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Der Telebasel News-Beitrag vom 27. September 2021.
Basel

Vier Elektro-Löschfahrzeuge für die Feuerwehr

Im Löschzug der Berufsfeuerwehr werden künftig Elektrofahrzeuge mitfahren. Das JSD erklärt, wie sicher dieser alternative Antrieb bei Notfalleinsätzen ist.

13,5 Tonnen wiegen die jetzigen Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF) der Berufsfeuerwehr Basel-Stadt. Neu sollen diese schweren Fahrzeuge mit alternativem Antrieb fahren können. Es fehlt: Ein 6-Zylinder Diesel-Riehenmotor – neu läuft das tonnenschwere Gefährt elektrisch. Das Resultat ist weniger CO2-Ausstoss.

Künftig rettet die Feuerwehr elektrisch

Das Justiz- und Sicherheitsdepartement stellt die Zukunft der Berufsfeuerwehr vor: Elektrofahrzeuge. Die Löschfahrzeuge besitzen aktuell einen Wassertank, der 2’000 Liter fasst. Neu sollen diese Gefährte mit einem Elektroantrieb die Stadt Basel vor Feuer und Gefahr schützen und retten.

Ein HLF besitzt nebst dem ganzen Blaulicht, der Aussen- und Innenbeleuchtung auch eine Wasserpumpe, die Höchstleistungen erbringen muss. Das alles saugt Energie – hält da eine Batterie stand?

«Ja», heisst es vom JSD. Anhand eines Vorführmodells wurde den Medien erklärt, worin die Vorteile beim alternativen Antrieb liegen.

Vor- und Nachteile zum Dieselmotor

Sicherheitsdirektorin Stephanie Eymann ist überzeugt vom geplanten Flottenzugang: «Das ist sehr wichtig, da es eben ein weiterer Schritt in der Absicht der Regierung ist. Wenn wir die Klimaschritte ernst nehmen, gehören die Einsatzfahrzeuge eben auch dazu. Die Polizei machte es vor, jetzt ziehen wir mit der Feuerwehr nach».

Die Vorteile der neuen Fahrzeuge liegen, nebst den geringeren Emissionen, beim Einsteigen. Hier werden die Feuerwehrfrauen und -männer künftig nicht mehr so hochsteigen müssen. Die neuen Fahrzeuge liegen niedriger – je nach Einsatz könnte man sie aber sogar höher stellen.

Zudem werden die neuen Fahrzeuge mit einer neuen Pumpe versehen. Das Fahrzeug ist auch schmaler und somit wendiger. Ein Vorteil in der Innenstadt.

Die Berufsfeuerwehr Basel-Stadt kauft direkt vier Elektro-HLF. Es ist die erste Schweizer Feuerwehr, die einen Flottenkauf mit Elektromotoren wagt. (Bild: Telebasel)

Trotzdem wird es auch Probleme geben: «Die Herausforderung ist sicher der Punkt, dass man neue Schulungen machen muss. Logischerweise, denn wir haben ja eine neue Fahrdynamik, auch beim Thema Hinterachsen-Lenkung. Das werden wir uns durch Schulungen aber auch aneignen», erklärt der Hauptmann für Betrieb und Projekte, Kai Ullwer.

Wer übrigens Angst hat, dass die Elektrobatterie für einen Feuerwehreinsatz zu wenig Kraft hat, den kann Ullwer beruhigen: «Die Batterie wird nie leer gehen. Ab einem gewissen Punkt springt der sogenannte Range-Extender automatisch ein. Das ist unsere Backup-Ebene, ein Dieselgenerator, der die Batterie dann einspeist. So ist immer ein durchgängiger Einsatz möglich».

Berlin setzt das weltweit erste vollelektrische Löschfahrzeug bereits ein

In Berlin wird so ein eHLF bereits getestet. Seit Februar 2021 fährt das Elektro-Löschfahrzeug in der deutschen Hauptstadt gar schon richtige Einsätze. Bis Januar 2022 will die Berliner Feuerwehr das Elektrofahrzeug testen – im Kanton Basel-Stadt kommt es jedoch erst in zirka eineinhalb Jahren zur Nutzung der neuen Flotte.

Die Basler Berufsfeuerwehr ist im engen Kontakt mit den Berliner Kollegen. «Die Rückmeldungen waren durchweg alle positiv und mit einem hohen Sicherheitscharakter verbunden», so Hauptmann Kai Ullwer.

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