Kantonen Bern und Zürich, soll bei einem Schnelltest nur noch ein Covid-Zertifikat erhalten, wer einen Nasen-Rachen-Abstrich machen lässt. (srf.ch)

2G statt 3G?

Tanja Stadler, Leiterin der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes, ist offen für die Debatte rund um die Frage, ob künftig auf das Coronavirus getestete Personen von Freiheiten profitieren sollen oder ob diese nur noch für geimpfte und genesene Personen gelten sollen. Die Diskussion läuft unter dem Schlagwort 2G statt 3G. Laut Stadler sollte 2G eine Option sein, wenn sich die Lage verschärfen sollte. Tests seien nie zu 100 Prozent sicher. (blick.ch)

Taskforce-Chefin erwartet bald Zulassung von Impfstoff für Kinder

Der Corona-Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren dürfte bald auf den Markt kommen. Der Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech habe vorläufige Daten für Fünf bis Elfjährige vorgelegt, sagte Tanja Stadler, Leiterin der wissenschaftlichen Taskforce, gegenüber dem «Blick».

Die Daten dürften bald zur Zulassung eingereicht werden. Das Virus sei für Kinder zwar deutlich weniger gefährlich als für ältere Personen. Dennoch gebe es auch bei Kindern schwere Verläufe und Long Covid. Daher sollten Kinder wie die Eltern die Wahl haben, ob sie sich impfen lassen möchten oder nicht.

Sie selber als zweifache Mutter werde ihre Kinder impfen lassen, sobald es zu einer Zulassung und Empfehlung der Heilmittelbehörde Swissmedic komme. Die Behörde und die Impfkommission prüften ja jeweils sehr sorgfältig, ob die Impfstoffe sicher, wirksam und zu empfehlen seien. Auf dieses Urteil verlasse sie sich.

Sie hoffe, dass es nach den Herbstferien an den Schulen zu weniger grossen Ausbrüchen als im Sommer komme. Die Bevölkerung sei sensibilisiert und es gebe bei Reisen zusätzliche Einschränkungen für ungeimpfte Personen. Die Virus-Zirkulation werde mit dem Wechsel der Jahreszeit aber nicht ab-, sondern eher zunehmen.

Auf die Frage, ob die Schweizerinnen und Schweiz in diesem Jahr normal Weihnachten feiern könnte, sagte Stadler, es sehe für geimpfte und genesene Personen gut aus. Aber genaue Vorhersagen seien schwierig. Letztes Jahr sei pünktlich zu Weihnachten die erste Besorgnis erregende Variante Alpha aufgetaucht. Nur gebe es Delta.

Lockdown im Grossraum Sydney nach über drei Monaten beendet

Im australischen Bundesstaat New South Wales und seiner Hauptstadt Sydney ist am Montag der Lockdown nach 106 Tagen beendet worden. Insgesamt 63 000 Corona-Infektionen und über 430 Todesfälle wurden in dieser Zeit gezählt. Der Lockdown wurde beendet, nachdem in der Vorwoche über 70 Prozent der Bevölkerung ihre zweite Schutzimpfung erhalten hatten. Landesweit liegt die Impfquote in Australien aktuell bei knapp 62 Prozent.

Mit dem Ende des strengen Lockdowns in Sydney werden auch zahlreiche Einschränkungen aufgehoben. Unter anderem dürfen sich vollständig geimpfte Personen nunmehr in Gruppen von bis zu 30 Menschen treffen. Friseure dürfen wieder Kunden empfangen, allerdings nur unter Einhaltung der Distanzregeln, was auch für Museen, Fitnessstudios oder Kinos gilt.

Corona-Todeszahlen in Russland erreichen neue Höchststände

Die Zahlen der Corona-Toten und Neuinfektionen in Russland haben am Wochenende neue Höchststände erreicht. Nach Angaben des offiziellen Corona-Stabs in Moskau vom Sonntag, starben im flächenmässig grössten Land der Erde 962 Menschen an Covid-19 binnen 24 Stunden.

Am Samstag waren es 968 gewesen. Das waren die Höchststände seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt bei etwas unter 30 000 Fällen täglich. Die Bundesregierung hat Russland als Hochrisikogebiet eingestuft.

Covid-Patienten verweigern sich der Forschung

In der Coronakrise hat die medizinische Wissenschaft einen schweren Stand. Viele Patientinnen und Patienten verweigerten sich der Forschung, sagte Huldrych Günthard, Leitender Arzt der Klinik für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich, im Gespräch mit der «SonntagsZeitung«.

Bei HIV-Studien stimmten zumeist 70 bis 80 Prozent einer Studienteilnahme zu. Bei Covid-19 seien es nur rund 30 Prozent. Ein steigendes Misstrauen gegenüber der Medizin und der kulturelle Hintergrund vieler Patienten reflektierten sich darin. Nur wenn genügend Personen ihre Daten für die Forschung freigäben, lerne die Wissenschaft, ob neue Therapien etwas brächten oder nicht. Den Forschenden mache auch die mangelnde Unterstützung durch Politik und Institutionen zu schaffen.

Vermiesen Lieferengpässe das Weihnachtsgeschäft?

Die weltweiten Lieferengpässe bremsen die Verkäufe von Produkten wie Velos, Spielwaren und Textilien, aber auch Staubsauger oder Kaffeemaschinen . Das wirft einen Schatten auf das kommende Weihnachtsgeschäft. Wer zu spät komme, müsse unter Umständen damit rechnen, das gewünschte Produkt nicht mehr vorzufinden, berichtet der «SonntagsBlick«.

Die Detailhändler warnen: Wer zu spät ein Geschenk kaufen will, könnte es nicht mehr finden. (Symbolbild: Keystone)

Laut «SonntagsZeitung» haben die Lieferengpässe vereinzelt dazu geführt, dass etwa Einzelteile von Velos gestohlen wurden. Die Diebe hätten es auf Produkte abgesehen, die derzeit nur schwer oder gar nicht zu beschaffen seien. Konkret würden Schalthebel und Schaltwerke professionell ausgebaut.

Ohne Einreiseformular erwischt: 200 Bussen ausgesprochen

Wer an der Grenze ohne Online-Einreiseformular erwischt wird, dem droht eine Busse von 100 Franken. Seit Einführung der neuen Corona-Regeln am 20. September haben die Behörden bereits knapp 200 Bussen ausgesprochen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung gegenüber der «SonntagsZeitung» bestätigte.

Alle Personen müssen bei der Einreise in die Schweiz ein Online-Formular ausfüllen. (Symbolbild: Keystone)

Kritik äussert die Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, Sara Stalder, am Datenhunger der Behörden. Selbst die Nummer des Passes oder der Identitätskarte sowie der Abreiseort und die Autonummer würden registriert. Zudem stört sich Stalder daran, dass die Daten an die kantonalen Gesundheitsbehörden weitergeleitet werden. Sie fordert, dass die Kantone nicht auf alle Daten zugreifen können.

WHO definiert Long Covid

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals eine Definition zu Long Covid veröffentlicht. Demnach entwickeln zwischen 10 und 20 Prozent der Personen nach einer Infektion mit dem Coronavirus länger anhaltende Symptome, die sich auf den Alltag auswirken.

In der Klinik Moncucco in Lugano werden schon seit längerem Long Covid-Patienten behandelt. (Keystone)

Die Diagnose Long Covid wird heute dadurch gestellt, dass Symptome abgefragt werden. Dies führt zu grossen Unterschieden, denn viele der typischen Symptome wie Müdigkeit und Schwindel seien auch in der Bevölkerung weit verbreitet, sagte der Wiener Neurologe Michael Stingl in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag. Er definiert Long Covid als Fehlfunktion des autonomen Nervensystems.

Ratlose Kantonsärzte wegen stockender Impfkampagne

Die Schweizer Impfkampagne stockt. Unter den Kantonsärzten herrscht eine gewisse Ratlosigkeit. Die Ärzte hätten alles unternommen, was möglich sei, sagte Markus Schmidli, Kantonsarzt von Appenzell-Innerrhoden, gegenüber dem «SonntagsBlick«.

Die Schweiz hätte genügend Impfstoff, nur die Bevölkerung will nicht so richtig. (Symbolbild: Keystone)

Wer wolle, sei geimpft. Die anderen wollten nicht. Derweil warnen die ersten Spitäler bereits vor einer steigenden Zahl von Hospitalisierungen, wenn die Impfquote im Winter bei gerade einmal 60 Prozent verharre. Gegen ein klares Impfziel, bei dem alle Corona-Massnahmen aufgehoben werden können, spricht sich GDK-Präsident Lukas Engelberger aus. Er fordert, dass die wichtigsten Corona-Regeln schweizweit gelten – ohne gravierende kantonale Unterschiede.

Zürcher Infektiologe erwartet Ende der Pandemie für Sommer 2022

Die Corona-Pandemie dürfte im nächsten Sommer nach Ansicht des Zürcher Infektiologen Huldrych Günthard überstanden sein. Voraussetzung dafür sei, dass sich noch mehr Leute impfen liessen und die nicht Geimpften infiziert würden.

Huldrych Guenthard (links), Institut für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene während einer Medienkonferenz in Zürich. (Archivbild: Keystone)

Das gelte natürlich nicht weltweit, sondern nur für jene Länder, die eine Impfung zur Verfügung hätten, sagte Günthard in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Voraussetzung sei ferner, dass keine neuen Varianten aufträten, gegen die die Impfung nichts nütze. Mehr dazu hier.

Schwere Ausschreitungen bei Corona-Demos in Rom

Bei Protesten gegen die Corona-Politik der italienischen Regierung ist es in Rom zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mehrere Tausend Demonstranten zogen am Samstag durch die Strassen der Hauptstadt und gerieten immer wieder mit der Polizei aneinander. Es kam es zu heftigen Zusammenstössen, die Ordnungskräfte setzten Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer ein. Die Demonstranten versuchten, Absperrungen zu durchbrechen und warfen ihrerseits mit Stühlen und Knallbomben, wie auf Videos zu sehen war.

Am frühen Abend stürmten die Protestierenden den Sitz der grössten italienischen Gewerkschaft CGIL. Amateuraufnahmen zeigten, wie sie die Wachleute und Polizisten mit Stöcken und Fahnenstangen attackierten und dann durch die Tür in das Gebäude vordrangen.

Die Politik war geschockt. Ministerpräsident Mario Draghi verurteilte die Gewalt auf den Strassen und unterstrich, dass Gewerkschaften Garanten der Demokratie und Rechte der Arbeiter seien und dass jeder Versuch der Einschüchterung hart zu ahnden sei.

CGIL-Generalsekretär Maurizio Landini nannte die Attacke einen «organisierten Akt faschistischer Gewalt, einen Angriff auf die Demokratie und auf die ganze Arbeitswelt, den wir abwehren werden. Niemand darf glauben, unser Land in die Faschistenzeit zurückstossen zu können.»

Knapp 3'000 demonstrieren in Genf gegen Corona-Massnahmen

Zu einer Demonstration gegen das Covid-Zertifikat und die «Einschränkung der Freiheiten» haben sich am Samstagnachmittag fast 3000 Menschen in Genf versammelt. Sie starteten auf der Place de Neuve und zogen zur Place des Nations.

«Freiheit, Freiheit!» skandierten die Demonstrierenden und forderten unter anderem den Rücktritt von Bundesrat und Gesundheitsminister Alain Berset.

Im Demonstrationszug flatterten zahlreiche Schweizer Fahnen, und es wurden zahlreiche Plakate mitgeführt, die das «Zertifikat der Schande» anprangerten und auf denen zu lesen war: «Nein zum Covid-Zertifikat, nein zur Erpressung und ja zur Rückkehr zum gesunden Menschenverstand».

Demonstranten marschieren in Genf bei einer Demonstration gegen Bürgerbeschränkungen und den Impfstoff gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone)

Mehrere Redner ergriffen auf der Place de Neuve das Wort und forderten die Ablehnung des Covid-19-Gesetzes, über das am 28. November abgestimmt wird. Die genehmigte Demonstration verlief friedlich.

Gegen 3'000 Teilnehmende an Demo gegen Corona-Massnahmen in Basel

In Basel haben sich am Samstagnachmittag gegen 3’000 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen von Bund und Kantonen zu einer Kundgebung versammelt. Die Veranstaltung verlief friedlich, die Polizei konnte eine Konfrontation mit Gegendemonstranten verhindern.

Angeführt von rund 30 «Freiheitstrychlern» bewegte sich der polizeilich bewilligte Demonstrationszug vom De Wette-Park beim Bahnhof SBB an den grossen Einkaufsstrassen vorbei zur Wettsteinbrücke. Dort drohte eine Konfrontation mit einer unbewilligten Gegendemonstration aus dem Umfeld der Gruppierung «Basel nazifrei», die sich an der anderen Brückenseite eingefunden hatten.

Die Freiheitstrychler auf der Elisabethenstrasse in Basel. (Bild: Telebasel)

Gegen 200 Gegendemonstrantinnen hatten sich zuvor im Kleinbasel formiert, um ein Zeichen gegen die ihrer Ansicht nach faschistische Unterwanderung der Massnahmengegnerschaft zu setzen. Sie wurden bei der Wettsteinbrücke aber von der Polizei gestoppt, worauf sich die Teilnehmenden zurückzogen.

Der sehr bunt zusammengesetzte Demonstrationszug der Schutzmassnahmen- und Impfgegnerschaft zog dann weiter durch die Kleinbasler Altstadt bis zum Messeplatz. Auf der dortigen Rosentalanlage endete gegen 16.30 Uhr die Kundgebung. Der sehr bunt zusammengesetzte Demonstrationszug der Schutzmassnahmen- und Impfgegnerschaft zog dann weiter durch die Kleinbasler Altstadt bis zum Messeplatz. Auf der dortigen Rosentalanlage endete gegen 16.30 Uhr die Kundgebung.

Aus polizeilicher Sicht sei die Demonstration friedlich verlaufen, und Sachbeschädigungen habe es keine gegeben, meldete Polizei und Rettung Basel-Stadt auf Twitter. Mehr dazu im Live-Ticker.

Griechenland lockert Corona-Massnahmen - Fachleute zweifeln

In Griechenland gibt es von diesem Samstag an zahlreiche Lockerungen für Geimpfte und Genesene. Bars, Restaurants und Cafés, aber auch andere geschlossene Räumlichkeiten wie Fitness-Studios und Kinos dürfen künftig die Höchstgrenze an Gästen zulassen. Voraussetzung ist, dass die Besucher geimpft oder nachweislich in den vergangenen sechs Monaten von einer Corona-Infektion genesen sind.

Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen dann in diesen Bereichen weg. Die Lockerungen sollen zunächst für 15 Tage gelten, dann werde der Schritt neu bewertet, berichteten griechische Medien am Samstag.

Frankreichs Rabiot an Corona erkrankt

Frankreichs Adrien Rabiot verpasst wegen einer Corona-Infektion den Final der Nations League gegen Spanien am Sonntag in Mailand. Für den Mittelfeldspieler von Juventus Turin dürfte Aurélien Tchouaméni in die Startformation rücken.

Covid-Zertifikat – Geimpfte gründen Nein-Komitee

Am 28. November stimmt das Schweizer Volk über das Covid-Gesetz ab. Darin geht es auch um das Covid-Zertifikat. Jetzt gibt es eine neue Bewegung gegen das Zertifikat. Unter dem Arbeitstitel «Geimpfte gegen die Zertifikatspflicht» formiert sich ein neues Komitee, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

Es sind eher linke, netzaktivistische Kreise, die sich in der Vergangenheit für Datenschutz und gegen Überwachung eingesetzt haben. Prominentestes Mitglied ist die Schriftstellerin Sibylle Berg.

Sibylle Berg ist das prominenteste Mitglied des neuen Komitee «Geimpfte gegen die Zertifikatspflicht». (Archivbild: Keystone)

«Bei vollem Respekt für die Schwierigkeit der Situation und in Anerkennung einer weltweiten schweren Erkrankung, die viele das Leben gekostet hat, sie krank, einsam und ruiniert zurückliess, halte ich ein Zertifikat, das Menschen Zugang oder Nichtzugang zur Teilhabe am täglichen gesellschaftlichen Leben gestattet oder verweigert, für gefährlich», sagt die Schriftstellerin.

Mehr als 600'000 Corona-Tote in Brasilien

Brasilien hat die Marke von 600’000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie sind 600’425 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Freitagabend (Ortszeit) hervorgeht. Nur in den USA wurden bislang mehr Tote als in Brasilien registriert. Am Tag kommen in Brasilien derzeit rund 500 Tote dazu.

Nach den Vereinigten Staaten und Indien verzeichnet das grösste und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Infektionen. (Symbolbild: Keystone)

Seit Juni, als das Land insgesamt eine halbe Million Corona-Tote zählte, ist die tägliche Opferzahl auch wegen des Impf-Fortschritts zurückgegangen. Seit Beginn der landesweiten Impfkampagne im Januar sind nun fast 242 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Über 45 Prozent der erwachsenen Brasilianer sind vollständig geimpft.

Lettlands Regierung ruft erneut Corona-Notstand aus

Angesichts der starken Ausbreitung des Coronavirus ruft Lettland erneut den Notstand aus. Die Regierung in Riga verhängte am Freitagabend nach längerer Debatte einen dreimonatigen Ausnahmezustand in dem baltischen EU-Land – vom 11. Oktober bis 11. Januar. Zudem beschloss das Kabinett mehrere Beschränkungen sowohl für Geimpfte als auch für Nicht-Geimpfte, durch die das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt werden. Für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes wurde nach Angaben der lettischen Staatskanzlei eine Impfpflicht festgelegt. Private Firmen sollen soweit möglich wieder auf Fernarbeit umzusteigen.

Die Regierung beschränkte die Öffnungszeiten von gastronomischen Betrieben, Kultur-, Unterhaltungs- und religiösen Einrichtungen – sie dürfen während des Notstands in Lettland nur von 6.00 bis 21.00 Uhr öffnen. Einkaufszentren müssen an Wochenenden und Feiertagen dicht bleiben – mit Ausnahme von Geschäften mit Waren, die als wesentlich für das tägliche Leben angesehen werden. Nicht-Geimpfte dürfen nur noch bestimmte Arten von Geschäften besuchen.

Genf will die 12- bis 15-Jährigen an den Schulen impfen

Als erster Kanton der Romandie will Genf ab November den 12- bis 15-Jährigen an den Schulen ein Impfangebot machen. Dies hat der zuständige Staatsrat Mauro Poggia am Freitagabend im Westschweizer Fernsehen RTS angekündigt. Im Moment sei man dabei, von den Eltern das Einverständnis dafür einzuholen. Auch wenn die Jugendlichen selber entscheiden könnten, wolle man den Frieden in den Familien nicht gefährden.

In der Deutschschweiz haben bereits verschiedene Kantone freiwillige Impfkampagnen in den Schulhäusern begonnen. Im August hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) allen Jugendlichen ab 12 Jahren empfohlen, sich impfen zu lassen. Die jüngsten Studien würden keinen Anlass zu Bedenken geben.

Gastrosuisse beschliesst Stimmfreigabe zum Covid-19-Gesetz

Der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz, Gastrosuisse, hat für die Abstimmung am 28. November über das Covid-Gesetz Stimmfreigabe beschlossen. Weder ein Ja noch ein Nein zur Vorlage werde sich unmittelbar auf das Gastgewerbe auswirken, argumentierte die Verbandsspitze zu ihrem Beschluss.

Die geltenden Bestimmungen blieben unabhängig vom Ausgang des Urnengangs bis am 19. März 2022 in Kraft, schrieb Gastrosuisse in einer Mitteilung. Dies gelte auch für die gesetzlichen Grundlagen der Zertifikatspflicht.

Gastrosuisse ist nach wie vor gegen die erfolgte Ausweitung des Covid-Zertifikats auf die Restaurants und Cafés. Diese sei unverhältnismässig und branchenschädigend, hiess es. Der Verband lehnt das Covid-Zertifikat jedoch nicht durchwegs ab. Der Nachweis ermögliche internationale Reisen oder Grossveranstaltungen. Zudem könne das Zertifikat auch gastgewerblichen Betriebsformen eine Perspektive geben, in denen sich die Gäste frei bewegen könnten.

Bei der ersten Referendumsabstimmung über das Covid-Gesetz im Juni hatte Gastrosuisse die Ja-Parole gefasst. Die Stimmbevölkerung sagte damals mit 60 Prozent Ja zur Vorlage. Im November geht es um Änderungen im Gesetz, die das Parlament im März verabschiedet hatte. Das Parlament weitete etwa Finanzhilfen aus, revidierte die Kontaktverfolgung, beschloss eine Förderung von Covid-Tests und schuf die Grundlage für das Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete.

Polizisten schlagen auf Corona-Demonstranten ein

Bei einer unbewilligten Corona-Demo kam es am Donnerstag zu Ausschreitungen. Ein Video kursiert nun im Netz, das zeigt, wie ein Mann während der Kundgebung verhaftet wird. Mehrere Polizistinnen und Polizisten in Vollmontur stehen um den am Boden liegenden Mann herum und schlagen ihn mehrmals.

Die Berner Kantonspolizei habe diesenVorfall gegenüber «20 Minuten» bestätigt. Der Mann sei trotz Mitteleinsatz auf die Polizeisperre zugegangen und habe eine Schutzbrille getragen. Seine Absichten seien den anwesenden Polizistinnen und Polizisten nicht klar gewesen – auch, weil der Mann seine Hände in den Hosentaschen hatte.
Darum habe man entschieden, den Mann zu überwältigen. Weil er sich widersetzte, habe man Schmerzreize eingesetzt. Man habe den Mann für weitere Abklärungen in die Polizeiräumlichkeiten mitgenommen. Mittlerweile sei er wieder auf freiem Fuss, müsse aber mit einer Anzeige rechnen.

BAG meldet 968 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 968 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 20 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

Falsche Covid-Zertifikate im Kanton Waadt verkauft

Im Kanton Waadt haben Apothekenmitarbeitende mutmasslich falsche Covid-Zertifikate ausgestellt. Sie sollen diese an Verwandte, teils gegen Geld, weitergegeben haben. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Die Waadtländer Kantonspolizei geht davon aus, dass etwa hundert falsche Zertifikate an Personen ausgestellt wurden, die weder geimpft noch getestet waren, wie sie am Freitag in einer Medienmitteilung schrieb. Es seien Ermittlungen im Gange, um die Urheberschaft und das Ausmass der gefälschten Bescheinigungen herauszufinden.

Über 1'000 Tiere starben in der Schweiz für Corona-Forschung

Können corona-Infizierte das Virus an ihre Haustiere weitergeben können? Diese Frage stellten sich Schweizer Forscher. Dafür seien Hunde, Katzen und Pferde zum Einsatz gekommen. Insgesamt seien letztes Jahr über 1’096 Tiere in der Schweiz für die Corona-Forschung gestorben, wie der «Blick» schreibt.

Unter anderem seien die Tierversuche für die Corona-Forschung an der Universität Zürich durchgeführt worden. Corona-Patienten wurden dafür mit Pferden, Hunden und Katzen in Kontakt gebracht. An der Universität Bern wiederum kamen 500 Mäuse für die Forschung an einem Covid-Impfstoff zum Einsatz.

Die Corona-Forschung ist für nur gerade 0,2 Prozent aller Tierversuche in der Schweiz verantwortlich. Gerade für die Entwicklung von Impfstoffen sind Tierversuche unumgänglich. So erprobten die Hersteller Moderna und Biontech/Pfizer ihre mRNA-Impfstoffe etwa zuerst an Rhesusaffen, Mäusen und Hamstern.

Schweizer Wirtschaft wird positiver wahrgenommen

Die öffentliche Wahrnehmung der Schweizer Wirtschaft hellt sich nach der Coronakrise weiter auf. Sorgen bereiten dem Wirtschaftsstandort allerdings Lieferengpässe, Inflation und Cyberattacken. Zu diesem Schluss kommt eine vom Basler Beratungsunternehmen Commslab erstellte Analyse zur Reputation der Schweizer Wirtschaft

«Zum vierten Mal in Folge verbessert sich die Reputation der Schweizer Wirtschaft in signifikanter Weise», heisst es in der am Freitag veröffentlichten Studie. Der von Commslab ermittelte Stimmungsindikator «Swiss Economy Reputation Index» (SERX) zog von Anfang Juli bis Ende September um 3,1 Punkte auf 101,5 Zähler.

Seit Jahresbeginn stieg der Index von gut 90 auf über 100 Punkte und signalisiert damit die generell positive Reputation der Schweizer Wirtschaft. Erstmals erstellt wurde er Anfang 2008 mit Basisindexwert von 100.

Seilbahnen setzen Erholung im September fort

Die Schweizer Seilbahnunternehmen haben sich im September weiter erholt und damit den Trend vom August fortgesetzt. Die Erholung bewegt sich allerdings nach wie vor auf tiefem Niveau.

Denn auch der September vermöge den «Seilbahnsommer» nicht zu retten, teilten die Seilbahnen Schweiz am Freitag mit. So lägen die Zahlen zu den Ersteintritten und Umsätzen von Mai bis September im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 noch immer jeweils rund 30 Prozent tiefer.

Gründe für die Erholung auf tiefem Niveau seien nach Ende der Sommerferienzeit insbesondere sommerliche Wochenenden und wieder vermehrt Besucher aus dem In- und Ausland gewesen. Nach dem Ende der Schulferien seien im September zwar die mehrtägigen Aufenthalte von Gästen auf der Nachfrageseite der Bergbahnen weggefallen, dafür zog es laut Mitteilung wieder vermehrt Rentner und Aktivsportler in die Berge.

Unerfreulich sei nach wie vor die Situation in der Zentralschweiz und im Berner Oberland. (Symbolbild: Keystone)
Italien: Kinos, Theater und Konzertsäle dürfen wieder voll öffnen

Italien hebt die Zuschauerbeschränkungen für kulturelle Veranstaltungen weitgehend auf. Von Montag an dürfen Kinos, Theater, Konzerthallen und andere Unterhaltungsbetriebe wieder zu 100 Prozent ausgelastet werden.

Das entschied das Kabinett von Ministerpräsident Mario Draghi nach einer Sitzung am Donnerstagabend. Voraussetzung für die vollständige Öffnung sei aber, dass die jeweilige Region in der Corona-Infektions-Skala «weiss», also auf der niedrigsten Stufe, ist.

Vom Wochenende an dürfte dies auf alle Regionen des Landes zutreffen. Zudem müssen Gäste den «Grünen Pass» haben, der eine Impfung, Genesung oder einen Covid-Test nachweist.

Von Montag an dürfen Kinos wieder zu 100 Prozent ausgelastet werden. (Symbolbild: Keystone)
Israel will massenhafte Quarantäne von Schülern eindämmen

Israel bemüht sich in der Corona-Pandemie um die Eindämmung einer massenhaften Quarantäne von Schulkindern. Ab Sonntag sollen in Städten mit niedrigen Infektionszahlen im Falle eines infizierten Schülers nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne.

Dies teilten Ministerpräsident Naftali Bennett und Gesundheitsminister Nitzan Horowitz in der Nacht zu Freitag mit. Nach Medienberichten geht es dabei um rund 250 Schulen.

Stattdessen sollen die Schüler einer betroffenen Klasse eine Woche lang täglich auf das Corona-Virus getestet werden. Wer negativ ist, kann weiter zur Schule gehen. Am ersten und am siebten Tag sollen PCR-Tests gemacht werden, dazwischen Schnelltests zuhause. Ein ähnliches Pilot-Programm hatte das Gesundheitsministerium an religiösen Schulen bereits im August gestartet.

Finanzielle Belohnungen führen laut Studie zu mehr Impfungen

Die Aussicht auf eine bescheidene finanzielle Belohnung motiviert Menschen tatsächlich, sich eher gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das geht aus einer randomisierten kontrollierten Studie hervor, an der über 8000 Schwedinnen und Schweden teilnahmen.

Demnach erhöhte eine Prämie von bescheidenen 200 schwedischen Kronen (rund 21 Franken) die Impfrate um 4,2 Prozentpunkte, von rund 72 Prozent auf 76 Prozent. Niederschwellige psychologische Interventionen, sogenannte Nudges, halfen hingegen wenig. Das berichtet ein internationales Forschungsteam um Armando Meier von den Universitäten Basel und Lausanne, Florian Schneider von der Universität Zürich und Pol Campos-Mercade von der Universität Kopenhagen im Fachmagazin «Science».

Wirksamkeit der Schweizer Strategie unklar

Für die Schweiz entscheidet der Bundesrat am kommenden Mittwoch, ob jemand, der beispielsweise einen Freund, eine Nachbarin oder ein Familienmitglied vom Impfen überzeugen konnte, vom Kanton einen Gutschein über 50 Franken erhalten soll. Eine grosse Mehrheit Kantone kritisiert die Pläne zu den Impfgutscheinen allerdings. Mehr dazu hier.

Schweizer Daten zeigen erstmals - Moderna schützt besser
Biden pocht auf Corona-Impfpflicht in Unternehmen

US-Präsident Joe Biden hat weitgehende Corona-Impfpflichten für Arbeitnehmer verteidigt. «Meine Botschaft lautet: Verlangen Sie von Ihren Mitarbeitern, sich impfen zu lassen, damit wir diese Pandemie endlich besiegen können», sagen Biden am Donnerstag in Elk Grove Village bei Chicago. Ohne Impfung drohten endlose Monate des Chaos in Krankenhäusern, Schäden für die Wirtschaft, Angst in Schulen sowie leere Restaurants.

Biden hatte bereits im September den Druck auf ungeimpfte Amerikaner erhöht und auf Impfpflichten gesetzt. Er hatte für Angestellte der Bundesregierung sowie Zulieferer die Impfvorschriften verschärft. Sein Aktionsplan sieht auch vor, dass Firmen mit mehr als 100 Angestellten vorgeschrieben werden soll, dass alle Mitarbeiter geimpft sein oder sich mindestens ein Mal pro Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen müssen.

Corona-Lockdown macht Kinder psychisch krank

Die Politik der Corona-Lockdowns hat einer aktuellen Studie zufolge weltweit zu deutlich mehr Erkrankungen bei Kindern geführt.

Das berichtete die Hilfsorganisation Save the Children am Freitag unter Berufung auf Daten des «Oxford Covid-19 Government Response Trackers». Zugenommen hätten Fälle von Depressionen, Angstzuständen, Einsamkeit und sogar Selbstgefährdung. Berücksichtigt wurden die Umfrageergebnisse von mehr als 13’000 Kindern in 46 Ländern.

83 Prozent der Kinder berichteten den Angaben zufolge über einen Anstieg von negativen Gefühlen aufgrund der Pandemie. Diese Gefühle zeigten sich bei der Mehrheit der Kinder (96 Prozent) weitaus stärker, nachdem Schulen bereits über 17 Wochen geschlossen waren. In den Industrieländern blieben bis zu 50 Prozent der psychischen Erkrankungen unbehandelt, in den Entwicklungsländern seien es sogar zwischen 76 Prozent und 85 Prozent.

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 hätten Kinder im Durchschnitt an 184 Tagen unter gesetzlichen Schliessungen oder Einschränkungen gelebt. (Symbolbild: Keystone)
Kanton Genf stellt zusätzliche 35 Millionen für Unternehmen bereit

Im Kanton werden die Unternehmen, die von den Folgen der Covid-19-Pandemie stark betroffen sind, zusätzliche Unterstützung erhalten. Um den zahlreichen Gesuchen gerecht zu werden, hat das Kantonsparlament am Donnerstag zusätzliche 35 Millionen Franken an nicht rückzahlbarer Hilfe für sie beschlossen.

Der ursprüngliche Finanzrahmen belief sich auf 40 Millionen und ist aufgebraucht, wie die zuständige Staatsrätin Fabienne Fischer im Rat erklärte. Diese Mittel betreffen Firmen, deren Umsatz im Jahr 2020 und im ersten Halbjahr 2021 um 25 bis 40 Prozent geschrumpft ist und die nicht von der Hilfe des Bundes profitieren.

Der zweite Teil der Gesetzesänderung über die ausserordentlichen Finanzhilfen des Kantons Genf bezieht sich auf die zusätzlichen Beiträge, die der Bundesrat an die besonders betroffenen Kantone leistet. Der Staatsrat beantragt, dass die zusätzlichen 21,33 Millionen an die begünstigten Unternehmen verteilt werden.

Ukraine ordnet Corona-Impfung für Lehrer und Staatsangestellte an

Wegen steigender Corona-Zahlen hat das ukrainische Gesundheitsministerium eine Impfpflicht für viele Staatsbedienstete angeordnet. Auf der Liste stehen vor allem Lehrer aller Schularten, Erzieher und Verwaltungsangestellte, wie das Ministerium am Donnerstag in Kiew mitteilte. Diese Berufsgruppen haben demnach einen Monat Zeit, um sich gegen Corona impfen zu lassen. Ungeimpfte sollen danach ohne Gehaltsfortzahlung vom Dienst freigestellt werden.

Aktuell werden in der Ukraine wieder täglich hohe Infektionszahlen registriert. Am Donnerstag wurden 15 125 neue Fälle gemeldet. 314 Menschen starben mit Covid-19. Mehrere Gebiete des Landes bereiten sich auf eine Verschärfung der geltenden Quarantäne-Massnahmen vor. Ausnahmen sollen dabei für Geimpfte gelten. Jedoch sind bisher nur etwa 15 Prozent der rund 40 Millionen Einwohner immunisiert. Mehr als die Hälfte der Ukrainer will sich Umfragen nach nicht impfen lassen.

Erneut Wasserwerfer an Corona-Demo in Bern

In Bern haben sich am Donnerstagabend mindestens 500 Gegner der Corona-Massnahmen an einer weiteren unbewilligten Kundgebung beteiligt. Schon kurz nach Beginn des Umzugs setzte die Polizei den Wasserwerfer und weitere Mittel gegen Demonstrierende ein.

Die Sperre in der Bundesgasse Richtung Bundeshaus sei bedrängt worden, teilte die Polizei auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sie war erneut mit einem Grossaufgebot in der Stadt präsent. Bereits vor Beginn des Umzugs hatte sie rund um den Bahnhof Personenkontrollen durchgeführt und Wegweisungen ausgesprochen.

Vom Bahnhofplatz aus hatte sich der Umzug kurz nach 19.30 Uhr in Bewegung gesetzt. Viele trugen eine Rose in der Hand, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Rose stehe für Frieden, «wir sind alle friedlich hier», sagte ein Demonstrierender. «Wir sind aus der Mitte der Gesellschaft und keine Extremisten.»

Gegner der Corona-Massnahmen versammeln sich seit Wochen jeden Donnerstagabend in Bern. Mit einer Ausnahme waren die letzten Kundgebungen alle unbewilligt. Mehrmals kam es zu Gewaltausbrüchen. Die Polizei ging wiederholt mit Wasserwerfern, Gummigeschossen und Reizgas gegen die Demonstrierenden vor.

Regierung streicht "rote Corona-Reiseliste" für England zusammen

Die britische Regierung streicht ihre «rote Reiseliste» für England drastisch zusammen. Wer vom frühen Montagmorgen an etwa aus Brasilien, Mexiko oder Südafrika in England ankommt, muss nicht mehr für elf Tage in verpflichtende, teure Corona-Quarantäne in einem Hotel. Künftig umfasst die «rote Liste» nur noch 7 Staaten in Süd- und Mittelamerika statt 54 Länder weltweit, wie Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag mitteilte. Zudem müssen vollständig gegen Corona geimpfte Reisende nun bei der Ankunft aus zahlreichen weiteren Staaten wie Indien, der Türkei oder Ghana gar nicht mehr in Quarantäne.

Die Reisebranche hatte seit Monaten für Änderungen der Regeln zu beliebten Urlaubsländern wie Mexiko oder Thailand geworben. «Die heute verkündeten Massnahmen bedeuten den nächsten Schritt, um den Reiseverkehr weiter zu öffnen und Stabilität für Passagiere und die Industrie zu schaffen, während wir gleichzeitig auf dem Weg bleiben, den Reiseverkehr für immer offenzuhalten», twitterte Shapps. Die Änderung gilt nur für den grössten britischen Landesteil England.

Einreisende aus «roten» Ländern müssen sich nach Ankunft in England direkt in bestimmte Hotels begeben und dort elf Nächte in Isolation verbringen. Die Kosten von bis zu 2285 Pfund (2700 Euro) pro Person müssen die Reisenden selbst zahlen. Wer aus Deutschland ins Vereinigte Königreich einreist, muss schon seit längerem nicht mehr in Quarantäne. Allerdings muss vor der Ankunft weiterhin ein PCR-Test gebucht werden, der spätestens am zweiten Tag in Grossbritannien gemacht werden muss.

Nordirland streicht Ende Oktober fast alle Corona-Regeln

Als letzter Landesteil des Vereinigten Königreichs will Nordirland Ende Oktober fast alle Corona-Regeln aufheben. Wie die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag meldete, soll am 31. Oktober die Regel fallen, einen Meter Abstand zu halten. Nachtclubs dürfen öffnen, in Pubs müssen Gäste nicht mehr am Sitzplatz bedient werden. Bereits am 14. Oktober sollen Besucher Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wieder im Stehen verfolgen dürfen.

Die Regierung der britischen Provinz will den PA-Informationen zufolge dabei auf die 3G-Regel setzen: Veranstalter und Nachtclubbetreiber sollen gebeten werden, von Besuchern einen Nachweis über vollständige Impfung, Genesung oder aktuellen negativen Corona-Test zu verlangen.

In den übrigen Landesteilen sind die meisten Corona-Regeln schon seit längerem aufgehoben. Während aber in Schottland und Wales noch in Geschäften, Gastronomie und Nahverkehr eine Maskenpflicht gilt, gibt es im grössten Landesteil England keine gesetzlichen Vorgaben mehr. Gesundheitspolitik ist im Vereinigten Königreich Aufgabe der einzelnen Landesteile.

Mann leidet nach Covid-Erkrankung unter «analem Unbehagen»

Das Fachjournal «BMC Infectious Diseases» berichtet über einen kuriosen Fall von Long-Covid in Japan. Demnach klagte ein Japaner nach überstandener Covid-Erkrankung über «unruhige, tiefe anale Beschwerden, die etwa 10 cm von der Dammregion entfernt lagen». Diese gingen mit dem unbändigen und am Abend stärker werdenden Drang einher, den Darm bewegen zu wollen. Das Aufsuchen der Toilette habe aber nicht geholfen.

Nach einer eingehenden Untersuchung kamen die Ärzte zum Schluss, dass der 77-Jährige unter dem Restless-Anal-Syndrom leidet. Dabei handelt es sich um eine Variante des deutlich geläufigeren Restless-Leg-Syndroms, kurz RLS. «Dieser Fall erfüllt vier wesentliche Merkmale des RLS: Bewegungsdrang, Verschlimmerung in Ruhe, Besserung bei Bewegung und Verschlimmerung am Abend», erklärt Itaru Nakamura, Experte für Infektionsprävention und -kontrolle an der Medizinischen Universität Tokio.

Biontech/Pfizer beantragen US-Notfallzulassung für jüngere Kinder

Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben für ihren Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung für den Einsatz bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt.

Die entsprechenden Daten seien der Behörde übermittelt worden, teilte Pfizer am Donnerstag via Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ein Beratergremium der FDA will sich am 26. Oktober mit dem Antrag befassen.

Zuvor hatten klinische Studien gezeigt, dass der Impfstoff von Kindern in dieser Altersgruppe gut vertragen wird und eine stabile Immunantwort hervorruft. Anders als in der Altersgruppe über zwölf wurde den Kindern von fünf bis elf Jahren für die klinische Studie der Phase 2/3 nur ein Drittel der Dosis verabreicht. Die beiden Impfungen lagen drei Wochen auseinander.

An der Studie nehmen den Angaben der Unternehmen zufolge insgesamt 4500 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis elf Jahren teil, die vorgestellten Daten zu den 5- bis 11-Jährigen gehen auf 2268 Teilnehmer zurück. Beteiligt sind über 90 Kliniken in den USA, Finnland, Polen und Spanien.

Bisher kein Ansturm auf Johnson-Impfung

In der Schweiz hat sich die Nachfrage nach dem alternativen Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson bei der Lancierung in Grenzen gehalten. Lesen Sie hier mehr.

In der Schweiz begann die Impfkampagne mit dem Vektorimpfstoff des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson am Mittwoch. (Bild: Keystone)
Werbung für «digitalen Arztbesuch» in der Schweiz ist Gerichtsfall

Darf eine private Krankenversicherung in Deutschland für ärztliche Fernbehandlungen per App durch Mediziner in der Schweiz werben? Lesen Sie hier mehr zum Gerichtsfall.

(Bild: Keystone)
STIKO empfiehlt Drittimpfung für über 70-Jährige

Die Ständige Impfkommission in Deutschland empfiehlt älteren Menschen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus. Wie die Tagesschau berichtet, sprach sich das Gremium für die sogenannte Booster-Impfung für Menschen aus, die älter als 70 Jahre sind.

(Bild: Keystone)
Sieben Prozent der Corona-Toten seit Januar trotz Impfung gestorben

In der Schweiz sind nach Angaben des Bundes seit Ende Januar bislang 119 Menschen mit dem Corona-Virus gestorben, obschon sie vollständig geimpft waren. Dies entspricht rund sieben Prozent der 1681 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in dieser Zeit. Die meisten der geimpften Verstorbenen waren über 80-Jährig.

Daneben landeten 600 Personen trotz vollständiger Covid-Impfung im Spital, was rund 5,6 Prozent der 10’716 Hospitalisierten seit Ende Januar entspricht. Zwei Drittel der betroffenen Geimpften waren über 70 Jahre alt. Dies geht aus Zahlen hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag erstmals in dieser Form in seinem Dashboard publizierte.

Fälle trotz vollständiger Impfung sind den Angaben zufolge nachgewiesene Sars-CoV-2-Infektionen, die nach Aufbau des maximalen Impfschutzes 14 Tage nach Verabreichung der zweiten Impfdosis stattgefunden haben. Solche Fälle trotz vollständiger Impfung seien zu erwarten, da die Impfstoffwirksamkeit zwar sehr hoch sei, jedoch unter hundert Prozent liege, teilte das BAG mit.

Die Daten zum Impfstatus werden seit Ende Januar 2021 erhoben. Sie basieren auf Informationen von Ärztinnen und Ärzte sowie der Spitäler im Rahmen der Meldepflicht.

Sieben Prozent der Corona-Toten seit Januar trotz Impfung gestorben

In der Schweiz sind nach Angaben des Bundes seit Ende Januar bislang 119 Menschen mit dem Corona-Virus gestorben, obschon sie vollständig geimpft waren. Dies entspricht rund sieben Prozent der 1’681 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in dieser Zeit. Die meisten der geimpften Verstorbenen waren über 80-Jährig.

Daneben landeten 600 Personen trotz vollständiger Covid-Impfung im Spital, was rund 5,6 Prozent der 10’716 Hospitalisierten seit Ende Januar entspricht. Zwei Drittel der betroffenen Geimpften waren über 70 Jahre alt. Dies geht aus Zahlen hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag erstmals in dieser Form in seinem Dashboard publizierte.

BAG meldet 1'126 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 1’126 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG fünf neue Todesfälle und 30 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

Deutschland: Behörde geht von bis zu 80 Prozent Corona-Geimpften aus

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland geht von bereits mehr Corona-Geimpften aus, als in der offiziellen nationalen Meldestatistik erfasst sind.

Es sei anzunehmen, dass unter Erwachsenen bis zu 84 Prozent mindestens einmal und bis zu 80 Prozent vollständig geimpft sind, heisst es in einem aktuellen Bericht des RKI – der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten – (Stichtag 5.10.). Die Schätzung beruht auf Bürgerbefragungen und Meldedaten.

Nach Meldungen der Impfstellen haben bisher knapp 80 Prozent der Menschen ab 18 Jahren eine erste Spritze bekommen, gut 75 Prozent bereits die zweite.

BAG beendet «Fail»-Kampagne

Das BAG führt eine Werbekampagne für die Covid-Impfung mit sogenannten Fail-Videos nicht weiter. Dies sei von Anfang an geplant gewesen. Um eine Reaktion auf öffentliche Kritik handle es sich bei dem Schritt nicht. Das BAG hatte die «Really»-Kampagne erst Mitte September gestartet. Videos in den Sozialen Medien zeigten Personen, bei denen einiges schief läuft – etwa einen jungen Mann, der sich einen Feuerwerkskörper in die Hose steckt. Erklärtes Ziel der Kampagne war, jungen Menschen Ängste vor der Covid-Impfung zu nehmen. Alles dazu lesen Sie hier.

Cleverer als Feuerwerk in der Hose: Eines der Videos der Kampagne. (Video: Youtube/BAG)
USA: Ware abgeleckt? Mann nach falscher Corona-Panikmache in Haft

Weil er fälschlicherweise auf Facebook behauptet hatte, er habe einen Corona-Infizierten dafür bezahlt, Sachen in einem Supermarkt abzulecken, ist ein Mann im US-Bundesstaat Texas zu 15 Monaten Haft verurteilt worden.

Damit habe der 40-Jährige in zwei Fällen gegen ein Gesetz verstossen, das Falschinformationen und Täuschung im Zusammenhang mit biologischen Waffen verbietet, berichteten US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Darunter falle auch das Coronavirus. Ein Bundesrichter ordnete zudem am Montag eine Geldstrafe von 1000 Dollar (rund 865 Euro) an.

Im April 2020 hatte der Mann auf Facebook über einen Supermarkt in der Stadt San Antonio geschrieben, sein mit Corona infizierter Cousin habe gegen Bezahlung in den vergangenen zwei Tagen «alles abgeleckt». Das sei nicht wahr gewesen, hiess es seitens der Staatsanwaltschaft. Der Beitrag sei nach 16 Minuten gelöscht worden. Dennoch erreichte örtliche Behörden ein anonymer Hinweis mit einem Screenshot.

Migros-Personal fordert mehr Lohn und bessere Arbeitsverträge

Das Personal der Migros fordert mehr Lohn, bessere Arbeitsverträge und personelle Verstärkung. Begründet wird dies mit dem grossen Einsatz während der Corona-Pandemie und dem Rekordgewinnjahr des Einzelhandelsriesen im vergangenen Jahr.

Unterstützt durch die Gewerkschaft Unia fordert das Migros-Personal eine allgemeine Lohnerhöhung von 2 Prozent, eine Erhöhung der Mindestlöhne um 100 Franken, mehr Personal, ein Ende mit «prekären Arbeitsverträgen» und die Ausweitung des L-GAV Migros auf den Online-Handel, wie es in einer Mitteilung der Unia vom Donnerstag heisst. Mehr dazu hier.

Die Migros hatte im Corona-Jahr 2020 den höchsten Gewinn der Unternehmensgeschichte eingefahren. (Symbolbild: Keystone)
Bund registriert erneut weniger neue Corona-Ansteckungen

In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der vergangenen Woche gesunken. Auch bei den Spitaleinweisungen und Todesfällen rechnet der Bund trotz zu erwartender Nachmeldungen mit einer Abnahme.

Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurden in der Zeit vom 27. September bis 3. Oktober 7’625 laborbestätigte Fälle gemeldet. Dies entspricht einer Abnahme um gut 18 Prozent, wie das Amt am Donnerstag in seinem Wochenbericht mitteilte. In der Woche zuvor waren es 9’348 Fälle gewesen.

Weniger Covid-Erkrankte auf Intensivstationen

Die durchschnittliche Zahl der Covid-Erkrankten auf einer Intensivstation hat den Angaben zufolge in der Berichtswoche mit 181 im Vergleich zur Vorwoche (230) um 21 Prozent abgenommen. Mehr dazu hier.

Touristen sollen in der Schweiz 30 Franken fürs Covid-Zertifikat bezahlen

Wer ausserhalb der EU geimpft wurde, müsse sein Covid-Zertifikat in den Schweiz-Ferien umwandeln lassen, wie der «Blick» schreibt. Anders als die Nachbarländer erhebt die Schweiz dafür eine Gebühr. Nun fürchten Touristiker um ihre Wintergäste. Wer in der Schweiz mit einem Covid-Zertifikat von ausserhalb der EU versucht, ins Restaurant zu kommen, habe Pech. Die QR-Codes würden nicht funktionieren.

Selbst geimpfte Touristen müssen regelmässig zum Test antraben. Deshalb sollen sie mit ihrem Impfnachweis bald ein Schweizer Covid-Zertifikat beantragen können. Möglich wird das ab 11. Oktober. Der Haken daran: Das Schweizer Zertifikat kostet die Touristinnen und Touristen 30 Franken. In anderen europäischen Ländern ist das gar nicht erst nötig: Es werden auch einfache Impfbüchlein oder ausländische Zertifikate akzeptiert.

Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen

Der Impfstoffhersteller Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen. Man wolle eine Anlage zur Produktion von Arzneimitteln bauen, in der jährlich bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen hergestellt, abgefüllt und verpackt werden können, teilte Moderna am Donnerstag mit. Die US-amerikanische Firma wolle 500 Millionen Dollar (432 Mio Euro) in die Anlage investieren. Der Standort sei noch nicht ausgewählt.

Im August hatte der deutsche Impfstoffhersteller Biontech angekündigt, man werde Malaria- und Tuberkulose-Impfstoffe in Afrika herstellen und prüfe dazu den Aufbau nachhaltiger Produktionsmöglichkeiten in Ruanda und Senegal. Ende 2022 sollen klinische Studien für die mRNA-Impfstoffe beginnen.

Auch in Südafrika soll nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Hilfe eines Konsortiums ein Zentrum zur Herstellung von mRNA-Impfstoffen entstehen. (Symbolbild: Keystone)
Zehntausende Kinder in USA verlieren Elternteil oder Betreuer

Mehr als 140’000 Kinder in den USA haben einer Analyse zufolge im Zuge der Corona-Pandemie mindestens einen Elternteil oder eine für sie sorgende Betreuungsperson verloren. Diese Hochrechnung gelte allein für den Zeitraum April 2020 bis Juni 2021. Das berichten Forscher um Susan Hillis von der US-Gesundheitsbehörde CDC im Fachjournal «Pediatrics». Etwa jedes 500. Kind in den USA sei betroffen.

Auf etwa vier Menschen, die in den USA nach einer Corona-Infektion starben, komme ein Kind unter 18 Jahren, das dadurch ein Elternteil, ein es aufziehendes Grosselternteil oder eine andere für es sorgende Betreuungsperson verloren habe, schreiben die Forschenden. Das sei eine versteckte und anhaltende, von der Pandemie ausgelöste sekundäre Tragödie, um die man sich dringend verstärkt kümmern müsse.

Grosses Corona-Denkmal in Indonesien vor der Fertigstellung

Indonesien bereitet sich auf die Einweihung eines grossen Monuments für die Opfer der Corona-Pandemie in der Millionenstadt Bandung auf Java vor. In den vergangenen Tagen wurden die Namen von Mitarbeitern des Gesundheitssystems, die in Verbindung mit Covid-19 gestorben sind, in das Stein-Denkmal eingraviert. Am 10. November soll das Ehrenmal im Gasibu Field, einem öffentlichen Park im Herzen der Stadt, enthüllt werden.

Statistiken zufolge sind in dem südostasiatischen Inselstaat mehr als 2’000 Mitarbeiter des Gesundheitssystems im Zuge der Pandemie gestorben. Indonesien ist mit 270 Millionen Einwohnern das viertbevölkerungsreichste Land der Welt und eines der am schwersten von Corona betroffenen in der Region. Insgesamt wurden bisher 4,2 Millionen Fälle gemeldet, 142’000 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus ums Leben gekommen.

Studie: Plasma von von Covid-19 Genesenen hilft Schwerkranken nicht

Noch vor einem Jahr ist Blutplasma von Covid-19-Genesenen als Hoffnung gebende Therapie bezeichnet worden. Doch diese auf Blutplasma-Spenden beruhende Behandlung mit SARS-CoV-2-Antikörpern dürfte keinen Platz mehr in der Intensivmedizin haben.

Auch schwer kranken Patienten hilft die Plasma-Behandlung nicht. Das hat eine internationale Studie ergeben, die nun in der Zeitschrift der US-Ärztegesellschaft (Journal of the American Medical Association, JAMA) erschienen ist. Mehr dazu hier.

Impfquote von 70 Prozent: Grossraum Sydney lockert Corona-Regeln

Aufatmen im australischen Bundesstaat New South Wales und in der Millionenstadt Sydney: Weil dort inzwischen 70 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind, hat die Regionalregierung weitreichende Lockerungen der strikten Corona-Beschränkungen angekündigt. Bereits ab Montag dürfen vollständig Geimpfte – erstmals seit 100 Tagen – wieder in Restaurants essen und ins Fitnessstudio gehen. Zudem können sich wieder zehn statt wie bisher fünf Erwachsene in Privathäusern treffen, im Freien sind Versammlungen von 30 statt wie bisher 20 Menschen erlaubt, wie Regionalpremier Dominic Perrottet am Donnerstag erklärte.

Ab dem 18. Oktober sollen zudem schrittweise die Schulen wieder aufmachen. «Impfungen sind der Schlüssel zur Normalisierung des Lebens, und die Lockerungen werden dazu beitragen, dass Familien und Freunde wieder zusammenkommen, Kinder in die Schulen gehen und Unternehmen schneller ihren Betrieb aufnehmen», sagte Perrottet.

«Oktoberfest» in Moskau - trotz Corona-Pandemie und Markenschutz

Schräg gegenüber der Geheimdienstzentrale in Moskau läuft der Countdown für ein «Oktoberfest» in Miniaturausgabe. Weil das bei den Russen extrem beliebte Original in München wegen der Corona-Pandemie wieder ausgefallen ist, wird hier trotzdem gefeiert. «Wir holen uns die Stimmung hierher», sagt der deutsche Koch David Kikillus in dem neuen Bierrestaurant im Zentrum. Bier aus München, Schweinshaxe, Hüttengaudi mit einer Partyband aus Deutschland und bayerische Deko sollen Russen und Touristen in der russischen Hauptstadt einen Ersatz bieten.

Die Marke «Oktoberfest» – fast jeder Russe kennt das Wort – ist vielerorts mit weiss-blauer Optik präsent als Werbung – in Supermärkten etwa. Auch das russisch-deutsche Haus in der sibirischen Metropole Nowosibirsk feierte gerade sein jährliches «Oktoberfest». «Deutschland besuchen, ohne Moskau zu verlassen», wirbt etwa das neue Wirtshaus Spaten Haus Grand, in dem der gebürtige Dortmunder Kikillus gerade den Hähnchengrill aus Deutschland hat installieren lassen.

Bierfeste nach bayerischer Tradition haben sich auch ausserhalb Deutschlands längst etabliert – Moscow Oktorberfest. (Archivbild: Keystone)
Kanadier müssen für Flug- und Bahnreisen künftig geimpft sein

Die meisten Reisenden in Kanada müssen künftig vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein. Ab dem 30. Oktober gelte die Impfpflicht für alle, die Maschinen von kanadischen Flughäfen nehmen oder mit den öffentlichen Zügen im Land fahren, teilte Ministerpräsident Justin Trudeau am Mittwoch mit. Auch an einer entsprechenden Vorschrift für Reisende auf Kreuzfahrtschiffen werde gearbeitet. Ähnliche Regelungen gibt es auch schon in anderen Ländern – in Deutschland aber bislang nicht.

Die neuen Regeln sind Teil einer Strategie der kanadischen Regierung, die Zahl der Geimpften weiter hochzutreiben. Dazu gehört auch die am Mittwoch ebenfalls verkündete Pflicht für öffentliche Angestellte, darunter auch Polizisten, bis Ende Oktober nachzuweisen, ein Vakzin erhalten zu haben. Ansonsten würden sie ab Mitte November vom Dienst entbunden und nicht mehr bezahlt.

Firmen im Transportsektor müssten ebenfalls sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter ihren Impfstatus nachweisen. Bisher sind 72 Prozent der 38 Millionen Kanadier komplett geimpft. Die verhältnismässig erfolgreiche Kampagne war zuletzt ins Stocken geraten.

Schweden und Dänemark setzen Moderna-Einsatz bei Jüngeren aus

Der Corona-Impfstoff von Moderna wird in Schweden Menschen unter 30 Jahren vorerst nicht mehr verabreicht, in Dänemark zudem niemandem unter 18.

Die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hat beschlossen, den Einsatz des Präparats des US-Unternehmens für die Jahrgänge 1991 und jünger vorsichtshalber vorläufig bis zum 1. Dezember auszusetzen. Grund dafür sind Anzeichen eines erhöhten Risikos von Nebenwirkungen wie die Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder Herzbeutels (Perikarditis), wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.

Der Corona-Impfstoff von Moderna wird in Schweden Menschen unter 30 Jahren vorerst nicht mehr verabreicht, in Dänemark zudem niemandem unter 18. (Bild: Keystone)

Das Risiko, davon betroffen zu sein, sei jedoch äusserst gering. Die betroffene Altersgruppe solle stattdessen den Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten, empfahl die Behörde. Die Impfung gegen Covid-19 wird in Schweden allen Menschen über zwölf Jahre angeboten. Bislang haben 84 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger über 16 Jahre in dem EU-Land mindestens eine Impfdosis erhalten, knapp 78 Prozent auch schon eine zweite.

Kurz darauf meldeten sich auch die Dänen zu Wort. Wie die dänische Gesundheitsverwaltung mitteilte, werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von nun an nur noch mit Biontech/Pfizer geimpft. Auch hier war von einer Vorsichtsmassnahme die Rede. Man komme weiterhin zu der Einschätzung, dass auch das Moderna-Präparat ein besonders effektiver Impfstoff sei, der einen wichtigen Platz in der Impfkampagne des Landes einnehme. In Dänemark haben bislang 76 Prozent aller Bürger eine erste Impfdosis erhalten, fast 75 Prozent auch schon ihre zweite.

Aargauer Regierungsrat lehnt Covid-Impfberatungs-Gutscheine ab

Die Aargauer Kantonsregierung ist zwar grundsätzlich einverstanden mit der geplanten Impf-Offensive des Bundesrats. Sie ist aber gegen die Idee von Gutscheinen für Menschen, die Personen zu einer Covid-Impfung überreden können.

Auch die geplante «Nationale Impfwoche» des Bundesrats begrüsste die Aargauer Regierung in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Vernehmlassungsantwort. Sie wünschte sich allerdings, dass diese Impfwoche nicht Anfang November stattfindet, sondern erst am Ende des Monats. Die Verschiebung begründet die Aargauer Regierung mit dem fehlenden Personal und den zusätzlichen Kosten, die mit der Impfwoche verbunden wären.

(Bild: Keystone)

Für die sechswöchige Impfoffensive gibt der Bundesrat genaue Zahlen vor, wie viele mobile Beratungs- und Impf-Teams die Kantone mindestens einsetzen müssen. Die Aargauer Kantonsregierung rechnet vor, sie müsste 137 Berater einsetzen, «was enormen Aufwand bedeutet». Sie will weniger Berater und weniger mobile Teams einsetzen als es der Bund verlangt.

BAG meldet 1091 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 1091 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sechs neue Todesfälle und 38 Spitaleinweisungen.

BAG meldet 1091 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

Ungeimpfte Hertha-Spieler müssen Covid-Tests bezahlen

Beim Bundesligisten Hertha Berlin müssen ungeimpfte Spieler ihre PCR-Tests ab sofort selber bezahlen. 90 Prozent der Hertha-Spieler seien geimpft, sagt Sportvorstand Fredi Bobic. Zwei PCR-Tests pro Woche sieht das aktuell gültige Konzept der Deutschen Fussball-Liga vor. Hertha testet seine ungeimpften Profis sogar sechsmal pro Woche.

Erste Impfungen im Aargau mit Impfstoff von Johnson & Johnson

Im Kanton Aargau sind am Mittwoch die ersten Dosen des Vektorimpfstoffs Janssen von Johnson & Johnson verabreicht worden. An der Reihe waren Personen mit einer Allergie auf mRNA-Impfstoffe.

Wie viele Personen am Mittwoch bereits eine Impfung mit dem neu zur Verfügung stehenden Impfstoff erhalten haben, konnte der Sprecher des Aargauer Departements Gesundheit und Soziales am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht sagen. Es habe sich um direkte Überweisungen durch Hausärzte an die Kantonsspitäler Aarau und Baden gehandelt.

Im Kanton Aargau wurden am Mittwoch die ersten Dosen des Vektorimpfstoffs Janssen von Johnson & Johnson verabreicht. (Bild: Keystone)

Für Donnerstag seien vorläufig rund 200 Impfungen in den beiden Spitälern sowie den weiteren Zentren in Muri und Rheinfelden geplant. Insgesamt wurden bis Mittwochmorgen 09.00 Uhr gemäss Departementssprecher knapp 700 Termine gebucht. Von den bislang gängigen mRNA-Impstoffen von Pfizer/Biontech und Moderna werden im Kanton Aargau an Werktagen zwischen 2000 und 3000 Dosen verabreicht.

Der Kanton Aargau hat vom Bund 12’000 Impfdosen von Johnson & Johnson erhalten. Personen, die aus medizinischen Gründen, etwa einer Anaphylaxie oder Allergien gegen Inhaltsbestandteile der mRNA-Impfstoffe, auf den Vektorimpfstoff umsteigen müssen, haben Vorrang. Termine können auf www.ag.ch/coronavirus-janssen gebucht werden.

Jeder Zehnte verdient wegen Covid weniger

Jeder Zehnte in der Schweiz verdient wegen Covid-19 weniger, fast jedem Zweiten schlägt die Pandemie aufs Gemüt. Dass trotz geringerem Einkommen mehr Leute über die Runden kommen, liegt daran, dass sie wegen der Pandemie Konsum und Freizeitaktivitäten einschränken.

Mehr dazu hier.

Unbewilligte Corona-Demos in Bern kosten bis zu 200'000 Franken

Jede unbewilligte Corona-Demo in Bern verursacht Polizeikosten in der Grössenordnung von 100’000 bis 200’000 Franken. Die Kosten der Polizei-Einsätze könnten zum Teil an Demonstrierende überwälzt werden.

Diese Möglichkeit sehe das neue kantonale Polizeigesetz vor, das seit Juni 2020 in Kraft ist, sagte der kantonale Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) am Dienstagabend im Lokalsender TeleBärn. Das Bundesgericht hat den Artikel für zulässig erklärt.

Die Gemeinden können demnach dem Veranstalter und den gewalttätigen Demonstrierenden Kosten von bis zu 10’000 Franken, in besonders schweren Fällen bis zu 30’000 Franken in Rechnung stellen. Die Voraussetzungen für eine Kostenüberwälzung seien bei den derzeitigen Donnerstag-Demos erfüllt, sagte Müller. Der Ball liege bei der Stadt.

Am 8. September demonstrierten Hunderte Menschen gegen die Ausweitung der Zertifikatspflicht in Bern. (Bild: Keystone)

Um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, hat die Berner Polizei jeweils ein Grossaufgebot im Einsatz. Laut Müller sind es mehrere hundert Polizisten. Mehrmals mussten die meisten Wachen im Kanton geschlossen werden, um genügend Polizisten in Bern zu haben. Laut Müller erwägt der Kanton nun, für kommende Demos das Nordwestschweizer Polizeikonkordat um Verstärkung anzufragen.

Hunderte Gegner der Corona-Massnahmen versammeln sich seit Wochen jedem Donnerstagabend in Bern. Mit einer Ausnahme waren die letzten Kundgebungen alle unbewilligt. Mehrmals kam es zu Gewaltausbrüchen. Die Polizei ging wiederholt mit Wasserwerfern, Gummigeschossen und Reizgas gegen die Demonstrierenden vor.

Impf-Mitarbeiter in Guatemala angegriffen - 50 Vakzindosen zerstört

Dorfbewohner in Guatemala haben eine Impfkampagne gegen das Coronavirus gewaltsam unterbrochen und 50 Impfdosen zerstört. Ein etwa zehnköpfiges Team des Gesundheitsministeriums wurde am Montag in dem Ort Maguilá geschlagen und mehrere Stunden lang festgehalten, wie das Ministerium mitteilte. Die Bewohner drohten demnach damit, sie zu lynchen – die Lokalverwaltung musste vermitteln. Die aufgebrachte Menge warf den Angaben zufolge die Fläschchen mit dem Vakzin auf den Boden und zerbrach diese, unter anderem mit Steinen.

Die Bewohner von Maguilá, das zur zentralguatemaltekischen Gemeinde Fray Bartolomé de las Casas gehört, hätten sich zuvor organisiert, um die Impfkampagne zu verhindern, hiess es. Sie lehnten es ab, dass dort gegen das Coronavirus geimpft werde – warum, wurde nicht mitgeteilt.

In Guatemala, mit etwa 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Mittelamerikas, wird Gesundheitspersonal in entlegene Gebiete geschickt – manchmal zu Fuss. Die Mitarbeiter sollen die ländliche, zu einem grossen Teil indigene Bevölkerung impfen beziehungsweise überzeugen, sich impfen zu lassen. In manchen Gemeinden – auch im angrenzenden Süden Mexikos – gab es bereits Widerstand, etwa wegen kultureller oder religiöser Überzeugungen, oder auch aufgrund von Gerüchten. Erst rund 14 Prozent der der Bewohner Guatemalas sind bisher vollständig geimpft.

Deutlich mehr Schüler fehlen in England wegen Corona im Unterricht

In englischen Schulen breitet sich das Coronavirus offensichtlich wieder stärker aus. Wie das Bildungsministerium in London am Dienstag mitteilte, verpassten am vergangenen Donnerstag (30. September) mehr als 200’000 Kinder aus Corona-Gründen den Unterricht.

Das sind etwa 2,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler im grössten britischen Landesteil. Am 16. September fehlten laut Ministerium etwa 122’000 Kinder und Jugendliche (1,5 Prozent) im Unterricht.

Abwesend waren nun allein 102’000 Schülerinnen und Schüler wegen einer bestätigten Corona-Infektion und 84’100 mit einer vermuteten – jeweils fast doppelt so viele wie zwei Wochen zuvor. Tausende verpassten zudem wegen coronabedingter Schulschliessungen den Unterricht.

Corona zieht zahlreiche SchülerInnen in England aus dem Verkehr: Mehr als 200’000 Kinder verpassten in der letzten Septemberwoche den Unterricht. (Bild: Keystone)

Schulleiter berichteten von einem «hohen Ausmass an Störungen», weil die neuen Corona-Regeln zur Selbstisolation zur Ausbreitung des Virus in Schulen beitrügen. Seit dem Beginn des Schuljahres müssen sich Schülerinnen und Schüler nur noch isolieren, wenn sie selbst positiv getest werden und nicht mehr nach Kontakt mit Infizierten. «Wir wissen von Schulen, an denen zehn Prozent und mehr der Schüler fehlen und auch Lehrer und Angestellte wegen des Virus nicht zur Arbeit kommen», sagte Geoff Barton, Generalsekretär des Schulleiterverbands Association of School and College Leaders.

Bildungsminister Nadhim Zahawi betonte hingegen, die Regierung halte an den Massgaben fest. Mittlerweile dürfen auch 12- bis 15-Jährige gegen das Coronavirus geimpft werden.

Hausärzte sollen Unentschiedene von einer Corona-Impfung überzeugen

Jetzt müssen die Hausärzte ran: mit Beratung, Aufklärung und Begleitung könnten unentschiedene Patientinnen und Patienten von einer Corona-Impfung überzeugt werden, glaubt der oberste Haus- und Kinderarzt der Schweiz. Zu diesen Unentschiedenen gehörten viele Jugendliche, sagte Philippe Luchsinger am Dienstag in Bern vor den Medien.

Vor allem die sozialen Medien sorgten unter den Jugendlichen für Unsicherheit. Es brauche Fachleute, die Antworten auf die Fragen lieferten. Im Gespräch solle die Impfentscheidung unterstützt werden. Eine gute Beziehung sei dabei das Fundament für eine vertrauensvolle Beratung, sagte Luchsinger. Viele Personen liessen sich nach einer Beratung impfen.

Man habe jede Form der Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) bisher unterstützt. Impfungen seien ein Instrument, das schon Jahrzehnte alt sei. «Wir haben gute, sichere Impfstoffe», sagte Luchsinger.

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Die Hausärztinnen und Hausärzte seien für viele Unentschlossene eine gute Anlaufstelle, um sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, ist der oberste Haus- und Kinderarzt der Schweiz, Philippe Luchsinger, überzeugt. (Bild: Keystone)
BAG meldet 1’019 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1’019 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 27 Spitaleinweisungen.

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Ungenügende Schutzwirkung: Atemschutzmaske KN95 zurückgerufen

In Zusammenarbeit mit der BFU, Beratungsstelle für Unfallverhütung, ruft die Inspectron Cleaning Systems GmbH die Atemschutzmaske KN95 wegen ungenügender Schutzwirkung zurück. Es gebe eine Gesundheitsgefährdung. Ein kostenloser Umtausch werde angeboten, wie es in einer Medienmitteilung des BFU vom Dienstag, 5. Oktober, heisst.

Aufgrund einer ungenügenden Schutzwirkung bestehe für die VerwenderInnen das Risiko, gegen irreversible Gesundheitsschäden ungenügend geschützt zu sein.

Vom Produktrückruf betroffen seien Atemschutzmasken gekennzeichnet mit KN95, welche unter der Bezeichnung «NEUTRAL Atemschutzmaske FFP2 / N95 / KN95 33055 weiss (1 Stk)» verkauft wurden (siehe Abbildung).

(Bild: BFU)

Die betroffenen Masken wurden von den Onlineshops www.cleanswiss.ch, www.superstore.foletti.com und von der Firma Martec Handels AG in 8045 Zürich angeboten.

Betroffene Kunden sind gebeten, die beschriebene Atemschutzmaske KN95 nicht mehr zu verwenden und mit der Inspectron Cleaning Systems GmbH für einen Austausch mit einem Ersatzprodukt Kontakt aufzunehmen.

Shaqiri und Embolo machen Werbung für Impfung

In ihren jeweiligen Instagram-Storys machen die Nati-Stars Xherdan Shaqiri und Breel Embolo am Dienstag, 5. Oktober, Werbung für die Corona-Impfung. Im Trikot seines neuen Vereins posiert Shaqiri im Stadion. Darüber ist zu lesen «Ich bin geimpft».

(Screenshot: Instagram/shaqirixherdan)

Auch Embolo posiert in den Farben seines Vereins.

(Screenshot: Instagram/breelembolo97)
Auslastung der Schweizer Hotels nähert sich dem Vorkrisenniveau

Die Schweizer Hotels waren im August 2021 deutlich besser ausgebucht als im Vorjahresmonat. Langsam nähern sich die Übernachtungszahlen auch wieder dem Vorkrisenniveau an.

Der Trend zeigte während der Sommersaison damit stetig aufwärts: Im Juni waren noch 2,26 Millionen und im Juli 3,63 Millionen Übernachtungen verzeichnet worden. (Symbolbild: Keystone)

Im August 2021 zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) 4,16 Millionen Logiernächte. Das sind 27 Prozent oder fast 1 Million mehr wie in der Vorjahresperiode, als vor allem der internationale Tourismus wegen der Coronapandemie stark eingeschränkt war. Gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 fehlen noch rund 10 Prozent. Mehr dazu hier.

Unicef: Corona beeinträchtigt die Psyche von jungen Menschen

Die Corona-Pandemie hat dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge auch die psychische Gesundheit von jungen Menschen beeinträchtigt. Eine Umfrage in 21 Ländern ergab demnach, dass sich jeder fünfte Mensch im Alter zwischen 15 und 24 Jahren «häufig depressiv fühlt oder wenig Interesse daran hat, Dinge zu tun». Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Unicef-Bericht hervor, für den Kinder und junge Erwachsene in 21 Ländern befragt wurden.

Die Organisation stellt dabei einen direkten Bezug zu den Auswirkungen der Pandemie her: «Nach den neuesten verfügbaren Daten von Unicef ist weltweit mindestens eines von sieben Kindern direkt von Lockdowns betroffen, während mehr als 1,6 Milliarden Kinder einen gewissen Bildungsverlust erlitten haben». Die Unterbrechung von Routinen, Bildung und Erholung sowie Sorge um das Familieneinkommen und die Gesundheit hinterlasse bei vielen jungen Menschen Angst, Wut und Sorge um ihre Zukunft.

UN-Angaben zufolge lebt jeder siebte junge Mensch zwischen zehn und 19 Jahren mit einer diagnostizierten psychischen Beeinträchtigung oder Störung. Das entspreche 80 Millionen Jugendlichen zwischen 10 bis 14 Jahren und 86 Millionen Heranwachsenden im Alter von 15 bis 19. Suizid sei in der Altersgruppe zwischen 15 und 19 die vierthäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen, Tuberkulose und Gewalttaten – wie viele der Selbsttötungen von psychischen Erkrankungen herrühren, geht aus den UN-Angaben nicht hervor.

In dem Bericht hebt Unicef auch die wirtschaftlichen Nachteile psychischer Erkrankungen hervor. So habe die London School of Economics geschätzt, dass in Volkswirtschaften aufgrund von psychischen Störungen, die bei jungen Menschen zu Behinderungen oder zum Tod führen, Schäden von fast 390 Milliarden US-Dollar pro Jahr entstehen.

Australischer Bundesstaat Victoria meldet nationalen Corona-Rekord

Die Corona-Zahlen im australischen Bundesstaat Victoria steigen trotz eines seit zwei Monaten andauernden Lockdowns weiter und haben einen neuen Höchstwert erreicht. Die Behörden in der Region mit der Metropole Melbourne meldeten am Dienstag 1763 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, und mehr als jemals in einem anderen australischen Bundesstaat oder Territorium verzeichnet worden waren.

Derzeit lägen mehr als 500 Einwohner Victorias in Verbindung mit Covid-19 in Krankenhäusern, davon rund 100 auf der Intensivstation, sagte Regionalpremier Daniel Andrews. 66 Prozent der Patienten seien nicht geimpft, 28 Prozent hätten eine Impfdosis erhalten und sechs Prozent seien vollständig geimpft. «Die Zahlen sprechen eine klare Sprache», erklärte der Politiker. «Wenn Sie geimpft sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwer erkranken und im Krankenhaus landen, erheblich geringer.»

(Bild: Keystone)

Der Bundesstaat im Osten Australiens befindet sich bereits zum sechsten Mal im Lockdown. Erst am Montag hatte der australische Sender ABC berichtet, dass die Millionenstadt Melbourne eineinhalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie einen unrühmlichen Rekord aufgestellt habe: Die Regionalhauptstadt komme inzwischen auf zusammengezählt 246 Tage im Lockdown-Modus, hiess es. Damit habe sie dem bisherigen Rekordhalter Buenos Aires den Rang abgelaufen.

Australien mit seinen rund 25 Millionen Einwohnern ist seit Beginn der Krise weitgehend abgeschottet von der Aussenwelt. Wegen des Voranschreitens der Impfkampagne will die Regierung aber voraussichtlich im November erstmals wieder die internationalen Grenzen des Landes öffnen. Vollständig geimpfte Australier dürfen dann wieder ins Ausland reisen. Wann Touristen wieder nach Down Under einreisen können, ist aber noch unklar.

EMA empfiehlt Booster-Impfung für Menschen mit schwachem Immunsystem

Für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem empfiehlt die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) eine Corona-Auffrischungsimpfung mit Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Moderna. Zu diesem Schluss seien die Experten des EMA-Ausschusses für Humanarzneimittel nach der Auswertung von Studien gekommen, teilte die Behörde am Montag in Amsterdam mit.

Es habe sich gezeigt, dass eine dritte Dosis dieser Impfstoffe bei Patienten, die eine Organtransplantation erhalten hatten, die Fähigkeit zur Bildung von Antikörpern gegen das Virus Covid-19 verstärkt. Bis zur Booster-Impfung sollte laut EMA mindestens 28 Tage nach der zweiten Corona-Impfung gewartet werden.

Für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem empfiehlt die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) eine Corona-Auffrischungsimpfung mit Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Moderna. (Bild: Keystone)

Für Menschen ab 18 Jahren mit einem normal funktionierenden Immunsystem sollte eine Booster-Spritze frühestens nach sechs Monaten in Betracht gezogen werden. Die EMA stützte sich dabei auf Untersuchungen mit dem Biontech-Impfstoff Comirnaty, die einen Anstieg von Antikörpern bei 18- bis 55-Jährigen zeigten. Die Prüfung entsprechender Studien mit dem Moderna-Impfstoff Spikevax sei noch im Gange.

Ein Risiko von entzündlichen Herzerkrankungen oder anderen sehr seltenen Nebenwirkungen nach Auffrischungsimpfungen sei derzeit noch nicht bekannt; dies werde sorgfältig beobachtet. Wie bei allen Arzneimitteln überwache die EMA weiterhin alle Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe. Die Behörde wies zudem darauf hin, dass die Entscheidung, ob zusätzliche Impfdosen angeboten würden, bei den einzelnen EU-Mitgliedstaaten liege.

Die Pandemie nagt an der Motivation der ETH-Studierenden

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt viele beim Lernen: Waren 2015 noch 82 Prozent der Studierenden mit ihrem Studium an der ETH Zürich zufrieden oder sehr zufrieden, waren es im Frühling 2021 noch 62 Prozent, wie eine Umfrage zeigt.

Der Grund für die gesunkene Zufriedenheit liegt nahe, wie die ETH Zürich in einer Mitteilung vom Montag schreibt. «Die persönliche Situation der Studierenden litt in der Pandemie.»

In der Umfrage meinten 43 Prozent der Teilnehmenden, sich in der Pandemie nicht angemessen ihrem Studium widmen zu können. Von ihnen gaben vier von fünf an, dass ihnen die Motivation fehle. Ebenso viele vermissten den Austausch mit anderen Studierenden.

Die Studierenden der ETH Zürich leiden gemäss einer Umfrage unter der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Die gesunkene Zufriedenheit beunruhigt die ETH-Verantwortlichen aber nicht: Die Umfrage sei vor allem dazu da, Warnsignale und verborgene Entwicklungen zu erkennen, heisst es in der Mitteilung. «Glücklicherweise sehen wir keine solchen.» Dass die Zufriedenheit unter den aktuellen Verhältnissen leide, habe die ETH erwartet.

Den Unterricht selbst bewerten die Studierenden trotz Pandemie mehrheitlich positiv. Bei vielen spezifischen Fragen hat sich die ETH gemäss Mitteilung verbessert.

Corona-Krise wird Airlines über 200 Milliarden Dollar kosten

Die Corona-Pandemie wird der Luftfahrt-Branche nach Schätzungen des Airline-Verbandes IATA Verluste von mehr als 200 Milliarden Dollar einbringen. Für dieses Jahr sei noch mit einem Minus von 52 Milliarden Dollar zu rechnen, sagte IATA-Generaldirektor Willie Walsh am Montag.

Zugleich sei der Tiefpunkt der Krise überschritten, betonte Walsh bei der IATA-Jahrestagung in Boston. Für das kommende Jahr erwartet die Branchenorganisation noch rote Zahlen von rund zwölf Milliarden Dollar, bis die Industrie 2023 unterm Strich wieder mit Gewinn arbeiten werde.

Im vergangenen Jahr mit dem drastischen Einbruch des Luftverkehrs verbuchten die Fluggesellschaften weltweit zusammen einen Verlust von 138 Milliarden Dollar.

Einige Märkte hätten bei den Inlandsflügen inzwischen fast das Niveau von vor der Pandemie erreicht. Das zeige, dass die Menschen reisen wollen, sagte Walsh weiter. Er forderte zugleich, dass Corona-Massnahmen nur solange in Kraft bleiben dürften, wie sie wirklich benötigt würden.

Die Branche verbindet Hoffnungen auf eine weitere Erholung mit der für Anfang November angekündigten Wiedereröffnung der Einreise in die USA für geimpfte Reisende unter anderem aus der EU.

Das BAG sagt: «Lieber impfen lassen»

Der Bund hat eine neue Werbekampagne lanciert, um junge Menschen in der Schweiz von der Impfung gegen Covid-19 zu überzeugen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stellte am Montag die Sujets vor.

Die Covid-19-Impfung sei auch für junge Menschen empfohlen, betonte das BAG in seiner Medienmitteilung vom Montag. Denn auch sie könnten schwer erkranken oder von Langzeitfolgen der Krankheit betroffen sein.

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Kein Schnelltest mehr vor Einreise nach England notwendig

Bei der Einreise nach England gibt es für vollständig geimpfte Reisende seit Montag eine Hürde weniger. Anders als bislang ist für sie kein Schnelltest vor der Überquerung der Grenze mehr notwendig, wie aus den Einreiseregeln der britischen Regierung hervorgeht.

Allerdings besteht weiterhin die Pflicht, über einen der offiziell zertifizierten Anbieter einen kostenpflichtigen PCR-Test zu buchen, der an Tag Zwei nach der Einreise gemacht werden muss. Dieser kostet üblicherweise mindestens 50 Pfund (umgerechnet rund 63 Franken).

(Bild: Keystone)

Auch diese Vorgabe soll sich allerdings noch im Laufe des Oktobers ändern: Dann soll ein günstigerer Schnelltest nach der Einreise ausreichen. Kritiker bemängeln, damit verliere Grossbritannien die Kontrolle über die Einschleppung gefährlicher Varianten, da Schnelltests nicht sequenziert werden können. Allerdings wird aktuell nur ein Bruchteil der Einreise-PCR-Tests entsprechend untersucht.

Für die meisten geimpften Einreisenden gilt keine Quarantäne-Pflicht mehr. Nur Menschen, die aus Ländern auf der sogenannten roten Liste ankommen, müssen in eine zehntägige, teure Hotel-Quarantäne gehen. Auf dieser Liste stehen derzeit viele afrikanische, südamerikanische und asiatische Staaten.

Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre Corona-Politik und haben teilweise etwas schärfere Regeln.

Impfkadenz sank um 17 Prozent

Seit Sonntagabend sind in der Schweiz und Liechtenstein 58,9 Prozent der Bevölkerung geimpft. In der Woche davor wurden 166’404 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht. Insgesamt gab es seit Beginn der Impfkampagne 10’543’519 Impfungen.

5’088’748 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 366’023 Personen wurde bislang die Erstimpfung vorgenommen. Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 23’772 Impfungen durchgeführt, wie das Bundesamt für Gesundheit am Montag mitteilte. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 17 Prozent.

Österreich hält vorerst an kostenlosen Corona-Tests fest

In Österreich bleiben entgegen ursprünglichen Plänen kostenlose Corona-Tests vorerst möglich. Der Gesundheitsausschuss werde am Dienstag Zuschüsse für Impfungen, für Rettungseinsätze, für Schutzausrüstungen und für Testungen bis Ende März beschliessen, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Wien mit.

(Bild: Keystone)

Weiterhin würden die Corona-Massnahmen laufend beurteilt. «Die Lage kann sich daher auch jederzeit ändern», hiess es aus dem Ministerium. Eigentlich wäre die Finanzierung der Gratis-Tests im Oktober ausgelaufen. Das gilt nun nur für die Selbsttests aus den Apotheken. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich aktuell bei etwa 143.

BAG meldet 2'629 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 2’629 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 7 neue Todesfälle und 41 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Deutlicher Rückgang der Corona-Infektionszahlen in Israel

Rund zwei Monate nach Beginn der Kampagne für eine dritte Corona-Impfung geht die Zahl der Neuinfektionen in Israel deutlich zurück. 2’653 neue Fälle meldete das Gesundheitsministerium am Montag für den Vortag.

Ende August und Anfang September wurden an einzelnen Tagen mehr als 11’000 Neuinfektionen registriert – der höchste Wert seit Pandemiebeginn. Damals wurde allerdings auch mehr getestet.

Rund 61 Prozent der knapp 9,4 Millionen Einwohner sind laut Ministerium zweifach geimpft, rund 38 Prozent dreifach. Voraussetzung für die dritte Spritze ist, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt.

Impfpflicht für Arbeitnehmer dürfte Ausnahme bleiben

Arbeitgeber dürfen unter bestimmten Bedingungen ein Covid-Zertifikat am Arbeitsplatz verlangen. Prompt kündigte die Fluggesellschaft Swiss an, nur noch mit geimpftem Personal fliegen zu wollen. Doch die Meinungen von Juristen, Verbänden und Gewerkschaften zur Impfpflicht gehen stark auseinander.

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246 Tage im Lockdown: Melbourne bricht traurigen Rekord

Gut eineinhalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie hat die australische Millionenmetropole Melbourne einen unrühmlichen Rekord aufgestellt. Die Hauptstadt des Bundesstaats Victoria an der Ostküste komme inzwischen auf zusammengezählt 246 Tage im Lockdown-Modus, berichtete der australische Rundfunksender ABC. Damit habe Melbourne dem bisherigen Rekordhalter Buenos Aires den Rang abgelaufen.

In Victoria haben die Corona-Neuinfektionen zuletzt drastisch zugenommen, vergangene Woche purzelte gar ein Rekordwert nach dem anderen. Dabei befindet sich die Region seit fast zwei Monaten in einem strikten Lockdown – zum sechsten Mal bereits. Nicht nur im Grossraum Melbourne mit seinen rund fünf Millionen Einwohnern liegen deshalb bei vielen Menschen die Nerven blank, zumal der Lockdown noch mehrere Wochen andauern soll.

Melbourne war bisher bereits 246 Tage im Lockdown. (Bild: Keystone)

Nachdem 80 Prozent der Bevölkerung mittlerweile zumindest eine erste Impfdosis erhalten haben, wurden die Regeln vergangene Woche trotz der vielen Neuinfektionen leicht gelockert. Inzwischen dürfen sich die Menschen wieder in einem Radius von 15 statt wie bisher 10 Kilometern um ihren Wohnsitz bewegen. Zudem sind Golf und andere kontaktfreie Sportarten im Freien wieder erlaubt.

Australien mit seinen rund 25 Millionen Einwohnern hatte lange eine Null-Covid-Strategie verfolgt und mit geschlossenen Aussengrenzen und extrem rigiden Massnahmen versucht, das Virus auszumerzen. Mit der Ausbreitung der Delta-Variante mussten mehrere Regionalregierungen aber einräumen, dass die Strategie nicht mehr aufgeht. Inzwischen liegt der Fokus der Behörden darauf, eine möglichst hohe Impfquote zu erreichen.

FIFA: Keine Priorität für Spieler bei Impfungen

Der Fussball-Weltverband FIFA hat sich für Impfungen gegen das Coronavirus ausgesprochen. Doch einen vorrangigen Zugang zur Spritze sollen Fussballspieler nach Ansicht der FIFA nicht erhalten.

Die FIFA befürworte Impfungen gegen Covid-19 und unterstütze die Position der Weltgesundheitsorganisation, hiess es in einer Mitteilung. «Ein sicherer, fairer und gerechter Zugang zu Impfstoffen ist in allen Ländern entscheidend. Spieler sollten keinen vorrangigen Zugang zu Impfstoffen erhalten.»

Zuvor hatte die britische Regierung entschieden, dass vollständig geimpfte Spieler nach der Rückkehr von den anstehenden Spielen der WM-Qualifikation nicht in eine Hotel-Quarantäne müssen, auch wenn sich der Austragungsort der Länderspiele auf der sogenannten «roten Liste» befindet. Dieses Entgegenkommen begrüsst die FIFA.

On-Produktion von Fabrikschliessungen in Vietnam betroffen

Der Schweizer Laufschuhhersteller On ist auch von den coronabedingten Fabrikschliessungen in Vietnam betroffen. Die Schliessungen von bislang acht bis zehn Wochen würden einen Teil der On-Produktion betreffen, hiess es am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP in einem Statement.

«Diese Situation betrifft viele Unternehmen in der Schuhindustrie.» Allerdings seien die «Lockdowns» im Süden von Vietnam per 1. Oktober teilweise aufgehoben worden, und die Produktion könne schrittweise wieder anlaufen. «Vietnam befindet sich somit für die gesamte Schuhindustrie wieder auf dem Pfad der Öffnung.»

Brasilien: Tausende demonstrieren erneut gegen Präsident Bolsonaro

Zehntausende Menschen haben in mehr als 90 brasilianischen Städten wieder gegen die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro und dessen Corona-Politik protestiert. Demonstranten zwischen dem Amazonas-Bundesstaat Roraima im Norden, wo viele Indigene leben, und dem von deutschen Einwanderern geprägten Rio Grande do Sul forderten am Samstag unter anderem die Amtsenthebung Bolsonaros, mehr Impfstoffe gegen das Coronavirus und Arbeitsplätze in Zeiten der Pandemie.

Verlässliche Angaben zu den Teilnehmerzahlen gab es nicht. In der Metropole São Paulo etwa gingen die Schätzungen der Organisatoren (100’000) und die Angaben der Polizei (8000) weit auseinander. Das Nachrichtenportal «G1» berichtete aber von Kundgebungen in allen der 26 Bundesstaaten und im Hauptstadtdistrikt.

Die Demonstranten trugen Plakate und Banner mit Aufschriften wie «Bolsonaro raus» und «Bolsonaro Völkermörder». Sie bezeichneten den Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Arthur Lira, als «Komplizen». Dieser kann einen der Dutzenden Anträge annehmen und ein Amtsenthebungsverfahren gegen Bolsonaro eröffnen, gilt jedoch als dessen Verbündeter.

Wieder Lockdown in Teilen Neuseelands nach drei neuen Corona-Fällen

Nach drei neuen Corona-Infektionsfällen gelten ab diesem Montag in Teilen Neuseelands wieder strengere Beschränkungen im Alltagsleben. Premierministerin Jacinda Ardern erklärte am Sonntag, es seien drei Fälle ausserhalb der Millionenstadt Auckland auf der Nordinsel festgestellt worden. Die verschärften Regeln in den betroffenen Gebieten gelten mindestens fünf Tage. So müssen die Unternehmen auf kontaktlosen Handel umstellen. Bildungseinrichtungen müssen zumachen, sofern sie wegen der Schulferien nicht ohnehin geschlossen sind.

(Bild: Keystone)
Neuer Höchststand bei Corona-Todeszahl in Russland

In Russland spitzt sich die Corona-Lage zu. Am Sonntag meldeten die Behörden mit 890 Todesopfern innerhalb von 24 Stunden einen weiteren Höchstwert seit Beginn der Pandemie vor anderthalb Jahren. Schon seit Tagen weist die Statistik Negativrekorde jenseits der 800-Marke bei den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus auf. Der Kreml nannte die Zahlen zuletzt beunruhigend.

(Bild: Keystone)

Laut offizieller Corona-Statistik starben insgesamt fast 210’000 Patienten mit dem Virus. Es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Zuletzt ist auch die Zahl der Neuinfektionen gestiegen – am Sonntag auf 25’700 neue Fälle innerhalb eines Tages. Offiziellen Angaben zufolge haben erst 50 Millionen Menschen mindestens die erste von zumeist zwei notwendigen Impfungen bekommen. Das sind 34 Prozent der Bevölkerung. 146 Millionen Menschen leben in Russland. Dort gibt es derzeit keine grösseren Corona-Beschränkungen.

Techno-Club Berghain nach Corona-Lockdown wieder geöffnet

Mehr als eineinhalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie und der folgenden Lockdowns ist das Nachtleben in Berlin zurückgekehrt. Im bekanntesten Club der deutschen Hauptstadt, dem Berghain im Stadtteil Friedrichshain, wird seit der Nacht zu Sonntag zum ersten Mal seit März 2020 wieder gefeiert – die sogenannte Klubnacht dürfte ununterbrochen noch bis Montag gehen. Erwartet wurde etwa ein gemeinsamer DJ-Auftritt der Berghain-Grössen Ben Klock und Marcel Dettmann.

Mehrere Hundert Menschen standen am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag in der üblichen langen Schlange vor dem Einlass des riesigen alten Betonbaus, der zu DDR-Zeiten ein Fernheizwerk war. Ebenso wie in vielen Kneipen wurde am Eingang kontrolliert, ob die Besucher geimpft sind oder als genesen gelten. Über die Sommermonate durfte lediglich unter freiem Himmel im Sommergarten des Berghains getanzt werden, während im Inneren die Kunstausstellung «Studio Berlin» zu sehen war. Auch andere bekannte Techno-Clubs haben in Berlin inzwischen wieder geöffnet.

Drei Schweizer Gardisten demissionieren wegen Impfpflicht

Die Schweizer Garde unterwirft sich der Verpflichtung, sich gegen Corona impfen zu lassen. Drei Gardisten wollten sich dem nicht beugen und demissionierten. Lesen Sie hier mehr.

Die Schweizer Garde ist das älteste noch existierende Militärkorps der Welt. (Bild: Keystone)
Israels Regierung erhöht Druck auf zweifach Geimpfte

Wegen hoher Infektionszahlen erhöht Israels Regierung in der Corona-Krise den Druck auf zweifach geimpfte Personen: Ab Sonntag gilt der sogenannte Grüne Pass, der den Zugang zum öffentlichen Leben erleichtert, nur noch bis zu sechs Monate nach der zweiten Impfung. Danach müssen Betroffene eine dritte Spritze als Auffrischung erhalten.

Auch wer positiv auf Corona getestet wurde, muss spätestens sechs Monate danach noch eine Impfung erhalten. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums könnten von der neuen Regelung mehr als eine Million Menschen betroffen sein.

(Bild: Keystone)

Rund 61 Prozent der rund 9,4 Millionen Einwohner sind laut Gesundheitsministerium zweifach geimpft, rund 37 Prozent dreifach. Voraussetzung für die dritte Spritze ist, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt.

Oberster Gesundheitsdirektor unterstützt Impfoffensive

Der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, Lukas Engelberger, unterstützt die Impf-Offensive des Bundes zur Eindämmung des Coronavirus. Derzeit läuft die Konsultation der Kantone zu den Vorschlägen des Bundesrates.

Persönlich sei er der Meinung, dass die Kantone ihr Engagement zusammen mit dem Bund verstärken sollten, sagte Engelberger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Die Schweiz sei bisher in ihrer Kampagne sehr zurückhaltend und rücksichtsvoll vorgegangen.

Lukas Engelberger. (Bild: Keystone)

Angesichts der Grösse des Problems und der Faktenlage sei es nicht nur legitim, sondern auch notwendig, gemeinsam in die Offensive zu gehen. Wenn die Behörden den Dialog suchten, werde die Bevölkerung verstehen, dass alles für die Impf-Kampagne spreche. Sie sei momentan der einzige Weg aus der Krise.

Die Idee, jemanden für die Vermittlung einer Impfung mit einem Einkaufsbon von 50 Franken zu belohnen, könnte ein Beitrag auf dem Weg aus der Krise sein. Es gehe darum, die Diskussion über die Impfung zu führen. Es dürfe kein Tabu mehr sein, sich für die Impfung einzusetzen, sagte Engelberger weiter.

Ein Zertifikatspflicht am Arbeitsplatz wie in anderen Ländern geht dem obersten Gesundheitsdirektor zu weit. In der Freizeit sei eine solche Pflicht sehr berechtigt, weil sie Ansteckungen verhindern könnte. Am Arbeitsplatz seien andere Schutzkonzepte oft gleich gut.

Millionenpreise in Impf-Lotterie in Australien

Unentschlossene Bewohner Australiens sollen jetzt mit Hilfe einer Millionen-Lotterie dazu bewegt werden, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Insgesamt 4,1 Millionen australische Dollar (rund 2,5 Millionen Euro) haben Firmen und Philantropen aufgebracht, um die Impfquote im Land auf über 80 Prozent zu bringen, berichteten Medien am Sonntag. Als Höchstpreis winkt ein Scheck über eine Million Dollar (rund 625 000 Euro), der Sieger soll am 5. November ausgelost werden. Den übrigen Teilnehmern winken in den kommenden Wochen 3100 Preise in Höhe von jeweils 1000 Dollar.

«Die Aktion zielt darauf, Menschen zu belohnen, die sich lieber jetzt impfen lassen als zu warten, so dass wir die kommunale Auswirkung der Covid-19-Pandemie senken können», sagte Craig Winkler, einer der Organisatoren der «Million Dollar Vax»-Lotterie. «Je schneller wir hohe Impfquoten erreichen, über 80 Prozent, desto schneller können wir sicher zum vollen Umfang von Geschäfts- und Gesellschaftsaktivität zurückkehren.»

Aktuell sind in Australien 54 Prozent aller Erwachsenen über 16 Jahren durchgeimpft. Bisher wurden 102’000 Corona-Infektionen im Land registriert, knapp 1200 Menschen starben seit Ausbruch der Pandemie an Corona.

500 Corona-Massnahmenkritiker an Kundgebung in Zug

Mehrere hundert Personen haben sich am Samstagnachmittag in Zug versammelt und unter anderem ihren Unmut über die Corona-Massnahmen in der Schweiz kundgetan. Zum Anlass auf dem Stierenmarkt-Areal aufgerufen hatte die Gruppe Corona-Rebellen.

Die Platzkundgebung war von den Behörden bewilligt. Auf dem Programm standen Vorträge und Unterhaltungsdarbietungen, die bis gegen 21 Uhr dauerten. Am Nachmittag waren rund 300 Personen vor Ort, wie einer der Redner sowie ein Fotograf der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schätzten. Die Zuger Polizei teilte am Abend mit, es hätten insgesamt rund 500 Personen teilgenommen.

(Bild: Keystone)

Aus polizeilicher Sicht sei die Kundgebung ohne Zwischenfälle verlaufen. Es seien weder Personen weggewiesen noch festgenommen worden.

Die Zuger Polizei war demnach mit uniformierten und zivilen Einsatzkräften im Einsatz. Unterstützt wurde sie von Angehörigen aus dem Zentralschweizer Polizeikonkordat sowie weiteren Partnerorganisationen, wie sie in der Mitteilung schrieb. Auch mehrere Dialog-Teams der Zuger Polizei hätten den Anlass begleitet.

Nächste Corona-Welle: Intensivstationen in Thessaloniki sind voll

In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki sind die Intensivbetten für Covid-Patienten zu 100 Prozent belegt. Das berichtete am Samstag die griechische Tageszeitung «Kathimerini». In der umliegenden Region Zentralmakedonien seien nur noch vier Betten frei.

Seit Freitag gilt für die Millionenstadt Thessaloniki ein nächtlicher «Mini-Lockdown», weil die Zahl der Neuinfektionen dort zuletzt stark angestiegen war. Die Gesundheitsbehörde meldete am Freitagabend für das ganze Land mit seinen 11 Millionen Einwohnern 2636 Neuinfektionen, davon knapp 400 in Thessaloniki.

Chur: Wegen massiver Drohungen wird nicht auf Schularealen geimpft

Um impfwillige Jugendliche, Schul- und Impfpersonal zu schützen, führt die Stadt Chur Impfaktionen nicht auf Schularealen, sondern dezentral durch. Der Kanton Graubünden und die Stadt Chur reagieren damit auf angekündigte Demonstrationen und massive Drohungen von Impfgegnern im Vorfeld der geplanten Aktion.

(Symbolbild: Keystone)

Die Impfaktion der Churer Volksschule gebe den Jugendlichen eine einfache Möglichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, sofern ihre Eltern damit einverstanden seien, hiess es in einer Mitteilung der Stadt Chur vom Samstag. Die für Montag geplante Impfaktion mit einer kantonalen Impfequipe an einer Churer Volksschule werde aber wegen angekündigter Protestaktionen nicht auf den Schularealen, sondern dezentral durchgeführt.

Von den rund 800 Schülern aller drei Churer Oberstufenschulen hätten sich über 100 Jugendliche angemeldet, sagte Stadtrat Patrik Degiacomi auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Seitens der Eltern habe es eine einzige negative Rückmeldung gegeben, so der Vorsteher des Departements für Bildung Gesellschaft Kultur.

Die Jugendlichen, welche sich impfen lassen wollen und dazu die Einwilligung ihrer Eltern haben, erhalten ihre Impftermine an bestehenden Impfstellen, wie es weiter hiess. Jugendliche ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten würden nicht geimpft. Die Schulkinder bräuchten rechtlich gesehen aber keine Einverständniserklärung der Eltern.

Die Impfaktion biete Jugendlichen ab 12 Jahren einen einfachen Zugang zur Impfung, hiess es. Sie werde nun dezentral durchgeführt, damit werde das Recht der Jugendlichen geschützt, sich impfen zu lassen.

Auch im Kanton Baselland können sich Kinder ab 12 Jahren künftig in den Schulen gegen Covid-19 impfen lassen. Die Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion will nach den Herbstferien Impfungen in den Schulhäusern anbieten. Die Behörden in Baselland haben beschlossen, dass unter 16-Jährige eine Einverständniserklärung der Eltern vorzeigen müssen.

Bundesrat Cassis: Schweiz könnte Covid-Krise innert Wochen beenden

Bundesrat Ignazio Cassis ist überzeugt, dass die Schweiz die Covid-Krise innert Wochen weitgehend beenden könnte. Das machte er am Samstag vor den Delegierten der FDP in Biel deutlich. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
FDP sagt wuchtig Ja zum Covid-Gesetz und Nein zur Pflegeinitiative

Die FDP Schweiz sagt Ja zum Covid-Gesetz, das am 28. November vors Volk kommt. Die Delegierten fassten die Parole am Samstag in Biel mit 291 zu 10 Stimmen bei elf Enthaltungen. Lesen Sie hier mehr.

(Symbolbild: Keystone)
Mehr als 17 Millionen Corona-Impfdosen an andere Länder abgegeben

Deutschland hat inzwischen mehr als 17 Millionen Corona-Impfdosen für andere Staaten abgegeben. Davon wurden zehn Millionen Dosen des Präparats von Astrazeneca über die internationale Initiative Covax verteilt, wie aus einer neuen Aufstellung des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Gut sieben Millionen Dosen gingen direkt an Länder mit akutem Bedarf – nämlich an die Ukraine, Namibia, Vietnam, Ägypten und Ghana. Ausserdem steht demnach noch eine direkte Auslieferung nach Thailand an.

Minister Jens Spahn sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur: «Wir impfen die Welt, um anderen und uns selbst zu helfen. Denn erst wenn alle geschützt sind, hat diese Pandemie endlich ein Ende.» Der CDU-Politiker dankte besonders der Bundeswehr für ihre Unterstützung bei der Logistik. «Wir können uns darauf verlassen, dass unser gespendeter Impfstoff überall auf der Welt sicher ankommt.»

Unter den abgegebenen Impfstoffen sind nach Ministeriumsangaben auch mehr als fünf Millionen nicht mehr verwendete Impfdosen, die der Bund vom Pharma-Grosshandel und den Ländern zurückgenommen hatte. Damit seien beim Bund keine Bestände von Astrazeneca mehr auf Lager. Ab Oktober sollen nun auch alle weiteren Lieferungen des Impfstoffs von Johnson & Johnson direkt an die Covax-Initiative gehen.

Coronaimpfung ab 5 Jahren: Kinderärzte werden von Eltern bestürmt

Schon bald, vermutlich im Frühjahr 2022, könnte die Coronaimpfung auch für Kinder ab fünf Jahren zugelassen werden. In den USA eventuell schon im Herbst 2021. Kinderärzte in Basel werden bereits jetzt von Eltern bestürmt: «Wir werden bestürmt von Eltern, die ihre jungen Kinder am liebsten schon jetzt impfen liessen. Insbesondere, wenn Kinder chronisch krank sind», sagt Ulrich Heininger vom Uni-Kinderspital beider Basel gegenüber dem SRF.

Der Pädiater empfiehlt das Vakzin für Kinder ab 5 Jahren, sofern Swissmedic das zulässt: «Nur, weil es selten schwere Verläufe bei Kindern gibt, soll einen dies nicht vom Impfen abhalten. Man weiss schliesslich nie, wen es trifft», so der Mediziner.

(Bild: Keystone)

Seit Ausbruch der Pandemie seien am Uni-Kinderspital beider Basel knapp 100 Mädchen und Buben mit Corona behandelt worden. Laut Heininger sei eine Impfung wie eine Versicherung: «In der Regel sind die meisten ungeimpften Kinder, die an Masern erkranken, nach zwei Wochen wieder fit. In einem von 1000 Fällen kommt es aber zu einer Gehirnentzündung. Das ist zwar selten, trotzdem ist die Impfung wichtig und breit akzeptiert».

Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, macht die Empfehlung auch abhängig vom Fortschritt der Impfkampagne: «Haben wir dann eine Impfquote wie in Dänemark, ist die Impfung der Kleinsten vielleicht nicht mehr nötig». Sei sie aber tiefer und das Virus zirkuliere weiter stark, müsse man abwägen – zwischen möglichen Nebenwirkungen der Impfung und dem Risiko schwerer Verläufe beim Verzicht darauf.

Grundsätzliche Vorbehalte hätten weder Berger noch Heininger: «Kinder sind oftmals robuster als man denkt. Eltern müssen nicht damit rechnen, dass bei ihren Töchtern und Söhnen die Nebenwirkungen heftiger ausfallen als bei Erwachsenen», so der Mediziner.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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