Featured Video Play Icon
Schweiz

Mehr als 700’000 Todesopfer in den USA

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Kantonspolizei Bern leidet unter grosser Belastung wegen ständiger Demos

Die Kantonspolizei Bern leidet wegen der häufigen Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen unter grosser Belastung. Bei den drei Kundgebungen, die jeweils am Donnerstagabend stattfanden, war die Polizei mit einem Grossaufgebot präsent. Das hat zur Folge, dass Polizeiposten im ganzen Kanton geschlossen werden mussten. Am Freitag waren 50 Posten vorübergehend nicht besetzt. Das berichtet nau.ch.

US-Börse erholt sich - Hoffnung auf Covid-Medikament stützt

Im Zuge eines Kurssprungs bei den Aktien von Merck & Co hat sich der Dow Jones Industrial am Freitag von seinen Vortagesverlusten weitgehend erholt.

Die Nachricht, dass der Pharmakonzern Merck & Co mit einem Medikament gegen Covid-19 vor dem Durchbruch steht, rückte nach Tagen der Zinsangst wieder die Hoffnung auf einen Ausweg aus der Pandemie stärker in den Mittelpunkt.

Der Leitindex rückte am Ende um 1,43 Prozent auf 34’326 Punkte vor. Er verbuchte damit einen freundlichen Start in den Oktober. Auf Wochensicht konnte er seinen Verlust, der getrieben war von Inflationsbedenken, dem US-Haushaltspoker sowie Konjunktursorgen wegen Lieferengpässen, noch auf 1,4 Prozent reduzieren.

Mehr als 700'000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 700’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Freitagabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in der US-Stadt Baltimore hervor. Mitte Juni hatte die Zahl der Toten in den USA die Marke von 600’000 überschritten. Das Land war zuletzt sehr heftig von der Delta-Variante getroffen worden – besonders in den südlichen US-Bundesstaaten. Aktuell gehen die Fallzahlen aber langsam wieder zurück.

(Bild: Keystone)

Die Impfkampagne war in den USA gut gestartet – kommt mittlerweile aber nur noch recht schleppend voran. Bislang sind in den USA 55,7 Prozent der rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft. US-Präsident Joe Biden hatte zuletzt auf eine weitgehende Impfpflicht für Arbeitnehmer gesetzt. Pro Tag sterben aktuell deutlich mehr als Tausend Menschen in den USA infolge einer Corona-Infektion. Auch diese Zahl ist aber mittlerweile wieder rückläufig.

In der Hauptstadt Washington erinnert seit Mitte September eine temporäre Kunstinstallation der Künstlerin Suzanne Brennan Firstenberg auf der Flaniermeile National Mall an die Corona-Toten. Dort flattern unweit des Weissen Hauses in Gedenken an die Opfer Hunderttausende kleine weisse Fähnchen.

Kalifornien schreibt Corona-Impfung für Schüler vor

Der US-Bundesstaat Kalifornien will für alle Schulkinder Corona-Impfungen vorschreiben, sobald der Impfstoff für diese Altersgruppen vollständig zugelassen ist. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom kündigte dies am Freitag an. Der Westküstenstaat ist damit der erste US-Staat, der eine Corona-Impfpflicht an allen Schulen einführt.

«Wir wollen diese Pandemie beenden. Wir sind alle davon erschöpft», sagte Newsom in seiner Ansprache in einer Schule. Er verwies darauf, dass für den Schulbesuch bereits Impfungen für Krankheiten wie Masern und Mumps vorgeschrieben sind.

Die Einführung der Impfpflicht ab der Grundschule gilt erst bei vollständiger Zulassung der Impfstoffe durch die US-Arzneimittelbehörde FDA. Die Behörde hatte im August als ersten Impfstoff in den USA das Produkt von Biontech und Pfizer für Personen ab 16 Jahren vollständig zugelassen. Für Jüngere ab zwölf Jahren gilt weiter die Notfallzulassung.

Streng kontrollierte Corona-Demonstration in Genf

In der Stadt Genf haben sich am Freitagabend geschätzt rund 300 Menschen zu einer unbewilligten Demonstration gegen das Covid-Zertifikat versammelt. Sie folgten einem Aufruf aus Kulturkreisen. Der Umzug wurde von einem grossen Polizeiaufgebot begleitet.

(Bild: Keystone)

Die Demonstrierenden fanden sich im Süden der Stadt ein und marschierten schliesslich auf der Coulouvrenière-Brücke im Zentrum über die Rhône. Danach wurden sie von Polizisten in Schutzausrüstung eingekesselt, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Mehrere Teilnehmende verliessen schliesslich den Umzug.

Prozesse um Corona in Ischgl: Staat könnte auf Verjährung verzichten

In den Schadenersatz-Prozessen um Corona-Infektionen im Skiort Ischgl haben die Rechtsvertreter Österreichs erstmals ein mögliches Zugeständnis in Aussicht gestellt.

Es bestehe für den Staat die Möglichkeit, auf die Verjährung der Ansprüche von erkrankten Ischgl-Besuchern zu verzichten, sagten sie am Freitag im Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien. Urlauber im Tiroler Ski- und Partyort hatten das Virus nach ihrer Rückkehr in verschiedenen Ländern Europas verbreitet, darunter auch in Deutschland.

Bislang sind bei dem Gericht rund ein dutzend Schadenersatz-Forderungen gegen den Staat eingebracht worden. Der Vorwurf: Politiker und Behörden sollen im März 2020 aus wirtschaftlichen Interessen zu lasch auf die ersten Infektionen in Ischgl reagiert haben. Würde die dreijährige Verjährungsfrist wegfallen, müssten zusätzliche potenzielle Kläger nicht jetzt schon den teuren Rechtsweg beschreiten und könnten die ersten Urteile zu den bislang eingebrachten Klagen abwarten. «Ich halte das für einen sinnvollen Weg», sagte Martin Paar, ein Rechtsvertreter des Staates. Er müsse jedoch noch Rücksprache mit Vertretern der Republik halten, sagte er.

Am Freitag wurde in dem Gericht die dritte Schadenersatzklage rund um Ischgl verhandelt. Sie wurde von einem Mann aus dem Ruhrgebiet eingebracht, der nach einem Skiurlaub in Ischgl an Covid-19 erkrankte. Laut seinem Anwalt Alexander Klauser leidet der Mann noch immer an Herzbeschwerden, Atemnot und Schwäche. Die Forderung beläuft sich auf 14 000 Euro. Mit Urteilen in diesem und weiteren Fällen wird erst in einigen Wochen gerechnet.

Neues Corona-Mittel halbiert Risiko für sehr schwere Verläufe

Ein neues Corona-Medikament des US-Pharmakonzerns Merck reduziert bei Risiko-Patienten einer klinischen Studie zufolge deutlich die Wahrscheinlichkeit von sehr schwerer Verläufe.

Man wolle sich so schnell wie möglich um den Einsatz in den USA bemühen und auch entsprechende Anträge bei Behörden weltweit stellen, teilte der auch unter dem Namen MSD bekannte Konzern am Freitag mit. Die Arznei wird als Pille verabreicht.

In der Studie hätten Corona-Patienten mit milden bis moderaten Symptomen, die mit einem Placebo behandelt wurden, in 14,1 Prozent der Fälle innerhalb von 29 Tagen ins Krankenhaus gemusst oder seien gestorben, erläuterte Merck. In der Patienten-Gruppe, die mit dem Medikament Molnupiravir behandelt wurde, seien es mit 7,3 Prozent nur etwa halb so viele gewesen.

(Bild: Keystone)

Die Zahlen basieren auf einer Auswertung der Daten von 775 Corona-Patienten. Alle Probanden wiesen mindestens einen Risikofaktor auf, der einen schweren Verlauf wahrscheinlich macht. In der Testgruppe, die das Merck-Medikament erhielt, habe es im Studienzeitraum keine Todesfälle gegeben. Im selben Zeitraum seien acht Menschen gestorben, die das Placebo erhielten. Die Merck-Aktie sprang im vorbörslichen Handel am Freitag zeitweise um rund acht Prozent hoch.

FDP begrüsst Impfoffensive und bedauert Versäumnisse

Die FDP begrüsst die vom Bundesrat angekündigte Impfoffensive zwar. Sie bedauert aber, dass das Bundesamt für Gesundheit von Beginn weg keine saubere Strategie hatte. Das koste nun «leider» 150 Millionen Franken, teilte die Partei am Mittwoch mit.

Die Impfung ist gemäss den Freisinnigen der einzige Weg in die Freiheit. Dank dem Vektorimpfstoff hätten nun auch Zögerer keinen Grund mehr, auf die Impfung zu verzichten. Von der Belohnung für die Überzeugung von Zögernden hält die Partei allerdings nichts. Das sei nicht nur demagogisch, sondern auch kaum kontrollierbar und könnte kontraproduktiv wirken.

Positiv wertet die FDP die geplanten neuen Impfmobile und die Impfberaterinnen und -berater. Für die Schweiz sei die Impfverweigerung eines grossen Teils der Bevölkerung ein Armutszeugnis.

Wegfall der Gratistests belastet Gastronomie zusätzlich

Die Kostenpflicht für die Corona-Tests Ungeimpfter belastet das Gastgewerbe zusätzlich. Bereits seit der Ausweitung der Zertifikatspflicht leide die Branche unter Umsatzrückgängen von 20 Prozent, schrieb der Verband Gastrosuisse in einer Reaktion auf den Bundesratsentscheid vom Mittwoch.

In ländlichen Gebieten seien die Umsätze sogar noch stärker gesunken, teilte der Verband gestützt auf eine Studie über Zahlungen per Kreditkarte im Essensservice mit.

Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer liess sich mit den Worten zitieren, der Verband erhalte laufend Zuschriften von Mitgliedern, die sich über Stornierungen wegen der Zertifikatspflicht beklagen würden. Die Kostenpflicht werde die Situation noch einmal verschärfen. Niemand lasse sich für einen Restaurantbesuch testen und schon gar nicht, wenn der Test bezahlt werden müsse.

Gratis-Testalter bis 16 Jahre wegen Familienferien im Ausland

Der Bundesrat übernimmt die Kosten für die Tests von Kinder und Jugendlichen unter 16-Jahren, um den Familien einfacher Ferien im Ausland zu ermöglichen. Dort seien die Massnahmen viel strenger, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Freitag vor den Medien in Bern.

Er verwies zur Illustration auf das Beispiel Italien. Dort müssten bereits Kinder ab 10 Jahren zwingend einen Test vorweisen.

Der Bundesrat habe im Übrigen darauf verzichtet, die Tests bis zum Alter von 25 Jahren kostenlos zu belassen, wie dies die Jugendorganisationen gefordert hatten. Die über 20-Jährigen seien sehr mobil und würden sich oft mit anderen Menschen treffen.

Auch diese Effekte müsse man unter Kontrolle behalten, so Berset. Es sei nicht einsichtig, weshalb die Allgemeinheit weiter dafür aufkommen müsse.

Gesundheitsdirektoren mit Ende der Gratistests teilweise zufrieden

Obwohl der Bundesrat beim Ende der Coronavirus-Gratistests nur teilweise ihren Anregungen gefolgt ist, sind die kantonalen Gesundheitsdirektoren zufrieden mit dem Entscheid. Für sie ist klar: Impfen ist nachhaltiger, billiger und einfacher als Testen. Auch die Bevölkerungsmehrheit teile die Meinung, dass die Allgemeinheit nicht für Testkosten Ungeimpfter aufkommen müsse.

Eigentlich hätten sich mehrere Kantone für die Übernahme der Kosten von Tests für Jugendliche und junge Erwachsene ausgesprochen, teilte die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Mittwoch mit. Wichtig sei ihr, dass die Tests von Personen mit Symptomen weiterhin vom Bund bezahlt werden.

Die Kantone unternehmen der GDK zufolge viel für niederschwellige Impfangebote. In mehr als der Hälfte von ihnen sind mobile Impfequipen unterwegs. Allerdings gab es nach einem Anstieg Anfang September bereits wieder einen Nachfragerückgang.

Mit Blick auf die kalte Jahreszeit und die nach wie vor angespannte Lage auf den Intensivstationen bildet die Impfoffensive des Bundes ein deutliches Signal, dass es noch einmal Anstrengungen für eine höhere Impfbereitschaft brauche, schrieb die GDK weiter. Von der zentralen elektronischen Anmeldestelle für mit einem europäisch zugelassenen Mittel geimpfte Personen erhofft sich die Konferenz eine Entlastung.

BAG meldet 1'211 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 1211 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG vier neue Todesfälle und 31 Spitaleintritte.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 201,96 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,76.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 75,1 Prozent. 20,6 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Insgesamt wurden bis Mittwochabend 10’018’850 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 10’488’486 Dosen verabreicht. 58,46 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft. Bislang wurden 6’313’279 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.

Panne beim Covid-Zertifikat - Betroffene müssen ein Neues bestellen

Beim Ausstellen von Covid-Zertifikaten ist am Freitagmorgen eine technische Panne aufgetreten. Die zwischen 10.40 und 11.50 ausgestellten Zertifikate sind ungültig. Personen, die in dieser Zeit ihr Zertifikat erhielten, müssen beim jeweiligen Zertifikat-Aussteller ein Neues anfordern.

Grund für das technische Problem war eine Fehlkonfiguration bei der elektronischen Signatur, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Ob jemand betroffen ist, lässt sich durch das Anwählen des Zertifikats in der App und das Drücken des Refresh-Buttons unten rechts prüfen.

Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hatte das Covid-Zertifikatssystem angepasst. Wie das BAG versicherte, bestand zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko.

Sri Lanka lässt geimpfte Touristen mit negativem PCR-Test einreisen

Sri Lanka lässt künftig Touristen einreisen, die seit mindestens zwei Wochen vollständig gegen das Corona-Virus geimpft sind und bei einem PCR-Test vor der Abreise negativ getestet wurden. Nach der Ankunft dürften sie sich dann frei bewegen, teilte das Tourismusministerium in der Hauptstadt Colombo mit.

Zuletzt waren Einreise und Aufenthalt für Touristen kompliziert. Im jeweiligen Hoten wurden mehrere PCR-Tests gemacht und das Reisen war nur in Gruppen mit Reiseführer und dann auch nur an bestimmte Orte gestattet. Der Kontakt zu Einheimischen war minimal.

Bis vor kurzem gab es in dem Inselstaat angesichts einer heftigen Corona-Welle zudem einen sechswöchigen Lockdown. Die Welle ist inzwischen wieder abgeschwächt. Für den Inselstaat südlich von Indien ist der Tourismus sehr wichtig; er machte vor Corona 2019 rund 13 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus.

Tausende Ungeimpfte könnten Jobs in englischen Pflegeheimen verlieren

In englischen Pflegenheimen könnten einer Analyse zufolge bald Zehntausende Beschäftigte ihren Job verlieren, weil sie nicht vollständig gegen Corona geimpft sind. Dem Nachrichtenportal «National World» zufolge könnte es um mehr als 40 000 Pflegekräfte gehen.

Das Portal stützt sich in seiner Auswertung auf Daten des Gesundheitsdienstes NHS. Vom 11. November an müssen Beschäftigte in Pflegeheimen vollständig gegen Covid-19 geimpft sein, um ihre Tätigkeit weiter ausführen zu dürfen. Wie auch in Deutschland gibt es jedoch eine Minderheit, die sich trotz rechtzeitiger Ankündigung der Regeln durch die Regierung bislang nicht hat impfen lassen. Die Analyse bezieht sich auf Pflegekräfte, die bis Mitte September noch nicht ihre erste Impfdosis erhalten hatten und somit nicht mehr ausreichend Zeit haben, um bis Mitte November vollständig geimpft zu sein. In Grossbritannien wird die zweite Impfdosis acht Wochen nach der ersten verabreicht.

Das britische Gesundheitsministerium teilte auf Anfrage mit, man arbeite eng mit den lokalen Behörden und Betreibern der Pflegeheime zusammen, um sicherzustellen, dass ausreichend qualifizierte Pflegekräfte im Einsatz seien. Schon jetzt gibt es in Grossbritannien jedoch wie auch in Deutschland einen grossen Personalmangel in der Pflegebranche.

Dritter Corona-Impfstoff: Erste Kantone legen Zeitplan vor

Die Kantone Aargau, Solothurn, Appenzell-Innerrhoden und Wallis starten Ende kommender Woche oder in der ersten Oktoberhälfte mit dem Verimpfen des Vektorimpfstoffs des US-Gesundheitkonzerns Johnson & Johnson. Vorrang haben erst einmal Allergikerinnen und Allergiker. Ohne Voranmeldung ist die Impfung nicht möglich.

Allergische Personen haben überall Vorrang, wie die Gesundheitsdirektionen am Freitag mittelten. Normalerweise werden sie von ihren behandelnden Ärzten an die Impfstellen überwiesen, so auch im Kanton Aargau. Der Kanton erhält voraussichtlich rund 12’000 Dosen. Die Anmeldung für Personen ohne Allergien soll voraussichtlich ab dem 11. Oktober möglich sein, wie es hiess.

Mehr dazu hier.

Der Johnson & Johnson-Impfstoff wird in ersten Kantonen ab nächster Woche verabreicht. (Bild: Keystone)
Tessiner Corona-Mittel bereit zum Einsatz in der Schweiz

Das vom Tessiner Humabs Biomed entdeckte Corona-Medikament Sotrovimab ist knapp drei Monate nach der Reservierung durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nun bereit zum Einsatz in der Schweiz. Der Bund hatte Mitte Juli 3’000 Dosen des in Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmakonzern GSK entwickelten monoklonalen Antikörpers reserviert.

Der operative Chef von Humabs, Filippo Riva, zeigte sich gegenüber dem Tessiner Fernsehen RSI erfreut, dass die die Schweiz recht schnell gehandelt habe, um das Medikament für Menschen verfügbar zu machen, die von einem Spitalaufenthalt oder einem schweren Corona-Krankheitsverlauf bedroht seien. Die Wirksamkeit scheint in einem frühen Krankheitsstadium sehr hoch zu sein. Laut Labor-Chef Davide Corti wird die Sterblichkeit um 97 Prozent gesenkt.

Dies gehe aus Feldstudiendaten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hervor, wo der Antikörper Tausenden von Menschen verabreicht worden sei, hiess es. Obwohl das Medikament in der Schweiz noch nicht zugelassen ist, könnte es bereits während des Zulassungsverfahrens zur Behandlung von Coronapatienten eingesetzt werden.

Monoklonale Antikörper sind laut BAG in Kultur geklonte Antikörper, die Patienten intravenös gespritzt werden, um das Virus zu neutralisieren. Klinische Studien von GlaxoSmithKline zeigten, dass diese Behandlungen einen wirksamen Schutz gegen schwere Formen der Krankheit bieten können.

Australien öffnet im November erstmals wieder internationale Grenzen

Australien wird im November 2021 erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder seine internationalen Grenzen öffnen. Vollständig geimpfte Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz dürfen dann wieder ins Ausland reisen. Bei ihrer Rückkehr müssen sie sieben Tage in häusliche Quarantäne statt wie bisher 14 Tage in Isolation in einer teuren Einrichtung. Das kündigte Premierminister Scott Morrison am 1. November an.

Grund für die lang ersehnte Lockerung sei, dass dann in den meisten Regionen des Landes eine Impfquote von mehr als 80 Prozent erreicht sei. Für Nicht-Geimpfte gelten die bisherigen Quarantäneregeln.

«Es ist Zeit, den Australiern ihre Leben wiederzugeben», sagte der konservative Politiker. Die Menschen hätten «grosse Opfer» gebracht, aber dadurch auch viele Leben gerettet. Die Behörden hatten vor eineinhalb Jahren die Grenzen des Landes komplett geschlossen und Australien weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet. Sie verfolgten eine «Null-Covid-Strategie», was bis zur Ausbreitung der Delta-Variante auch gut funktioniert hat. Lange genossen die Bürger viele Freiheiten, die in anderen Staaten undenkbar schienen.

Die Kehrseite: Viele Australier konnten seit Pandemiebeginn nicht mehr in die Heimat reisen und Verwandte und Freunde besuchen, weil die Kosten für Flüge und Quarantäne extrem hoch und die Genehmigungen schwer zu bekommen waren. Umgekehrt sassen die rund 25 Millionen Einwohner Australiens weitgehend im Land fest, ohne die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten.

Die Regierung in Canberra arbeite zudem an der Möglichkeit von quarantänefreien Reisekorridoren mit verschiedenen Ländern, hiess es weiter. Mit dem Nachbarland Neuseeland gab es ab April bereits eine solche Regelung. Die so genannte «Trans-Tasman bubble» wurde aber im Juli wieder gestoppt, nachdem Australien steigende Fallzahlen gemeldet hatte.

Wann Touristen aus aller Welt wieder auf den fünften Kontinent reisen können, ist derweil noch unklar.

Thailand lockert Lockdown-Regeln

Vollständig Geimpfte müssen bei der Einreise nach Thailand ab sofort nur noch sieben statt wie bisher 14 Tage in Hotel-Quarantäne. Für nicht-geimpfte Besucher gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Die neuen Regeln sind Teile der von der Regierung beschlossenen Corona-Lockerungen, die am Freitag, 1. November 2021, in Kraft getreten sind.

Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden um eine Stunde verkürzt: Sie gelten nun von 22 bis 4 Uhr statt wie bisher ab 21 Uhr. Damit können auch Restaurants, Shopping Malls und Geschäfte wieder länger öffnen.

Die Corona-Zahlen im südostasiatischen Urlaubsland mit rund 70 Millionen Einwohnern waren zuletzt gesunken. Am Freitag verzeichneten die Behörden rund 11’600 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Im August lag die Zahl der täglichen neuen Fälle zeitweise bei mehr als 20’000. Wegen der positiven Tendenz durften am Freitag auch Schönheitssalons, Spas, Kinos und Fitnessstudios wieder aufmachen.

Voraussichtlich ab November könnte die Quarantäne für vollständig Geimpfte in vielen beliebten Urlaubsgebieten ganz wegfallen – so der Plan der Regierung, falls die Zahlen weiter sinken. Damit hoffen die Behörden, den für das Land extrem wichtigen Tourismussektor wiederzubeleben.

Thailand will ab November langsam für den Tourismus wieder öffnen. (Bild: Unsplash)

Die grössten Inseln Phuket und Ko Samui versuchen bereits seit Juli dank spezieller Projekte für geimpfte Urlauber einen Neustart. Auch auf Phuket gab es am 1. November weitere Lockerungen für Touristen: Sie müssen sich nun unter anderem nur noch die ersten sieben Tage statt wie bisher 14 auf der Insel aufhalten, bevor sie andere Provinzen besuchen dürfen. Damit wollen die Behörden mehr Gäste anlocken: Bisher hätten nur knapp 38’000 Touristen aus aller Welt das Programm in Anspruch genommen, berichtete die Zeitung «Bangkok Post».

Im vergangenen Jahr galt Thailand noch als Vorzeigeland im Kampf gegen die Pandemie – seit April erlebte der Staat aber seine bisher schwerste Welle. Bislang sind weniger als ein Viertel der Bevölkerung vollständig geimpft.

Bundesrat berät weiteres Vorgehen bei den Gratistests

Wie lange sollen Corona-Tests noch gratis bleiben? Und wenn ja – für wen? Zu diesen Fragen wird am Freitag, 1. November 2021, eine Antwort des Bundesrats erwartet. In der Konsultation war die Debatte intensiv geführt worden. Die Forderungen gehen weit auseinander.

Eigentlich war die Ansage des Bundesrats von Ende August klar: Ab 1. Oktober übernimmt der Bund die Kosten für Corona-Tests für Personen ohne Symptome einer Covid-Erkrankung nicht mehr. Parteien, Parlament und Kantone begrüssten diesen Entscheid zu diesem Zeitpunkt mehrheitlich.

Mit der Ausweitung der Zertifikatspflicht, die am 13. September in Kraft trat, drehte der Wind. Vor einer Woche schlug der Bundesrat schliesslich vor, dass der Bund die Kosten für Personen, die erst einmal geimpft sind, bis Ende November übernimmt. Alle anderen sollen ab dem 11. Oktober die Tests selbst bezahlen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Ändert er seine Meinung noch? Gesundheitsminister Alain Berset will, dass Corona-Tests für Personen ohne Symptome ab 11. Oktober nicht mehr gratis sind. (Bild: Keystone)
Erneut unbewilligte Corona-Demo in Bern

Mehrere hundert Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am Donnerstagabend, 30. September, in Bern zu einer weiteren unbewilligten Kundgebung versammelt. Sie zogen durch die Gegend rund um den Bahnhof. Den Zugang zur Innenstadt versperrte ihnen die Polizei mit einem Grossaufgebot.

Im Bundeshaus in der Innenstadt tagte gleichzeitig am Abend der Nationalrat. Das Parlamentsgebäude sahen die Demonstrierenden allerdings nur aus der Ferne, als die Umzugs-Route nebenan im Park der kleinen Schanze vorbeiführte. In Sprechchören und mit Pfiffen kritisierten sie insbesondere das Covid-Zertifikat. Lesen Sie hier mehr.

Polizisten bewachen Demonstranten im Kocherpark an einer Kundgebung von Coronavirus-Massnahmengegnern am Donnerstagabend in Bern. (Bild: Keystone)
Wegen Corona: Broadway-Musical "Aladdin" muss Show absagen

Nur einen Tag nach der Wiedereröffnung muss das Broadway-Musical «Aladdin» wegen Corona-Fällen schon wieder pausieren. Weil unter den Mitarbeitern Corona-Fälle aufgetreten seien, habe die Show am Mittwoch abgesagt werden müssen, teilten die Veranstalter mit. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Erst am Dienstag hatte «Aladdin» Wiedereröffnung gefeiert – nach anderthalbjähriger Pause wegen der Corona-Pandemie.

Es handelt sich um die erste coronabedingte Show-Absage am Broadway seit der schrittweisen Wiedereröffnung vor rund zwei Wochen. In allen Theatern müssen Zuschauer am Eingang einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus nachweisen und während der Vorstellung Masken tragen. Auch alle Künstler und Mitarbeiter im Theater müssen einen Impf-Nachweis erbringen, mit nur wenigen streng regulierten Ausnahmen.

RKI: Anstieg der Corona-Infektionen im Herbst und Winter zu erwarten

In der Corona-Pandemie erwartet das Robert Koch-Institut (RKI) für Herbst und Winter wieder einen Anstieg der Infektionszahlen. Das schreibt das Institut in seinem Wochenbericht vom Donnerstagabend. Als Gründe werden insbesondere eine «noch immer grosse Zahl» ungeimpfter Menschen und die Zunahme von Kontakten in Innenräumen angeführt. Vergangene Woche hätten die Fallzahlen zwar im Vergleich zur Woche zuvor in fast allen Bundesländern abgenommen, in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern seien jedoch leichte Zunahmen von vier beziehungsweise acht Prozent verzeichnet worden, in Bremen stagnierte der Wert.

(Bild: Keystone)

Zuvor hatte die EU-Gesundheitsbehörde ECDC angesichts von teils nicht ausreichenden Impfquoten vor einer verschlechterten Corona-Lage in Europa in diesem Herbst gewarnt. In Deutschland sind bislang 64,4 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 geimpft. 68,0 Prozent haben zumindest ihre erste Impfdosis erhalten.

Globales Impfziel verfehlt: WHO sieht Marktmanipulation

Das mangelnde Tempo bei den Corona-Impfungen in ärmeren Ländern liegt an fehlendem Impfstoff, und dies ist nach Auffassung eines ranghohen Vertreters der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Marktmanipulationen zurückzuführen.

Bruce Aylward, Berater des WHO-Generalsekretärs für Impffragen, verlangte am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA mehr Transparenz der Herstellerfirmen über ihre Produktion und Lieferungen. Das Ziel der WHO, bis Ende September zehn Prozent der Menschen in allen Ländern geimpft zu haben, wird verfehlt. Einige Dutzend Länder vor allem in Afrika liegen deutlich darunter.

Bruce Aylward. (Bild: Keystone)

Aylward kümmert sich unter anderem um die Impfinitiative Covax, mit der die WHO ursprünglich eine faire Verteilung der Impfstoffe weltweit geplant hatte. Die reichen Länder seien zwar an Bord, hätten aber, als es endlich Impfstoffe gab, separate Deals mit den Herstellern gemacht. Covax habe Verträge über die Lieferung von hunderten Millionen Impfdosen unterzeichnet, warte aber auf Zustellung. Das Programm hat insgesamt 9,8 Milliarden Dollar für den Ankauf von Impfdosen erhalten. «Irgendjemand manipuliert den Markt», sagte Aylward der dpa. «Der grösste Käufer sitzt auf dem Geld, hat Verträge unterzeichnet und wird nicht beliefert – da passiert etwas Seltsames im Markt.»

Hotelleriesuisse sagt Ja zum Covid-19-Gesetz

Hotelleriesuisse sagt Ja zum Covid-19-Gesetz, über das am 28. November abgestimmt wird. Eine Ablehnung würde das Aus für das Covid-Zertifikat bedeuten, und dies gelte es zu verhindern, begründet der Unternehmerverband der Schweizer Beherbergungsbranche seinen Entscheid.

Das Covid-Zertifikat gewährleiste die Reisefreiheit und sei ein wichtiges Instrument für die Normalisierungsphase, schreibt Hotelleriesuisse in einer Mitteilung vom Donnerstag. Deshalb spreche sich Hotelleriesuisse für das Covid-Gesetz und dessen Änderungen vom 19. März 2021 aus.

Der Verband betont, er habe die Einführung des Covid-Zertifikats von Beginn weg befürwortet, da ein solcher Nachweis für geimpfte, genesene und getestete Personen im Frühjahr den Weg frei gemacht habe zu einer weitgehenden Wiederherstellung der Reisefreiheit und zu einem Abbau der Schutzmassnahmen.

In Zukunft könne das Covid-Zertifikat verhindern, dass bei einer Zuspitzung der Lage in den Spitälern wieder strengere Schutzmassnahmen bis hin zu einem erneuten Lockdown nötig würden. Dies sei für den Tourismus zentral, würde dies doch eine einigermassen funktionierende Herbst- und Wintersaison ermöglichen.

Das international anerkannte Covid-Zertifikat bilde die Basis des grenzüberschreitenden Tourismus, betont Hotelleriesuisse. Ohne gesetzliche Grundlage könnten die bereits bestehenden und ausgestellten Zertifikate nicht mehr benützt werden.

Probleme beim Reisen und bei der internationalen Anerkennung des schweizerischen Zertifikates gelte es zu verhindern, schliesslich sei die internationale Reisefreiheit die Grundlage eines erfolgreichen Tourismusstandortes Schweiz.

Kritik an Corona-Politik - Videoaktion sorgt für Aufsehen

In Deutschland sorgt unter dem Hashtag #allesaufdentisch eine Aktion im Netz für Aufsehen, die unter anderem die Corona-Massnahmen und die mediale Berichterstattung darüber kritisiert.

Mit dabei sind etwa auch die Schauspieler Volker Bruch und Wotan Wilke Möhring. Auf der dazugehörigen Internetseite wurden mehrere Videos veröffentlicht, in denen über medizinische und gesellschaftliche Aspekte der Pandemie gesprochen wird. «Mit zunehmender Sorge beobachten wir die Entwicklung des politischen Handelns in der Corona-Krise», heisst es dort.

Bruch, der bereits ein prominentes Gesicht der Aktion #allesdichtmachen im April dieses Jahres war, ist auch im Impressum der Seite als Verantwortlicher aufgeführt. Teil der Aktion #allesaufdentisch ist eine Petition, die einen «Runden Tisch» für das Corona-Krisenmanagement fordert. Zu den Clips heisst es: In den 55 Videos kämen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler «vieler Disziplinen u.a. der Medizin, Virologie, Epidemiologie, Psychologie sowie den Rechtswissenschaften, Ökonomie und Ethik zu Wort». Auch die beteiligten Künstlerinnen und Künstler hätten vielfältige Hintergründe.

Die Aktion erinnert an #allesdichtmachen, bei der im April zahlreiche prominente Film- und Fernsehschauspieler wie Ulrich Tukur oder Volker Bruch Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung geäussert hatten.

1140 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1140 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG 10 neue Todesfälle und 33 Spitaleintritte. Alle Details zu den heutigen Zahlen finden Sie hier.

Dänemark verfehlt ambitioniertes Impfziel

Beim Impfen gegen Covid-19 ist Dänemark weiter gekommen als die meisten anderen Länder – ein hochgestecktes Impfziel wird das Land voraussichtlich dennoch verpassen.

Bis zum 1. Oktober strebten die dänischen Gesundheitsbehörden an, 90 Prozent von allen zur Impfung eingeladenen Personen eine erste Impfdosis zu verabreichen, also allen Bürgern über zwölf Jahre. Bis zum Donnerstag hatten rund 4,45 Millionen Menschen im Land eine erste Impfung erhalten, was 86,6 Prozent aller Bürger über zwölf Jahren entspricht.

Nach Angaben des Rundfunksenders DR fehlten damit noch knapp 150’000 Erstgeimpfte bis zu den 90 Prozent. Zum Vergleich: Am Mittwoch erhielten in Dänemark nur knapp 1000 Menschen ihre Erstimpfung. Fertiggeimpft sind knapp 4,37 Millionen Menschen, was 85,0 Prozent aller Ü12-Jährigen entspricht.

Vertrauen der Schweizerinnen und Schweizer in die AHV sinkt

Die Schweizer Bevölkerung bringt der AHV immer weniger Vertrauen entgegen. Entsprechend gewinnt die private Altersvorsorge weiter an Bedeutung, wie das am Donnerstag von Raiffeisen veröffentlichte Vorsorgebarometer zeigt.

Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung setze in der Vorsorge auf Eigenverantwortung, heisst es in der neuen Studie. Das beeinflusse das Vorsorgeverhalten positiv – je stärker man sich in der Verantwortung sehe, desto eher werde ein Säule-3-Produkt eröffnet.

Verstärkt wurden die Tendenzen durch die Coronakrise, wie Studienmitautor Daniel Greber von der ZHAW bei der Präsentation der Studie vor den Medien sagte. Mit «weniger Möglichkeiten, Geld auszugeben» sei die Vorsorge verstärkt worden. Gleichzeitig hatten die Leute auch mehr Zeit, sich Gedanken über ihre Vorsorgeplanung zu machen, ergänzte Tashi Gumbatshang von Raiffeisen.

Corona-Impfung in der Schule für Bündner Jugendliche

Das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden plant eine Impfkampagne in Schulhäusern. Bereits Anfangs nächste Woche fährt ein mobiles Impfteam zur Stadtschule in Chur und bietet dort freiwillige Corona-Impfungen für Kinder ab 12 Jahren an.

Nach dem Testen soll an Bündner Schulen nun geimpft werden. (Bild: Keystone)

Die Schulkinder brauchen dafür keine Einverständniserklärung der Eltern. Ein Kinderarzt vor Ort schätzt die Urteilsfähigkeit der Jugendlichen ein. Eine mündliche Zu- oder Absage der Schülerinnen und Schüler reicht.

«Wir setzen uns dennoch dafür ein, dass das Thema in den Familien diskutiert wird und die Schulkinder eine Absichtserklärung der Eltern mitbringen», sagte Daniel Camenisch von der Kommunikationsstelle Coronavirus Graubünden auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Ischgl-Prozess: Deutscher fordert 90'000 Euro wegen "Long Covid"

Im Streit um Corona-Infektionen im österreichischen Skiort Ischgl hat ein schwer erkrankter deutscher Urlauber den Staat Österreich auf insgesamt 90’000 Euro Schadenersatz geklagt.

Die Verhandlung vor dem Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen am Donnerstag war der erste Prozess eines deutschen Klägers im Zusammenhang mit den Vorgängen in Ischgl im März 2020. Der Vorwurf: Politik und Behörden hätten bei der Eindämmung des Virus versagt. Mit einem Urteil wird bis Jahresende gerechnet.

Corona-Neuinfektionen gesunken - leichte Zunahme bei Todesfällen

Die Zahlen der Neuinfektionen und der Spitaleinweisungen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein sind in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche gesunken. Ausnahme sind die Todesfälle, die von 33 auf 37 gestiegen sind.

Die Schweiz verzeichnet einen Rückgang bei den Corona-Infektionen. (Bild: Keystone)

Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurde in der Zeit vom 20. bis 26. September 9340 laborbestätigte Fälle gemeldet. Im Vergleich zur Vorwoche mit 12’741 sank damit die Anzahl gemeldeter Fälle um 27 Prozent. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Deutsche Inflationsrate wohl erstmals seit 1993 über Marke von 4%

Teure Energie hat die deutsche Inflationsrate im September voraussichtlich erstmals seit 1993 über die Vier-Prozent-Marke getrieben. Darauf deuten Daten aus den Bundesländern hin.

In Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen verteuerten sich Waren und Dienstleistungen zwischen 4,0 und 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Statistikämter am Donnerstag mitteilten. Nur in Baden-Württemberg blieb die Inflation knapp unter der Vier-Prozent-Schwelle.

Arbeitslosigkeit in der Eurozone geht im August erneut zurück

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt der Eurozone hat sich im August erneut verbessert. Die Arbeitslosenquote fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Der Arbeitsmarkt erholt sich so weiter von den Folgen der Corona-Pandemie.

In den 19 Ländern der Eurozone sind derzeit 12,16 Millionen Menschen arbeitslos. Im Monatsvergleich ging die Zahl um 261 000 zurück. Im Jahresvergleich sank sie um 1,86 Millionen. In den 27 Ländern der EU war die Entwicklung vom Trend her ähnlich.

Aargauer Gemeinden können direkt an der Urne abstimmen lassen

Die Aargauer Gemeinden können für wichtige Volksentscheide trotz Corona-Pandemie weiterhin direkt eine Urnenabstimmung ansetzen. Das hat der Regierungsrat entschieden. Die entsprechende Bestimmung in einer Sonderverordnung gilt bis Ende März 2022.

Angesichts der unsicheren Entwicklung der Pandemie werde den Gemeinden erneut erlaubt, bei Geschäften, für welche die Gemeindeversammlung oder der Einwohnerrat zuständig sei, eine Urnenabstimmung durchzuführen, teilte die Staatskanzlei Aargau am Donnerstag mit.

 

In den Aargauer Gemeinden sind wegen der Corona-Pandemie direkte Urnenabstimmungen in Ausnahmefällen wieder erlaubt. (Symbolbild: Keystone)

Damit sei sichergestellt, dass in Ausnahmesituationen die Stimmberechtigten direkt an der Urne über dringende Geschäfte abstimmen könnten und politische Entscheide garantiert seien. Es geht zum Beispiel um Sachgeschäfte wie das Budget für das kommende Jahr. Üblicherweise würde zunächst eine Gemeindeversammlung über die Vorlage entscheiden.

World-Tour-Auftakt in Australien erneut gestrichen

Die für Januar geplante Tour Down Under rund um Adelaide, die erste Veranstaltung der Saison auf Stufe World Tour, kann 2022 wie in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Grund sind die coronabedingten Reisebeschränkungen in Australien.

SNB hat im zweiten Quartal stärker am Devisenmarkt interveniert

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im zweiten Quartal 2021 ihre Devisenmarktinterventionen wieder etwas hochgefahren. Von April bis Juni beliefen sich die Interventionen der SNB auf 5,44 Milliarden Franken, wie einer am Donnerstag publizierten SNB-Statistik zu entnehmen ist.

Im ersten Quartal hatte die SNB nur 296 Millionen Franken für Interventionen verwendet, im vierten Quartal 2020 waren es dagegen noch 8,7 Milliarden gewesen. Und im Gesamtjahr 2020 hatte sie im Umfeld der Corona-Pandemie sogar so stark wie noch nie seit Aufhebung des Euro-Mindestkurses interveniert und Fremdwährungen für fast 110 Milliarden Franken gekauft.

Veranstalter wollen möglichst uneingeschränkte Luzerner Fasnacht

Die Luzerner Fasnacht 2022 soll stattfinden. Die grossen Luzerner Fasnachtsorganisationen haben am Donnerstag gemeinsam bekräftigt, die «rüüdigen Tage» in der Zentralschweiz mit möglichst wenig Beschränkungen durchführen zu wollen.

Die Luzerner Fasnacht soll mit möglichst wenigen Einschränkungen stattfinden. (Bild: Keystone)

«Wir wollen Fasnacht sicher und uneingeschränkt», sagte Peti Federer vom Lozärner Fasnachtskomitee LFK vor den Medien. Die Vertreter von Zünften, Guuggenmusiken und Organisatoren seien aber überzeugt, dass interne und externe Anlässe in nächster Zeit nicht an 3-G vorbei führe. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Britische Wirtschaft erholt sich stark - Gastgewerbe legt zu

Die britische Wirtschaft hat sich im Frühjahr stärker von der Corona-Pandemie erholt als bisher bekannt. Im zweiten Quartal stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 5,5 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Donnerstag in London in einer zweiten Schätzung mitteilte.

Eine vorherige Erhebung hatte einen Zuwachs um 4,8 Prozent erbracht. Das Wachstum stand auf breiter Basis, am stärksten wuchsen aber die Ausgaben der privaten Haushalte. Sie allein trugen vier Prozentpunkte zum Gesamtwachstum bei.

Chinas Industrie verzeichnet unerwarteten Rückgang

Hohe Rohstoffpreise und Stromausfälle haben im September Chinas Industrietätigkeit gebremst, während der Dienstleistungssektor nach dem Abklingen der Virus-Ausbrüche wieder expandierte.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes (PMI) lag im September bei 49,6 gegenüber 50,1 im August, wie die Daten des Nationalen Statistikamtes am Donnerstag zeigten. Der Index rutschte damit zum ersten Mal seit Februar 2020 in die Kontraktion.

H&M mit Gewinnsprung im dritten Quartal

Die schwedische Bekleidungskette H&M hat sein operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 6,3 Milliarden schwedische Kronen (669 Millionen Franken) mehr als verdoppelt.

H&M erholt sich von der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Nach Steuern stieg der Quartalsgewinn von 1,8 Milliarden auf fast 4,7 Milliarden Kronen. Wie bereits seit Mitte September bekannt, war der Umsatz der drei Monate bis Ende August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um 14 Prozent auf knapp 55,6 Milliarden Kronen (5,9 Mrd Franken) gestiegen. In schwedischen Kronen belief sich der Anstieg auf 9 Prozent.

Zudem will das Unternehmen mit Marken wie Monki, COS und &OtherStories erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder eine Dividende ausschütten. Im November solle eine Dividende von 6,50 schwedischen Kronen (0,69 Franken) je Anteil ausgezahlt werden, teilte der Konzern am Donnerstag in Stockholm mit.

KOF-Konjunkturbarometer sinkt im September leicht

Das KOF-Konjunkturbarometer ist im September leicht gesunken. Konkret ist es um 2,9 auf 110,6 Punkten gefallen, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) am Donnerstag mitteilte.

Somit setzt sich der Rückgang fort. Schon in den letzten drei Monaten war das Barometer zum Teil deutlich zurückgegangen, nachdem es noch im Mai seinen historischen Höchststand bei 143,6 Punkten gesehen hatte.

Das Barometer hat sich damit im Berichtsmonat im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Experten hatten einen Wert im Bereich von 106,0 und 112,0 Punkte prognostiziert.

Inflation in Frankreich steigt auf Zehnjahreshoch

Der Preisauftrieb in Frankreich nimmt weiter zu. Im September stiegen die nach europäischer Methode (HVPI) ermittelten Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris mitteilte.

Das ist die höchste Rate seit dem Jahr 2011. Im Vormonat hatte die Rate 2,4 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 2,8 Prozent gerechnet.

Der nationale Preisindex (VPI), der etwas anders als der HVPI ermittelt wird, stieg im September ebenfalls, lag mit 2,1 Prozent aber deutlich tiefer als der europäische Index. Letzterer ist ausschlaggebend für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie will auf die erhöhte Teuerung im Euroraum nicht reagieren, weil sie die Entwicklung als überwiegend temporär betrachtet.

Menschen wuchsen charakterlich an erster Corona-Welle

Der Charakter ist nicht unveränderlich in der Persönlichkeit eines Menschen festgeschrieben, wie eine Psychologin und ein Psychologe der Universitäten Zürich und Basel herausgefunden haben. Sie erfassten, wie die erste Corona-Welle die Menschen charakterlich veränderte.

Lange Zeit nahm die Fachwelt an, dass sich die Persönlichkeit eines Menschen ab rund dreissig Jahren kaum mehr verändert. Nach und nach schält sich aber heraus, dass insbesondere einschneidende Lebensereignisse wie Krankheit oder traumatische Erlebnisse die Persönlichkeit verändern können – so offensichtlich auch die Corona-Pandemie, wie Fabian Gander und Lisa Wagner im Fachmagazin «European Journal of Personality» berichten. Alles dazu lesen Sie hier.

Florierende Firmen kassieren Corona-Hilfsgelder

Die Härtefall-Gelder sollten Firmen retten, die von der Pandemie besonders stark betroffen waren. Nun zeigt ein Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle, dass auch viele andere, florierende Firmen Hilfe in Anspruch nahmen. So erhielten etwa Betriebe Staatshilfe, die für 40 Tage oder länger schliessen mussten. Über 2000 von ihnen reichten ein Gesuch ein, obwohl sie mehr Umsatz verbuchten als vor der Pandemie. Dies berichten die Tamedia-Zeitungen am Donnerstag.

Schweizer Stellenmarkt erreicht Vor-Corona-Niveau

Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt hat sich im dritten Quartal weiter verbessert. Laut dem Swiss Job Market Index des Personaldienstleisters Adecco hat die Zahl der Stelleninserate nun gar das Vor-Coronaniveau erreicht.

Der Index kletterte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 9 Prozent in die Höhe, wie Adecco am Donnerstag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr betrage die Zunahme gar 28 Prozent.

«Die Unternehmen setzen den positiven Trend in ihrer Personalsuche fort», wird Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz in der Mitteilung zitiert. Damit habe der Adecco Job Index erstmals seit Ausbruch der Pandemie das Vorkrisenlevel erreicht. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Impfpflicht im Unternehmen laut Umfrage nicht mehrheitsfähig

Die Einführung einer Impfpflicht im Betrieb wäre für viele Arbeitgeber wie ein Griff ins Wespennest. Das zeigt eine Umfrage.

Gut zwei Drittel der Befragten einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Jobsuchmaschine Indeed sind bereits gegen das Coronavirus geimpft oder haben dies zumindest vor. Damit entspricht die Stichprobe nahezu dem schweizerischen Durchimpfungswert von 55 Prozent. Weitere 9 Prozent sind sich laut der Studie noch nicht sicher, ob sie sich für oder gegen den Piks entscheiden.

Knapp ein Viertel der Befragten gibt hingegen an, sie hätten nicht vor, sich impfen zu lassen. Und kommt noch der Arbeitgeber ins Spiel, nimmt die Zahl der Impfkritiker deutlich zu: 43 Prozent sind gegen eine Impfpflicht am Arbeitsplatz, weitere 17 Prozent tendieren ebenfalls dagegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

3G-Regeln gelten in Frankreich ab sofort auch für Kinder ab 12 Jahren

In Frankreich gelten die 3G-Regeln und die Gesundheitspass-Pflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie von Donnerstag an bereits für Kinder ab 12 Jahren und zwei Monaten. Beim Besuch von Freizeit- und Sportstätten, in Kinos, Restaurants und Cafés oder im Fernzug müssen so künftig nicht mehr nur Erwachsene einen Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test (3G) vorlegen. Da Kinder erst ab einem Alter von 12 Jahren geimpft werden können, wurde eine Frist von zwei Monaten für das Erlangen eines vollständigen Impfschutzes eingeräumt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Studie belegt hohe Wirksamkeit von AstraZeneca-Impfstoff

Der Covid-19-Impfstoff des britischen Pharmaherstellers AstraZeneca weist in einer gross angelegten US-Studie einen 74-prozentigen Schutz vor einer Erkrankung auf. Bei Menschen ab einem Alter von 65 steige die Wirksamkeit sogar auf 83,5 Prozent.

Eine neue Studie belegt die hohe Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffes. (Bild: Keystone)

«Ich war positiv überrascht», sagte Anna Durbin, Impfstoffforscherin an der Johns Hopkins University und eine der Studienleiterinnen. Der Impfstoff biete auch einen hohen Schutz vor schweren Erkrankungen und Hospitalisierungen.

Es traten keine Fälle der seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkung der Hirnvenen-Thrombose auf, die bislang mit dem Vakzin in Verbindung gebracht wurde. Unter den mehr als 17’600 Probanden gab es keine Fälle von schweren Verläufen.

Unter den 8500 Freiwilligen der Placebogruppe traten acht schwere Fälle auf sowie zwei Todesfälle. Bei Studienteilnehmern, die den Impfstoff erhielten, traten keine Todesfälle auf.

Rasanter Anstieg der Corona-Zahlen im australischen Victoria

Der australische Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne hat erneut einen massiven Anstieg der Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Nachdem bereits am Mittwoch ein Rekordwert von 950 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden war, kletterte die Zahl am Donnerstag auf 1438. Die Behörden sind alarmiert, zumal sich die Region an der Ostküste bereits seit fast zwei Monaten in einem strikten Lockdown befindet.

Im australischen Victoria steigen die Corona-Zahlen rasant. (Bild: Keystone)

Die Regionalregierung glaubt, dass der Anstieg vor allem mit dem jüngsten langen Wochenende in Victoria in Zusammenhang steht, an dem sich viele Bürger trotz der Beschränkungen mit ihren Familien und Freunden getroffen hätten. Regionalpremier Daniel Andrews sagte, die Situation sei «absolut vermeidbar» gewesen. «Wir hatten ganz klar gesagt, dass die Zahlen steigen würden, wenn sich die Leute nicht an die Regeln halten.»

Japanische Industrie weiter rückläufig

Japans Industrie ist im August wegen des anhaltenden Chipmangels den zweiten Monat in Folge geschrumpft. Die Industrieproduktion ging um 3,2 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, wie aus Regierungsdaten am Donnerstag hervorgeht.

Im Juli wurde ein Minus von 1,5 Prozent verzeichnet. Analysten hatten in einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters im Schnitt einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet. Hintergrund ist die gesunkene Produktion von Autos und elektronischen Maschinen infolge des weltweiten Mangels an Halbleitern.

Die grossen japanischen Automobilhersteller, darunter Toyota Motor, Nissan und Honda, haben seit Ende August wegen eines Mangels an Bauteilen Produktionskürzungen hinnehmen müssen, die sich bis weit in den Oktober hinein auswirken könnten, warnte die Industrielobby Anfang dieses Monats. Die von der Regierung befragten Hersteller erwarten hingegen einen Anstieg der Produktion um 0,2 Prozent im September und 6,8 Prozent im Oktober.

Initianten: Genug Unterschriften für Initiative gegen Impfpflicht

Die Initianten einer eidgenössischen Volksinitiative gegen eine Impfpflicht haben laut eigenen Angaben die nötigen Unterschriften für das Begehren beisammen. Bis am Mittwoch seien über 140’000 Unterschriften eingegangen, teilte die Freiheitliche Bewegung Schweiz mit. Lesen Sie hier mehr.

Der Zeitpunkt der Lancierung der Initiative im vergangenen Dezember kam nicht überraschend. (Bild: Keystone)
Auch in Peking keine ausländischen Zuschauer

Wie die Sommerspiele in Tokio werden auch die Winterspiele im nächsten Februar in Peking ohne Zuschauer aus dem Ausland durchgeführt. Zugang zu den Wettbewerben erhalten nur Einwohner Chinas, die umfassende Corona-Auflagen erfüllen.

Den Entscheid fällten das Internationale Olympische Komitee und die Organisatoren der Spiele in Chinas Hauptstadt am Mittwoch. Einzelheiten für die Bedingungen bei der Ticket-Vergabe werden noch ausgehandelt.

Ungeimpfte Athletinnen und Athleten müssen sich nach der Einreise für drei Wochen in Quarantäne begeben. Für alle Teilnehmer der Winterspiele wird rund um die Wettkampfstätten eine geschlossene Blase eingerichtet, die nicht verlassen werden darf.

Litauen verhängt erneut Maskenpflicht in Innenräumen

Angesichts steigender Corona-Infektionsraten verhängt Litauen erneut eine allgemeine Maskenpflicht in Innenräumen. Auf Beschluss der Regierung in Vilnius müssen von 1. Oktober an auch Menschen mit einem gültigen «Grünen Pass» wieder eine Schutzmaske in geschlossenen Räumen tragen. Mit jenem Zertifikat werden Impfungen, Genesungen oder Corona-Tests nachgewiesen. Dazu änderte das Kabinett am Mittwoch die bisherige Empfehlung zum Tragen einer Maske in eine verbindliche Anordnung mit streng festgelegten Ausnahmen. Staatliche Institutionen und Unternehmen wurde zudem nahegelegt, wieder ganz oder teilweise auf Fernarbeit umzusteigen.

In Litauen sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen. In den letzten 14 Tagen wurden nach offiziellen Angaben 656,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert. In dem baltischen EU- und Nato-Land sind gegenwärtig 67,8 Prozent der 2,9 Millionen Einwohner gegen Corona geimpft oder davon genesen.

Youtube will Falschinformationen über alle Impfstoffe entfernen

Die Videoplattform Youtube will künftig falsche Informationen über alle Impfungen und nicht nur zu Corona-Impfstoffen entfernen. Betroffen seien Beiträge, die Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und örtlicher Behörden zu Sicherheit, Effizienz sowie Inhaltsstoffen widersprächen, teilte die Google-Tochter am Mittwoch mit.

Damit werde man zum Beispiel nicht mehr behaupten dürfen, dass Impfungen Krebs und Diabetes verursachten oder zur Nachverfolgung von Geimpften eingesetzt werden könnten, erläuterte Youtube. Accounts, die wiederholt oder besonders stark gegen die Regeln verstiessen, würden von der Plattform verbannt.

(Bild: Keystone)

Bereits am Dienstag hatte die Videoplattform zwei deutschsprachige Videokanäle des russischen Staatssenders RT entfernt und damit den Zorn Moskaus auf sich gelenkt. Youtube begründete die Sperre mit Verstössen gegen die Regeln zu Falschinformationen rund um die Corona-Pandemie.

Impftempo laut Bund noch zu niedrig

Das Impftempo in der Schweiz ist laut den Experten des Bundes immer noch zu niedrig. Unterdessen kauft die Eidgenossenschaft 150’000 Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson gegen das Coronavirus.

Obwohl die Impfungen gegen das Coronavirus in den vergangenen Wochen zugenommen haben, ist das Tempo nach Angaben des Bundes immer noch zu niedrig. Im Vergleich zum Ausland hinke die Schweiz hinterher.

58 Prozent der Bevölkerung seien vollständig geimpft, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Mittwoch vor den Medien in Bern. Neu werden auch die Personen als vollständig geimpft beurteilt, die von Covid genesen sind und eine Impfdosis erhalten haben. Die Zahlen des Bundes wurden entsprechend angepasst.

Nach dieser Rechnung sind laut Masserey 66 Prozent aller über 12-Jährigen komplett geimpft. «Das ist immer noch zu wenig, um eine genügende Immunisierung bis im Winter zu erreichen», sagte sie. Die aktuelle ruhige epidemiologische Lage sei der ideale Zeitpunkt, sich impfen zu lassen.

Die Belegung der Spitäler geht laut dem Bund zwar allmählich zurück. Doch es könne rasch wieder kritisch werden. Masserey erinnerte daran, dass zurzeit vor allem ungeimpfte junge Personen in den Spitälern liegen.

Aeropers hält Swiss-Impfobligatorium für verhältnismässig

Die Pilotengewerkschaft Aeropers beurteilt das von der Swiss gegenüber ihren Mitarbeitenden ausgesprochene Impfobligatorium für nachvollziehbar und zweckmässig. Die Gewerkschaft stört sich allerdings an der Einführung und Umsetzung der Impfpflicht.

Bisher seien nur einzelne Vorschläge von Aeropers bei der Konsultation zwischen der Airline und den Sozialpartnern berücksichtigt worden, heisst es in einer Mitteilung von Aeropers vom Mittwoch. Dies bedaure der Vorstand.

Die Verhältnismässigkeit sei aktuell gegeben, basierend auf der Fürsorgepflicht. Aus rein betrieblichen Gründen würde die Verhältnismässigkeit nach Einschätzung der Gewerkschaft allerdings nicht vorliegen. Denn die Einreisebedingungen hätten sich nicht im erwarteten Masse verschärft.

Beschwerde gegen Maskenpflicht in Aargauer Schulen eingereicht

Über die von der Aargauer Regierung beschlossene Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Primarklasse muss das Gericht urteilen. Die Eltern von etwa 15 schulpflichtigen Kindern haben am Mittwochnachmittag beim Verwaltungsgericht Aarau Klage gegen den Entscheid eingereicht.

Die Beschwerde umfasst 90 Seiten und über 60 Beilagen, wie der Verein Lehrernetzwerk Schweiz, der die Beschwerde unterstützt, mitteilte. Der Verein gehört zu den pointierten Kritikern der Corona-Schutzmassnahmen.

Begründet wird die Klage unter anderem damit, dass eine dauerhafte Maskenpflicht während des gesamten Schulbetriebes einen schweren Eingriff in die physische und in die psychische Unversehrtheit darstelle. Für diese Art von Eingriffen bei gesunden Kindern biete weder das Epidemiegesetz noch das Covid-19-Gesetz eine Grundlage, heisst es weiter im Communiqué.

Eltern haben beim Aargauer Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die Maskenplicht ab der 5. Primarklasse eingereicht. (Symbolbild: Keystone)

An der Aargauer Volksschule gilt seit dem 1. September eine allgemeine Maskentragepflicht ab der 5. Primarklasse. Das hatte der Regierungsrat Ende August als Sofortmassnahme beschlossen, nachdem es nach den Sommerferien in zahlreichen Klassen im Kanton zu Corona-Ausbrüchen gekommen war.

Nur eine kleine Minderheit braucht den Vektorimpfstoff

Weniger als 100 Menschen in der Schweiz vertragen die mRNA-Impfung nicht. Also braucht nur eine Minderheit den Vektorimpfstoff, so Christoph Berger am Mittwoch. Lesen Sie hier mehr.

Die Schweiz hat 150’000 Dosen des Johnson & Jonson-Impfstoffs bestellt. (Bild: Keystone)
Nartey: Tests für Zertifikate sollen nicht zwingend gratis bleiben

Tests nur für ein Zertifikat sollen nicht zwingend gratis bleiben. Dieser Meinung ist Linda Nartey, Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS).

Wichtig sei, dass Tests erhältlich seien, vor allem für Personen mit Symptomen, sagte Nartey am Mittwoch vor den Medien in Bern. In Schulen und Gesundheitszentren seien die Tests weiterhin gratis. Aus Sicht der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte müsse eine möglichst hohe Durchimpfung erreicht werden, sagte Nartey.

Impftempo laut Bund immer noch zu niedrig

Obwohl die Impfzahlen in den vergangenen Wochen gestiegen sind, ist das Impftempo laut dem Bund immer noch zu niedrig. Im Vergleich zum Ausland laufe die Schweiz hinterher. 66 Prozent aller über 12-Jährigen seien komplett geimpft, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Mittwoch vor den Medien in Bern. «Das ist immer noch zu wenig, um eine genügende Immunisierung bis im Winter zu erreichen.»

Masserey warb erneut für die Impfung. Die aktuelle ruhige epidemiologische Lage sei der ideale Zeitpunkt, sich impfen zu lassen. «Wir müssen die Lage ausnützen.» Die Situation könne sich leider schnell ändern, beispielsweise bei einem Wetterwechsel.

Die Belegung der Spitäler geht laut dem Bund zwar allmählich zurück. Doch es könne schnell gehen, bis es wieder kritisch werde. Masserey erinnerte daran: «Es liegen vor allem ungeimpfte junge Personen in den Spitälern.» Mehr dazu lesen Sie hier.

Kanton Schwyz übernimmt keine Kosten für Corona-Tests

Der Kantonsrat Schwyz hat am Mittwoch ein SVP-Postulat abgelehnt, das den Kanton zur Übernahme der Kosten für Corona-Tests verpflichten wollte, falls der Bundesrat diese für kostenpflichtig erklärt. Die Forderung hätte den Kanton pro Woche 850’000 Franken gekostet.

«Wir wollen keinen Impfzwang. Wir wollen nicht, dass die Hälfte der Bevölkerung vom öffentlichen Leben ausgeschlossen wird. Und wir wollen etwas für die Branchen tun, die sich mit dem Covid-Zertifikat schwer tun.» So begründete ein Sprecher der SVP das Postulat.

Der Vorstoss sei zwar gut gemeint, aber letztlich «ein Schuss in den Ofen», sagte der Sprecher der Mitte. Je länger die Diskussion dauerte, desto klarer wurde, dass die Umsetzung des Postulats unrealistisch ist.

So steht die Schweiz im weltweiten Vergleich beim Impfen da
 
Klage von Tuifly und Ryanair gegen EU-Kommission abgewiesen

Die Fluggesellschaften Tuifly und Ryanair haben im Streit mit der EU-Kommission um eine mögliche Rückzahlung staatlicher Unterstützung in Millionenhöhe einen Dämpfer erhalten. Das Gericht der Europäischen Union wies am Mittwoch Klagen gegen eine entsprechende Entscheidung aus Brüssel ab.

In dieser hatte die EU-Kommission 2016 festgestellt, dass Tuifly und Ryanair am Flughafen Klagenfurt unzulässige staatliche Beihilfen erhalten haben, die Österreich von ihnen zurückfordern muss.

Bestimmte Dienstleistungs- und Marketingvereinbarungen zwischen dem teils staatlichen Flughafenbetreiber und Ryanair sowie Tuifly hätten diesen Fluggesellschaften einen ungerechtfertigten Vorteil verschafft, so die Kommission damals. Es geht um rund 10,5 Millionen Euro für Tuifly und gut zwei Millionen Euro für Ryanair. Gegen die Entscheidung kann noch Einspruch beim EuGH erhoben werden (Rechtssachen T-447/18, T-448/18 und T-619/18).

1451 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 1451 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG 7 neue Todesfälle und 39 Spitaleintritte. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Studie: Impfstoff von Johnson & Johnson wirksamer mit Zweitimpfung

Der Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson ist neuen Untersuchungen zufolge wirksamer gegen eine Corona-Infektion, wenn er zweimal verabreicht wird. Eine zweite Impfung, die rund zwei Monate nach der ersten verabreicht wurde, bot in einer weltweiten klinischen Studie einen 75-prozentigen Schutz, wie das Unternehmen letzte Woche erklärte. Der Antikörperwert stieg demnach auf das Vier- bis Sechsfache der nach der Einzeldosis beobachteten Werte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bund kauft 150'000 Dosen von drittem Corona-Impfstoff

Die Schweiz kauft 150’000 Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson gegen das Coronavirus. Das vektorbasierte Vakzin soll diese Woche geliefert und nächste Woche an die Kantone verteilt werden, wie Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch auf Twitter mitteilte. Mehr Informationen gibt es hier.

Keine Kurzarbeitsentschädigung für Ehegatten von KMU-Arbeitgebern

Im Betrieb mitarbeitende Ehegatten des Arbeitgebers in kleinen und mittleren Unternehmen haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, auch wenn die Kurzarbeit aus nicht-betrieblichen Gründen entsteht. Der Ständerat hat eine vom Nationalrat gutgeheissene Motion am Mittwoch stillschweigend abgelehnt. Das Thema ist damit vom Tisch.

Die Kurzarbeit soll Arbeitslosigkeit verhindern, erklärte Josef Dittli (FDP/UR) namens der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-S) am Mittwoch im Rat. Sie sei für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gedacht, nicht für Arbeitgeber. Das sei entgegen der Ansicht des Nationalrats keine Lücke, sondern gewollt.

Besser gelaunte Finanzanalysten setzten auf das Thema ESG

Die Erwartung unter Schweizer Ökonomen in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung hat sich im September nach einem Rücksetzer im Vormonat wieder deutlich erholt. Gleichzeitig spielen für neun von zehn Finanzanalysten Nachhaltigkeitskriterien eine Rolle.

Der CS-CFA-Index, ein Stimmungsbarometer für die Schweizer Wirtschaft, kletterte im September um 33,5 Punkte. Er liege mit einem Wert von 25,7 wieder klar im positiven Bereich, erklärte die Credit Suisse am Mittwoch.

Der Indikator zeigte damit über die Pandemie hinweg drei tiefe v-förmige Einbrüche. Diese verliefen parallel zu den drei Viruswellen.

Geschäftsklima im Euro-Raum hellt sich überraschend auf

Die Stimmung in der Wirtschaft der Euro-Zone hat sich im September überraschend etwas aufgehellt. Das hierfür ermittelte Barometer stieg um 0,2 auf 117,8 Punkte.

Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten der EU-Kommission hervor. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 116,9 Punkte gerechnet. Besonders deutlich verbesserte sich die Stimmung in Spanien (plus 1,7), Deutschland (plus 0,8) und den Niederlanden (plus 0,6). Sie verschlechterte sich hingegen in Frankreich (minus 1,3) und Italien (minus 0,9).

Meiste Corona-Beschränkungen in Schweden aufgehoben

Nach anderthalb Jahren mit ohnehin vergleichsweise lockeren Massnahmen sind in Schweden die allermeisten Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. Seit Mittwoch gelten in dem skandinavischen EU-Land keine Teilnehmerobergrenzen mehr für allgemeine Zusammenkünfte und Veranstaltungen wie Fussballspiele und Konzerte.

 

Schweden hebt die meisten Corona-Beschränkungen auf. (Bild: Keystone)

Auch grössere private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage sind damit wieder ohne Beschränkung der Gästezahl möglich. Die Empfehlung zum Arbeiten aus dem Homeoffice fällt ebenfalls weg. Wer Krankheitssymptome zeigt, sollte aber weiterhin zu Hause bleiben und sich auf das Coronavirus testen lassen.

Empfehlungen bleiben

Begründet hatten die schwedische Regierung und die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten die Lockerungen mit der erfolgreich verlaufenden Impfkampagne. Bislang haben in Schweden mehr als 83 Prozent der Menschen im Alter von über 16 Jahren mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten, über 76 Prozent auch schon ihre zweite. Zuvor haben auch schon Dänemark und Norwegen die allermeisten Beschränkungen innerhalb ihrer Länder beendet.

Manche Empfehlungen bleiben in Schweden jedoch bestehen, insbesondere für Bürger, die bisher noch nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft worden sind. Nicht-geimpfte Erwachsene sollten der Gesundheitsbehörde zufolge grosse Menschenaufläufe meiden und auch keinen engeren Körperkontakt mit Personen aus Risikogruppen sowie Älteren haben.

Spanien freut sich auf volle Stadien

Was im Schweizer Fussball schon seit Saisonbeginn möglich ist, gilt nun auch in Spanien. Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Krise vor 18 Monaten dürfen dort Fussballstadien ab Freitag wieder zu 100 Prozent ausgelastet werden.

Für Sportveranstaltungen in Innenräumen hoben die Iberer die Belegung von 40 auf 80 Prozent an. In der Schweiz hingegen sind volle Hallen möglich. In Spanien sind 77,7 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. In der Schweiz beträgt dieser Wert bloss knapp 56 Prozent.

Kein Umzug mit dem Heiligen Nikolaus dieses Jahr in Freiburg

Das Fest zu Ehren des Freiburger Stadtheiligen Nikolaus findet in diesem Jahr wegen Corona nur in kleinerem Rahmen statt. Der grosse Umzug in der Stadt mit Nikolaus und Esel ist abgesagt, ebenso der Markt in der Altstadt.

Kein Umzug mit dem Heiligen Nikolaus gibt es in diesem Jahr in Freiburg. (Bild: Keystone)

Grund für die Absage ist die Pandemie. Die meisten anderen Aktivitäten, die jeweils am ersten Dezemberwochenende in Freiburg über die Bühne gehen, werden stattfinden. So kann die Bevölkerung der Rede des Nikolaus lauschen, in der er Rückblick hält auf das vergangene Jahr. In welcher Form dies stattfinden soll, ist noch offen, wie die Stadtbehörden am Mittwoch mitteilten.

Das Nikolausfest ist in der Freiburger Tradition tief verankert. Der heilige Nikolaus von Myra ist Stadtpatron und Schutzheiliger des Kantons Freiburg.

Die USA zwischen Hoffen und Bangen: Ende der Delta-Welle in Sicht?

Am Ende hilft doch nur Beten. Das zumindest meint eine Taxifahrerin im US-Bundesstaat Mississippi, wenn sie an Corona denkt. Klar, es sei schon sinnvoll, sich an die Regeln zu halten. Aber sie gehe trotzdem auf Nummer sicher, sagt sie und lacht herzlich.

Als die Delta-Variante die USA im Sommer mit voller Härte erwischte, waren gerade die südlichen Staaten des Landes wie Mississippi heftig getroffen. Nun gehen die Corona-Fallzahlen zurück, besonders auch im Süden. Doch viele fürchten, dass es im Herbst andere Regionen des Landes hart treffen könnte. Denn weiterhin sind mehr als 70 Millionen Menschen im Land, die für eine Impfung infrage kommen, nicht geimpft. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Massive Zunahme von Berufskrankheiten

2020 ist die Zahl der Meldungen über Fälle von Berufskrankheiten bei der Suva auf über 1300 gestiegen. Das sind rund vier Mal so viele wie im Mittel der zehn Jahre davor. Die Suva geht davon aus, dass diese massive Steigerung auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen ist. Der Bund hat keine Zahlen zu an Covid-19 erkrankten Pflegekräften, wie SRF berichtet.

Nationalrat führt aktuelle Debatte zu ausgelastetem Pflegepersonal

Der Nationalrat nimmt sich am Mittwochmorgen Zeit, um in Anwesenheit von Gesundheitsminister Alain Berset über die Situation des Pflegepersonals zu diskutieren. Der Bundesrat liess bereits am Montag seine Position dazu verlauten.

Der Nationalrat diskutiert am Mittwochmorgen in Anwesenheit von Gesundheitsminister Alain Berset über die Situation des Pflegepersonals. (Bild: Keystone)

Die Corona-Pandemie hat deutlich ein Problem aufgezeigt und verschärft, das es schon lange vor der Krise gab: den Personalmangel in den Pflegeberufen. SP, Grüne und GLP haben im Nationalrat nun eine dringliche Debatte zum Thema verlangt, in welcher die wichtigsten Fragen geklärt werden sollen. Am Montag antwortete der Bundesrat auf die eingereichten Fragen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Schwierige Verhandlungen im US-Kongress: Biden sagt Chicago-Trip ab

Angesichts schwieriger Verhandlungen und drängender Entscheidungen im US-Kongress hat Präsident Joe Biden einen für diesen Mittwoch geplanten Trip nach Chicago kurzfristig abgesagt. Das Weisse Haus teilte am Dienstagabend mit, angesichts der laufenden Gespräche mit Kongressmitgliedern werde der Präsident am Mittwoch in der Regierungszentrale in Washington bleiben, um weiter daran zu arbeiten, seine beiden Investitionspakete voranzubringen. Der Chicago-Besuch werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Biden hatte dort für Corona-Impfungen werben wollen.

Der Präsident kämpft momentan darum, zwei zentrale Vorhaben seiner Amtszeit im Kongress durchzusetzen: ein gross angelegtes Paket für Investitionen in die Infrastruktur des Landes und ein zweites gewaltiges Paket mit Investitionen für Soziales. Beide Vorhaben wackeln angesichts interner Diskussionen bei den Demokraten noch. In der laufenden Woche werden dazu Entscheidungen erwartet.

Youtube sperrt und entfernt Kanäle von RT DE

Die Videoplattform Youtube hat die deutschen Kanäle des russischen Staatsmediums RT gesperrt und entfernt. Ein Youtube-Sprecher bestätigte am Dienstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur die Kündigung von zwei Kanälen. RT DE berichtete auf der eigenen Webseite ebenfalls über die Sperrung. Die Chefredakteurin von RT mit Sitz in Moskau, Margarita Simonjan, kritisierte über Twitter den Schritt von Youtube scharf und sprach von einem «Medienkrieg».

Als Grund für die Sperrung nannte Youtube dies: Unlängst sei RT DE darauf aufmerksam gemacht worden, dass das Staatsmedium gegen die Richtlinie zur Missinformation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstossen habe. In einem gewissen Zeitraum hätte RT DE dann keine Videos mehr auf seinem Youtube-Kanal hochladen dürfen. Nach Angaben der Google-Tochter wurde dann der zweite Kanal genutzt. Youtube sprach von einem Umgehungsversuch. Deshalb sei nun die Sperrung am frühen Dienstagabend erfolgt. Alles dazu lesen Sie hier.

Umfrage: Mehrheit für kostenpflichtige Tests für Covid-Zertifikat

Unterstützung für die Pläne des Bundesrates: Eine Mehrheit der Menschen in der Schweiz befürwortet es, dass Tests für die Erlangung eines Covid-Zertifikats nicht mehr gratis sein sollen. Das zeigt eine Umfrage von Tamedia und «20 Minuten».

Laut einer neuen Umfrage ist die Mehrheit der Schweizer für kostenpflichtige Tests bei Ungeimpften. (Bild: Keystone)

63 Prozent der Teilnehmenden beantworteten die Frage, ob Ungeimpfte dafür zahlen sollten, wenn sie für ein Zertifikat einen Test machen wollen, mit «Ja» oder «eher Ja». Die Umfrageergebnisse wurden am Mittwoch in den Tamedia-Zeitungen veröffentlicht. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Australien: Victoria meldet Rekord an Corona-Neuinfektionen

Trotz eines seit fast zwei Monaten geltenden Lockdowns steigen die Corona-Zahlen im australischen Bundesstaat Victoria weiter. Die Behörden in der Region mit der Millionenmetropole Melbourne meldeten am Mittwoch 950 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Gleichzeitig wurden die Anfang August verhängten Massnahmen leicht gelockert.

Die Menschen dürfen sich jetzt wieder in einem Radius von 15 statt wie bisher 10 Kilometern von ihren Wohnsitzen bewegen. Zudem sind kontaktfreie Sportarten im Freien, wie etwa Golf, wieder erlaubt.

Der Bundesstaat im Osten Australiens befindet sich bereits zum sechsten Mal im Lockdown. Schlimmer als Victoria war bisher nur der benachbarte Bundesstaat New South Wales mit der Stadt Sydney betroffen. Hier wurden zeitweise weit mehr als 1000 Neuinfektionen pro Tag verzeichnet. Jedoch sinken die Zahlen dort leicht: Die Regionalregierung meldete am Mittwoch 863 neue Fälle.

United Airlines kündigt etwa 600 Impf-Verweigerern

Die US-Fluggesellschaft United Airlines entlässt fast 600 Mitarbeiter, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen und keine gesundheitliche oder religiöse Ausnahmegenehmigung haben.

«Dies war eine unglaublich schwierige Entscheidung, aber die Sicherheit unseres Teams hatte für uns immer oberste Priorität», teilen Unternehmenschef Scott Kirby und Präsident Brett Hart den Mitarbeitern zu der Entscheidung mit.

Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines kündigt etwa 600 Impf-Verweigern. (Bild: Keystone)

Die betroffenen Beschäftigten könnten ihren Arbeitsplatz noch retten, wenn sie sich vor dem offiziellen Kündigungsgespräch impfen lassen. Gemäss früheren Berichten sind fast 90 Prozent der United-Mitarbeitenden in den USA gegen das Coronavirus geimpft.

Am Montag war bekannt geworden, dass auch die Fluggesellschaft Swiss ab Ende Januar 2022 Angestellte entlassen will, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen.

Indien statt China: Thailand hofft auf Tourismus-Boom zum Lichterfest

Um den am Boden liegenden Tourismussektor wiederzubeleben, setzen die thailändischen Behörden jetzt auf Gäste aus Indien. Vor der Pandemie kam der Grossteil der Besucher noch aus China, jedoch gelten dort weiter extrem strenge Reiseregeln. Pünktlich zum hinduistischen Lichterfest Diwali im November, einer wichtigen Ferienzeit in Indien, wolle Thailand nun zahlreiche Urlaubsgäste von dort an seine Strände locken, zitierte die Zeitung «Bangkok Post» am Mittwoch die Vize-Präsidentin der nationalen Tourismusbehörde, Somsong Sachaphimukh.

Ab dem 1. November können vollständig Geimpfte möglicherweise wieder quarantänefrei nach Thailand reisen – so der Plan der Regierung. «Wenn viele unserer Tourismuszentren im November wiedereröffnet werden sollten, dann könnte das diesjährige Diwali eine grossartige Gelegenheit sein», betonte Somsong. «Indische Reisende haben viel Kaufkraft und viel Potenzial.» Der Höhepunkt des diesjährigen Lichterfests ist am 4. November.

Lettlands Regierung beschliesst neue Corona-Regelungen

Lettlands Regierung hat neue Corona-Regeln beschlossen, die die epidemiologischen Anforderungen und Einschränkungen einfacher und verständlicher machen sollen. In den am Dienstag verabschiedeten Bestimmungen ist etwa eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen festgelegt: So müssen Beschäftigte von medizinischen, sozialen und pädagogischen Einrichtungen vom 15. November an ein Impfzertifikat vorweisen. Auch andere Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern unter bestimmten Voraussetzungen eine verbindliche Impfung auferlegen, wie die Staatskanzlei in Riga mitteilte.

Veranstaltungen und Dienstleistungen im Innenbereich dürfen vom 11. Oktober an nur noch durchgeführt und erbracht werden, wenn die beteiligten Personen nachweislich geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Ausnahmen gelten für grundlegende Dienstleistungen wie etwa Postdienste und öffentlichen Nahverkehr oder auch private Treffen. Für den Einzelhandel wurden bislang noch keine konkreten Vorgaben festgelegt. Dafür müsse aber in den kommenden Wochen eine akzeptable Lösung gefunden werden, sagte Gesundheitsminister Daniels Pavluts.

Die lettische Regierung bemüht sich seit Monaten mit nur mässigem Erfolg, die geringe Impfbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen. In dem baltischen EU- und Nato-Land sind aktuell nur 44 Prozent der 1,9 Millionen Einwohner geimpft. Zugleich stieg die Infektionsrate in den vergangenen Wochen deutlich.

Johnson trifft Angehörige von Corona-Opfern - Ruf nach Aufarbeitung

Rund ein Jahr nach den ersten Forderungen hat sich der britische Premierminister Boris Johnson mit Angehörigen von Corona-Opfern getroffen. «Obwohl die Regierung versucht, die Pandemie zu überwinden und fast sagt, die Pandemie ist vorbei, verlieren wir noch immer um die Tausend Menschen jede Woche», sagte die Mitgründerin der Gruppe Covid-19 Bereaved Families for Justice, Jo Goodman, vor dem Treffen dem Sender BBC. «Wir sind die Stimme derjenigen, die noch immer gefährdet sind, der Familien, die noch immer jemanden verlieren können.»

Im grössten britischen Landesteil England sind Corona-Beschränkungen seit Mitte Juli weitgehend aufgehoben. Die Fallzahlen haben sich auf hohem Niveau – derzeit bei einer Inzidenz um die 350 – eingependelt. In den vergangenen sieben Tagen starben 920 Menschen an oder mit Covid-19, in den Vorwochen sah es ähnlich aus.

Berner Kantonspolizei rechnet wieder mit Grosseinsatz an Kundgebung

Die Berner Kantonspolizei rechnet für Donnerstagabend erneut mit einem Grosseinsatz. Corona-Massnahmengegner haben wieder zu einer unbewilligten Kundgebung in der Bundesstadt aufgerufen.

Um gewappnet zu sein, schliesst die Berner Kantonspolizei am Donnerstag und Freitag die meisten Wachen und verhängt eine Freisperre für die Einsatzkräfte, wie sie am Dienstag mitteilte.

(Bild: Keystone)

In jüngster Zeit versammeln sich in Bern immer wieder Corona-Massnahmengegner zu unbewilligten Kundgebungen. Der Stadtberner Polizeidirektor Reto Nause machte klar, dass er solches Treiben nicht mehr dulden will.

Am vergangenen Donnerstag musste die Polizei Wasserwerfer und Tränengas gegen Randalierer einsetzen. Danach kursierte in den Sozialen Medien ein Aufruf, sich jeden Donnerstag in Bern zur Kundgebung zu versammeln.

Malta: Erleichterung für Gastronomen, die nur Geimpfte bedienen

In Malta werden Gastronomen dazu ermutigt, nur noch geimpfte Gäste zu bedienen. Restaurants und Bars dürfen von 9. Oktober an Leuten, die keine Impfbescheinigung haben, den Zutritt verweigern – und werden dafür sogar belohnt: Gesundheitsminister Chris Fearne kündigte am Dienstag an, dass diese Gaststätten länger als andere geöffnet haben dürfen. Zudem dürfen dort die Tische näher zusammengerückt und die Gäste auch an der Bar bedient werden. Für alle anderen gastronomischen Betrieben bleiben die aktuellen Massnahmen bestehen.

Malta ist das Land mit einer der höchsten Impfraten gegen Corona: Mehr als 90 Prozent der zur Impfung zugelassenen Menschen sind vollständig immunisiert. Aktuell bekommen alte Menschen und jene mit einem schwachen Immunsystem Auffrischungsdosen gegen Corona verabreicht.

Gesundheitsminister Fearne teilte zudem mit, dass Malta die Einreisebestimmungen für genesene Corona-Patienten lockere. Wenn diese nach ihrer Infektion nur eine Impfdosis erhalten – wie etwa in Italien üblich – dann können die Gäste künftig ohne Quarantäne in das Land einreisen. Menschen ohne gültiges Covid-Zertifikat müssen nach der Einreise 14 Tage in ein offizielles Isolationshotel, was sie 100 Euro pro Nacht kostet.

Streit wegen Covid-Zertifikat: Gast verpasst Hoteldirektor Ohrfeige

In einem Hotel in Malbun FL ist am vergangenen Samstag wegen der Covid-Zertifikatspflicht ein Streit eskaliert. Ein Gast verpasste dem Hoteldirektor eine Ohrfeige und Faustschläge.

Gegen 19 Uhr betrat ein Paar den Hotelbetrieb und wurde dabei aufgefordert, das Covid-Zertifikat vorzuweisen. In der Folge kam es zu Unstimmigkeiten und einer verbalen Auseinandersetzung, wie die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein am Dienstag in einer Mitteilung schrieb.

Während des Streits begab sich der Gast laut Polizeiangaben hinter die Rezeption, verpasste dem Hoteldirektor eine Ohrfeige und Faustschläge gegen die Brust sowie den Hals- und Nackenbereich. Daraufhin verliess das Paar das Hotel in unbekannter Richtung.

Der Hoteldirektor erlitt Verletzungen im Rippenbereich sowie Prellungen. Ermittlungen zum Täter und seiner Begleitung laufen.

Sterillium wird künftig auch in der Schweiz hergestellt

IVF Hartmann wird das Handdesinfektions-Mittel Sterillium ab nächstem Jahr auch in der Schweiz herstellen. Damit will der Schaffhauser Medizinalbedarfhersteller die lokale Versorgungssicherheit stärken sowie möglichen neuen Regeln vorgreifen.

«Waschen Sie sich die Hände regelmässig.» Zu Beginn der Pandemie des Coronavirus wurde dieser Satz Menschen auf der ganzen Welt eingetrichtert. Wer sich unterwegs die Hände nicht waschen kann, soll demnach zum Desinfektionsmittel greifen.

Das in der Schweiz seither weit verbreitete Händedesinfektionsmittel Sterillium wird ab Mitte 2022 auch in der Schweiz gefertigt, teilte IVF Hartmann am Dienstag mit. Zuerst das flüssige Sterillium, in einem zweiten Schritt dann auch das Händedesinfektions-Gel.

Mit der Produktion von Sterillium in der Schweiz könne das Unternehmen dem Wunsch nach lokaler Herstellung versorgungskritischer Produkte im Gesundheitswesen künftig noch besser nachkommen, erklärte Konzernchef Claus Martini in der Mitteilung.

Folgen der Corona-Pandemie in Krankenkassenprämien noch nicht erfasst

Die Kosten der Corona-Pandemie können gemäss Gesundheitsminister Alain Berset noch nicht beziffert werden. Somit sei auch unklar, welche Folgen die Pandemie auf die künftigen Prämien habe. Die Regierung will aber Ende Jahr einen Bericht ausarbeiten, der die finanziellen Folgen der Pandemie im Gesundheitswesen ausweist.

«Die Pandemie hat auch unser Gesundheitssystem auf eine harte Probe gestellt – und sie tut es noch immer», sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Dienstag bei der Bekanntgabe der Prämien 2022 vor den Medien in Bern. Es sei aber noch zu früh, die Kosten und den Einfluss auf die Prämien zu beziffern.

Es sei sehr komplex. Die Pandemie verursache direkte Kosten, etwa bei den Erkrankten, aber auch indirekte Kosten, zum Beispiel bei all jenen, die Operationen verschieben mussten. Auch die Langzeitfolgen verursachten indirekte Kosten, ebenso die Folgen von psychischen Problemen, wo noch sehr viel unklar sei.

Ende Jahr soll ein Bericht dazu erarbeitet werden, der dann veröffentlicht wird.

Gesundheitsminister Alain Berset hat am Dienstag die Krankenkassenprämien fürs Jahr 2022 vorgestellt. Die Kosten der Pandemie seien darin aber noch nicht enthalten. (Bild: Keystone)
Italiens Kinos und Theater dürfen wieder fast zu 100 Prozent besucht sein

Kinos und Theater in Italien dürfen ihre Zuschauerplätze künftig wieder fast ganz belegen. Eine Corona-Expertenkommission sprach sich für eine Auslastung von 80 Prozent aus, bei Events im Freien sogar für 100 Prozent.

Voraussetzung dafür ist, dass sich die Kulturbetriebe in sogenannten weissen Zonen befinden, also Regionen mit niedrigen Covid-Zahlen, und dass jeder Gast einen gültigen «Grünen Pass» hat. Mit jenem Zertifikat werden Impfungen, Genesungen oder Corona-Tests nachgewiesen. Ausserdem empfehlen die Experten, während der Vorstellungen auf den Plätzen Masken zu tragen.

Museen können künftig sogar ihr gesamtes Besucherkontingent ausschöpfen – immer einen «Grünen Pass» vorausgesetzt.

Den Kulturschaffenden gehen die Lockerungen, die von der Regierung in dieser Woche in einem Gesetzesdekret verankert werden sollen, nicht weit genug. Die Entscheidungen der Kommission seien «unzureichend und nicht objektiv begründet», kritisierte die Autoren- und Verlegervereinigung Siae. «Paradoxerweise haben wir in Italien die höchsten Impfzahlen, aber auch die restriktivsten Massnahmen.»

Sie kritisieren, dass noch keine Lösung für Diskotheken gefunden wurde, die weiterhin geschlossen bleiben müssen. Weil dort die inzwischen im öffentlichen Raum gewohnten Sicherheitsvorkehrungen kaum einzuhalten sind, zögert die Politik noch.

Corona beeinträchtigt Adidas-Produktion in Vietnam

Steigende Corona-Zahlen in Vietnam beeinträchtigen die Produktion des Sportartikelherstellers Adidas. Das Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach (Erlangen-Höchstadt) versuche derzeit die Auswirkungen des aktuellen Lockdowns zu begrenzen, hiess es von einem Sprecher am Dienstag.

Dabei werde etwa erwogen, die Produktion vorübergehend in andere Länder zu verlagern. Inwiefern davon Konsumenten hierzulande betroffen sind, liess Adidas auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur offen.

Konkurrent Nike leidet eigenen Angaben zufolge ebenfalls unter den Corona-Massnahmen in vietnamesischen Fabriken. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass es mehrere Monate dauern werde, bis die Produktion das übliche Niveau erreiche, sagte Finanzchef Matt Friend bei der Vorlage aktueller Quartalszahlen vergangene Woche. 2020 galt Vietnam noch als Vorzeigestaat im Kampf gegen die Pandemie. Seit Mai kämpft das Land am Mekong aber gegen seine bisher schwerste Welle.

Adidas hat wegen des Lockdowns in Vietnam Mühe mit der Produktion. (Bild: Keystone)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel