Featured Video Play Icon
Christoph Eymann zu seinem Rücktritt aus dem Nationalrat.
Basel

Christoph Eymann: «Es ist ungewöhnlich, das ist so»

Der Basler LDP-Politiker Christoph Eymann (70) kündigt seinen Rücktritt aus dem Nationalrat an. Für ihn wird Patricia von Falkenstein nachrücken.

Christoph Eymann hat genug: Der 70-jährige Basler LDP-Politiker wird aus dem Nationalrat zurücktreten. Das sagte Eymann am 28. September 2021 gegenüber Online Reports. «Meine Amtszeit im Nationalrat endet am 28. November», so Christoph Eymann im Interview mit dem Basler Medienportal. Er werde kommenden Freitag in der laufenden Herbstsession im Parlament verabschiedet, so der frühere Basler Erziehungsdirektor.

In einem Schreiben an seine ParteikollegInnen begründete Christoph Eymann seinen Rücktritt so: «Mit Blick auf mein Lebensalter scheint es mir angezeigt, das politische Mandat zu einem Zeitpunkt abzugeben, bevor einem andere sagen (oder nicht zu sagen getrauen), dass es eigentlich Zeit wäre».

Für Christoph Eymann nachrücken wird LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein. Dies machte die LDP am Dienstagvormittag in einer Medienmitteilung offiziell. Patricia von Falkenstein wird die Nachfolge Eymanns in der kommenden Wintersession antreten.

(Video: Telebasel)

Karriere als Bildungspolitiker

Christoph Eymann setzt damit nach 40 Jahren einen Schlusspunkt unter seine aktive politische Karriere. 1981 betrat Eymann als Mitglied der Basler Bürgergemeinderats das politische Parkett. Es folgten Mandate als Grossrat, Nationalrat und schliesslich als Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt. 2015 wurde Christoph Eymann wieder in den Nationalrat gewählt. Entsprechend seines Amts als Basler Erziehungsdirektor tat er sich auch im Nationalrat als Bildungspolitiker hervor – unter anderem als Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur. Eymann ist zudem Präsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe.

In Zukunft werde er sich aus der aktiven Politik zurückziehen, wie Christoph Eymann gegenüber Online Reports erklärt: «Für jene, die wollen, werde ich immer noch im Hintergrund für Rat bereit stehen. Aber es muss ein Hol-System sein. Ich werde nicht impertinent auf die Leute zugehen».

2 Kommentare

  1. Gefühlte 100 Jahre in der Politik. Ob ER wirklich locker abtreten kann. Denke wurde endlich auch Zeit – so kommen die Jungen nie zum Zug.
    Wobei – Jung und neue Ideen ? Kann man das von dieser Nachfolgerin erwarten – doch es bleibt halt alles in der Familie. LDP ist eine Partei für die gut Betuchten, fühle mich so oder so nicht abgeholt mit dieser Art von Politik. Und: Mit solchen Clans gibt es kaum eine Veränderung…. – empfinde ich sehr…..Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel