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Sehen Sie hier die Medienkonferenz vom 29. September 2021, aus Bern. (Video: Youtube/ der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

«Gesunde geimpfte brauchen zurzeit keinen Booster»

Trotz steigenden Impfzahlen, ist das Tempo laut dem Bund immer noch zu niedrig. Im Vergleich zum Ausland laufe die Schweiz hinterher.

66 Prozent aller über 12-Jährigen seien komplett geimpft, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Mittwoch vor den Medien in Bern. «Das ist immer noch zu wenig, um eine genügende Immunisierung bis im Winter zu erreichen.»

Masserey warb erneut für die Impfung. Die aktuelle ruhige epidemiologische Lage sei der ideale Zeitpunkt, sich impfen zu lassen. «Wir müssen die Lage ausnützen.» Die Situation könne sich leider schnell ändern, beispielsweise bei einem Wetterwechsel.

Die Belegung der Spitäler geht laut dem Bund zwar allmählich zurück. Doch es könne schnell gehen, bis es wieder kritisch werde. Masserey erinnerte daran: «Es liegen vor allem ungeimpfte junge Personen in den Spitälern.»

Nur eine kleine Minderheit braucht Vektorimpfstoff

Medizinisch angezeigt ist der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson eigentlich nur für eine verschwindend kleine Minderheit der Bevölkerung. Christoph Berger von der Schweizer Impfkommission sagte am Mittwoch, die beiden gebräuchlichen mNRA-Impfungen von Pfizer/Biontech und Moderna könnten weniger als 100 Menschen im Land nicht vertragen.

Zur Auffrischungsimpfung sagte Berger, bisher seien noch alle vollständig Geimpften ausreichend geschützt. Die Lage werde aber laufend beobachtet. Sicher sei, dass die Bevölkerung im Erwerbsalter sie vorerst nicht brauche.

Nachlieferung von Johnson&Johnson-Impfstoff möglich

Laut dem Bund ist es möglich, mehr Dosen des Johnson&Johnson-Impfstoffs zu kaufen, sofern die Nachfrage gross wäre. Es sei schwer einzuschätzen, wie gross die Nachfrage nach dem vektorbasierten Impfstoff sein werde.

Der Bund gehe aktuell von 200’000 bis 400’000 Dosen aus, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Mittwoch vor den Medien in Bern. Allenfalls würde man – je nach Nachfrage – erneute Chargen bestellen.

Keine neuen Informationen vonseiten des Bundes gibt es beim Thema Auffrischimpfung. Im Moment sei es wichtiger, diejenigen zu impfen, die noch nicht geimpft sind, als den Fokus auf «Booster»-Impfungen zu legen, sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif).

Tests für Zertifikate sollen nicht zwingend gratis bleiben

Tests nur für ein Zertifikat sollen nicht zwingend gratis bleiben. Dieser Meinung ist Linda Nartey, Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS).

Wichtig sei, dass Tests erhältlich seien, vor allem für Personen mit Symptomen, sagte Nartey am Mittwoch vor den Medien in Bern. In Schulen und Gesundheitszentren seien die Tests weiterhin gratis. Aus Sicht der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte müsse eine möglichst hohe Durchimpfung erreicht werden, sagte Nartey.

1 Kommentar

  1. Hallo, habt ihr schon mal überlegt, was ich nicht glaube, wie geht es weiter für die über 65jährigen die schon im Ende 2020 anfangs 2021 geimpft wurden. Zwecks dritt Impfung und Zertifikat. Nicht nur Reden sondern handelnReport

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