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Der Telebasel News Beitrag vom 24. September 2021.
Basel

Im Historischen Museum wird aufgeräumt

Die Museumsanalyse aus dem Jahr 2019 attestierte dem Historischen Museum einen desolaten Zustand bei seiner Sammlung. Nun steht die Generalinventur vor der Tür.

Verschollene Sammlungsobjekte oder ein Archiv, in das es hinein regnet. Das Historische Museum hat neben umstrittenen Personalentscheiden eine Pannenserie hinter sich. Unter diese will man nun einen Schlussstrich setzen. Die Vorbereitungen für die Generalinventur der mehr als 300’000 Sammlungsobjekte sind in vollem Gange.

Neue Datenbank wird entwickelt

6,2 Millionen Franken hat der Grosse Rat für die Generalinventur des Historischen Museums gesprochen. Der Projektverantwortlich, Mirco Melone, ist dafür zuständig, dass alles reibungslos und zeitgemäss über die Bühne geht. Dafür ist er aktuell in der Testphase. «Ich regle die Abläufe, schaue welche Herausforderungen es gibt und versuche sie zu lösen, so dass mein Team und ich ab Mitte Januar 2022 reibungslos loslegen können.»

Im Rahmen der Generalinventur werden sämtliche Objekte fotografiert und anschliessend in eine neue Datenbank eingetragen. Diese Datenbank ist noch nicht vollständig entwickelt, soll aber bis in ein paar Monaten einsatzbereit sein. Das ist aber nicht die einzige Massnahme. «Wir vergleichen die Inventarnummern, die physisch auf die Objekte geschrieben wurden, mit unserer alten Datenbank». Ausserdem werde eine erste Grobeinschätzung zum Zustand der Objekte abgeben. «Dann können wir entscheiden, wo und unter welchen Umständen die Gegenstände gelagert werden müssen». Es bestehe Nachholbedarf bei einem grossen Teil der Sammlung, so Melone.

Die Standortfrage

Eine weitere Empfehlung der Museumsanalyse: ein zentraler Standort für die gesamte Sammlung zu schaffen. Ob und wann dies der Fall sein wird, ist aber noch unklar und wird politisch entschieden. Seit Bekanntwerden der Defizite im Herbst 2019 wurde auch schon vieles gemacht. Drei neue Lager wurden erschlossen, weil andere teilweise nicht mehr nutzbar waren. Aber auch wenn ein zentrales Lager abgesegnet werden würde, könnten die Sammlungsobjekte rasch umdisponiert werden. «Wir stellen uns jetzt schon darauf ein und bereiten vor, damit wir nicht vergebens arbeiten.»

Um diese Mammut-Aufgabe zu bewältigen, werden 890 Stellenprozente geschaffen. Der Kredit ist für eine Dauer bis Ende 2025 gesprochen. «Bis dann werden wir das Projekt auch durchgeführt haben», ist sich Mirco Melone sicher.

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