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Der Telebasel News Beitrag vom 26. September 2021.
Baselland

Abfuhr für Dom-Baukredit in Aesch

Die Stimmbevölkerung von Aesch hat den Investitionskredit von 19,5 Millionen Franken für das Kultur- und Sportzentrum Dom abgelehnt.

Dies mit einer Nein-Mehrheit von 58,89 Prozent deutlich. Gegen das Projekt sprachen sich 2232 Stimmberechtigte aus, dafür waren lediglich 1558 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Stimmbeteiligung lag bei 56,57 Prozent.

Gegen das Projekt war das Referendum ergriffen worden. Seit 2017 hat die Gemeinde an diesem Projekt gearbeitet und geplant. Heute hat die Stimmbevölkerung ein Schlussstrich unter den Dom gezogen. Dieser Entscheid trifft das Volleyball Spitzenteam von Sm’Aesch Pfeffige hart. «Wir haben die Nati A, die immer noch das Problem hat, dass wenn sie sich für internationale Spiele qualifizieren, diese nicht in Aesch ausgetragen werden. Das ist mit sehr viel Aufwand und einer hohen finanziellen Belastung verbunden», sagt Sabrina Häring, Vorstand von Sm’Aesch Pfeffingen.

Und nicht nur das Top-Team von Sm’Aesch sei betroffen, auch rund 200 Jungendspielerinnen und zahlreiche Breitensportteams können jetzt nicht vom Dom profitieren.

Kultur Ja, Sport Nein

Viele Sport- und Kulturvereine aus Aesch haben sich im Abstimmungskampf engagiert und für den Dom geweibelt. Wie soll es jetzt weiter gehen? Der Abstimmungssieger Ueli Siegenthaler sieht beim Sport im Moment keinen zusätzlichen Bedarf, bei der Kultur aber schon. «Bei der Kultur stand es bei uns eigentlich nicht zur Frage, dass wir da etwas machen müssen. Wir haben immer gesagt, für Kultur müssen wir Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, für Proben, aber auch für Anlässe.»

Vier Jahre hat die Gemeinde an dem Projekt gearbeitet und geplant. Der Gemeinderat war dafür und auch an der Gemeindeversammlung wurde der Dom angenommen. Aesch muss sich noch mal Gedanken machen, für welche Aktivitäten im Dorf man wie viel Platz benötigt.

2 Kommentare

  1. Das stimmt. Die Versuchung ist gross genug. Zu Bauen, Zu Bebauen, Nachzuverdichten. Wer auf der Strecke bleibt, ist irgendwann der Bürger selbst. Keine Naherholungsgebiete, kein Grün, welches man aufsuchen kann ohne ins Auto steigen zu müssen. Wer älter geworden ist, hat dann halt Pech gehabt, wenn er nicht mehr ans Steuer sitzen darf oder kann. Den öffentlichen Nahverkehr nutzen? Deren Taktfolge ist und bleibt mangelhaft. Die Stadt Freiburg in D hat es vorgemacht und macht es noch weiterhin: Kleingärten (Schrebergärten) werden gekündigt, bebaut, in jede Lücke ein Hochhaus mit mind. fünf Stockwerke hochgezogen. Man nimmt in Kauf, dass die Belüftung der Stadt abgewürgt wird, nimmt die zunehmende Erhitzung aufgrund des vielen Betons in Kauf, und sagt: habe mit der Klimaveränderung zu tun. Die Naherholungsgebiete sind vormittags schon überlaufen. Wer Geld hat, verlässt die Stadt. So weist Freiburg, die Schwarzwaldhauptstadt, wie sie sich gerne für Touristen weiterhin verkauft, eine stärkere Abwanderung als Zuwanderung auf. Gerade ländlichen Gebieten ist zu empfehlen: macht nicht die gleichen Fehler und baut fuer Minderheiten Sportpalaste. (Das hat auch Freiburg mit dem Eishockeystation vor und dem gebauten Fussball-Bundesliga-Stadion schon realisiert: nur für Minderheiten zugängliche Areale.) Es gibt soviele Beispiele. Recherchiert. Und reagiert.Report

  2. Immer Mehr-Mehr-Mehr von allem bis zum geht-nicht-mehr….
    Die Natur muss weichen für Doms und vieles mehr?
    Die Bevölkerung hat genug – man muss nicht alles haben was machbar wäre.
    Auch in Münchenstein wurde die Hochhaus-Van-Baerle Ueberbauung abgelehnt
    Man muss auch mal was sein lassen können
    Immer mehr geht nicht.Report

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