Auch in der Tierwelt wird es selten langweilig. (Bilder: Keystone, Wikipedia)
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Ziege tötet Grizzly und «gerettetes» Schwein landet auf dem Teller

Das Leben schreibt die besten Geschichten: Das gilt auch in der Tierwelt. Eine Auswahl der bizarrsten Geschichten rund um Vierbeiner finden Sie hier.

Im Muotathal schoss ein Jäger auf ein Lama: Er hatte das Tier mit einem Hirschen verwechselt. Deshalb fordert die Tierschutzorganisation Peta nun ein Verbot der Hobbyjagd in der Schweiz. Jedes Jahr würden Fehlschüsse für erhebliches Leid bei hunderttausenden Tieren verantwortlich sein, auch Menschen würden immer wieder getroffen, so die Argumentation.

Die Wellen schlagen hoch, seit das zum Herdenschutz eingesetzte Lama tot gefunden wurde: Der Schütze hatte den Vorfall nicht gemeldet. Manuel Wyss, Abteilungsleiter Jagd und Wildtiere im Kanton Schwyz, könne sich laut dem «Boten der Urschweiz» nicht erklären, weshalb ein Jäger ein Lama nicht von einem Hirsch unterscheiden könne. Der Jäger wurde schliesslich gefunden: Er hat sein Jagdpatent verloren. In der ersten Septemberhälfte kam es im Oberengadin zu einer ähnlichen Situation: Ein Jäger hatte ein Pferd mit einem Rehbock verwechselt. Das Tier musste nach einem Fehlschuss eingeschläfert werden.

Grizzly-Tod von Ziege verursacht

Für eine David-gegen-Goliath-Geschichte sorgt derweil eine Ziege in Kanada. Ein 70 Kilogramm schwerer Grizzly wurde in einem kanadischen Nationalpark tot aufgefunden. Eine Untersuchung des toten Tieres ergab nun, dass wohl die Hörner einer Bergziege für das Ableben des Bären verantwortlich waren. Die Wunden wurden am Hals und in den Achseln des Bären gefunden.

Wie «9news.com.au» berichtet, würden die Wunden zum Angriffs-Muster eines Grizzly-Bären sowie zur Abwehr einer Bergziege passen: Grizzlys gehen bei Attacken auf Kopf, Hals und Schultern ihrer Beute los, dies meist von oben. Die Ziege hat sich wohl mit ihren scharfen Hörnern verteidigt. Diese Abwehr bleibt selten erfolgreich: Erst wenige Fälle, in denen Ziegen Grizzlys im Kampf besiegen können, sind bis anhin bekannt.

«Gerettetes» Schwein von Adoptivfamilie verspeist

Keine Chance hatte indes Hängebauchschwein Molly. Ebenfalls in Kanada sollte das Hausschweinchen eigentlich ein besseres Leben bekommen: Das dreijährige Tier hatte bereits ein Leben voller Grausamkeit und Verwahrlosung hinter sich. Schliesslich wurde Molly vom «Rasta Sancutary», einer Tierschutzorganisation aufgepäppelt und zur Adoption vermittelt.

Aus dem Happy-End wurde aber nichts, wie «kiro7.com» berichtet: Mollys «neue Familie» hat das Tier getötet und gegessen. Die Personen hätten sogar Fotos davon, wie sie das Fleisch des Schweins würzen, auf den sozialen Medien geteilt. Den Tierschützern brach das Herz. «Es braucht eine spezielle Art Mensch, ein Tier von einer Rettungsorganisation zu adoptieren, nur um es zu töten und zu essen», schrieb die Organisation nach dem Vorfall. Obwohl Tierschützer die Aktion verurteilen, hat die Aktion keine rechtlichen Konsequenzen. Das betroffene Paar wurde zwar für weitere Adoptionen gesperrt, es ist in Kanada aber nicht illegal, Tiere zu essen. Die Familie verteidigt ihre Aktion mit den Argumenten, Molly sei aggressiv gegen ihren Hund geworden und habe versucht, durch eine Glastüre zu brechen.

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