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Basel geht aus – TV vom 24. September 2021.
Region

Einfache Küche in der urchigen Alphütte

In der Besenbeiz Remel in den Jurahöhen über Kleinlützel fühlt man sich fast wie in den Bergen. Ohne Strom wird hier urchiges Essen zubereitet.

Strenggenommen ist die Besenbeiz Remel ja gar keine Besenbeiz. Solche werden normalerweise von Bauernfamilien nebenher und nur gelegentlich betrieben. Eigentlich würde der Ausdruck «Bergrestaurant» der Lage eher entsprechen. Das Wirtepaar Ute und Peter Kägi hat sich aber absichtlich für diesen Namen entschieden. Denn somit sei gleich für alle klar, dass man hier nur ein einfaches, urchiges Angebot vorfinde.

Fokus auf regionale Produkte

Eines gleich vorweggenommen: Die Besenbeiz Remel muss niemand hungrig verlassen. Wie Ute Kägi betont, achte sie auf genügend grosse Portionen. Schliesslich sei ein Grossteil der Kunden Wanderinnen und Wanderer. Bei der Auswahl der Produkte begrenzt sich das Team praktisch ausschliesslich auf regionale Anbieter aus den umliegenden Gemeinden. Dies zeigt sich bei den verschiedenen kalten Plättli. Die gibt es zum Beispiel mit AOC Münsterkäse aus dem Sundgau, Speck aus dem Jura oder Schafmutschli aus Beinwil.

Das ganze Jahr ist hier oben zudem das selbst gemischte Käse-Fondue im Angebot. Besonders beliebt seien auch Wurstsalat, Vegisalat und Suppe, die in einer grossen Schüssel serviert werden. Dazu gibt es frisches Brot vom Dorfbäcker.

Abschalten in idyllischer Landschaft

Das Lokal von Ute und Peter Kägi liegt nur wenige Minuten vom Remelturm an der Grenze zu Frankreich entfernt. Von hier aus beobachtete die Schweizer Armee während des ersten Weltkriegs die Kämpfe im Elsass. Direkt neben dem Restaurant verläuft der Wanderweg vom Challpass her. Auf der Bergstrasse sind auch viele Velofahrer unterwegs. Das Restaurant ist aber auch mit dem Auto von Kleinlützel her gut zu erreichen.

Hier ist man nicht nur geographisch weit weg vom Treiben in den Städten und Dörfern. Hier oben gibt es auch keinen Mobilfunkempfang oder WLAN. Die alte Telefonleitung zur Besenbeiz hat die Swisscom gekappt. Man ist hier also völlig abgeschieden. Weil es auch keinen Stromanschluss gibt, kocht das Team in der Küche mit Gas, geheizt wird mit Holz.

Das Lokal ist jedes Wochenende geöffnet. Gruppen werden auf Anmeldung aber auch unter der Woche bewirtet.

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