Die Luzerner Fasnacht soll mit möglichst wenigen Einschränkungen stattfinden. (Bild: Keystone)
Schweiz

Luzerner wollen Fasnacht mit möglichst wenig Einschränkungen

Die Luzerner Fasnacht 2022 soll stattfinden. Dies mit möglichst wenig Einschränkungen, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilen.

Die grossen Luzerner Fasnachtsorganisationen haben am Donnerstag gemeinsam bekräftigt, die Fasnacht 2022 durchführen zu wollen. Trotz Unsicherheiten sind die Vorbereitungen bereits angelaufen, die Organisatoren stellen sich auf das Prinzip 3G ein.

«Wir wollen Fasnacht sicher und uneingeschränkt», sagte Peti Federer vom Lozärner Fasnachtskomitee LFK vor den Medien. Die Vertreter von Zünften, Guuggenmusigen und Organisatoren seien aber überzeugt, dass bei internen und externen Anlässe in nächster Zeit nichts an 3G vorbei führe.

Geimpft, getestet oder genesen gilt etwa bei geplanten Anlässen des LFK, auch Guuggenmusigen probten und bastelten bereits in grosser Zahl unter Einhaltung von 3G. Rund hundert Vorfasnachtsanlässe seien mit Zertifikat geplant.

Die Fasnachtsorganisationen hatten sich diese Woche mit Vertretern von Stadt und Kanton Luzern ausgetauscht. Die Stadt unterstütze die Ausrichtung nach dem 3G-Konzept in der Hoffnung auf eine möglichst uneingeschränkte Fasnacht 2022. Am runden Tisch habe man Wohlwollen seitens der Behörden gespürt.

Vorbild Marathon

Während die Strassenfasnacht, zu der die Tagwache gehört, ein spontaner Anlass ist, sind etwa für die grossen Umzüge Bewilligungen nötig. «Wir sind im Moment vorsichtig optimistisch, dass wir die Umzüge durchführen können», sagte Dani Abächerli vom LFK. Seine Zuversicht begründete er mit dem City Marathon, der Ende Oktober in Luzern stattfinden wird.

Analog dazu müsste ein Zertifikat vorweisen können, wer am Fasnachtsumzug mitläuft. Die Zuschauerinnen und Zuschauer würden auf die Schutzmassnahmen hingewiesen. Spätestens Anfang Januar müsse man Gewissheit haben, ob die Fasnachtsanlässe stattfinden könnten, sagte Abächerli. Der Schmutzige Donnerstag fällt 2022 auf den 24. Februar.

Bruno Spörri von der Wey-Zunft, die auch die Tagwache am Güdismontag organisiert, sagte: «Wir wollen alle Anlässe durchführen.» Er appellierte an die Vernunft der Fasnächtlerinnen und Fasnächtler. Wer kein Interesse an der Fasnacht habe, werde wohl sowieso nicht kommen. «Wenn wir Schwein haben, ist das mehrheitlich der Ungeimpfte.»

3G-Zonen

Am runden Tisch mit der Stadt sei auch die Idee aufgekommen, die Altstadt zur 3G-Zone zu erklären, um von der Fasnacht fernzuhalten, wer kein Zertifikat habe. Überprüft würde die Einhaltung mit Stichproben, bei Verstoss drohten Bussen. Doch: «Wir können uns keine 3G-Zonen vorstellen», sagte Federer. Es müsste dies ja auch jemand kontrollieren können und wollen.

Wegen der Coronapandemie waren die närrischen Tage dieses Jahr ausgefallen. 2020 fand in Luzern noch eine Fasnacht statt, drei Tage nach deren Ende sagte der Bund sämtliche Grossveranstaltungen ab. Davon war Basel betroffen, wo die Fasnacht später stattfindet.

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