Die «Freunde der Verfassung» wollen mit einer Petition verhindern, dass Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren selbst entscheiden können, ob sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Petition gegen «Impfpropaganda und Entmündigung der Eltern» eingereicht

Mit einer Petition wollen die «Freunde der Verfassung» verhindern, dass Jugendliche unter 15 Jahren selbst über die Corona-Impfung entscheiden können.

Die «Freunde der Verfassung» haben am Dienstag in Bern eine Petition «gegen die Entmündigung der Eltern und Impfpropaganda für Kinder» eingereicht. Unterzeichnet ist sie von über 59’000 Personen. Die Petitionäre wehren sich dagegen, dass Kinder von zehn bis 15 Jahren selbst entscheiden können, ob sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen.

Mit der Petition reagiere der Verein auf ein «juristisches Buebetrickli» des Bundes, teilten die «Freunde der Verfassung» mit. Während der Entscheid über eine Tätowierung oder einen Handykauf durch Minderjährige der Einwilligung der Eltern unterliege, soll das beim Impfentscheid nicht mehr nötig sein, bemängeln die Petitionäre.

Das widerspreche dem verfassungsmässigen Schutz für Kinder und dem Schutz der Gesundheit. Zudem stehe es im Gegensatz zu den im Nürnberger Kodex festgelegten Richtlinien für medizinische Experimente und zum Heilmittelgesetz.

Impfmoratorium für unter 16-Jährige gefordert

Für die Impfung von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren müsse zwingend die Einwilligung der Eltern vorliegen, verlangt die Petition. Überhaupt sollte für unter 16-Jährige ein sofortiges Impfmoratorium gelten.

An Schulen und Ausbildungsstätten dürfe keine «Impfpropaganda» betrieben werden. Impfstoffe für unter 16-Jährige sollten erst nach dem ordentlichen Zulassungsverfahren bewilligt werden, fordern die Petitionäre weiter.

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